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Starship Troopers Game-Test: Darum sind Fans weltweit aus dem Häuschen

Weg mit den riesigen Insekten! Die Mission im neuen «Starship Troopers»-Game ist glasklar.
Weg mit den riesigen Insekten! Die Mission im neuen «Starship Troopers»-Game ist glasklar.bild: Zvg
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Darum sind «Starship Troopers»-Fans gerade weltweit aus dem Häuschen

Eine ziemlich aggressive Insektenspezies will die Menschheit auslöschen. Also ziehen hochmotivierte Soldatinnen und Soldaten los und nehmen die Biester auseinander. Das ist der Plot. Mehr geht nicht. Oder etwa doch?
16.03.2026, 17:1316.03.2026, 17:13

Filmemacher Paul Verhoeven hat sich 1997 die Romanvorlage von Sci-Fi-Autor Robert Heinlein geschnappt und einen gesellschaftskritischen, ziemlich unterhaltsamen Actionfilm gebastelt, der heute durchaus einen Kultstatus besitzt.

Sogar zwei Fortsetzungen durften sich die Fans reinziehen oder eher antun. Das Universum wurde mit ein paar zusätzlichen Animationsfilmchen und natürlich auch mit dem einen oder anderen Videospiel gesegnet. Nun gibt es bereits Nachschub in Form von «Ultimate Bug War!», das simple Ego-Shooter-Kost anbietet und auch die eine oder andere Überraschung für Hardcore-Fans innehat.

Der Trailer zum Kultfilm aus dem Jahr 1997...

Ein herzliches Wiedersehen

25 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films sind die aggressiven Insekten immer noch aggressiv. Wir ziehen als Major Samantha Dietz in einen weiteren Krieg, um die Riesenviecher auf diversen Planeten auseinanderzunehmen. Dabei feiern wir auch ein Wiedersehen mit General Johnny Rico, der wiederum von Schauspieler Casper Van Dien verkörpert wird und via diverser Videobotschaften den Spielenden ein Lächeln ins Gesicht zaubert und eine wunderschöne Trash-Dosis versprüht.

Johnny Rico ist wieder da!

Waffen mit Bums

Während des Feldzuges besuchen wir nicht nur bekannte Schauplätze des Films, sondern dürfen auch auf Planeten reisen, die komplett neu im Universum sind oder auch nur in den Filmvorlagen kurz erwähnt wurden. So ballern wir uns durch Horden von Rieseninsekten durch diverse Schlachtfelder, die mal offener und mal schlauchigförmiger daher kommen. Wir werfen mit Granaten, feuern aus den üblichen Ballermännern und haben auch mal eine futuristische Waffe mit ordentlichem Bums in den Händen, um die unterschiedlich grossen Biester auseinanderzunehmen.

Mit unterschiedlichen Waffen werden die aggressiven Insekten aufs Korn genommen.
Mit unterschiedlichen Waffen werden die aggressiven Insekten aufs Korn genommen.bild: zvg

Aus der Sicht des Feindes

Wem das dann doch etwas zu stupide wird, kann später sogar die Fronten wechseln und als Insekt gegen das menschliche Militär kämpfen. Da wird aber keine eigenständige Geschichte aufgetischt, sondern soll lediglich strategische Raffinesse sein, um aus der Sicht des Feindes das böswillige Verhalten zu studieren. Hört sich nach einer dummen, händeringenden Erklärung an – und das ist es auch.

Die Augen reiben

Wer das Spiel beginnt, muss sich zuerst ein bisschen die Augen reiben, da man in Sachen Optik ganz viel Toleranz an den Tag legen muss. Die Grafik sieht so gar nicht frisch und detailverliebt aus und wenn man sogar näher hinsieht, sind da ganz viele Pixelmenschen vorhanden, die durch das Bild staksen. Das darf man durchaus als künstlerische Design-Freiheit betrachten und durchwinken, kann aber auch ganz schön erschrecken. Da es auf dem Schlachtfeld dann aber doch ziemlich abgeht und hektisch wird, fällt einem das gar nicht mehr so auf.

Die Optik ist keine Augenweide sondern einfach nur zweckentsprechend.
Die Optik ist keine Augenweide sondern einfach nur zweckentsprechend.bild: zvg

Kein Schnickschnack

Auch wenn das visuelle Kleid zu Beginn so gar nicht überzeugen möchte, gefällt einem dieser Retro-Charme dann aber immer wie mehr und man lässt sich immer schneller darauf ein und erkennt, was dieser Shooter eigentlich sein will: Ein klassisches Actiongame ohne Schnickschnack, wo die Ziele und der Weg klar sind und die Gegner reihenweise und bombastisch auseinandergenommen werden.

Zielen und losballern, fertig.
Zielen und losballern, fertig.bild: zvg

Visuelle Abwechslung

Trotz Kriegshektik gibt es wunderschöne Welten zu entdecken, die dann überraschenderweise mit ganz viel Stil und Flair daherkommen und nicht nur als simple Kulissen herhalten müssen. Karge Landschaften, hügeliges Terrain, malerischer Strand oder urbane Gegend, das Spiel überrascht mit einer unerwarteten visuellen Abwechslung.

Die Einfachheit schätzen

Fazit: Ich hätte nach den ersten Spielminuten wirklich nicht gedacht, dass ich mit diesem bescheidenen Retro-Shooter dann doch ein paar ganz vergnügliche Stunden verbuchen würde.

Alles an diesem Videospiel ist simpel, auch manchmal höchst stupide und gerade deshalb besitzt es eine so grosse Portion Faszination, der man sich nicht entziehen will, wenn man die Einfachheit eines Videospiels schätzen kann. Lediglich vom gesellschaftskritischen Unterton der bissigen Filmvorlage hätte ich mir mehr Inhalte und Seitenhiebe gewünscht, um noch tiefer in das «Starship Troopers»-Universum einzutauchen.

Man spürt aber jederzeit, wie die Machenden ihren Spass bei der Entwicklung hatten. Das Spiel nimmt sich keine Zeit ernst und bietet einfach nur eine schnörkellose, simple Action-Unterhaltung ohne Tiefgang. Und das tut auch mal nur gut und wird mit offenen Armen sehr gerne empfangen.

«Starship Troopers: Ultimate Bug War!» ist erhältlich für Playstation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC. Freigegeben ab 18 Jahren.

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