Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bund kündigt nach erneutem Swisscom-Ausfall Abklärung an



Die Swisscom ist gemäss Fernmeldegesetz verpflichtet, den Zugang zu den Notrufdiensten zu gewährleisten. Nach der zweiten Panne innerhalb eines Monats hat das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nun «eine vertiefte Abklärung der Ursachen» angekündigt.

Das Bakom verfüge zur Zeit noch nicht über einen detaillierten Fehlerbericht, teilte das Bundesamt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Deshalb seien genaue Aussagen zum Fehler und zum Verlauf der Fehlerbehebung noch nicht möglich.

«Mehrfaches menschliches Fehlverhalten»

Sollte das Bakom Rechtsverletzungen feststellen, so kann es gemäss Gesetz von der Swisscom Massnahmen verlangen, damit die Verletzung nicht wieder vorkommt, die Konzession durch Auflagen ergänzen und diese im schlimmsten Fall sogar einschränken, suspendieren, widerrufen oder entziehen.

Nach Angaben der Swisscom vom Mittwochmittag kam es in der Nacht bei geplanten Wartungsarbeiten zur Erweiterung der Netzkapazität zu «mehrfachem menschlichem Fehlverhalten». Weil die Swisscom selber von der schweizweiten Störung betroffen war, konnten die benötigten Spezialisten nur erschwert aufgeboten werden und die Störungsanalyse und -behebung wurde verzögert.

Auch die Notrufnummern 112, 117, 118, 144 und 147 waren gemäss Swisscom zum Teil nicht erreichbar und einzelne Notrufweiterleitungen funktionierten nicht. Swisscom werde zusammen mit den Notruforganisationen alternative Erreichbarkeiten – wie zum Beispiel über Mobiltelefone – überprüfen.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 13.02.2020 09:15
    Highlight Highlight Die digitale Technologie hat eben auch eklatante Nachteile, aber die könnte man lösen.

    Warum kann man Notfallnummern nicht gebündelt unterhalten über alle Netze und Anbieter? Wenn Anbieter A ausfällt, geht die Versorgung zu Anbieter B, dann zu C usw. So hat die Swisscom nicht die alleinige Verantwortung und die Versorgung ist gesichert!

    Das selbe beim Handy Netz. Sollte das Swisscom Netz ausfallen, muss man Notrufnummern über das Sunrise oder Salt Netz wählen können.

    So schwer kann es doch nicht sein!

  • Daaaan 12.02.2020 21:09
    Highlight Highlight Nach dem letzten Ausfall wurden auch bereits Untersuchungen angeordnet...wir sehen was es gebracht hat.
    Anstatt immer was zu untersuchen, würde man wohl besser mal Massnahmen ergreifen und handeln!
    Sie haben in letzter Zeit oft genug gezeigt, dass sie es wohl einfach nicht hinkriegen…daran wird eine Untersuchung auch nichts ändern....

    Und ehrlich gesagt finde ich es äusserst fahrlässig, alle kritischen Dienste von einem Anbieter betrieben zu lassen...
  • Naraffer 12.02.2020 17:56
    Highlight Highlight Swisscom Techniker sollten zu Sunrise wechseln, dann erreicht man sie auch im Störungsfall 😃
  • fabsli 12.02.2020 17:46
    Highlight Highlight "...sogar die Konzession zu entziehen."
    Und wer macht dann die Grundversorgung liebes BAKOM? Sunrise? Salt? UPC? Hört doch auf!
  • news2go 12.02.2020 15:43
    Highlight Highlight «Mehrfaches menschliches Fehlverhalten»

    Von wem? Von den ausführenden Technikern oder den Planern und Führungspersonen?
    • Naraffer 12.02.2020 17:55
      Highlight Highlight Wieviele Techniker wurden in den letzten Jahren abgebaut?
  • Hollywood 12.02.2020 14:37
    Highlight Highlight IP Telefonie = I(mmer) P(robleme....)
    Vielleicht würde es der Swisscom oder auch anderen grossen, wie den SBB und dergleichen, gut tun, nicht alle älteren Fachkräfte zu entlassen, vielleicht auch VR Leute haben, die von der ursprünglichen Materie kommen. Naja welche die 100 Jahre studiert haben, aber von Basic an der Front kein Plan! Wir werden noch oft mit solchen Problemen in Zukunft konfrontiert werden.
    • Kant 12.02.2020 22:57
      Highlight Highlight Huch, Sie scheinen ja die Lösung zu haben, hoffentlich ist ihre Kompetenz bei der BAKOM ganz oben zu finden! /Ironie off
  • paule 12.02.2020 13:06
    Highlight Highlight Primär geht es auch der Swisscom nur um Geld und zwar so viel wie nur irgendwie möglich. Dummerweise braucht es dazu auch noch Konsumenten und Nutzer.
    Egal bei welchem Anbieter, ich habe am Schluss immer das Gefühl gehabt dass es nicht wichtig ist dass es funktioniert, wichtig ist, dass ich die Rechnung bezahle.
    Ganz schlimm war es bei Salt, abgestelltes Handy, keinen Service, keine Antworten keine Entschuldigung als sie meinen Account doppelt eröffneten und es nicht merkten, ich bezahlte und bekam Mahnungen und eine Sperre, toll gelaufen.
    • ralck 12.02.2020 14:27
      Highlight Highlight Hier geht es nicht um Kohle und Mobilfunkanbieter. Hier geht es um einen mehrfachen Verstoss gegen das Fernmeldegesetz, welchen die Swisscom als Konzessionärin zu verantworten hat…
    • paule 13.02.2020 14:23
      Highlight Highlight Lieber ralck, leider weiss ich, wo auch gespart wird. 365 Tage Service wird da bei gewissen Produkten gerade mal mit 2 Angestellten gehändelt. Gibt 2x ca. 9 Stunden, dann stellt mein Bekannter das Handy ab, damit er auch mal Ruhe hat. In der Ferienzeit und am Wochenende ist nur einer da.
      Die Direktion bewilligt nicht mehr Stellen, im Vertrag steht rund ums Jahr 24 Stunden Service und das für sehr wichtige Aufgaben, näher möchte ich nichts sagen.

Dieses Schweizer Armband soll (dich) schon bald vor Corona warnen

Die SwissCovid-App weist ihre User auf unbemerkte Corona-Infektionen hin und kann und so Leben retten. Allerdings steht die App nicht für alte Smartphones zur Verfügung, wie etwa für das iPhone 6, das noch weit verbreitet ist.

Hier könnte ein neues Gadget helfen, das in der Schweiz entwickelt wird: das Bluetooth-Armband Coviroo. Es soll eine Ergänzung zu den Corona-Warn-Apps sein und mit SwissCovid und anderen Tracing-Apps kompatibel sein.

Entwickelt wird das Armband von der Abilium GmbH, einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel