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Jeff Bezos auf dem Mond Teaserbild

Amazon-Chef Jeff Bezos treibt seine Angestellten so gnadenlos an wie früher Steve Jobs bei Apple. Jetzt gibt er den Wohltäter. bildmontage: watson

Jeff Bezos spendet 2 Milliarden Dollar an Obdachlose – und das ist merkwürdig

Vor zehn Tagen hat Amazon die Marke von einer Billion Dollar Börsenwert geknackt. Firmengründer Bezos ist längst der reichste Mann der Welt. Jetzt wandelt sich der Bad Boy der Tech-Welt zum Philanthropen. Vielleicht.



Jeff Bezos ist mit einem Vermögen von rund 151 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt, wobei der Grossteil des Vermögens in seiner Firma steckt. Nun will er einen vorerst zwei Milliarden schweren Fonds für wohltätige Zwecke gründen. Der Fonds solle obdachlosen Familien sowie Vorschulen in armen Wohngegenden helfen. Dies kündigte der Amazon-Chef am Donnerstag auf Twitter an.

Bezos hat letztes Jahr öffentlich um Ideen gebeten, wie er sein Vermögen für karitative Zwecke einsetzen könne. Im Tweet beschreibt er seine Pläne, wie er Schulen und Obdachlose unterstützen will.

Seine Ankündigung sorgt für gemischte Reaktionen. Es gibt viel Zuspruch – und viel Kritik.

Dass Bezos ausgerechnet das Thema Obdachlosigkeit angeht, wirkt einigermassen seltsam, da er sich zuvor stark gegen eine Steuer zur Finanzierung von Obdachlosenheimen und einkommensschwachen Wohnungen in Seattle eingesetzt hatte. Das Wirtschafsmagazin «Fortune» titelte: «Amazon hat gerade eine Steuer getötet, die Obdachlosen hilft.»

«Amazon widersetzte sich der Steuer, die ursprünglich bei 500 Dollar pro Jahr für jeden seiner Mitarbeiter in Seattle lag. Um sein Missfallen zu signalisieren, stoppte das Unternehmen den Bau eines neuen Büroturms und deutete an, dass es 67'000 Quadratmeter Bürofläche untervermieten könnte, die der Konzern gerade in einem brandneuen Gebäude in der Innenstadt gemietet hatte. Als der Stadtrat eine reduzierte Steuer von 275 Dollar genehmigte, setzte Amazon die Arbeiten am neuen Gebäue fort. Trotz der Reduktion der Steuer finanzierten Amazon, Starbucks und andere lokale Arbeitgeber die politische Gruppierung ‹No Tax on Jobs›, die über 300'000 Dollar sammelte, um Unterschriftensammler für ein Referendum zur Abschaffung der Kopfsteuer zu bezahlen. In einer Erklärung nach der Abstimmung sagte Amazon-Vizepräsident Drew Herdener: ‹Die heutige Abstimmung des Stadtrats von Seattle zur Abschaffung der Steuer auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ist die richtige Entscheidung für den wirtschaftlichen Wohlstand der Region›.»

fortune

Offenbar versucht Bezos nun ein gesellschaftliches Problem auf privater Basis zu lösen. Übrigens nicht zum ersten Mal: Anfang Jahr kündigte Amazon an, dass man zusammen mit Banken eine Non-Profit-Krankenkasse gründe.

«Fast jede Person, mit der ich bei Amazon zusammengearbeitet habe, habe ich mindestens einmal am Pult weinen sehen.»

