Pornhub-Leak: Hacker erpressen User – wer davon betroffen ist
Wenn es eins gibt, was die meisten Menschen nicht von sich im Internet veröffentlicht wissen wollen, dann ist es wohl der eigene Suchverlauf auf der Pornoseite des Vertrauens. In Sachen Peinlichkeit dürfte das in vielen Fällen Nacktfotos oder Sexting-Screenshots das Wasser reichen.
Für Pornhub-User wird die folgende Nachricht darum ein Schock sein: Infolge eines Datenlecks sind rund 200 Millionen Daten von Nutzerinnen und Nutzer in die Hände von Kriminellen geraten.
Sie enthalten Such-, Wiedergabe- und Downloadaktivitäten und weil die Hacker um die Brisanz solcher Informationen wissen, erpressen sie jetzt Pornhub und die betroffenen User, indem sie mit der Veröffentlichung der Daten drohen.
Wer ist alles betroffen und wie kam es zu dem Leck? Im Folgenden findest du alle wichtigen Infos zur Panne bei Pornhub, inklusive Statements des Pornoportals.
Was ist passiert?
Genau genommen wurde nicht Pornhub gehackt, sondern der Analyseanbieter Mixpanel, der mit der Pornoseite zusammengearbeitet hat. Am 8. November stellte das Unternehmen einen sogenannten Smishing-Angriff fest: Über SMS-Phishing hatten sich die Angreifer Zugriff auf Mitarbeiterkonten und damit auf die Systeme von Mixpanel verschafft.
Wie das Portal «BleepingComputer» berichtet, hat sich die Hackergruppe ShinyHunters mittlerweile zu der Tat bekannt. In Mails mit dem Betreff «We are ShinyHunters» drohen sie, die erbeuteten Daten zu veröffentlichen und fordern Lösegeld.
Pornhub teilte derweil mit, dass der unbefugte Zugriff gestoppt wurde. Unter der Anleitung von Sicherheitsexperten und Sicherheitsexpertinnen habe man eine interne Untersuchung eingeleitet.
Wer ist betroffen?
Premium-Mitglieder von Pornhub. Diese zahlen 14,99 Dollar (12.79 Euro) im Monat und bekommen so unter anderem Zugriff auf mehr als 100'000 exklusive Videos, welche User nicht sehen können, die Pornhub for free benutzen.
Pornhub hat auf seiner Homepage eine Infoseite zu dem Leak eingerichtet. Hier steht, dass «eine begrenzte Anzahl von Analysedaten für einige Benutzer» von den Hackern abgegriffen worden sei. Die Pornoplattform gibt hier auch an, dass sie seit 2021 nicht mehr mit Mixpanel zusammenarbeitet. Die erbeuteten Daten seien also historische Analysedaten aus dem Jahr 2021 oder früher.
«Passwörter, Zahlungsdaten und Finanzinformationen sind weiterhin sicher und wurden nicht offengelegt», schreibt Pornhub.
Man habe die betroffenen User informiert. In ihre Richtung lässt Pornhub nun verlauten: «Während unsere Untersuchungen noch andauern, bitten wir alle Nutzer, wachsam zu bleiben und ihre Konten auf verdächtige E-Mails oder ungewöhnliche Aktivitäten zu überprüfen.»
