Social-Media-Alternative «wedium» will Tiktok, Instagram und Co. den Kampf ansagen
Ein neues soziales Netzwerk einer Berliner Werbeagentur will als europäische Alternative zu Plattformen wie Tiktok, Facebook und Instagram an den Start gehen.
Die Beta-Version von «wedium» soll am 25. März beginnen, der reguläre Start ist für Juli geplant, wie das Unternehmen mitteilte.
Nach Angaben der Betreiber soll die Plattform unter anderem ohne personalisierte, auf Verweildauer ausgerichtete Algorithmen auskommen. Vorgesehen seien zudem Funktionen zum Jugendschutz sowie Massnahmen gegen Falschinformationen und manipulierte Inhalte.
Ein zentrales Element ist der Mitteilung zufolge eine verpflichtende Identitätsprüfung für aktive Nutzer. Beiträge sollen nur von verifizierten Personen veröffentlicht werden können, während nicht verifizierte Nutzer Inhalte lediglich konsumieren können.
Europaweite Regulierungsdebatte
In Deutschland wird seit Monaten kontrovers über ein mögliches Social-Media-Verbot für Minderjährige diskutiert. Die christ- und sozialdemokratischen Regierungsparteien CDU und SPD haben sich bereits für feste Altersgrenzen ausgesprochen.
Auch auf EU-Ebene rückt das Thema stärker in den Fokus: Die Staats- und Regierungschefs hatten sich kürzlich dafür ausgesprochen, Altersgrenzen für Plattformen weiter voranzubringen. Grundlage ist unter anderem das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act), dessen Regeln zum Schutz Minderjähriger konsequenter umgesetzt werden sollen. Zuständig für die Regulierung grosser Plattformen ist die Europäische Kommission. (hkl/sda/dpa)