Ex-Amazon-Manager Bo Olson

Bezos wird von Gewerkschaften seit Jahren kritisiert, er würde seine Mitarbeiter ausbeuten und wie moderne Sklaven behandeln. Gegenüber watson sagte Amazon: «Die Vorwürfe zeichnen kein wahrheitsgetreues Bild der Arbeit bei Amazon. Wir sind stolz auf unsere Sicherheitsstandards und tausende Mitarbeiter, die jeden Tag daran arbeiten, sie zu verbessern. Wir fordern jeden dazu auf, sich selbst ein Bild zu machen und ein Logistikzentrum zu besuchen

Bereits 2015 enthüllte eine Reportage der «New York Times» die brutale Arbeitskultur bei Amazon. So erzählt der ehemalige Amazon-Manager Bo Olson: «Du verlässt einen Konferenzraum und siehst, wie erwachsene Männer ihre Hände vor das Gesicht halten. Fast jede Person, mit der ich zusammengearbeitet habe, habe ich mindestens einmal am Pult weinen sehen.»

Laut Zeitungsbericht werden Mitarbeiter angehalten, sich gegenseitig hart zu kritisieren, bis hin zur Demontage. Jedes Jahr werden diejenigen gefeuert, die am meisten Verzeigungen von anderen erhalten haben.

Amazon hat allein im letzten Jahr über 130'000 Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigt heute weltweit über 560'000 Menschen. Gleichzeitig hat Amazon den Gewinn verzwölffacht. Bezos ist nun der reichste Mensch der Welt und seine Firma ist drauf und dran, Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt abzulösen.

Bezos tritt mit seinem wohltätigen Fonds in die Fussstapfen anderer Tech-Leader wie Microsoft-Mitgründer Bill Gates und Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Zuckerberg hatte Ende 2015 angekündigt, im Laufe seines Lebens 99 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.

Das Einkaufen ohne Kassenschlange – So läuft das in Seattle

abspielen

Video: watson

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Boerig 15.09.2018 02:25
    Highlight Highlight Ach so? Und wie wird dann entschieden wo das Geld hinfliesst? Nicht etwa demokratisch die Gemeinschaft entscheidet, nein, die Vorsitzenden eines undurchsichtigen Fonds.

    Zudem ist dieses undemokratische Wohlfahrtsgehabe auch für die demokratisch legitimierte Wohlfahrt (jene die noch übrig bleibt) hinderlich - siehe Gates Foundation, welche mit ihren Milliarden öfters mit ihrem Weg ganze Sektoren monopolisiert und gleichzeitig andere Ideen verunmöglicht oder sehr erschwert. Nach Gates Foundaton Probleme googlen...
  • malu 64 15.09.2018 00:01
    Highlight Highlight Ein paar Superreiche, welche ihre politischen Ziele durch Erpressung erzwingen. Sie zerstören die Vielfalt von Geschäften und Produkten. Die Welt wird eintöniger und langweilig.
  • Schnäggebei 14.09.2018 17:44
    Highlight Highlight Hab grad alle Anderen Artikel auf Watson zum Thema Amazon durchgelesen!
    (Die kommentarfunktionen sind dort schon inaktiv, deshalb stelle ich meine Frage hier)
    Wieso ist folgender Grundsatz nicht möglich:
    Eine Arbeitstelle (Vollpensum) garantiert den Lebensunterhalt!

    Schade dass viele Wähler nicht sehen, dass sie (auch als Konsument) halt ebenfalls Teil des Problems sind
    • Mutzli 14.09.2018 22:38
      Highlight Highlight @Schnäggebei Wäre nett, aber ist ja auch hierzulande ja leider nicht garantiert. Wobei die politischen Fronten dazu immerhin ziemlich klar sind. Aber auch mit so was müsste man immer noch ziemlich aufpassen, sonst läufts auch so wie in den USA. Wo Leuten z.B. einmal pro Woche eine Stunde gestrichen wird, damit sie unter dem Arbeitssoll bleiben, ab dem die Firma verpflichtet wäre, für eine Krankenversicherung zu sorgen.
    • Schnäggebei 14.09.2018 22:59
      Highlight Highlight Der Minimallohn sollte meiner Meinung nach so angesezt sein, dass sich jeder eine Grundversicherung und eine Altervorsorge leisten kann.

