Digital
Tier

Virales Video: Eichhörnchen vapen

Video: watson/Elena Maria Müller

Mit einer echten Erdbeere verwechselt? Eichhörnchen «rauchen» Vapes

Ein Eichhörnchen knabbert an einer Vape – ein virales Video sorgt für Lacher. Doch Expertinnen und Experten warnen: Dahinter steckt ein ernstes Problem.
28.03.2026, 19:4328.03.2026, 19:43
Kathrin Martens / watson.de

Das Internet hat mal wieder ein neues virales Tiervideo – und dieses ist ziemlich absurd. In London wurde ein Eichhörnchen dabei gefilmt, wie es an einer E-Zigarette knabbert.

Klingt lustig? Ist es nur auf den ersten Blick. Denn dahinter steckt ein deutlich grösseres Problem.

Video von «rauchendem» Eichhörnchen geht viral

Das Video zeigt ein graues Eichhörnchen in Brixton, das auf einem Zaun sitzt – und dabei eine E-Zigarette zwischen den Pfoten hält. Es wirkt fast so, als würde es daran ziehen.

Ähnliche Clips gab es auch schon aus den USA, wie die «New York Post» berichtete: In Philadelphia wurde ein Tier mit einem weggeworfenen Vape gesichtet, offenbar ein Modell wie das der Marke Elfbar.

Expertinnen und Experten sagen: Nikotin ist wahrscheinlich gar nicht der Grund. Viel eher sind es die süssen, fruchtigen Aromen, die die Tiere anziehen. Im Gegensatz zu klassischen Zigaretten riechen Vapes oft nach Mango, Erdbeere oder Kaugummi. Ein Fachmann erklärt: Genau deshalb könnten sie für Tiere sogar attraktiver sein als alte Zigarettenstummel.

Nikotin und Mikroplastik sind eine grosse Gefahr für Tiere

Was niedlich aussieht, kann für Tiere gefährlich werden. Sie könnten Nikotin aufnehmen, sie knabbern Plastik und Elektronik an, Mikroplastik kann in den Körper gelangen. Das Problem: In der Natur kommen solche Stoffe nicht vor – Tiere sind darauf nicht vorbereitet.

Laut der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals ist das kein Einzelfall. Es gibt bereits Berichte über: Vögel, die an Vapes sterben, Tiere, die Geräte verschlucken oder vergraben wollen. Viele solcher Fälle bleiben unbemerkt.

Auch Haustiere von Vapes gefährdet

Nicht nur Wildtiere sind gefährdet. Tierärztliche Notdienste melden hunderte Fälle, bei denen Haustiere mit Vapes oder deren Flüssigkeiten in Kontakt gekommen sind. In einigen Fällen endete das tödlich.

In Grossbritannien wurden zuletzt Millionen Einweg-Vapes pro Woche weggeworfen. Und genau hier liegt das Kernproblem: Müll. Tierschutzorganisationen fordern deshalb, E-Zigaretten und andere Abfälle unbedingt korrekt zu entsorgen.

E-Zigaretten gelten oft als weniger schädlich als klassische Zigaretten. Doch auch das ist umstritten. Studien bringen sie unter anderem mit Herzproblemen, Lungenschäden und anderen gesundheitlichen Risiken in Verbindung.

Organisationen wie die American Heart Association warnen inzwischen sogar vor einem ernsthaften Gesundheitsproblem – vor allem bei jungen Menschen.

Video: watson/Elena Maria Müller
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Griechen bringen ihre Haustiere aus den VAE heim
1 / 10
Griechen bringen ihre Haustiere aus den VAE heim

Mit einer speziellen Rückholaktion hat Griechenland Menschen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Sicherheit gebracht.

quelle: keystone / yannis kolesidis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Neuer Freund für Affe Punch – Internetstar geht es bestens
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Sonys Elektroauto-Pläne sind geplatzt – das ist der Grund
Sony und Honda entwickelten jahrelang gemeinsam ein Elektroauto. Nun wurde das Projekt eingestampft.
Die ambitionierten Autopläne des japanischen Elektronik-Riesen Sony sind nach einem Strategiewechsel des Partners Honda vorerst gescheitert. Erste Elektrofahrzeuge unter dem Markennamen Afeela sollten ursprünglich in diesem Jahr an Käufer in den USA gehen.
Zur Story