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FILE - In this Sept. 25, 2012 file photo, Google co-founder Sergey Brin, left, wearing Google Glass, speaks as California Gov. Jerry Brown, right, listens during a bill signing for driverless cars at Google headquarters in Mountain View, Calif. Despite Brin's and other tech entrepreneurs' frustration with the complex web of federal rules governing health care, their industry continues pouring money into efforts to reshape the $2.7 trillion dollar sector that has been largely untouched by the innovations of Silicon Valley. (AP Photo/Eric Risberg, File)

Er war das oberste «Glasshole»: Google-Co-Gründer Sergey Brin mit der Videobrille, die floppte. Doch der Internet-Konzern hat nicht aufgegeben... Bild: AP/AP

Google Glass ist zurück – kein Grund zur Panik, im Gegenteil! 😉

Augmented-Reality-Anwendungen erleichtern amerikanischen Industrie-Betrieben die Arbeit und machen unter anderem das Fliegen sicherer. Nun hat Google über die «Enterprise Edition» seiner Videobrille informiert.



Rund zweieinhalb Jahre ist es her, dass Google bei seiner umstrittenen Datenbrille Google Glass offiziell den Stecker zog. Im Hintergrund lief aber ein Pilotprogramm für den Einsatz des Geräts in Unternehmen, das der Internet-Konzern jetzt öffentlich macht.

Die als Verbraucherprodukt gescheiterte Datenbrille Google Glass wird für den Einsatz in Unternehmen fitgemacht. Die «Enterprise Edition» ist bereits seit rund zwei Jahren in mehreren Dutzend Firmen im Einsatz, wie der Internet-Konzern über einen Artikel im US-Magazin «Wired» am Dienstag enthüllte. Darunter seien auch Schwergewichte wie Volkswagen, DHL, Boeing oder General Electric.

Was als Pilotprojekte begonnen habe, entwickele sich jetzt zu Plänen für einen breiten Einsatz. So habe der amerikanische Agrarmaschinenbauer AGCO derzeit über 100 Glass-Brillen im Betrieb und wolle in den kommenden 18 Monaten 500 bis 1000 weitere bestellen. Der Preis liege bei 1300 bis 1500 Dollar pro Gerät.

Der Paketdienst DHL plane, die Brillen an 2000 Logistik-Standorten in verschiedenen Ländern einzuführen.

Darum floppte die erste Generation

Google hatte Glass – die Computerbrille mit Kamera, Internet-Anschluss und einem kleinen Bildschirm über dem rechten Auge – im Frühjahr 2012 medienwirksam vorgestellt. In der Öffentlichkeit stiess Google Glass vor allem aus Sorge um die Privatsphäre auf viel Ablehnung.

Besonders viel Kritik kam aus Europa, weil man mit der eingebauten Kamera sein Gegenüber aufnehmen konnte. Träger einer Google Glass bezogen aber auch in San Francisco Prügel und wurden als «Glassholes» beschimpft. Zudem kämpfte die erste Version sogar nach einer Modifizierung mit kurzen Batterielaufzeiten und wurde im Betrieb zu warm.

Andere Anbieter preschen mit Spezialbrillen vor

Nachdem Pläne für einen breiten Marktstart des Geräts verworfen worden waren, stellte Google eine Testphase in den USA mit 1500 Dollar teuren Brillen der «Explorer Edition» im Januar 2015 ein. Schon damals vermarktete Google die Glass stärker als Werkzeug für spezialisierte Aufgaben am Arbeitsplatz – in den vergangenen zweieinhalb Jahren war es aber seht still um das Gerät geworden.

Unterdessen preschten diverse Anbieter mit Spezialbrillen vor, die sogenannte «erweiterte Realität» (AR, Augmented Reality) bieten. Dabei werden digitale Informationen für den Betrachter in die reale Umgebung eingeblendet. Das kann zum Beispiel bei Montagearbeiten oder Reparaturen von Nutzen sein – so dass die Hände frei bleiben.

In diesem Video vom Januar 2017 berichten Boing-Angestellte, wie AR-Brillen das Fliegen sicherer machen (Spoiler: Die Montage von Flugzeug-Elektronik ist noch effizienter)

abspielen

Video: YouTube/Upskill

Das hat sich bei Google Glass 2.0 gebessert

«Als wir Glass ursprünglich entwickelt hatten, war die Arbeit an der technologischen Front sehr solide und der Explorer-Programm war der richtige Weg, um zu erfahren, wie Menschen das Produkt nutzen», zitiert «Wired» den Chef des Innovationslabors X unter dem Dach der Google-Mutter Alphabet, Astro Teller. «Wir sind aber vom Weg abgekommen beim Versuch, zu Verbraucher-Anwendungen zu springen.»

Die Unternehmens-Version kann nun unter anderem mit Sicherheitsbrillen kombiniert werden und habe einen schnelleren Prozessor, eine bessere Internet-Anbindung sowie eine längere Batterielaufzeit. Die Kamera sei von fünf auf acht Megapixel hochgestuft worden.

(dsc/sda/dpa)

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