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Zürich: Emma Thompson kämpft gegen McDonald’s-Pläne

View on the Limmat River, the Limmat quai with the big Munster, left, and City Hall, right, in Zurich, pictured on July 16, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Blick auf die Limmat, das Limmatquai mit dem  ...
Blick auf die Limmat, den Limmatquai mit dem Grossmünster.Bild: KEYSTONE

Denkmalschutz gegen «Big Mac»: Hollywoodstar kämpft gegen McDonald’s-Pläne in Zürich

28.03.2026, 09:4928.03.2026, 09:57

Am Zürcher Limmatquai 48 spitzt sich der Konflikt um eine geplante McDonald’s-Filiale zu. Die namhafteste Unterstützerin der Gegnerschaft ist die britische Schauspielerin Emma Thompson. Sie hat eine Petition unterzeichnet, die das Fast-Food-Projekt am Limmatufer stoppen will.

Hier soll die neue McDonald’s-Filiale eröffnen.

Hollywood-Glanz für den Zürcher Denkmalschutz

Die zweifache Oscarpreisträgerin logierte im vergangenen Jahr im gegenüberliegenden Hotel Storchen und sorgt sich um das Zürcher Stadtbild. In einer E-Mail, die dem Tages-Anzeiger vorliegt, bezeichnet sie die Ansiedlung der Fast-Food-Kette an diesem Ort als «Akt der Selbstschädigung». Sie habe die seit Jahrhunderten fast unveränderte Kulisse der Altstadt sehr genossen und hoffe nun, dass der Widerstand ein Umdenken bewirkt.

Actress Emma Thompson arrives at the Albie Awards, at the Natural History Museum in London, Friday, Oct.3, 2025. (James Manning/PA via AP)
Britain The Albies
Die Schauspielerin Emma Thompson.Bild: keystone

Hinter dem Protest steht ein Verein von Anwohnerinnen und Anwohnern, der bisher rund 1600 Unterschriften gesammelt hat. Das Ziel ist es, die Marke von 2000 zu erreichen, um den Druck auf die Eigentümerin der Liegenschaft, die Versicherung Swiss Life, zu erhöhen.

Man befürchtet Verschmutzungen und Ruhestörungen bis in die frühen Morgenstunden. Ausserdem sehen die Gegner den Charakter des geschützten Baus durch die baulichen Massnahmen gefährdet. Nicht zuletzt gibt der «Frittiergestank» zu reden. Der passe nicht zum Ambiente des Limmatquais, findet Christian Walti, Pfarrer am Grossmünster, in einem Instagram-Post: «Da kann auch ich als Zwingli-Nachfolger nicht tatenlos zuschauen.»

Christian Walti, Pfarrer am Grossmünster: «Da kann auch ich als Zwingli-Nachfolger nicht tatenlos zuschauen.»

«Wir sind keine Millionäre»

Obwohl ein langfristiger Mietvertrag besteht und die Behörden das Projekt bereits bewilligt haben, bleiben die Fritteusen vorerst aus. Der Fall liegt aktuell beim kantonalen Baurekursgericht.

Die Anwohnenden betonen, dass sie kein unerschöpfliches Budget haben: «Wir sind keine Millionäre», so Vereinsmitglied Simon Staub gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Dennoch ist der Wille gross, den Einzug der Burger-Kette mit allen juristischen Mitteln zu verhindern, «nötigenfalls bis vors Bundesgericht». (val)

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«Burger Unser»
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Aus dem Rezeptbuch «Burger Unser»: So unendlich gut bereits der einfache Burger ist, Käse schafft es irgendwie, ihn noch köstlicher zu machen. (Bild: Daniel Esswein/ Callwey)
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Ekel-Burger: Kundin macht unappetitlichen Fund in Zürcher McDonalds
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Wurstgesicht
28.03.2026 10:05registriert Dezember 2018
Gefühlt gehen nur noch Burgerläden, Döner und Pizzerien auf. Schade, was aus unseren Essgewohnheiten wird.
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Franz Ferdinand
28.03.2026 10:07registriert November 2020
Es hat bereits zwei McDonald's in unmittelbarer Nähe: Bahnhofplatz und Stadelhofen. Mehr braucht's nicht, fertig, Schluss.
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Bero
28.03.2026 09:59registriert April 2019
Findi guet! Mini Unterschrift händ ihr.
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