      Dass diese Instrumente in gewissen Ländern (Demokratien) halt nicht vorhanden sind, zeigt umsomehr auf, wie wichtig es ist an die Urne zu gehen, und sich nicht von Populisten blenden zu lassen!
  • Karl Marx 14.09.2018 15:48
    Highlight Highlight Tucker Carslon zeigt auf wie Bezos Mitarbeiter Geld vom Staat erhalten, weil sie zuwenig verdienen. Milliardäre subventionieren, gehts noch?
    Play Icon
  • rodman 14.09.2018 15:30
    Highlight Highlight Mir ist wichtig, dass die Zahl hinter Bezos' Vermögen verstanden wird.

    Meines Wissens hat Jeff Bezos 16.4% der Aktien von Amazon, was aus dieser Beteiligung ein Bruttovermögen von 164 Mia. ergibt. Sein Nettovermögen beläuft sich auf rund USD 150 Mia. Somit ist er - wenn wir weitere fremdfinanzierte Investments aussenvor lassen - ein "Papierlimilliardär", für dessen Werthaltigkeit er täglich arbeiten muss (wie schnell IT-Unternehmen abstürzen, ist bekannt). Dieser ganze sagenhafte Wert von USD 150 Mia. ist somit nicht real, sondern bloss die Aufblähung von Erwartungshaltungen an der Börse.
  • inmi 14.09.2018 14:58
    Highlight Highlight Da spendet jemand 2 Milliarden für etwas Gutes und dann kommt nur Hass.

    Wenn er das an den Staat gegeben hätte, wäre die Hälfte in Bürokratie versickert.

    Ich finde es eine gute Sache.

    Ich glaube nicht, dass gute Dinge nur vom Staat kommen können. Private können die Gesellschaft auch positiv beeinflussen.
    • Mutzli 14.09.2018 15:18
      Highlight Highlight Hass finde ich jetzt ein bisschen stark als Wort. Aber die 2 mia. sind, gemessen an seinem Vermögen, nix. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche US-Familie würde, mit gleichem Prozentsatz, ~1000 $ spenden. Sicherlich grosszügig, aber nichts was in den Zeitungen kommen würde. Dazu kommen noch weitere Faktoren, wie etwa das ab einem gewissen Vermögen auch diese Summe Geld noch weniger ins Gewicht fällt, macht ers nur ums von den Steuern abzuziehen etc.
      Wenns im wirklich wichtig wäre, könnte er am effektivsten bei den Arbeitsbedingungen bei Amazon eingreifen, um systemischen Wandel zu bewirken.
    • Saraina 14.09.2018 15:23
      Highlight Highlight Ja klar, aber sie bestimmen dann auch allein, was gut ist und was nicht. Mit anderen Worten, sie schwächen den Staat indem sie ihm Steuern entziehen und festigen ihre eigene Position.

      Das nennt man Feudalismus, es wurde in Europa vor so langer Zeit abgeschafft, dass einige nicht mal mehr wissen, dass das für den einfachen Bürger Unfreiheit bedeutete.
    • Dragonlord 14.09.2018 15:31
      Highlight Highlight Du hast nicht verstanden, wie er zu diesem Vermögen kam und weiterhin kommen wird. Durch Ausbeutung von Arbeitskräften und Steuertricks.
      Kein Mensch sollte soviel Vermögen besitzen dürfen. Das ist Gift für eine demokratische Gesellschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 14.09.2018 14:19
    Highlight Highlight Er spendet DAMIT das Gesetz nicht kommt.
  • petrolleis 14.09.2018 14:09
    Highlight Highlight Er spendet das Geld ja gar nicht wirklich. Es wird angelegt und die Gewinne werden dann wohltätig verteilt. Die 2 Mia bleiben ja immer erhalten... 😄😉 ... und zudem spart er auch noch Steuern.
    Oder liege ich falsch?
    • rodman 14.09.2018 15:36
      Highlight Highlight Üblicherweise wird dieses Geld in eine Stiftung eingebracht, deren Zweck unabänderlich ist - und nicht an den Stifter zurückbezahlt werden darf. Das Geld wird dann angelegt. Wie Du richtig sagst, werden aus den Nettoerträgen die Projekte finanziert. Das Geld ist somit aus dem "Wirkungsbereich" von Jeff Bezos weg.

