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Apple läuft wie eine gut geölte Gelddruckmaschine – nicht zuletzt dank Billigarbeitern in China. gif: giphy

Think Different, Apple!

17 Dinge, die Apple tun könnte, um wieder sympathisch zu sein

Apple gelangte mit vier fragwürdigen Geschäftsmethoden zu seinen Milliarden. Wir haben ein paar Vorschläge, wie die Kalifornier ihr Image verbessern können.



Auf der einen Seite steht Foxconn: Der Gigant aus Taiwan. Über 1,2 Millionen Angestellte. Ein Arbeiterheer produziert im Akkord Gadgets für Sony, Microsoft, Nintendo und weitere bekannte Marken. Der mit Abstand grösste Auftraggeber heisst Apple. Auch Samsung, Nokia und wie sie alle heissen lassen ihre Geräte günstig bei Foxconn in China produzieren, statt eigene Fabriken zu betreiben. 

Hunderttausende chinesische Wanderarbeiter stehen so auf der Lohnliste von Foxconn, arbeiten aber eigentlich für die grossen Techkonzerne aus den USA, Europa oder Japan. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn Foxconn die Arbeiter ausbeutet und nicht die eigenen Tochterfirmen, können sich Apple, Samsung oder Microsoft aus der Verantwortung stehlen. 

Bereits das iPhone 5S wurde von 300'000 Foxconn-Angestellten zusammengebaut. Für das neue iPhone braucht es wohl noch mehr fleissige Hände. 400'000 iPhone 6 und 140'000 iPhone 6 Plus muss Foxconn täglich liefern. Den Druck, den Apple auf Foxconn ausübt, gibt das Unternehmen an seine Mitarbeiter weiter. Die Arbeitsbedingungen in den Megafabriken sind irgendwas zwischen fragwürdig und unethisch: Sprechverbote am Arbeitsplatz, festgelegte Zeiten für den Toilettengang, Minimallöhne, Überstunden und so weiter und so fort.

apple foxconn

Sie verdient rund 250 Franken pro Monat. Das iPhone, das sie baut, kostet in China über 800 Franken. bild: darrylthomas

Auf der anderen Seite steht Apple: Der Gigant aus Kalifornien. Knapp 100'000 Angestellte. Das aktuell weltweit erfolgreichste Unternehmen hat im Weihnachtsgeschäft in drei Monaten 18 Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Fr. pro Monat) verdient und verwöhnt seine Angestellten mit diversen Vergünstigungen: Verbilligte Kranken- und Lebensversicherung, Vorzugspreis auf Apple-Aktien und grosszügige Rabatte auf Apple-Produkte, um nur einen winzigen Auszug aller Vorteile zu nennen.

Die Profiteure des historischen Gewinns – noch nie hat eine Firma in einem Quartal so viel Geld verdient–, sind in erster Linie die Aktionäre. Apple investiert sein Geld zudem in Firmenübernahmen und kauft seit einiger Zeit eigene Aktien zurück, was den Kurs weiter in die Höhe treibt. 

Bild

Apple-Chef Tim Cook posiert mit vermögenden Chinesen, die sich das iPhone als Statussymbol leisten.

Liebe Apple-Manager, wir hätten ein paar Vorschläge, wie ihr euer Geld auch noch ausgeben könntet: Für die Menschen, die sechs Tage die Woche und bis zu 12 Stunden am Tag eure Gadgets für den Minimallohn zusammenbauen.

Apple erzielte im letzten Quartal pro Monat 5,5 Milliarden Franken Gewinn. Damit könnte man den rund 300'000 Foxconn-Arbeitern, die das iPhone produzieren ...

1. Den Minimallohn verdoppeln, sprich von rund 250 auf 500 Franken erhöhen. Macht maximal 75 Mio.

 

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gif: giphy

Foxconn drückt die Löhne, wo es geht: Die Minimallohnverdoppelung aus eigener Kasse würde Apple maximal 75 Millionen Franken pro Monat kosten. Effektiv wäre es weniger, da einige Angestellte bereits jetzt mehr als den Minimallohn erhalten. Bei aktuell 5,5 Milliarden Gewinn pro Monat und einem Barvermögen von über 160 Milliarden Franken ein Klacks. 

Nach der Lohnverdopplung verbleiben 5,425 Milliarden vom Gewinn.

2. Die Krankenversicherung bezahlen: 12 Mio.

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gif: giphy

Die Kosten für die Krankenversicherung variieren auch in China je nach Alter und Gesundheitszustand. Eine Basisversicherung soll rund 3000 Yuan pro Jahr kosten. Wir rechnen daher mit 40 Franken pro Monat, womit Apple die Übernahme der Krankenversicherung 12 Millionen Franken kosten würde.

