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«Snatch»: Dieser Windows-Schädling kann dein Antivirus-Programm austricksen

Mithilfe von Antivirensoftware können sich Nutzer vor den meisten Gefahren schützen. Doch jetzt warnen Experten vor einer speziellen Malware.
11.12.2019, 17:26
Ein Artikel von
t-online

Das Wichtigste in Kürze: Eine neue Ransomware für Windows-Betriebssysteme startet PCs im abgesicherten Modus, um Schutzmechanismen auszuhebeln.

Windows-Nutzer sollten sich derzeit vor dem Erpressungstrojaner «Snatch» hüten. Denn eine neue Version des Programms zwingt das infizierte System dazu, im abgesicherten Modus zu starten. Im Anschluss verschlüsselt «Snatch» Nutzerdaten und verlangt ein Lösegeld. Das berichtet das Sicherheitsunternehmen Sophos auf seiner Website.

Der abgesicherte Modus unter Windows wird oft dazu verwendet, um Fehler im System zu finden. In diesem Modus startet Windows darum nur die wichtigsten Treiber. Programme wie Antivirensoftware bleibt oft ausgeschaltet. Diese Lücke macht sich «Snatch» zunutze.

Warum «Snatch»?

«Snatch» tarnt sich auf dem infizierten Rechner als Windows-Dienst «SuperBackupMan», schreibt Sophos. Sobald sich der das Programm in der Registry eingenistet hat, startet das System in den abgesicherten Modus.

Bevor «Snatch» aber Dateien verschlüsselt und eine Lösegeldforderung anzeigt, löscht es sogenannte Schattenkopien des Windows-Systems. Bei der Funktion erstellt Windows im Hintergrund Kopien wichtiger Daten, so dass Nutzer im Notfall diese mit wenig Aufwand wiederherstellen können.

Kein Zufall scheine der Name «Snatch» zu sein, schreibt Sophos im deutschsprachigen Firmenblog. In frühen Versionen der Ransomware finde sich im Erpressungsschreiben die Email-Adresse «ImBoristheBlade(at)protonmail.com». Dies könnte eine Referenz an den Film «Snatch» mit Brad Pitt aus dem Jahr 2000 sein, in dem ein KGB-Agentencharakter namens Boris the Blade mit von der Partie sei. Und auch der von den Hackern im Dark Web genutzte Deckname Bullet Tooth Tony tauche im selben Film auf.
Kein Zufall scheine der Name «Snatch» zu sein, schreibt Sophos im deutschsprachigen Firmenblog. In frühen Versionen der Ransomware finde sich im Erpressungsschreiben die Email-Adresse «ImBoristheBlade(at)protonmail.com». Dies könnte eine Referenz an den Film «Snatch» mit Brad Pitt aus dem Jahr 2000 sein, in dem ein KGB-Agentencharakter namens Boris the Blade mit von der Partie sei. Und auch der von den Hackern im Dark Web genutzte Deckname Bullet Tooth Tony tauche im selben Film auf.bild: shutterstock

Wer ist gefährdet?

Laut Sophos wurde der Erpressungstrojaner in Googles Programmiersprache Go entwickelt, die für verschiedene Plattformen verwendet kann. Allerdings sei laut Sophos «die Schadsoftware , die wir beobachtet haben, nicht in der Lage, auf anderen Plattformen ausser Windows zu laufen.» Das Unternehmen schreibt, dass «Snatch» auf den Windows-Versionen 7 bis 10 funktionieren soll.

In seinem Bericht dokumentierte Sophos einen Angriff auf das Netzwerk eines Unternehmens. Attacken auf Privatwender sind bisher noch nicht bekannt. Laut Sophos hat das Unternehmen «Snatch» bereits 2018 entdeckt. Die jetzt beobachtete Angriffsmethode war damals aber noch nicht implementiert.

Quellen:

(avr/t-online.de)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Walter Sahli
11.12.2019 22:10registriert März 2014
Hab' ich's überlesen oder schreibt Ihr tatsächlich kein Wort darüber, wie man sich diesen Trojaner einfängt?
Wenn das schon alle wüssten, würde sich das Ding nicht verbreiten...
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Heiliger Hein
11.12.2019 21:12registriert Oktober 2019
Danke für die Info. Ich vermisse aber den Teil der beschreibt wie die Ransoftware auf den Rechner gelangen kann.
Vermutlich aber wie üblich per E-Mail, als Anhang oder Phishing Link.
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