      Ich gehe davon aus, dass die Einzahlung in den USA steuerlich in Abzug gebracht werden kann - analog wie in der Schweiz, wenn Du eine Spende an eine wohltätige Organisation machst. Somit alles fair (ausser man stellt sich auf den Standpunkt, dass Steuerabzüge nur für Arme gelten)
  • nimmersatt 14.09.2018 12:56
    Highlight Highlight es ist echt an der Zeit, dass solche Unternehmen und Privatpersonen ordentlichen Steuerregimen UNTERWORFEN werden.

    Es soll nich in ihrem Ermessen liegen wieviel Geld wohin fliesst, dies ist Sache eines demokratischen Staates und soll somit der Entscheidungsmacht der Bürger unterliegen
  • Don Alejandro 14.09.2018 12:49
    Highlight Highlight Ein Schelm wer Böses denkt. Wenn er es in bessere Arbeitsbedingungen investiert hätte, könnte er es nicht von den Steuern abziehen.
    • Dr. Zoidberg 14.09.2018 15:11
      Highlight Highlight doch natürlich könnte er, halt von den steuern, die amazon zahlt, nicht von seiner privaten steuerschuld.

      das blöde daran: amazon zahlt eh kaum gewinnsteuern. 2017 hat amazon zwar 5.6 mia. $ gewinn gemacht, aber vom amerikanischen fiskus 137 mio. $ erstattet bekommen. amazons steuersatz lag in amiland seit 2011 im schnitt bei 11%, in europa noch weit darunter. und dank thedonald wird das noch mal ca. 30% weniger.

      was bringt mehr kohle: 560000 leute zum mindestlohn und den schlechtestmöglichen bedingungen anstellen und 2% deines vermögens "spenden" oder bessere arbeitsbedingungen schaffen?
  • Dominik Treier 14.09.2018 12:39
    Highlight Highlight Oh wenn ich das schon höre... So ala: Seht wie grosszügig auch Superreiche sind! Die spenden schliesslich Milliarden... Nur 1. Spenden sie Milliarden, die entweder Roboter oder andere Menschen mit ihrer Arbeitsleistung für sie erwirtschaftet haben und auf die sie demnach, nie ein vollständiges Anrecht gehabt hätten, sondern ein grosser Teil hätte an die Gemeinschaft gehen müssen und 2. Wer ist Grosszügiger? Der der Tausend Franken hat und einem Bettler, damit der keinen Aufstand anfängt 20,- davon hinwirft, oder der der 20.- und dem Bettler 10.- davon überlässt?
    • Dominik Treier 14.09.2018 14:08
      Highlight Highlight Ich spende bei drei verschiedenen Hilfsrganisationen in Form einer Jahresmitgliedschaft und bin Mitglied der UNIA obwohl ich nicht einmal 4000.- verdiene aber mass dir ruhig weiter an so über Leute zu urteilen, die du nicht kennst... Aber auch wenn ich keinen Rappen spenden würde oder könnte finde ich, dass die Gemeinschaft und ihre Versorgung nicht von Allmosen von einzelnen abhängen soll, sondern von einem System das Ausgleich für alle schafft und zumindest einen Grundstandard ohne Allmosen gewährt auch wenn dann eben Leute wie Herr Bezos nur noch 100 Millionen statt Milliarden besitzen...
    • Anna Landmann 14.09.2018 15:22
      Highlight Highlight El Diablo, nicht jeder soll gleich viel bekommen. Aber jeder, der 100% arbeitet, sollte davon eine Familie ernähren können. Und wer nicht arbeiten kann, dem soll die Gesellschaft kein luxuriöses, aber ein minimal würdiges Leben ermöglichen.