Es verbleiben 5,413 Mrd.

3. Kinderkrippen in den Fabriken betreiben: 10 Mio.

Was machen die Kinder, wenn ihre Eltern 6 Tage pro Woche bis zu 12 Stunden am Tag Apple-Geräte zusammenbauen? Apple könnte in den Foxconn-Betrieben eigene Kinderkrippen betreiben. Bei angenommenen Lohnkosten von 500 Franken im Monat pro Betreuungsperson dürften monatliche Kosten von geschätzt 10 Millionen Franken entstehen. Für Apple Peanuts.

Es verbleiben 5,403 Mrd.

4. Weiterbildungspauschale zahlen: 3 Mio.

Bild

bild: «the economist»

Es verbleiben 5,4 Mrd.

Übrigens: Ein Foxconn-Werk umfasst nicht eine, sondern teils mehr als ein Dutzend Fabrikhallen. Der Foxconn-Komplex nördlich von Hongkong besteht aus 15 Fabriken, diversen Wohnblocks für die Mitarbeiter, Restaurants sowie einem Spital. Der Longhua Campus, der von einer Mauer umschlossen ist, wird deshalb auch «Foxconn City» genannt. Bis zu 450'000 Chinesen (mehr als die Einwohnerzahl von Zürich) wohnten und arbeiteten zu Spitzenzeiten dort – viele 12 Stunden täglich und sechs Tage pro Woche. Inzwischen sind im Hinterland von China neue gewaltige Foxconn-Städte entstanden.

5. Eine Schulgeldpauschale zahlen: 1 Mio.

Bild

In einer Primarschule in Xinjiang. bild: wikipedia

In China sind öffentliche Schulen bis zur 10. Klasse gratis, wobei häufig jedoch Sondergebühren anfallen. Ab der 11. Klasse beträgt das Schulgeld jährlich rund 300 Franken. Auch die Schulbücher müssen die Eltern bezahlen und die Universitätsgebühren sind hoch. 1 Million pro Monat an die Ausbildung des Nachwuchses müsste für Apple verkraftbar sein.

Es verbleiben 5,399 Mrd.

6. Fitnesscenter für die Arbeiter bauen: 35 Mio.

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gif: giphy

Foxconn ist in China an rund 35 Standorten tätig. Mindestens gleich viele Fitnesscenter müssten es also schon sein. Dies würde grob geschätzt einmalige Kosten von 35 Millonen Franken verursachen. Die laufenden Betriebskosten könnte Apple aus der Portokasse bezahlen. Klar, nicht an allen Foxconn-Standorten wird für Apple produziert, aber wir wollen grosszügig sein: Wer täglich 12 Stunden Gadgets für reiche Westler zusammenschraubt, braucht Krafttraining für den Rücken!

Es verbleiben 5,364 Mrd.

7. An jedem Foxconn-Standort eine Arztpraxis betreiben: 35 Mio.

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gif: giphy

Im Apple-Hauptquartier kümmern sich sieben Ärzten und ein grosses Team aus Chiropraktikern, Physiotherapeuten und Diätberatern um die Mitarbeiter. Die Foxconn-Mitarbeiter, die teils mit gefährlichen Maschinen und Chemikalien hantieren, dürften medizinische Betreuung mindestens so nötig haben.

Es verbleiben 5,329 Mrd.

8. Mutter- und Vaterschaftsurlaub gewähren: 10 Mio.

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gif: giphy

Apple bezahlt seinen US-Mitarbeitern 14 Wochen Mutter- und sechs Wochen Vaterschaftsurlaub. Die schlecht entlöhnten Foxconn-Angestellten hätten den bezahlten Urlaub ebenfalls nötig. Auf Foxconn können sie nicht zählen. Was dies Apple genau kosten würde, ist schwierig abzuschätzen. Wir sind wieder grosszügig und stellen 10 Millionen pro Monat zur Verfügung.

Es verbleiben 5,319 Mrd.

9. Das Mittagessen in der Kantine inklusive Znüni-Apfel bezahlen: 1 Mio.

apple foxconn

Gesunde Mitarbeiter brauchen gesundes Essen. Würde Apple ein ausgewogenes Mittagessen in der Kantine sponsern, würde dies beim chinesischen Preisniveau nicht mehr als eine Million kosten.

Es verbleiben 5,318 Mrd.

