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Luigi muss sich in einem Geisterhaus wiedermal seinen Ängsten stellen. Bild: zvg

Review

«Luigi’s Mansion 3» ist eines dieser Videospiele, die süchtig machen können

Knuddelige Gruseloptik, Gänsehautklänge und knifflige Rätsel: Das neue Soloabenteuer von Luigi ist eines dieser Spiele, die man nicht mehr aus den Händen geben möchte.



Ferien in einer grossen Hotelanlage können etwas Faszinierendes an sich haben. In einem verwinkelten Gebäudekomplex ist trotz räumlicher Nähe eine Distanz zum Nachbarn im Nebenzimmer vorhanden. Was mag sich nur in so einem Mikrokosmos alles abspielen? Was geht in den einzelnen Etagen vor sich? Welches Geheimnis wartet hinter der nächsten verschlossenen Türe? Fragen über Fragen ...

Immer noch ein Angsthase

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bild: zvg

Auch Luigi hat so einige Fragen: Nachdem er mit seinem Bruder Mario, Prinzessin Peach und ein paar ihrer Gefolgsleuten im Hotel eingecheckt hat, um dort Urlaub zu verbringen, muss sich der Angsthase plötzlich wieder mit Geistern herumschlagen. Man möchte meinen, er habe doch nun in seinen letzten Abenteuern durchaus viel gelernt und das Thema Angst sei vom Tisch. Doch immer noch schleicht er schlotternd und wimmernd durch die Gänge und steht kurz vor einem Herzinfarkt.

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Bei der Ankunft im Luxushotel sieht alles noch ganz friedlich aus. bild: zvg

Ein Professor, ein Doppelgänger und ein Hundi

Was ist denn genau in dieser riesigen Hotelanlage passiert? Nun, die Einladung in das Luxushotel hat sich als Falle entpuppt. Der listenreiche König Buu Huu hat alle angelockt, um die Figuren in einzelne Gemälde zu verbannen. Warum? Weil er halt böse und ein rachsüchtiges Gespenst ist. Fast die gesamte Sippe hat der Gespensterkönig erwischt, ausser Luigi. Dieser konnte die Flucht ergreifen und irrt nun im riesigen Hotel herum. Gottseidank ist auch der quirlige Professor I. Gidd ebenfalls zu Gast und greift ihm wie schon in den Vorgängern tatkräftig unter die Arme.

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Luigi hat zwar immer noch Angst, stellt sich aber den Herausforderungen. bild: zvg

Luigi hat aber noch weitere Helfer dabei: Fluigi ist ein glibberiger, grüner Doppelgänger, den er jederzeit hervorrufen kann, um durch Gitter-Türen zu laufen, durch enge Öffnungen zu flutschen oder spitzige Fallen zu umgehen. Dieser Flutschkollege wird für den späteren Spielverlauf immer wichtiger, um diverse Rätsel zu lösen. Dann ist da noch ein süsses Geisterhundi (ein sogenannter Polterpinscher), das Luigi nützliche Tipps anzeigt, wenn er mal nicht weiter weiss.

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Fluigi kann sich ohne Probleme durch Gitterstäbe hindurch bewegen. bild: zvg

Die Ghostbusters wären neidisch

Luigi verfügt natürlich auch in diesem neuen Abenteuer über den sogenannten Schreckweg. Dieser umfunktionierte Staubsauger mit Taschenlampenfunktion ist das neuste Modell der Reihe und hat ein paar zusätzliche Fähigkeiten bekommen. In dieser Hightech-Waffe befindet sich nicht nur Fluigi in einem Behälter, sondern auch ordentliche Power. Kurz: Mit diesem Gerät werden die Geister geblendet und schliesslich aufgesaugt.

Der Schreckweg fungiert auch als Lichtquelle um versteckte Geistererscheinungen, sprich unsichtbare Objekte sichtbar zu machen. Das ist oft notwendig, um im Spiel später weiter voran zu kommen. Zusätzlich gibt es einen Saugschuss, um sich an glatte Oberflächen zu haften und daran zu ziehen, eine Schleuderfunktion und eine ordentliche Druckfunktion, um in der näheren Umgebung alles wegzublasen und herumzuwirbeln. Die Ghostbusters wären wirklich neidisch auf diese einzigartige Superwaffe.

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Der Schreckweg ist eine wunderbare Allzweckwaffe. bild: zvg

Eine etwas fummelige Steuerung

Luigi besitzt so viele Fähigkeiten, dass man zu Beginn gar etwas überfordert sein kann. Nintendo nimmt aber alle an die Hand und zeigt Schritt für Schritt wie es geht und wann und wo am besten die neuen Fähigkeiten eingesetzt werden können. Mit der Zeit bleiben die Steuerungsmöglichkeiten gut überschaubar.

Was sich von der ansonsten tadellosen Steuerung entfernt, ist die Schreckweg-Zielfunktion. Gerade bei Bosskämpfen wird das genaue Zielen zur Glücksache, weil der eine Stick zu ungenau, ja gar fummelig reagiert.

