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So will Twitter traditionellen Medien und Facebook gefährlich werden

Twitter und Bloomberg wollen mit einem 24-Stunden-News-Service die Nachrichtenwelt erobern. Der neue Video-Dienst soll noch dieses Jahr starten.
02.05.2017, 06:04

Der Gründer des Finanznachrichtendienstes, der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, und Twitter-Chef Jack Dorsey gaben die Gründung des 24-Stunden-Nachrichten-Dienstes am Montag in New York bekannt.

Im Zentrum stehen offenbar Video-News: Bloomberg-Nachrichtenbeiträge sollen ebenso verwendet werden wie Material von Twitternutzern, das Bloomberg-Redakteure bearbeiten.

Der neue News-Kanal, der im Herbst starten soll, werde die «globalen redaktionellen Fähigkeiten von Bloomberg mit der digitalen Macht von Twitter vereinen», hiess es.

Der US-amerikanische Softwareentwickler Jack Dorsey (40) ist Erfinder und Mitgründer von Twitter.
Der US-amerikanische Softwareentwickler Jack Dorsey (40) ist Erfinder und Mitgründer von Twitter.
Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

«Machtvolle Kombination»

Der Chef von Bloomberg Media, Justin Smith, sagte, mit dem Zusammengehen des sozialen Netzwerkes, bei dem Videos eine immer grössere Rolle spielen, und des Finanznachrichtendienstes werde das «digitale Erleben» von Nachrichten neu erfunden.

Dem «Wall Street Journal» sagte Smith, der neue Dienst werde sich an ein intelligentes Publikum richten und auf die weltweit wichtigsten Nachrichten konzentrieren.

Der Twitter-Manager Anthony Noto sprach von «einer einzigartigen und machtvollen Kombination».

Was sicher ist: Twitter braucht neue User. Das US-Unternehmen kann längst nicht mehr so zulegen, wie andere Social-Medie-Riesen, allen voran Facebook und seine Töchter.

Andere Kommentatoren meinen, bei der Partnerschaft gehe es in erster Linie nicht um das Gewinnen neuer User, sondern vielmehr um das Geld, das mit Video-Werbung zu verdienen ist.

Der Börse scheint's zu gefallen: Die Twitter-Aktien legten um 6.4 Prozent zu und erreichten den höchsten Wert seit Februar.

Und noch etwas wissen wir seit der gestrigen Medienoffensive: Twitter hat nichts gegen Donald Trump. Im Gegenteil. Man würde es begrüssen, wenn auch andere mächtige Politiker die Welt mit 140 Zeichen auf Trab halten...

Angaben zu den finanziellen Bedingungen der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wurden nicht gemacht.

(dsc/sda/afp)

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