10. Apple-Aktien schenken: 300 Mio.

apple foxconn

 

Apple-Mitarbeiter können verbilligte Unternehmensaktien beziehen und sind so am Erfolg beteiligt. Foxconn-Angestellte haben kein Geld, um sich Aktien zu kaufen. Würde Apple die iPhone-Bauer mit Aktien im Wert von je 1000 Franken am Unternehmen beteiligen, würde dies 300 Millionen kosten. Zu viel Geld? Apple-Chef Tim Cook allein erhielt als Antrittsgeschenk rund 350 Millionen Franken in Aktien.

Es verbleiben 5,018 Mrd.

11. Einen Rabatt aufs iPad geben: 69 Mio.

Apple-Mitarbeiter erhalten 230 Franken Rabatt beim Kauf eines iPads. Würde man den Foxconn-Arbeitern den gleichen Rabatt gewähren, würde dies maximal, wenn alle das Angebot nützen, 69 Millionen kosten.

Es verbleiben 4,949 Mrd.

12. Einen Rabatt auf den iMac gewähren: 138 Mio.

apple foxconn

 

Apple-Mitarbeiter erhalten zudem 460 Franken Rabatt beim Kauf eines iMacs. Würde man den Foxconn-Arbeitern den gleichen Rabatt geben, würde dies maximal 138 Millionen kosten.

Es verbleiben 4,811 Mrd.

13. Velos für den Arbeitsweg kaufen: 15 Mio.

apple foxconn

Bild: via citybikr

In China fahren inzwischen viele mit dem Auto statt dem Velo zur Arbeit, aber wir wollen es nicht gleich übertreiben. Immerhin ein Fahrrad könnte Apple springen lassen. Macht geschätzte 15 Millionen Franken.

Es verbleiben 4,796 Mrd.

14. Spotify-Abos schenken: 3 Mio.

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gif: giphy

Mit der richtigen Musik in den Ohren wird selbst die monotone Arbeit in den Foxconn-Fabriken etwas erträglicher. Wie wär's also, allen Fliessbandarbeitern ein Musikstreaming-Abo zu bezahlen?

Es verbleiben 4,793 Mrd.

15. Und dazu Beats-Kopfhörer verteilen: 60 Mio.

apple foxconn

Wie Apple aus einem mittelmässigen Kopfhörer ein teures Lifestyle-Produkt macht. grafik: commitstrip.com 

Passend zum Musikabo gibt's für jeden Mitarbeiter einen Original-Beats-Kopfhörer – schliesslich hat Apple den Kopfhörerhersteller 2014 übernommen.

Es verbleiben 4,733 Mrd.

16. Die unverzichtbaren Atemschutzmasken kaufen: 10 Mio.

apple foxconn

Wer bei Foxconn arbeitet, kommt mit giftigen Chemikalien in Berührung. Leider ist Foxconn bekannt dafür, auch beim Arbeiterschutz zu sparen. Zumindest Atemschutzmasken à dis­cré­ti­on sollte Apple gratis abgeben. Mehr als 10 Mio. pro Monat kann dies nicht kosten.

Es verbleiben 4,723 Mrd.

17. Ergonomie-Stühle für Fliessbandarbeiter beschaffen: 60 Mio.

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gif: giphy

Wer bis zu 12 Stunden am Tag am Fliessband arbeitet, sollte auf einem Ergonomie-Stuhl sitzen, sonst sind Rückenbeschwerden vorprogrammiert.

Wenn Apple all dies tun würde, wären immer noch 4,663 Mrd. Gewinn pro Monat übrig.

apple foxconn

Lächeln für die Medien: Apple-Chef Tim Cook besucht eine Foxconn-Fabrik. Die Mitarbeiterin baut ein iPhone zusammen, das sie sich nie wird leisten können. 

Ob Programmierer in Kalifornien oder Fabrikarbeiter in China, alle arbeiten am Erfolg des iPhones mit. Apple ist mit einem Barvermögen von über 160 Milliarden Franken finanziell so gut abgesichert, dass der Konzern nebst dem Leben der eigenen Angestellten auch das der Foxconn-Mitarbeiter versüssen könnte. Soweit wird es nie kommen. Schliesslich gilt bei Foxconn offiziell seit Jahren: 

«Everything is awesome!»

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Das Motto bei Firmen wie Apple und Foxconn: «Everything is awesome when you're part of a team.» video: youtube/j4bether

Umfrage

Sollten Apple, Sony, Microsoft und Co. die Foxconn-Arbeiter finanziell unterstützen?

496

  • Ja89%
  • Nein7%
  • Das ist mir egal4%

Übrigens: Mit den verbleibenden 4,663 Milliarden könnte sich Apple-Chef Tim Cook jeden Monat 39'000 Sportwagen im Wert von je 120'000 Franken kaufen.