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Mit dem Saugschuss kann man diverse Gegenstände bewegen. bild: zvg

Einfach mal auf den Putz hauen

Dass Nintendo weiss, wie man mit einer Knuddeloptik die Augen verwöhnt, ist bekannt. Das lieben wir und das erwarten wir auch. Beim dritten Teil haben die Macher aber so sehr am Detailgrad geschraubt, dass man staunend jedes einzelne Hotelzimmer, jede Etage ganz genau unter die Lupe nimmt.

Mit dem Schreckweg lassen sich nicht nur Geister jagen, sondern auch allerlei Dinge im Raum durcheinander wirbeln. Da werden zahlreiche Gegenstände von den Regalen geholt, Vorhänge weggerissen und Mobiliar zerschlagen bis schliesslich nur noch ein Trümmerhaufen übrig bleibt. Zusätzlich haben die Macher in den Zimmern und den thematisch unterschiedlichen Etagen so viele Details und Insider-Gags platziert, dass man mit dem Herumstöbern gar nicht mehr aufhören mag.

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Mit dem Fahrstuhl kommt man von Level zu Level. Vorausgesetzt man besitzt den entsprechenden Etagenknopf. bild: zvg

Apropos Etagen: Das hochhausartige Hotel besteht aus ganz unterschiedlichen Abschnitten. Jede Etage besitzt ein anderes Thema. Es gibt beispielsweise die Filmstudio-Etage, ein mittelalterliches Szenario oder einen Abschnitt, wo sich alles ums Thema Essen dreht. Diese einzelnen Levels können aber nicht von Anfang an frei erkundet werden, um die Nintendo-Charaktere aus den Bilderrahmen zu befreien. Jeder obligate Bossgegner verfügt über einen Liftknopf, den man erst nach dem Sieg im Fahrstuhl platzieren und schliesslich auch benutzen kann.

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Jede Etage präsentiert ihr eigenes Thema. bild: zvg

Auftritt: Virtual Boy

«Luigi’s Mansion 3» ist wahnsinnig witzig geworden. Was die Designer wieder an kreativen Inhalten auf uns Spielerinnen und Spieler losgelassen haben, ist ganz grosse Unterhaltungs-Kunst. Alleine wie sich die Figuren bewegen oder wie sich die Gespenster in ertappten Situationen verhalten, das alles wurde nicht nur wunderschön animiert, sondern kitzelt auch die Lachmuskeln.

Und für den Gastauftritt der gescheiterten Nintendo-Hardware Virtual Boy, der mit ganz vielen Seitenhieben in die Geschichte eingeführt wird, sollte die Ideenlieferantin oder der Ideenlieferant eine saftige Lohnerhöhung bekommen, plus Bonus und einen dicken Orden um den Hals.

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Trotz Gruselatmosphäre kommt der Humor nie zu kurz. bild: zvg

Harte, aber faire Fälle

Das Spiel besteht nicht nur aus der obligaten Geisterjagd, sondern besitzt auch zahlreiche Rätsel, die man lösen muss, um vorwärts zu kommen. Dabei gibt es nicht nur sehr simple Aufgaben, wo man einfach nur in die Rolle von Fluigi wechselt, um eine Türe zu öffnen, sondern auch äusserst knifflige Herausforderungen, wo alle Fähigkeiten logisch miteinander kombiniert werden müssen.

Auch die härtesten Fälle bleiben fair, können aber auch Nerven kosten, wenn man zu ungeduldig wird und einfach nicht auf Anhieb die Lösung entdeckt. Steht man zu lange auf dem Schlauch, meldet sich ganz Nintendo-like der Professor oder der Geisterhund taucht plötzlich auf und weist den Weg.

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Bei diesem Rätsel muss Fluigi zum Einsatz kommen. bild: zvg

Alleine, zu zweit oder zu acht

Wer übrigens nicht alleine spielen möchte, findet im kooperativen Zweispielermodus sein Glück. Während ein Spieler den Luigi steuert, dirigiert der andere den Fluigi. Dann gibt es noch den sogenannten Wirrwarrturm. In diesem Mehrspielermodus können sich bis zu acht Spieler diversen Herausforderungen stellen. Die ganze Gaudi findet im Online-Modus oder auch lokal auf bis zu vier Switch-Konsolen statt.

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Herausforderung gesucht? Dann ab in den Wirrwarrturm! bild: zvg

Ein süchtig machender Fan-Service

Fazit: Knuddelige Gruseloptik, Gänsehautklänge, bekannte Herzens-Figuren und viel Fan-Service sorgen dafür, dass die Nintendo-Formel wieder fruchtet. Abseits dieser wohligen Inhalte darf das Spiel mit unterschiedlichen Levels inklusive knackiger Rätsel überzeugen, die von Etage zu Etage immer fordernder werden. Neben der Spukgeschichte und der obligaten Rettung diverser Figuren gibt es Nintendo-like viel zu entdecken und vor allem einzusammeln.

