DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Microsoft-Manager Brad Smith kündigt günstige Kredite über rund 500 Millionen Franken für bezahlbare Wohnungen an. 
Microsoft-Manager Brad Smith kündigt günstige Kredite über rund 500 Millionen Franken für bezahlbare Wohnungen an. 
Bild: AP/AP

Microsoft will mit 500 Millionen günstige Wohnungen fördern

18.01.2019, 11:00

Microsoft nimmt 500 Millionen Dollar (497 Mio. Franken) in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptquartiers bei Seattle zu Sorgen. Der Plan sieht Kredite von 475 Millionen Dollar vor sowie eine Spende von 25 Millionen Dollar für Hilfen an Obdachlose, wie der Software-Konzern diese Woche ankündigte.

Die Mieten in Seattle und Umgebung seien in den vergangenen acht Jahren um 96 Prozent gestiegen - und das mache es für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden, erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blogeintrag.

Gut bezahlte IT-Jobs verteuern die Mieten

Der Aufstieg von Amazon mit Hauptquartier in Seattle und zuvor schon von Microsoft aus dem benachbarten Redmond hatten die Region zu einem Technologie-Zentrum gemacht. Auch andere Tech-Unternehmen wie Google, Facebook, Apple, Boeing und Nintendo haben hier Standorte, zudem siedeln sich Start-ups an. Mit Zehntausenden gut bezahlter IT-Experten stiegen die Mieten, zugleich gab es immer mehr Obdachlose.

Der Stadtrat von Seattle versuchte im vergangenen Jahr, mit einer neuen Steuer Geld zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zu heben. Grössere Unternehmen sollten jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zahlen. Nach massivem Widerstand aus der Wirtschaft – insbesondere von Amazon – wurde die Entscheidung aber wenige Wochen später wieder zurückgenommen.

Bereits der Vater von Microsoft-Gründer Bill Gates,&nbsp;William H. Gates,&nbsp; versuchte 2010 mit einer Steuer für Gutverdienende das Obdachlosen-Problem zu mildern. Er <a target="_blank" href="http://fortune.com/2018/06/12/amazon-just-killed-a-tax-that-helps-homeless-people/">scheiterte unter anderem am Widerstand</a> von Amazon-Chef Jeff Bezos und dem damaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer.
Bereits der Vater von Microsoft-Gründer Bill Gates, William H. Gates,  versuchte 2010 mit einer Steuer für Gutverdienende das Obdachlosen-Problem zu mildern. Er scheiterte unter anderem am Widerstand von Amazon-Chef Jeff Bezos und dem damaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer.

Microsoft will jetzt 225 Millionen Dollar zu Zinsen unter dem Marktniveau an Immobilien-Entwickler verleihen, damit sie günstigeren Wohnraum bauen können. Weitere 250 Millionen Dollar sollen als Kredite zu marktüblichen Konditionen Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen unterstützen. Sie sollten denjenigen helfen, die weniger als 60 Prozent des lokalen Durchschnittseinkommens verdienten, schrieb die «Seattle Times».

(oli/sda/awp/dpa)

Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Hauptquartier von Microsoft in Seattle

1 / 68
Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Hauptquartier von Microsoft in Seattle
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Apple und Google bekämpfen ein geplantes Gesetz in Korea – der Ausgang betrifft auch dich

Mit einem politischen Vorstoss sollen die weltgrössten App-Store-Betreiber gezwungen werden, alternative Zahlungsmöglichkeiten für In-App-Käufe zu akzeptieren. Es wäre eine weltweite Premiere.

Im südkoreanischen Parlament wurde im Oktober ein Vorstoss lanciert, der es App-Store-Betreibern wie den amerikanischen Techkonzernen Apple und Google verbieten soll, App-Entwicklern ihr Zahlungssystem aufzuzwingen.

Es geht um ein Multi-Milliarden-Geschäft: Apple und Google, die mit ihren Plattformen iOS/iPadOs und Android die weltgrössten App-Store-Betreiber sind, versuchen, den Vorstoss auf höchster politischer Ebene zu stoppen. Nun haben die US-Konzerne sogar die US-Regierung um Hilfe …

Artikel lesen
Link zum Artikel