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Das passiert, wenn man im neuen Tesla P85D den «Insane-Button» drückt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.02.2015 21:58
    Highlight Highlight Was?!? Beats-Kopfhörer! Nach all dem Guten wollt ihr sie bestrafen und mit billigstware mit schrecklichem, festverdratetem Equalizer abservieren? Wieso nicht Sennheiser oder sonst was Gutes?
    • Midnight 03.02.2015 08:49
      Highlight Highlight Ja hab ich mich auch gefragt...
    • Tscheggsch? 04.02.2015 11:23
      Highlight Highlight Meine Worte, du sprichst meinen Ohren aus dem Herzen, oder so...

  • Cücs 02.02.2015 18:39
    Highlight Highlight Anstatt diese 838 Mio. nach China zu schicken könnte man auch ganz einfach in Europa oder Amerika produzieren. Denn um gleich viele Arbeitsstunden zu leisten bräuchte man bei uns 480000 Arbeiter anstatt 300000 (bei 5*9 anstatt 6*12 h/Woche). Diesen Arbeitern könnte man mit diesen 838 Mio. einen Lohn von mehr als 1900 Dollar bezahlen. Das ist zwar nicht sehr viel. Sowohl in Amerika als auch in Europa gibt es jedoch viele die weit weniger als 1900 im Monat verdienen.
    • Zeit_Genosse 02.02.2015 22:06
      Highlight Highlight Das Know How ist weder in Europa noch in den USA dafür vorhanden. Das Outsourcing vieler Firmen führt dazu, dass Billiglohnländer den Gewinn ausmachen. Gibts mal geopolitische Krisen, können sie die Produktion nicht mehr verlagern oder insourcen. Risiken werden dem Gewinn untergeordnet. Ich würde mit staatlichen Programmen und Bildungsoffensiven Teile der Produktion in die USA zurückholen. Doch globale Investoren leiten globale Firmen und fühlen sich nur sich selbst verpflichtet.
  • gummibaum 02.02.2015 13:55
    Highlight Highlight Leute, wem nicht passt was mit Nutztieren passiert isst vegetarisch.
    Wenn ich nicht eiverstanden bin wie sich Firmen verhalten, meide ich deren Produkte.
    Wie man so schön sagt, der Markt regelt sich von alleine.
    Wir sollten nur endlich begreifen, dass wir selber einen grossen Teil dazu beitragen wie sich was regelt!
    Arbeitsplatzverlagerung, Ausbeutung, Steuervermeidung, Umweltzerstörung, Zwangsabhängigkeit und geplante Obsoleszenz sind Dinge die wir fördern oder eindämmen mit unserem Kaufverhalten.
    Es gibt Firmen die sich echt engagieren. Fairphone zB.
    Bequem und ignorant ist nicht innovativ!
  • Nick Name 01.02.2015 18:33
    Highlight Highlight Zum Anschluss an Joël - und an die immerwiederkehrenden watson=links-Trompeter: Wo sind Samsung und weitere Firmen NICHT erwähnt (bitte Artikel lesen)? Was genau ist links daran, Missstände aufzuzeigen und Vorschläge zur Verbesserung zu machen?
    Und ungeachtet der teils wohl kaum dringlichen Massnahmen in den Vorschlägen: Dass Menschen ungerecht handeln, profitgierig sind, primär aufs eigene Wohl bedacht und darüber hinaus unsere Lebensgrundlagen ausbeuten, bis es irgendwann zu viel ist, kann niemand abstreiten.
    Natürlich kann man sagen: YOLO! Schmrscheissegal, hauptsach, han Aifon. Kann man.
  • Der Tom 01.02.2015 13:19
    Highlight Highlight Damit man die Machtverhältnisse messen kann braucht man auch die anderen Zahlen. Wie viele Produkte in % lässt Apple bei Foxcon bauen?
  • Sir Corvenius 01.02.2015 13:14
    Highlight Highlight Schaut euch mal H&M an. Die "Angestellten" von dort arbeiten in baufälligen Gebäuden , sind mehr als unterbezahlt und machen Überstunden ohne Ende . Warum kritisiert man die nicht ?
    • roger.schmid 01.02.2015 17:07
      Highlight Highlight die werden ja auch kritisiert. ausserdem: orientieren wir uns neuerdings an denen die es schlechter machen?
  • Durtydawg 01.02.2015 11:46
