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Diese Security-Kameras von Abus haben ein happiges Sicherheits-Problem

Weil viele vernetzte Überwachungskameras von Abus zu grosse Sicherheitslücken haben, tauscht der deutsche Hersteller die betroffenen Modelle jetzt aus. Doch die Nutzer sollen dafür bezahlen.



Ein Artikel von

T-Online

Mehrere ältere Sicherheitskameras der Marke Abus sind anfällig für Hackerangriffe. Das hatten Sicherheitsforscher des Chaos Computer Club (CCC) herausgefunden und dem Hersteller gemeldet. Dieser reagiert nun mit einem gross angelegten Austauschprogramm für 47 Modelle, die zwischen 2010 und 2014 verkauft wurden. Welche Kameratypen betroffen sind, verrät diese Webseite von Abus.

Abus erklärt, die Probleme seien «bauartbedingt». Bei den betroffenen Modellen könne «ein unbefugter Zugriff von extern erfolgen, wenn die Kameras ans Internet angeschlossen sind». Kriminelle Hacker könnten also beispielsweise auf den Live-Stream der Kamera zugreifen, um Nutzer oder Passanten auszuspähen. Damit bestätigt das Unternehmen die früheren Warnungen des CCC, der 2018 von insgesamt fünf Schwachstellen berichtete.

Inzwischen sei auch klar, dass die Probleme nicht durch ein Software-Update behoben werden können. Der Hauptgrund: An der Herstellung der Kamera war ein taiwanesischer Zulieferer beteiligt, der nun eine erforderliche Software-Komponente nicht mehr zur Verfügung stellen kann:

Die deutschen Hacker:

«Zur Erstellung eines funktionierenden Updates wird eine Entwicklungsumgebung des taiwanesischen Produzenten Grain Media benötigt. Diese war beim deutschen Hersteller nicht mehr aufzufinden. Der taiwanesische Produzent hatte inzwischen die Besitzer gewechselt und konnte auch nicht mehr damit dienen. Dass – wie bei vielen IoT-Geräten – kein Prozess für automatische Updates bereitsteht, erschwert darüber hinaus eine effiziente und effektive Beseitigung der Schwachstellen.»

quelle: ccc.de

Stattdessen bietet Abus den Käufern nun an, die betroffenen Geräte «gegen gleichwertige neue Produkte» aus dem aktuellen Video-Sortiment auszutauschen. Die Kunden sollen sich aber an den Kosten beteiligen – zu «attraktiven Konditionen», wie Abus verspricht. Käufer sollen sich für Details an ihren Fachhändler wenden. 

Ein erneuter Austausch der Überwachungskameras soll in Zukunft nicht mehr nötig sein. Laut Abus existiert für die modernen Kameramodelle eine Update-Infrastruktur, so dass Sicherheitslücken bei vernetzten Kameras künftig aus der Ferne behoben werden können.

Kommentar eines beteiligten Hackers vom Chaos Computer Club:

Verwendete Quellen:

(str/t-online.de)

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