      Niemand sollte für das Überleben von den Launen und Interessen einiger Superreichen abhängig sein, die den Reichtum dank den Gaben des Systems (Ausbildung/Infrastruktur/Sicherheit etc pp) erreicht haben.

      Das war mal das Versprechen der leidlich erfolgreichen westlichen Marktwirtschaft, bevor der Gegenspieler Sowjetunion zu Grunde ging.
    • Mutzli 14.09.2018 15:23
      Highlight Highlight @El Diablo was soll heissen sozialer Ausgleich "in extremen Massen"? Z.B. in den 50er Jahren in den USA, die ja wahrlich nicht schrecklich sozialistisch geprägt waren, waren die Steuern viel progressiver und die CEOs verdienten gemessen am Lohn der untersten Angestellten massiv weniger, proportional gesehen. War trotzdem die Ära des "Wirtschaftswunders". Schweden und Norwegen fahren auch sehr gut mit ihrem System und gehören regelmässig zu den glücklichsten und wettbewerbstüchtigen Ländern der Welt, mit viel weniger krassem finanz. Ungleichgewicht in der Bevölkerung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 14.09.2018 11:49
    Highlight Highlight Und ihr wollt echt Amazon in der Schweiz?
    Ich jedenfalls nicht, auch wenn ich schon das eine oder andere Produkt gerne gehabt hätte. Jeder der dort bestellt, macht sich mitschuldig.
    • Toerpe Zwerg 14.09.2018 12:06
      Highlight Highlight Ich freue mich auf das Vollsortiment.
    • Watcher 14.09.2018 12:41
      Highlight Highlight Man muss sich nur die Frage stellen ob man das gewünschte Produkt wirklich braucht. Meine Erfahrung ist, je weniger ich habe je freier und glücklicher lebe ich. Vieles oder das meiste braucht man in der Regel nicht. 'Nice to have' muss nicht sein.
    • Kyle C. 14.09.2018 12:50
      Highlight Highlight Paddiesli, ich bewundere Leute mit solchen Prinzipien, ehrlich. Ich bin da nicht so konstant, zugegeben. Aber ich stelle mir immer wieder die Frage, wie konsequent die Leute sind, die mit dem Finger auf andere zeigen. Ohne dich zu kennen, aber nach diesem Prinzip zu leben würde auch bedeuten, sich in allen anderen Lebens- und Konsumbereichen daran zu halten. Essen, Kleidung, Elektronik uvm.. Ich habe auch NoGo's, aber ich hüte mich davor, andere zu beschuldigen, solange ich nicht als perfektes Beispiel vorangehe. Nichtsdestotrotz, Kritik an Amazon zu üben ist natürlich absolut OK.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 14.09.2018 11:48
    Highlight Highlight Warum ich ein strikter Gegner dieses (sorry) kaputten Ami Spendesystems bin?

    Staat
    - Der Staat muss sich gegenüber seinen Bürgern neutral verhalten und verteilt die Unterstützung gemäss Gesetz.

    - Wer Sie nicht bekommt aber Anspruch darauf hat, kann die Untersützung einklagen (gratis).

    - Ist in der CH wie in den USA so.

    Unternehmung
    - Ein Unternehmer verteilt Gelder nach seinem Gutdünken (er hat gar nicht die Kapazität und das Wissen eines Staates. Logo.)

    - Jede US-Bürger kann diese "Hilfe" von den Steuern abziehen (!).

