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Das sind die 4 grössten Ängste von (Schweizer) Unternehmen

Ein Mann laeuft mit seinem Regenschirm im Schnee ueber die Kirchenfeldbruecke, am Donnerstag, 30. November 2023 in Bern. In mehreren Regionen der Schweiz kam es zu Schneef�llen bis ins Flachland. (KEY ...
Hierzulande bereiteten Änderungen von Gesetzen und Vorschriften zunehmend Kopfzerbrechen, wie aus dem «Risikobarometer» des Versicherers Allianz Commercial hervorgeht.Bild: keystone

Das sind die 4 grössten Ängste von (Schweizer) Unternehmen

16.01.2024, 07:37
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In der neuen Ausgabe des jährlichen internationalen «Risikobarometers» des Industrie- und Firmenversicherers Allianz Commercial gibt es einen eindeutigen Trend.

Platz 1: Hacker

Kriminelle Hacker sind die grösste Sorge für Unternehmen in der Schweiz und weltweit geblieben.

Laut «Risikobarometer» machen sich kriminelle Hacker auch die von Künstlicher Intelligenz getriebenen Sprachmodelle zunutze, die seit dem öffentlichen Start von ChatGTP im Herbst 2022 international Furore machen. Cyberkriminelle nutzen KI-Anwendungen unter anderem für grössere und schnellere Angriffe mit Erpressungssoftware («Ransomware»), für die Programmierung neuer Schadsoftware und für weniger leicht erkennbare Phishing-Mails und Fälschungen.

Platz 2: Ransomware

Auf dem zweiten Platz «Risikobarometers» folgen Betriebsunterbrechungen – beide Kategorien sind eng verknüpft, da Hackerangriffe mit Erpressungssoftware häufig den Betrieb lahmlegen. Das Unternehmen veröffentlichte den Bericht am Dienstag in München.

«Die Zunahme an Ransomware-Angriffen 2023 war enorm», sagte Jens Krickhahn, Leiter der Cybersparte bei Allianz Commercial. Allein in der ersten Jahreshälfte habe die Zahl der Schadenfälle um mehr als die Hälfte zugenommen. Die Autoren des «Risikobarometers» gehen davon aus, dass die Welle der Cyberkriminalität auch 2024 anhält.

Platz 3: Staatliche Eingriffe

Weltweit belegen Naturkatastrophen den dritten Rang laut «Risikobarometer». In der Schweiz hingegen nicht: Hierzulande zeigten sich Unternehmen über Änderungen von Gesetzen, wie etwa Zölle, Sanktionen oder protektionistische Bestrebungen, besorgt. Im Vorjahr rangierte diese Kategorie noch auf Platz fünf.

Platz 4: Fachkräftemangel

Auch der Fachkräftemangel rangiert in der Schweiz höher als international. Er wurde als viertgrösstes Risiko wahrgenommen, wie aus der Auswertung hervorgeht. Weltweit erreicht das Risiko eines Fachkräftemangel den zehnten Rang.

Wer wurde befragt?

Allianz Commercial befragte im vergangenen Herbst Führungskräfte, Sicherheitsfachleute, Versicherungsmakler und andere Risikoexperten aus 92 Ländern, sowohl aus externen Firmen und Verbänden wie aus dem eigenen Unternehmen. Mehr als ein Drittel – insgesamt 1340 – der Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeitet für grosse Unternehmen mit mehr als einer halben Milliarde Dollar Jahresumsatz.

Quellen

(dsc/sda/dpa)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Grobianismus
16.01.2024 08:04registriert Februar 2022
Steuererhöhungen sind weit hinten bei den Ängsten. Nur mal, damit man das bei den nächsten Abstimmungen im Kopf hat.
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