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Salt, Sunrise oder doch das neue Swisscom-Abo? Der Vergleich zeigt, wer günstiger ist

Die Preise der Schweizer Mobilfunkanbieter bewegen sich weiter in eine Richtung – nach unten. Nun erhält das neue Handy-Abo von Swisscom viel Lob vom Experten. «Wingo Fair Flat» sei gut für Viel- und Wenignutzer.
29.03.2017, 14:0729.03.2017, 15:05

Der Internet-Vergleichsdienst Verivox kommt zu einem aus Konsumentensicht eindeutigen Fazit: Auf dem Schweizer Markt gebe es «derzeit kein besseres Handy-Abo».

«Die Grundgebühr des neuen Wingo-Abos beträgt 25 Franken. Für diesen Preis erhalten die Kunden eine Flatrate für Anrufe und SMS in alle Schweizer Netze. Ausserdem ist 1 Gigabyte Internet inklusive. Jedes weitere Gigabyte kostet 5 Franken. Der Clou: Der Kunde zahlt im Monat maximal 55 Franken. Bisher kostete das Wingo-Abo mit Flatrate ebenfalls 55 Franken.»

Wingo-Nutzer surfen und telefonieren übers Swisscom-Netz. Das neue Handy-Abo ist laut Medienmitteilung des unabhängigen Vergleichsdienstes für alle Handy-User interessant, mal abgesehen von Leuten, die viel ins Ausland telefonieren.

«Wer nicht permanent Videos oder Musik streamt, zahlt nur 25 Franken pro Monat. Aber auch wer mehr Daten überträgt, muss sich keine Sorgen machen. Mehr als 55 Franken im Monat zahlt er nie»
Telecom-Experte Ralf Beyeler, Verivox

Keine Mindestvertragsdauer

Wingo sei sehr kundenfreundlich, denn das Abo passe sich automatisch dem Nutzerverhalten an, sagt Beyeler, der früher bei Comparis tätig war. Wer in einem Monat sehr viel surfe, zahle nur in diesem Monat etwas mehr, erklärt der Experte. Und ergänzt: «Niemand muss sich bei ‹Wingo Fair Flat› überlegen, was er braucht. Ein Abo, das für alle Nutzer interessant ist»

Ein grosser Vorteil des Wingo-Abos: Es gibt keine Mindestvertragsdauer. Ist der Kunde nicht mehr zufrieden, kann er umgehend den Anbieter wechseln. Ähnlich kundenfreundlich seien auch Sunrise und M-Budget, während Salt, Swisscom und die Sunrise-Tochter Yallo (die gestern drei neue Flatrat-Abos lanciert hat) auf langlaufende Verträge setzen.

Verivox hat «Wingo Fair Flat» für drei Nutzerprofile analysiert: In allen drei Profilen schnitt die Swisscom-Tochter am günstigsten ab. Lediglich Wenignutzer fahren mit Prepaid-Angeboten besser, wobei sich der Tarifvergleich bei einem Online-Dienst lohnt.

Profil 1: «Digital Native»*

* Der «Digital Native» braucht sein Gerät fast ausschliesslich für das mobile Internet und
telefoniert lediglich 15 Minuten im Monat. Da er stundenlang Videos und Musik streamt,
benötigt er eine «echte Flatrate» für schnelles Internet.
* Der «Digital Native» braucht sein Gerät fast ausschliesslich für das mobile Internet und telefoniert lediglich 15 Minuten im Monat. Da er stundenlang Videos und Musik streamt, benötigt er eine «echte Flatrate» für schnelles Internet.

Profil 2: «Normalo»*

* Der «Normalo» telefoniert jeden Monat während 100 Minuten, verschickt 30 SMS und
überträgt maximal 1 GB Daten.
* Der «Normalo» telefoniert jeden Monat während 100 Minuten, verschickt 30 SMS und überträgt maximal 1 GB Daten.

Profil 3: «Wenignutzer»*

* Der «Wenignutzer» telefoniert monatlich 30 Minuten, verschickt 10 SMS und überträgt 200
MB Daten.
* Der «Wenignutzer» telefoniert monatlich 30 Minuten, verschickt 10 SMS und überträgt 200 MB Daten.

Wo ist der Haken?

Im neuen Wingo-Flatrate-Abo ist kein Roaming enthalten – anders als bei vielen anderen Angeboten im Schweizer Markt. Allerdings sei die Preisdifferenz so gross, dass viele Konsumenten trotz separat verrechneten Roaming-Gebühren mit Wingo immer noch deutlich weniger zahlen, schreibt uns Verivox.

Für Konsumenten, die gerne mit ihrem Smartphone aus der Schweiz ins Ausland telefonieren, sei Wingo nicht passend, sagt Beyeler. Für diese Kunden gebe es von diversen Anbietern, zum Beispiel Salt oder Yallo, wesentlich attraktivere Angebote.

Was insbesondere jüngere Handy-Nutzer nicht hindern dürfte: Das Wingo-Abo kann ausschliesslich online gekauft werden, der Kundendienst berät ebenfalls online. Bei Bedarf könne man jedoch eine kostenpflichtige Hotline anrufen.

Fazit: Wingo war letzten Herbst Swisscoms Antwort auf die deutlich günstigeren Budget-Angebote der Konkurrenz. Und nun hat der grösste Telekom-Anbieter des Landes mit der jüngsten Preisoffensive offenbar einen schönen Konter gelandet.

(dsc)

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