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Weniger iPhones zu Weihnachten: Das steckt hinter Apples China-Problem

epa10283497 People line up for Coronavirus PCR test on the street in Shanghai, China, 03 November 2022. Around 600,000 people have been put in lockdown by Chinese authorities near Foxconn?s largest iP ...
PCR-Test auf einer Strasse in Shanghai, China. Rund 600'000 Menschen wurden von den Behörden in der Nähe der grössten iPhone-Fabrik von Foxconn unter Hausarrest gestellt.Bild: keystone

Apple hat ein China-Problem – und das könnte teuer werden

Im Reich der Mitte steht die Fabrik eines wichtigen Apple-Zulieferers Corona-bedingt fast komplett still. Dadurch kann es kurz vor Weihnachten zu Lieferengpässen bei iPhones kommen.
07.11.2022, 09:2307.11.2022, 10:28
Ein Artikel von
t-online

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft hat Apple mit erheblichen Lieferengpässen beim neuen iPhone 14 Pro zu kämpfen. Die Produktion im Hauptwerk in China werde aktuell von Covid-Einschränkungen beeinträchtigt, teilte Apple mit. Die Fabrik laufe mit deutlich reduziertem Ausstoss. Für die Kundschaft werde das längere Wartezeiten bedeuten.

Um welchen Apple-Zulieferer geht es?

Das Werk des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn in Zhengzhou ist von Corona-Lockdowns der Regionalregierung betroffen. Die Fabrik arbeitet zumindest teilweise, da einige Mitarbeiter das Gelände nicht verlassen. Die Einschränkungen könnten aber auch den Fluss von Bauteilen ins Werk unterbrechen.

Apple teilte mit, man arbeite zusammen mit dem Fertiger daran, die Produktion wieder auf normales Niveau zu bekommen, ohne die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gefährden.

Warum ist das wichtig?

In den Weihnachtsquartalen macht Apple traditionell das grösste Geschäft – und verdrängt sogar meist Samsung von der Spitzenposition im Smartphone-Markt. Von den Engpässen seien sowohl das iPhone 14 Pro als auch das grössere iPhone 14 Pro Max betroffen, teilte Apple mit.

Die Modelle waren erst im September zusammen mit dem iPhone 14 auf den Markt gekommen. Die teureren Pro-Versionen stattete Apple in diesem Jahr unter anderem mit deutlich besseren Kameras aus als die Basis-Modelle sowie mit zusätzlichen Software-Funktionen - und sie sind laut Marktforschern entsprechend populär. Die Nachfrage sei ungebrochen, betonte Apple.

Die Lieferprobleme dürften auch auf die Geschäftszahlen durchschlagen. Der Konzern hatte mit Blick auf den starken Dollar die Preise in Europa zum Teil deutlich erhöht.

Wie gut verkaufen sich die neuen iPhones?

Kurz nach der Veröffentlichung der neuen iPhone-Modelle hatte Apple laut Berichten das Produktionstempo wegen fehlender Nachfrage zurückgefahren.

Der im kalifornischen Cupertino ansässige Konzern habe seinen Zulieferern mitgeteilt, die Produktionsgeschwindigkeit im zweiten Halbjahr nicht mehr um bis zu sechs Millionen Einheiten zu steigern, hiess es.

Stattdessen plane der Konzern mit 90 Millionen Exemplaren der Produktlinie rund um das iPhone 14 und damit so viele wie im Vorjahreszeitraum, hiess es im Bericht. Damit würde Apple zu seiner ursprünglichen Prognose aus diesem Sommer zurückkehren.

Wie liefs letztes Jahr?

Im Weihnachtsgeschäft 2021 hatte Apple mit einem Gewinnplus von mehr als 20 Prozent auf 34.6 Milliarden Dollar erneut ein Rekordquartal eingefahren. Der Umsatz stieg um rund elf Prozent auf 123.9 Milliarden Dollar, ebenfalls ein Bestwert.

Der iPhone-Konzern trotzte damit den globalen Komponenten-Engpässen, die damals die Branche bremsten. Das iPhone war dabei abermals der grösste Umsatzbringer mit 71.6 Milliarden Dollar. Apple gab keine Prognose für das laufende Quartal ab, Analysten rechneten aber mit einem Umsatzplus.

Quellen

  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

(dsc/t-online)

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nelson Muntz
07.11.2022 09:46registriert Juli 2017
Wenn es doch nur möglich wäre, in anderen Ländern etwas herzustellen...
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FreddyKruger
07.11.2022 09:58registriert Juli 2021
Ach dann verschenke ich dieses Jahr statt iPhones einfach mal wieder die guten alten Socken.
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Grobianismus
07.11.2022 09:39registriert Februar 2022
Sehr gut, sollte die Produktion dieser Ressourcenverschwendung ruhig etwas stagnieren. Ich habe nichts gegen Handys, habe ja selber eins, aber wenn ich sehe, wie viele Leute jährlich das Handy wechseln, könnte auch alle 5 Jahre ein neues Produkt auf den Markt kommen.
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Wie man 150 Milliarden Dollar verdient – und wieder verliert
Elon Musk und Gautam Adani haben innert kurzer Zeit unvorstellbare Summen verbrannt.

Okay, das Zitat ist zumindest angelutscht, aber es drängt sich an dieser Stelle ganz einfach auf. Es stammt von Ernst Hemingway, der in seinem Roman «The Sun also Rises» einen Typen, der sein ganzes Vermögen verspielt hat, auf die Frage, wie er denn pleitegehen konnte, lapidar antworten lässt: «Zuerst graduell, dann plötzlich.»

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