«Luigi’s Mansion 3» ist eines dieser Videospiele, die süchtig machen können. Die thematisch unterschiedlichen Levels mit opulentem Detailgrad sind so faszinierend, dass man alles auf einmal entdecken möchte und nicht aufhören kann. Jede Etage in diesem Luxushotel will erkundet werden und man mag es gar nicht abwarten, bis sich endlich wieder eine neue Themenwelt öffnet. Nintendo hat hier wiedermal eine motivierende Spieldesignkunst abgeliefert, der man sich nicht entziehen kann.

«Luigi’s Mansion 3» ist ab dem 31. Oktober erhältlich für Nintendo Switch und freigegeben ab 7 Jahren.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Count 29.10.2019 06:39
    Highlight Highlight Wieder mal schlechte deutsch übersetzte Wortspiele. Aus Gooigi wird Fluigi etc.

    Ich freue mich wie Oskar auf das Spiel, die beiden Vorgänger waren schon super (3DS) und fantastisch (GC).
    • Bee89 29.10.2019 08:36
      Highlight Highlight Ich bin sonst die erste, die bei schlechten Übersetzungen schreit.. aber Fluigi find ich nicht so schlecht, erinnert mich an Flubber ;)

      Aber werde das Spiel eh auf Englisch spielen.
    • Anhalter 29.10.2019 09:33
      Highlight Highlight Wie hättest du Gooigi denn besser auf Deutsch übersetzt? Ich finde ja auch, das der Witz auf Englisch lustiger is, aber manchmal geht es halt einfach nicht besser beim Übersetzen.
    • The Count 29.10.2019 10:42
      Highlight Highlight Na einfach Gooigi, muss eigentlich nicht übersetzt werden.
  • Skeletor82 28.10.2019 22:13
    Highlight Highlight Weiter oben: Interview mit einem Online-Casinosüchtigen. Dieser Titel passt einfach nicht, insbesondere weil „Luigi“-Titel für Kids gemacht werden, viel Humor haben, in diesem Fall kreative Szenarien, abwechselndes Gameplay auch zu zweit und motivierende Level- und Gameplaymechaniken aufweisen.

    Wenn Ihr auch hier sensibel reagiert, dann wäre das grosse Klasse.

    Titel wie:“Gruselspass mit Marios Bruder“, „Spukhotel zum Grinsen“, „Witziger Gruseltrip“ oder ähnliches hätte es getan.
    • Mia_san_mia 29.10.2019 04:42
      Highlight Highlight Hä was ist denn Deinn Problem? Der Titel ist ja positiv gemeint und hat absolut nichts mit Online-Casino zu tun...
    • Clife 29.10.2019 06:57
      Highlight Highlight Heisst das Casual Spieler sind Kids und Core Spieler Erwachsene? Oh boy...um ehrlich zu sein finde ich einen Mittelweg am besten. Spiel einmal durchspielen für Casual, Spiel auf dem besten Weg durchspielen als Core.
    • The Real Deadpool 29.10.2019 08:04
      Highlight Highlight Ich denke, die leute können sehr wohl zwischen einem artikel über spielsucht und diesem hier unterscheiden. Und ich denke auch, dass der spielsüchtige sich nicht von diesem titel hier beleidigt oder betroffen fühlt.

      Du solltest leute nicht für so dumm halten.
  • NinjaGaiden 28.10.2019 20:47
    Highlight Highlight Ach Luigi's Mansion... Ein geniales und massiv unterschätztes Spiel. Ich hoffe es ist so gut wie der erste GameCube-Teil. Cooler Artikel @SimonDick
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.10.2019 19:08
    Highlight Highlight 2)
    - What happened to it?
    - EA became so wealthy... the only thing it feared was losing its wealth, which, of course, eventually it did. Unfortunately, it pissed off the consumers, and the consumers killed it in its complacency. How Ironic. EA could get more money than any other publisher, but yet not enough to buy the opinion of the gamers.
    - Is it possible to learn this power?
    - Not from a good company.
    • The Count 29.10.2019 06:36
      Highlight Highlight Ich glaube du solltest das noch erklären, hier versteht das offenbar niemand.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 29.10.2019 10:39
      Highlight Highlight Keine Star Wars Fans hier offensichtlich
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.10.2019 19:08
    Highlight Highlight Hat keinen direkten Bezug zum Spiel, habe ich jedoch heute gesehen und ich finds grossartig:

    Did you ever hear the tragedy of Darth EA the Greed?
    - ...No.
    - I thought not. It’s not a story other developers would tell you. It's a business legend. Darth EA the Greed was a gaming publisher, so cheap and so greedy that it could use the microtransactions to create...profit. It had such a knowledge of underhanded business tactics, it could even buy out its competition.
    - It could actually buy out competition?
    - Underhanded tactics are a way to many profits some consider to be wrong.

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