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In einer alten Mine in den Spitzbergen soll Open-Source-Software für 1000 Jahre erhalten bleiben. screenshot: GitHub

Darum will Microsoft Open-Source-Software für 1000 Jahre im ewigen Eis lagern

Wissen von vor tausend Jahren ist teilweise verloren, da es nicht archiviert wurde. Die Open-Source-Entwicklungsplattform GitHub von Microsoft will das nun mit einem neuen Projekt verhindern.



Ein Artikel von

T-Online

Die Entwicklerplattform GitHub will Code im Eis der Arktis lagern, um ihn für zukünftige Generationen aufzubewahren. Die gespeicherten Daten sollen so etwa 1'000 Jahre überdauern. Das berichtet GitHub auf einer Seite zum Projekt.

Bei GitHub handelt es sich um einen Onlinedienst für Open-Source-Software-Projekte. Nutzer können ihren Code auf der Plattform für andere Nutzer öffentlich einstellen. Diese können den Code dann entweder prüfen oder weiterentwickeln. Im Juni 2018 übernahm Microsoft die Open-Source-Plattform.

Code in stillgelegter Kohlemine

Als Aufbewahrungsort nennt GitHub eine stillgelegte Kohlemine in den Spitzbergen, ein norwegischer Archipel in der Nähe des Nordpols. Hier findet auch die Pflanzensamenbank Svalbard Global Seed Vault – eine Lagerstätte aller Pflanzenarten der Erde.

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screenshot: GitHub

Als Startdatum für das GitHub-Projekt gilt der 2. Februar 2020. Dann wird jedes aktive und öffentliche Repository auf GitHub einmalig gesichert. Dabei handelt es sich um Quelltext-Datenbanken der GitHub-Nutzer. Die Daten sollen auf Silber-Halogeniden beschichteten Polyester-Filmen verwahrt werden. Laut Hersteller-Firma Piql soll diese Speichermethode bis zu 1'000 Jahre halten.

Quarzglas hält bis zu Zehntausend Jahre

Zusätzlich sollen langfristig die Daten auch auf Quarzglas verwahrt werden. Dabei handelt es sich um eine neue Speichermethode von Microsoft. Anfang November verkündete Microsoft, dass das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Warner Bros. den «Superman»-Film von 1978 auf ein Glasstück in der Grösse einer Untertasse gespeichert hat. Daten auf Quarzglas sollen bis zu 10'000 Jahren halten.

GitHub schreibt auf seiner Seite, dass «ein besorgniserregender Teil des Weltwissens ist derzeit auf flüchtigen Medien gespeichert» sei. Trägermedien wie Festplatten halten dabei um die zehn Jahre. Magnetbänder haben eine Lebenszeit von mindestens 30 Jahren, CDs und DVDs können bis zu 100 Jahre alt werden.

Weitere Informationen: archiveprogram.github.com

(avr/t-online.de)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 18.11.2019 13:51
    Highlight Highlight Wer glaubt eigentlich noch, dass es in 1000 Jahren noch Eis gibt?
  • Hades69 16.11.2019 23:51
    Highlight Highlight Hätte mehr Stil beim Bau erwartet. Ist wohl ein Abbild unserer Zeit..
  • wasps 16.11.2019 23:47
    Highlight Highlight Als ob es in Tausend Jahren noch ewiges Eis gäbe.
  • DARTH OLAF 16.11.2019 22:57
    Highlight Highlight Und in 2 Millionen Jahen bootet ein Nachfahre eines Lemuren Windows: „Geben Sie Ihren Lizenschlüssel ein“.
  • Sek L. Schweiss 16.11.2019 22:55
    Highlight Highlight und die finder haben dann in tausend jahren das richtige lesegerät für polyester-filme und alle notwendigen interpreter und compiler für den eigentlichen quellcode zur hand.
    • Sk8/Di3 17.11.2019 00:16
      Highlight Highlight Genau... Vor Jahren habe ich einen Bericht gelesen, wo es darum ging Daten in eine Metallkugel zu gravieren. Und das in Klartext. Das einzige was dann nötig ist, etwas salop gesagt ist eine gute Lupe und Sprachkenntnis.

      Und ja, ich denke so eine moderne Version von gravierten Steintafeln ist wohl die einzige Methode Wissen/Daten für mehrere Tausend Jahre zu bewahren.
  • Kong 16.11.2019 22:54
    Highlight Highlight "CDs und DVDs können bis zu 100 Jahre alt werden"

    Gilt meines Wissens eher für professionell gekaufte/gepresste oder sonst sehr (sehr) gut aufbewahrte Medien. Die selbstgebrannten sind lichtempfindlich und halten gemäss Recherche eher nur 5 bis 10 Jahre (!)
  • Max Dick 16.11.2019 22:09
    Highlight Highlight Man könnte als nützliches Wissen für künftige Generationen z.b. die Anleitung zum Bau einer Wasserstoffbombe hinterlegen.
    • Elmas Lento 17.11.2019 00:52
      Highlight Highlight Nützliches Wissen ja, ob der Bau einer Wasserstoffbombe da dazu gehört bezweifle ich mal...
    • sleeky 18.11.2019 10:26
      Highlight Highlight @Max Dick
      Ironie und Sarkasmus werden hier leider oft nicht erkannt.
  • aglio e olio 16.11.2019 20:59
    Highlight Highlight Ich mag mich finster daran erinnern, dass bereits vor einigen Jahren berichtet wurde, dass an Speichermedien aus Quarzglas geforscht wurde. War MS damals bereits daran beteiligt? Weiss das jemand?

    • aglio e olio 16.11.2019 21:41
      Highlight Highlight Habe die Doku tatsächlich gefunden. Ab 11:30 gehts um Quarzglas. Ist aber auch sonst sehr interessant.
      Play Icon
    • MrXanyde 17.11.2019 05:10
      Highlight Highlight Nein waren sie nicht. Quarzglas als Speichermedium wurde von Forschern der japanischen Firma Hitachi entwickelt.

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