Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

USB 2.0 – und damit ist keine revolutionäre Schweizer Bank gemeint ... bild: shutterstock

Kommentar

Warum ich als Mac-User neidisch zu Windows 10 rüberschiele 😏

Gute Nachricht für Windows-User: USB-Datenträger müssen nicht mehr «sicher» entfernt werden. Das Nachsehen haben Mac-User. Eine Polemik.*



Für Mac-User gibt es wenig bis gar keine Momente, in denen man neidisch zu den Kollegen mit Windows-PCs hinüberschaut. In Apples Garten fliegen einem die Software-Tauben in den Mund, mit macOS Mojave lebt es sich sicher und sorgenfrei, Malware kennt man nur vom Hörensagen.

Windows-User (aus Sicht eines Macianers)

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: giphy.com

Gut, zugegeben, in Sachen Games könnte man schon das eine oder andere Mal (verdammt) neidisch werden.

Und dann gibts da noch diesen fiesen Hinweis ...

Bild

screenshot: watson

Jedes Windows- und Mac-Kind weiss: USB-Sticks darf man nicht einfach rausziehen, sondern muss sie korrekt auswerfen lassen. Vom System! Sonst droht – äh, was denn?

Und jetzt kommts:

Ab sofort müssen sich Windows-10-User nicht mehr mit solchen Widerwärtigkeiten des Computer-Alltags aufhalten. Sie können ihre USB-Datenträger einfach ausstöpseln.

Ab sofort, mit der allgemeinen Freigabe von Windows 10 1809, werde das Standardverhalten für USB-Datenträger auf «Quick Removal» gesetzt, verrät das bekannte Nerd-, äh, IT-Newsportal Golem.de.

Die deutschen Kollegen (und Windows-Experten) gehen natürlich ins Detail ...

«Wer will, kann in der Computerverwaltung das alte System wieder in den Richtlinien der Datenträger aktivieren. Microsoft empfiehlt, dann auch die Einstellung des Schreibcache-Mechanismus zusätzlich zu aktivieren. Das ist allerdings eine Einstellung, die für jeden einzelnen externen Datenträger vorzunehmen ist. Problematisch daran ist, dass Windows durchaus Daten zwischenspeichert und erst später auf den Stick schreibt. Diese ‹Better Performance›-Einstellung war früher der Standard. Genau deswegen gab es diese Sicher-entfernen-Warnung. Gerade externe Festplatten, die nicht so schnell schreiben, konnten durchaus problematisch sein.»

Und bei winfuture.de erklärt man:

«Wer künftig ganz sicher sein will, dass sein USB-Speicher nicht durch unvorbereitetes Abziehen des USB-Sticks, der SD-Karte oder Thunderbolt-Geräts Datenverlust erleidet, kann zum Einen weiterhin den klassischen Umweg über das Menü im System-Tray gehen und das USB-Gerät Sicher entfernen, andererseits lässt sich aber auch wieder auf die alte Art des Umgangs mit externen Speichergeräten umstellen. Dazu muss man lediglich im Datei-Explorer prüfen, welchen Laufwerksbuchstaben das externe Speichergerät hat.»

quelle: winfuture.de

Ähm ja, spätestens jetzt bin ich bereits wieder froh, dass mir Apple in den System-Einstellungen nichts Vergleichbares bietet, sondern nur der bekannte Warnhinweis droht.

Die USB-Praxis stamme aus einer Zeit, als Datenträger tatsächlich physisch ausgeworfen und gegebenenfalls auch hörbar beschrieben wurden, blickt golem.de zurück. Uralte Ältere Nutzer erinnerten sich (vielleicht) noch daran, wie sie darauf warteten, dass das Diskettenlaufwerk ruhig wurde: Zeichen für ein problemloses mechanisches Auswerfen.

Im heutigen Zeitalter der SSD-Speicher bringt es natürlich nichts mehr, auf Surren oder Rattern zu achten. Und so können Mac-User auch getrost das hämische Lachen vom Windows-Kollegen nebenan überhören. Vielleicht schafft ja aber auch Apple das händische Abmelden von USB-Sticks bald ab. Das wäre dann ganz sicher «amazing»!

Für Mac- und PC-User gilt: Wenn man den USB-Stick während eines Schreibvorgangs (Kopieren etc.) rauszieht, droht Datenverlust.

Quellen:

* Dieser Meinungsbeitrag ist als «Kommentar» gekennzeichnet, da watson kein «Polemik»-Label kennt, und kann Spuren von Ironie enthalten.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten

«Wo finde ich jetzt dieses internet.ch?» – Eltern und Technik

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

SwissCovid ist ein Intelligenztest – und die Zwischenresultate sind, nun ja...

Wie überzeugt man Menschen, etwas freiwillig zu tun, von dem sie fälschlicherweise glauben, es bringe ihnen keinen Nutzen? Und was braucht es, damit Jung und Alt in Krisenzeiten solidarisch sind?

Die Corona-Krise spaltet das Land. Und lässt viele kalt.

Wie sonst ist zu erklären, dass Millionen Bürgerinnen und Bürger bewusst auf die nationale Warn-App verzichten, die zur Eindämmung der Seuche lanciert wurde?

Erhebungen des Bundes zeigen, dass die im Juni lancierte SwissCovid-App inzwischen auf 1,2 Millionen Smartphones läuft. Das ist wenig für ein aufgeklärtes, wohlhabendes Land mit über 6 Millionen kompatiblen iPhones und Android-Smartphones. Viel zu wenig.

Dem Bundesamt für Gesundheit …

Artikel lesen
Link zum Artikel