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Smartphone-Fotos auf dem 4K-Fernseher abspielen
quelle: ap/ap / john locher
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Smartphone sei dank: So bringst du ultrascharfe Filme auf den 4K-Fernseher



Jeden Frühling diskutieren Fachleute sowie Markt- und Technikpropheten die Fernseh-Trends. Sie diskutieren über Unterhaltungsgeräte, die im Herbst an der Internationalen Funkausstellung, der IFA in Berlin, im Mittelpunkt stehen werden.

Dieses Jahr herrschte Einigkeit, dass die Konsumenten in Zukunft hauptsächlich noch grössere Fernseher mit noch besserer Bildqualität kaufen werden. Das Stichwort heisst 4K/Ultra High Definition (UHD). Statt einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten zaubert die neuste TV-Generation 3840 × 2160 Punkte auf den Fernseher. Die Detailschärfe wird verdoppelt, die Bilder sehen noch echter aus.

Grösser, heller, farbiger

Der Wechsel zu grösseren TV-Geräten ist auch technikbedingt. Will man die Vorteile 4K/UHD nämlich wahrnehmen, braucht man grössere Bilder. Technik-Experte Paul Gray erklärte an der IFA-GPK-Konferenz, dass bei einem Sitzabstand von 1,2 Metern das 4K-TV-Gerät eine Bilddiagonale von 65 Zoll haben sollte.

Neben mehr Bildpunkten wird die nächste Fernsehgeneration aber auch mehr Helligkeit, Dynamik und Farben bringen. Mit High Dynamic Range (HDR) wird der Helligkeitsbereich zwischen Weiss und Schwarz erweitert und die Farbdarstellung verfeinert. HDR-Geräte können 64 Mal mehr verschiedene Farben darstellen als bisherige Geräte. Die meisten heute erhältlichen Fernsehgeräte beherrschen aber noch kein HDR und können auch nicht nachgerüstet werden.

A Sony 85-inch Bravia XBR-X950B 4K television plays video after being unveiled during a Sony news conference at the Consumer Electronics Show (CES), in Las Vegas, Nevada, in this January 6, 2014 file photo. Sony Corp's shares surged on February 5, 2015 to post their biggest daily gain in nine years after the Japanese consumer electronics and entertainment group raised its full-year forecast to signal the worst of its troubles may be over.   REUTERS/Steve Marcus/Files (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)

Die neuen Fernseher versprechen immer schönere Bilder: Doch passende Inhalte sind noch Mangelware. Bild: STEVEN MARCUS/REUTERS

Viel Technik, wenig Inhalte

Für den Fernsehkäufer bringen die neuen Techniken viele neue Fachbegriffe. Nur wer sich kundig macht, kann sicher sein, dass sein heute gekauftes Gerät auch mit den Inhalten von morgen zurechtkommt.

Ein guter 4K/UHD-Fernseher muss nicht nur ein neues Videoformat (HEVC/H.265), sondern auch die passenden Anschlüsse (HDMI 2.0) bieten. Sollen Filme später über 4K-Filmscheiben zugespielt werden, muss der Fernseher auch das neue Kopierschutzverfahren (HDCP 2.2) beherrschen.

Ein Kompatibilitäts-Logo (4K Ultra HD Connected) soll diese Minimalanforderungen garantieren, ist aber noch kaum auf Geräten zu finden. Es gibt auch noch immer Geräte am Markt, welche nicht alle Grundbedingungen erfüllen.

Grösster Frust beim 4K-TV-Kauf ist aber der Mangel an 4K-Filmen. In der Schweiz bietet lediglich der Streaming-Anbieter Netflix bisher für jedermann verfügbare Filme und Serien in UHD-Auflösung. Ein Internetanschluss mit einem Tempo von mindestens 25 Mbit/s ist dabei aber Voraussetzung.

Die schönsten 4K/UHD-Inhalte schlummern zurzeit noch in Fotokameras und Smartphones (siehe Bildstrecke oben).

Noch keine 4K-taugliche YouTube-App für Fernseher

Zwar tauchen auch beim Internetdienst YouTube immer mehr Filme mit 4K-Auflösung auf, diese lassen sich aber mangels 4K-tauglicher App am TV nicht abspielen. 

Auch via Satellitenempfang kann man die Schönheit seines neuen Fernsehers lediglich demonstrieren. Auf den Demokanälen von Astra und Hotbird werden Endlosschleifen mit kurzen Videos ausgestrahlt.

Für die Farbpracht von HDR gibt es ebenfalls noch keine Filme. Zwar schmücken bereits erste Hersteller ihr Gerät mit einem selbstgeschaffenen HDR-Logo. Die Standardisierung ist aber noch nicht abgeschlossen.

Die TV-Anbieter zögern

Bis öffentliche TV-Anbieter 4K-Inhalte bieten, wird es noch Jahre dauern. «Die SRG SSR plant zurzeit nicht mit Ultra HD zu senden», heisst es beim Schweizer Fernsehen. Kein Wunder sind auch die Fernsehanbieter wie UPC Cablecom oder Swisscom noch zurückhaltend. «Wir werden 4K-Inhalte übertragen, sobald es für den Schweizer Markt weitere Inhalte gibt, also beispielsweise TV-Sender in 4K-Qualität», erklärt UPC Cablecom. Ähnlich tönt es auch bei der Swisscom.

Experten der deutschen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gehen davon aus, dass der Marktanteil von 4K-Geräten bereits 11 Prozent beträgt und dieses Jahr auf 17 Prozent ansteigt. Parallel werden die Bildschirme immer grösser. Im nächsten Jahr sollen über 20 Prozent der Fernseher eine Bilddiagonale von mehr als 50 Zoll haben. 

(dsc/sda)

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