Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

bild: sonect/watson

Mit der Schweizer Sonect-App kannst du «gratis» Bargeld beziehen

Die Sonect-App ermöglicht Android- und iPhone-Nutzern, in fast 600 Volg-Läden landauf und landab Cash zu beziehen. Noch benötigen allerdings viele User zusätzlich eine Kreditkarte.



«Mit Sonect kannst Du über das Handy Bargeld beziehen – überall und völlig kostenfrei.»

Werbeversprechen quelle: sonnect.net

Das Geschäftsmodell von Sonect basiert auf der Bereitstellung von virtuellen Geldautomaten. Per Sonect-App können sich Kunden des Jungunternehmens in teilnehmenden Läden, Restaurants und an weiteren Standorten per Barcode Geld auszahlen lassen, das anschliessend vom eigenen Konto abgebucht wird. Damit versucht Sonect Nutzer zu gewinnen, die vom Abbau der Bankeninfrastruktur etwa in ländlichen Gemeinden betroffen sind.

Am Dienstag hat die in Zürich angesiedelte Firma über eine Kooperation informiert, von der Smartphone-User im ganzen Land profitieren: Neu kann man per Sonect-App auch in 580 Volg-Filialen Cash beziehen, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Damit gebe es in etlichen Dörfern wieder einen bequemen und kostenlosen Zugang zu Bargeld.

Sonect-Mitgründer Rik Krieger:

«Durch die Zusammenarbeit ist es uns möglich, unseren Kunden den Zugang zu Bargeld dort zu ermöglichen, wo dieser durch traditionelle Geldautomaten nicht gewährleistet werden kann.»

So funktionierts

Die Sonect-App gibts im Google Play Store für Android-Geräte sowie in Apples App Store fürs iPhone und iPad (iOS).

Aktuell können laut Angaben von Sonect Kunden der Postfinance- oder der Hypothekarbank Lenzburg ihr Bankkonto an die App anbinden. Weiter Banken sollen folgen. Ansonsten ist der Bezug per Kreditkarte möglich.

Nach dem Registrieren (mit Handynummer und Wohnadresse) kann man mit der App auf dem Smartphone einen Barcode anzeigen. Der wird im Laden eingescannt und die gewünschte Summe abgezogen.

Sonect war schon Ende 2018 ein Coup gelungen, wie die NZZ berichtete: Mit Valora habe das Unternehmen eine Übereinkunft getroffen, wonach die Kioske und Buchläden (Press & Book) den Bargeldbezug ermöglichen. In der Schweiz betreibe die Handelsgruppe rund 900 solcher Standorte.

Hier sind Cash-Bezüge per App bereits möglich

Bild

screenshot: sonect.net

Von der Kooperation profitieren alle Partner, wie die NZZ schrieb, auch wenn der Service an sich kostenlos angeboten wird: Statt dass die Geschäfte das eingenommene Bargeld zur Bank bringen, können sie es den Konsumenten als zusätzliches Produkt im Laden anbieten. Für den Detailhandel sei der neue Service darum «durchaus sinnvoll».

Sonect wiederum erhalte eine Kommission von der Bank, die mit dem Bargeldbezüger eine Geschäftsbeziehung habe.

Ex-Twint-CEO an Bord

Interessantes Detail: Der ehemalige Twint-CEO Thierry Kneissler ist als Berater zu Sonect gewechselt, wie Anfang 2019 publik wurde. Das Konzept von Sonect ziele genau in die gegensätzliche Richtung, schrieb die Netzwoche. Kneissler selbst sehe keinen Konflikt zwischen seinem alten und neuen Arbeitsplatz. Und dies obwohl er zu Twint-Zeiten noch gesagt hatte: «Unser grösster Feind ist das Bargeld».

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

(dsc)

«Katsching!» Zahltag und 11 Arten mit dem Geld umzugehen

abspielen

Video: watson

Kennst du schon diese «Start-up-Heroes»?

Ihre Erfindung ist der Schrecken jedes Einbrechers – das ist Laura Schilliger

Link zum Artikel

Seine 25'000-Franken-Drohne erobert die Welt – das ist Patrick Thévoz

Link zum Artikel

Seine Algorithmen machen Insta-Trends «shoppable» – das ist Matthias Dantone 

Link zum Artikel

Er macht unsere Venen zum Schlüssel – das ist Matthias Vanoni

Link zum Artikel

Start-up-Heroes

Ihre Erfindung ist der Schrecken jedes Einbrechers – das ist Laura Schilliger

35
Link zum Artikel

Seine 25'000-Franken-Drohne erobert die Welt – das ist Patrick Thévoz

6
Link zum Artikel

Seine Algorithmen machen Insta-Trends «shoppable» – das ist Matthias Dantone 

11
Link zum Artikel

Er macht unsere Venen zum Schlüssel – das ist Matthias Vanoni

11
Link zum Artikel

Start-up-Heroes

Ihre Erfindung ist der Schrecken jedes Einbrechers – das ist Laura Schilliger

35
Link zum Artikel

Seine 25'000-Franken-Drohne erobert die Welt – das ist Patrick Thévoz

6
Link zum Artikel

Seine Algorithmen machen Insta-Trends «shoppable» – das ist Matthias Dantone 

11
Link zum Artikel

Er macht unsere Venen zum Schlüssel – das ist Matthias Vanoni

11
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

26
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pascal Mona 06.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Ich sehe da wenig bis keinen Nutzen. Wieso Bargeld abheben, wenn man praktisch überall mit Plastikgeld zahlen kann. Wieso auf Öffnungszeiten angewiesen sein wenn die (sehr zahlreichen) Bancomate 24H in Betrieb sind? Für die Läden sehe ich auch mehr Probleme (Cash-Bewirtschaftung) als Nutzen, oder die Bezugslimiten sind derart beschränkt, dass es wiederum wenig Sinn für die “Beziehenden“ macht. Falls es wirklich ein Kundenbedürfniss stillt, wird es sich durchsetzen, ich habe da aber grosse Zweifel.
    • Sonect_CH 06.03.2019 15:27
      Highlight Highlight Lieber Pascal

      Mit unserer Lösung bieten wir eine Alternative zum klassischen Geldautomaten. Dank dem Volg auch vermehrt in ländlichen Regionen, in welchen die Geldautomaten mehr und mehr verschwinden.
      Für kleinere Läden, wie auch grössere Ketten bietet die Lösung den Vorteil, dass Kosten beim Bargeldmanagement gespart werden können. Ausserdem haben die Läden den Vorteil, dass sie direkt an unserem Umsatz beteiligt werden.

      Sonect Team
    • dmda 06.03.2019 18:20
      Highlight Highlight Ich finde die Idee genial!

      Meine Unterstützung habt ihr allemal. Auch wenn diese klein sein mag, ist meine Begeisterung gross.

      Auf die Idee muss man zuerst kommen und dass ein Markt dafür vorhanden ist, bin ich überzeugt.

      Ich wünsche eurem Unternehmen den grösstmöglichen Erfolg und werde eure Idee bei Gelegenheit auch nutzen!

      Ich bin Zürcher, 24 Jahre ((relativ) jung und gehöre nicht zu den Neidern. :-)

      Gefällt mir extrem dieser Unternehmergeist!!!

    • Pascal Mona 06.03.2019 18:33
      Highlight Highlight Den Vorteil betreffend ländlichen Gebieten ohne Bancomat kann ich (sehr begrenzt) nachvollziehen. Bargeldmanagement verbessern, vorallem dann noch für diese Geschäfte in ländlichen Gebieten, sehe ich definitiv nicht. Es gibt da doch 2 Varianten, entweder viel mehr Cash im Haus haben als bisher oder dann beim zweiten/dritten Barbezug von Fr. 1000 zu kapitulieren (oder noch Variante 3, Barbezüge max. Fr. xxx). Nun gut, vielleicht sehe ich das ja falsch, ich wünsche trotzdem gutes gelingen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • conszul 06.03.2019 10:40
    Highlight Highlight An der Kasse per App Bargeld beziehen, um dann die Einkäufe bar zu bezahlen. Finde den Fehler.
    • Sonect_CH 06.03.2019 23:26
      Highlight Highlight Lieber conszul

      Wir können den Gedankengang selbstverständlich nachvollziehen. Der Mehrwert liegt jedoch in anderen Situationen. Ein Beispiel: Du bist gerade einkaufen und weisst, dass du später noch Bargeld benötigst - wieso also nicht gleich im selben Moment Bargeld beziehen und sich so den Weg zum Geldautomaten sparen? :)

    • conszul 07.03.2019 08:35
      Highlight Highlight Nette Erklärung. Gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe. Könnte in ländlichen Gegenden funktionieren. Dort liegt die Herausforderung wohl darin, die App auf das Smartphone zu bringen. Vielleicht ein Mittel zum Zweck, die SchweizerInnen einen Schritt bargeldloser zu erziehen. Ich wünsche viel Erfolg.
  • Holzkopf 06.03.2019 09:55
    Highlight Highlight Auch wenn ich den Service für die Kundinnen und Kunden durchaus begrüsse, finde ich es stossend, dass die Geschäfte (und insb. die dortigen Angestellten) diesen Service gratis anbieten sollen: Die Banken sparen schön am Personal, der App-Anbieter krallt sich seinen Anteil am Geldumsatz, die ohnehin schlecht bezahlten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Geschäften hingegen müssen noch mehr Aufgaben zum selben Lohn übernehmen.
    Vergleichbare Sparübungen auf Kosten der Angestellen bzw. Arbeitsplätzen kennt man von der Post.
    Hauptsache, das Geld wird noch effizienter „nach oben“ abgeschöpft.
    • Kaspar Floigen 06.03.2019 10:15
      Highlight Highlight Die Angestellten müssen Zeit aufwenden, um den Service anzubieten und werden nach Zeit entlohnt. Ich sehe nicht, wo da das Problem ist?
    • Roelli 06.03.2019 10:37
      Highlight Highlight Die Angestellten haben aber immer noch gleichviele andere aufgaben zu erledigen. Gerade beim Volg wird immer mehr Personal eingespart und es werden immer mehr Aufgaben auf die verbliebenen Angestellten übertragen. Und überstunden werden meist nicht erlaubt und es muss gratis gearbeitet werden nach Feierabend. Dazu müssen die Angestellten auch schauen das immer genug Bargeld in der Kasse ist. Das heisst sie müssen öfters zur Post fahren und Geld holen.
    • Holzkopf 06.03.2019 11:01
      Highlight Highlight Die Angestellten werden bestimmt nicht mehr Zeit zur Vefügung haben, sondern werden einfach schneller sein müssen. Bei einer einzelnen Dienstleistung fällt das vielleicht nicht ins Gewicht, es geht jedoch um prinzipielle Überlegungen, dass die Angestellen immer mehr Service zum selben Lohn bieten müssen, der ohnehin sehr niedrig angesetzt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 06.03.2019 09:54
    Highlight Highlight Migros Bank Kunden können seit gefühlten 100 Jahren Bargeld an der Migroskasse beziehen.