    - Der Staat insgesamt verliert daher 2x
    *Ende der Geschichte.
    • Toerpe Zwerg 14.09.2018 12:07
      Highlight Highlight "Jede US-Bürger kann diese "Hilfe" von den Steuern abziehen (!). "

      Das ist hier genauso.
    • Hierundjetzt 14.09.2018 12:38
      Highlight Highlight Korrekt hingeben mit einer Oberbegrenzung (Zürich). Zudem kommt bei uns niemand auf den Gedanken mit 2 Mrd eine private Sozialhilfe aufzuziehen. Ganze einfach, weil bei uns der Staat bei uns wirkungsvoller und umfassender ist.

      Schon mal einen gesehen der am HB schlafen *musste*? Nope.

      Dafür haben wir Notwohnungen und Notschlafstellen, zusätzlich städische Übergangswohnungen und so weiter. Bei uns muss niemand hungern

      (staatliche "Suppenküche" mit 2 verschiedenen Menus im Niederdorf noch muss man im freien übernachten)
    • Toerpe Zwerg 14.09.2018 12:44
      Highlight Highlight Bei uns muss niemand hungern

      In den USA auch nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 14.09.2018 11:42
    Highlight Highlight Frage :

    Wird eigentlich nur der Ertrag dieses Fonds investiert ? Dann fände ich es geradezu lächerlich, was hier Jeff gerade aufführt.

    Würde mich jetzt doch sehr interessieren.
    • Tilman Fliegel 14.09.2018 12:23
      Highlight Highlight Ich glaube das ist generell die Idee von einem Fonds, nicht?
    • N. Y. P. D. 14.09.2018 13:26
      Highlight Highlight @Tilman Fliegel

      Ich glaube, Du hast meine Frage nicht ganz verstanden.

      Wird eigentlich NUR der Ertrag dieses Fonds investiert ? Dann fände ich es geradezu lächerlich, was hier Jeff gerade aufführt.
    • loquito 14.09.2018 13:29
      Highlight Highlight Das ist ja der Witz. Auch BillGates hat ein fonds zur forschung von AIDS... XMilliarden... Reell haben die dann ein paar Millionen für reale Forschung. Würden die XMilliarden eingesetzt, hätte man wohl bereits ein Heilmittel...
  • Anna Landmann 14.09.2018 11:32
    Highlight Highlight Superreiche, die sich selbst aussuchen, welche gemeinschaftlich Aufgaben sie wie finanzieren wollen...das ist die Zukunft und der neue Feudalismus.

    Mir wars lieber, als alle, die von der Gemeinschaft durch Sicherheit und Infrastruktur profitierten, Steuern bezahlten und die Gemeinschaft zusammen beschloss, welche Probleme wie angegangen werden sollen. Das nannte man Demokratie.
    • Señor Ding Dong 14.09.2018 13:54
      Highlight Highlight Klingt irgendwie vernünftig. Funktioniert mit uns nicht.
    • Wilhelm Dingo 14.09.2018 14:20
      Highlight Highlight Gut auf dem Punkt gebracht
  • Der Tom 14.09.2018 11:29
    Highlight Highlight Er braucht mehr Kunden damit das Geschäft weiter wächst. Am besten gibt er eine eigene Währung raus mit der man nur bei Amazon einkaufen kann.
  • Bart-Olomäus 14.09.2018 11:29
    Highlight Highlight Bei Game Of Thrones wäre er warscheinlich Joffrey Baratheon ...

    "Wir hatten grausame Könige und hatten irre Könige, aber mit dir sind wir mit einem grausamen Irren gestraft!" - eines meiner Lieblings-Zitate aus der Serie und sehr Passend auf Jeff Bezos - :) Sparen Sparen Sparne wo es nur geht ... Shops ohne Mitarbeitenden - und nur den absoluten Mindestlohn bezahlen - damit er noch mehr Geld Verdienen kann ...

