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20.03.2018, Bayern, München: Das Logo von BMW ist auf dem Dach der BMW Zentrale München, dem «Vierzylinder» zu sehen. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die BMW-Zentrale durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgas-Reinigung eingeleitet. Foto: Lino Mirgeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach BMW im letzten Jahr hat auch Apple in München ein neues Forschungszentrum angekündigt. Ein europäisches Zentrum für Chip-Design. Bild: dpa

Darum investiert Apple eine Milliarde Euro in Deutschland



Auf Apple-Produkten steht «Designed in California». Wichtige Technologie-Bausteine kommen aber auch aus Deutschland. Dort will Apple nun kräftig ausbauen.

Apple wird in den kommenden drei Jahren über eine Milliarde Euro in den Standort Deutschland investieren, vor allem in Bayern. Dabei sollen die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Grossraum München zum Europäischen Zentrum für Chip-Design von Apple ausgebaut werden, kündigte der iPhone-Hersteller am Mittwoch an.

Apple hatte im Sommer 2019 die Mobilfunk-Modem-Sparte des Chip-Giganten Intel übernommen und seitdem seine Labore im Grossraum München zum grössten Entwicklungszentrum Apples in Europa aufgestockt. Inzwischen arbeiten nach Angaben des Unternehmens dort knapp 1500 Ingenieure aus 40 Ländern im Bereich Power Management Design. Diese Technik sorgt dafür, dass jeder Teil eines Geräts in jedem Moment mit der richtigen Menge Energie versorgt wird. Ausserdem arbeiten dort Experten für Anwendungsprozessoren, drahtlose Technologien und anderen Themen.

Eigene 5G-Chips

Apple hatte früher für seine Produkte wie iPhone, iPad und Mac vor allem Chips von Herstellern wie Qualcomm und Intel bezogen. Der kalifornische Konzern verfolgt aber seit Jahren einen Masterplan, die wichtigsten Halbleiter selbst zu entwerfen. Die Entwickler-Teams in Bayern leisteten einen Beitrag zu Apples selbst designten Chip, die für «branchenführende Performance», leistungsstarke Funktionen und grosse Effizienz sorgten, betonte das Unternehmen.

Experten sehen bei Apple vor allem noch im Bereich der Mobilfunktechnik eine grosse Abhängigkeit vom Know-how diverser Drittfirmen. So steckt im aktuellen iPhone 12 noch ein 5G-Chip von Qualcomm. So hatte Apples Chip-Chef Johny Srouji im vergangenen Dezember den Start der Arbeit an einem Mobilfunkmodem verkündet.

Nicht nur Prozessoren und Grafikchips für iPhones und Macs will der Konzern nun inhouse entwickeln, sondern auch LTE- und 5G-Modems. «In diesem Jahr haben wir mit der Entwicklung unseres ersten internen Mobilfunkmodems begonnen, das einen weiteren wichtigen strategischen Übergang ermöglichen wird», erklärte Srouji nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bei einem internen Mitarbeitertreffen.

Konzern-Chef Tim Cook sagte nun, er sei gespannt darauf, was die Ingenieurteams in München entdecken – von der Erforschung neuer Möglichkeiten in der 5G-Technologie bis hin zu einer neuen Generation von Technologien, die noch mehr Leistung, Geschwindigkeit und Konnektivität ermöglichen würden.

«München ist seit vier Jahrzehnten ein Zuhause für Apple, und wir sind der Stadt und Deutschland dankbar für das gemeinsam Erreichte und freuen uns auf den Weg, der vor uns liegt.»

Tim Cook, CEO von Apple

(sda/awp/dpa)

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