    Gratis und ohne Smartphoneapp.


    Just Saying

    • conszul 06.03.2019 10:39
      Highlight Highlight Kunden der PostFinance übrigens ebenfalls.
    • TheOnlyZeus 06.03.2019 11:54
      Highlight Highlight Migros Bank fällt schon aufgrund der katastrophalen E-Banking-Lösung durch.
    • joshuabeny1999 06.03.2019 13:19
      Highlight Highlight Selbst mit der Cumulus Cembra Kreditkarte geht dies.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 06.03.2019 09:38
    Highlight Highlight Der Trend geht doch Richtung bargeldlos. Dies scheint eher ein Übergangsprodukt ohne Zukunft zu sein.
    • Sonect_CH 07.03.2019 00:02
      Highlight Highlight Korrekt. Der Trend geht definitiv in diese Richtung. Gemäss den aktuellsten Zahlen der SNB ist Bargeld jedoch noch immer die bevorzugte Bezahlmethode in der Schweiz.
      Mit Sonect möchten wir eine Brücke zwischen heute und der zukünftigen bargeldlosen Zukunft bilden, indem wir Bargeldnutzer eine digitale Lösung bieten um weiterhin ihre bevorzugte Zahlmethode nutzen zu können.
  • Xonic 06.03.2019 09:10
    Highlight Highlight "Kneissler selbst sehe keinen Konflikt zwischen seinem alten und neuen Arbeitsplatz. Und dies obwohl er zu Twint-Zeiten noch gesagt hatte: «Unser grösster Feind ist das Bargeld»."

    Das kommt immer darauf an wo man Geld verdienen kann.

    Nichtsdestotrotz, Sonect ist eine völlig unnötige Firma. Für eine Bargeldauszahlung an der Kasse braucht es keinen Zwischenhändler.

    Zumal Sonect auch mit fragwürdigen "Influencern" und Werbetaktiken agiert.
    • Sonect_CH 07.03.2019 00:12
      Highlight Highlight Lieber Xonic

      Auch bei den heutigen Bargeldauszahlungen an Kassenterminals gibt es bereits einen Zwischenhändler - dieser verrechnet dem Laden eine Gebühr, wobei Sonect dem Laden eine Gebühr auszahlt.

      Sonect arbeitet mit keinerlei Influencern - worauf beziehst du dich oder was weckt bei dir diesen Eindruck?
      Welche Werbetaktiken findest du fragwürdig? Wir versuchen stets transparent zu sein und möchten keine falschen Eindrücke wecken - daher würde uns dein Input helfen unsere Kommunikation dementsprechend anzupassen.

      Danke im Voraus!
  • Kaspar Floigen 06.03.2019 09:07
    Highlight Highlight Funktioniert auch in Kombination mit einem Neon-Konto. Sind zwar noch im Beta-Stadium, aber in Kombination mit Sonect könnte ein Neon-Konto bald schon als volle Alternative zum klassischen Konto funktionieren.

Diese wichtige Handy-Funktion kann dein Leben retten – 68% der Schweizer kennen sie nicht

Zwei Drittel der Schweizer haben keine Ahnung, wie man rasch per Tastenkombination mit dem Handy einen Notruf absendet. Die internationale Notrufnummer kennen rund 40 Prozent nicht. Damit gefährden sie ihre eigene Rettung und die Rettung anderer.

Smartphones von Apple, Samsung, Huawei, etc. können über eine vom Handy-Hersteller eingerichtete Tastenkombination einen Notruf absetzen. Wer sich in einer Notsituation befindet und die Notrufnummer nicht wählen kann oder sich – beispielsweise im Schockzustand – nicht daran erinnert, kann so trotzdem jederzeit Hilfe rufen.Das Problem: 68 Prozent der Schweizer wissen nicht, wie man auch bei gesperrtem Handy schnell per Tastenkombination einen Notruf absendet. Gar nur eine von fünf …

Artikel lesen
Link zum Artikel