  • Oma Wetterwachs 14.09.2018 11:22
    Highlight Highlight Er soll seinen Mitarbeitern vernünftige Arbeitsbedingungen schaffen.
    Schätze, selbst dann bleibt noch genug übrig um steuergünstig wohltätige Zwecke zu unterstützen.
    • Mutzli 14.09.2018 15:27
      Highlight Highlight @Do what [...] Sie haben den Grund, wieso die Leute dort angestellt sind, ja bereits beschrieben: Amazon verdrängt massivst die Konkurrenz und wenn die Stellen abbauen, wo können dann die Leute hingehen? Zumindest in den USA ist das Wohlfahrtssystem ein Witz bis nicht vorhanden und man kann sich den Job nicht einfach per Menü und Lust und Laune aussuchen. Wenn man ein Dach überm Kopf und was zu Essen haben will, muss man in dem Fall auch zu ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, was jedoch die Arbeitsbedingungen keinesfalls rechtfertigt. Besonders wenn der CEO dermassen absahnt
    • Mutzli 14.09.2018 17:25
      Highlight Highlight @Do what [...] Toll, wenn Sie so voll den Durchblick haben, auch wenn Sie sich ziemlich direkt selber widersprechen. Wenn gut bezahlte Arbeit rar ist, wieso stellen Sie es denn so dar, als wären die Amazonarbeiterschaft komplett allein schuld an den Arbeitsbedingungen z.B.?

      Wäre es vielleicht möglich das zu tun, ohne andere KommentatorInnen zu beleidigen -> "leicht demente Oma"?

      Sonst könnten Sie sich literarisch ein wenig fortbilden, dann wüssten Sie auch, wer Granny Weatherwax ist.
    • Mutzli 14.09.2018 22:34
      Highlight Highlight @Do [...] Na ja, im Gegensatz zu Ihnen habe ich zumindest nie behauptet, alles durchschaut zu haben. Dafür kauf ich gerade aus Protest gegen die schlechten Arbeitsbedingungen nichts bei Amazon ein, wie das die Arbeiterschaft selbst mehrfach gefordert hat. Z.B. beim letzten Black Friday, als ich das, soweit ich mich erinnere, auch das hier mal bei Watson gepostet habe bei einem Amazonartikel.

      Was mich nicht zu einem besseren Mensch macht, aber immerhin Ihre taffe Ansage relativ unterhaltsam. Warte allerdings immer noch auf meine Realitäts-POVjustierung. Kommt da jemand zuhause vorbei, oder..?
  • N. Y. P. D. 14.09.2018 11:22
    Highlight Highlight Jeff Bezos, der Heilige !

    Lobpreist seine Güte und huldigt ihm.

    Wer nicht ergriffen ist, vor soviel Herzenswärme.

    Jeff Bezos, der Menschenfreund.
  • DerSimu 14.09.2018 11:05
    Highlight Highlight Klar, Geld ist toll und alles, aber warum kann ddr Typ nicht einfach kein Kotzbrocken sein? Er hat eh schon mehr Geld, als er jemals ausgeben kann.

    Und es ist nicht das Geld, das einen Verdirbt, sondern der Charakter. Es gibt genug gute Schwerreiche, zum Beispiel Bill Gates.

    Aber eben, wenn sich der Stast nicht gegen solche Arbeitsbedingungen wehrt, merkt man, wie kaputt das System ist
    • Tilman Fliegel 14.09.2018 11:34
      Highlight Highlight Höchstwahrscheinlich weil es einen Zusammenhang gibt zwischen Kotzbrocken sein und (sehr) viel Geld haben.
    • DerSimu 14.09.2018 11:41
      Highlight Highlight @Tilman

      Warum gibt es dann Leute, wie Bill Gates? Schwerreich und kein Kotzbrocken.
    • loquito 14.09.2018 13:33
      Highlight Highlight Warum ist Bill Gates kein Kotzbrocken? Weil er nett aussieht? Seit wann bezahlt Microsoft denn bitte faire Löhne in Asien beispielsweise. Wir verdanken BillGates günstige Computer und extrem schlechte bedingungen bei Herstellung von Hardware... Ist in etwa das gleiche wie Amazon. Billige konsumgüter dafür arme Mitarbeiter...

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