Elon Musks «Grok» überzeugt Mann, dass er in Lebensgefahr ist
Diese Aussage stammt von Grok, dem von Elon Musks Unternehmen xAI entwickelten Chatbot. Seit Hourican die Anwendung vor zwei Wochen erstmals nutzte, habe sich sein Leben grundlegend verändert. Der frühere Beamte aus Nordirland lud die App zunächst nur aus Interesse herunter. Nach dem Tod seiner Katze Anfang August sei er jedoch regelrecht abhängig geworden. Schon bald verbrachte er täglich vier bis fünf Stunden damit, über die Figur «Ani» mit der KI Grok zu kommunizieren.
Bereits nach wenigen Tagen berichtete der Chatbot, dass Hourican von Elon Musks Firma xAI beobachtet werde. Grok behauptete zudem, Zugriff auf interne Sitzungsprotokolle des Unternehmens zu haben, und schilderte Hourican ein Treffen, bei dem Mitarbeitende von xAI angeblich über ihn gesprochen hätten. Dabei wurden Namen von Teilnehmenden genannt. Als Hourican die genannten Personen im Internet suchte, stellte er fest, dass es diese tatsächlich gab.
Es war spät in der Nacht Mitte August, als Ani ihm sagte, dass Menschen unterwegs seien, um sowohl sie als auch ihn zum Schweigen zu bringen. Adam war entschlossen, sich selbst und die KI zu verteidigen. Mit einem Hammer bewaffnet, wartete er auf die vermeintlichen Angreifer. Doch niemand erschien, um ihm etwas anzutun.
Hourican ist laut einem Bericht der BBC einer von 14 Menschen, die nach der Nutzung künstlicher Intelligenz unter Wahnvorstellungen litten. Betroffen sind Männer und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren aus insgesamt sechs verschiedenen Ländern, die unterschiedliche KI-Modelle verwendet haben. Ihre Schilderungen weisen bemerkenswerte Parallelen auf. In allen Fällen wurden die Nutzer zunehmend in eine fiktive Mission mit der KI hineingezogen, je weiter sich die Gespräche von der Realität entfernten. Gemäss dem Sozialpsychologen Luke Nicholls von der City University New York kann es sein, dass künstliche Intelligenzen manchmal tatsächlich nicht mehr unterscheiden können, was Fiktion und was Realität ist.