    Highlight Highlight Alles was hier beschrieben wird ist Aufgabe des Staates oder des Arbeitgebers. Schon klar könnte Apple all diese Dinge machen. Es wäre kein Problem. Aber die Frage ist doch warum? Schliesslich ist Apple nur ein Kunde. Ich schenke auch nicht jedem schlecht bezahlten Arbeiter der mich irgendwo bedient ein iPad. Wenn jemand die Verantwortung hat diese Missstände aufzuheben dann der Staat durch entsprechende Gesetze. Ausserdem muss man auch mal daran denken was passieren würde wenn Apple oder andere Unternehmen plötzlich nicht mehr bei Foxconn produzieren lassen. Was passiert dann wohl mit diesen 300'000 Arbeitern? Denen gehts dann sicher besser klar. Dieser Job ist für viele Menschen eine Chance, weil sie keine anderen Perspektiven haben. China ist extrem abhängig von den ganzen Technologie Aufträgen. Und den meisten Leuten ist einfach nicht bewusst wie teuer die Produktion in Europa oder Amerika ist. Das kann sich dann keiner mehr leisten. Und schlussendlich sind die von Ihnen angesprochenen Käufe von anderen Firmen und Technologien extrem wichtig für die Forschung von Apple. Schon klar, Cook ist kein heiliger und es deutet auf eine gewisse Abgebrühtheit hin auf diese Weise produzieren zu lassen. Aber ich sags mal so: es gibt einen Grund warum Sie hier realitätsferne, reisserische Artikel generieren und Cook ein milliardenschweres Unternehmen ERFOLGREICH leitet.
    • Olaf 01.02.2015 11:54
      Highlight Highlight Was heisst hier «das kann sich keiner mehr leisten»? Um es nochmal zu wiederholen: Apple macht pro Monat (!!!) 5,5 Milliarden Dollar Gewinn. GEWINN! Und Eigentum verpflichtet.
    • Willy D. 01.02.2015 12:49
      Highlight Highlight Richtig Herr Schnüringer, der Staat ist für das Wohlergehen seiner "Untertanen" verantwortlich. Wer ist hier der Staat? Er nennt sich VOLKS-Republik China und ist einer der letzten kommunistischen Staaten auf dieser Welt. Alle paar Monate wird einer der "Repräsentanten" dieses Staates wegen Korruption zum Tode verurteilt. Und, was schliessen wir daraus? Die Vetternwirtschaft ist offenbar eines der grössten Probleme in China. Offenbar gibt es dort viele Mitglieder der Nomenklatura die nach dem Spruch leben: und herrschen "L'état c'est moi" ... Und das VOLK hat das Nachsehen!
    • Matthias Studer 01.02.2015 13:39
      Highlight Highlight @Willy D. Der beste Mittel gegen Korruption ist, dreimal raten, tada, wenn es den Menschen in einem Land gut geht.
      Je besser der Reichtum eines Landes unter der Bevölkerung verteilt ist, dämmt die Korruption. Und Korruption kostet jedes Unternehmen, dass in solchen Länder wirtschaftet viel Geld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 01.02.2015 11:11
    Highlight Highlight Oder eine Reindustralisierung der USA fördern durch investitionen im "eigenen" Land. die Macs werden teilw. wieder in den USA gefertigt (made in USA). Die USA haben bei den Phones das Know How verloren oder durch Outsourcing nicht aufgebaut. Die USA haben Jobs nötig. Statt bei Foxconn die Löhne zu verdoppeln, könnte man einige in den USA finanzieren. Doch Apple interessiert sich nur für den Gewinn und selbst der US-Präsident kann Apple nicht zum Patrioten machen.
  • Lowend 01.02.2015 10:58
    Highlight Highlight Immerhin basht man hier nur die Erfolgreichen und wenn Watson nicht auf ein unsympathisches Boulevard-Niveau absinken will müsste die Überschrift eigentlich lauten: "17 Dinge, die Apple, Sony, Microsoft und Co. tun könnte, um wieder sympathisch zu sein", denn Foxcon gibt es nur, weil praktisch alle Unternehmen der IT-Branche die Löhne für die Produktion der Hardware drücken, da auch Watson-Reporter, genau wie alle anderen Schnäppchenjäger gerne gaaaanz billige Topgeräte mit vielen Superfeatures wünschen und insofern ist dieser Artikel eigentlich nur billigste Polemik auf sehr geringem Niveau.
    • Tom H 01.02.2015 16:03
      Highlight Highlight Finde ich auch. Ständig wird nur Apple kritisiert, Samsung, Sony und alle andern werden meistens nicht erwähnt. Bei Samsung sind die Arbeitsbedingungen sogar innerhalb der eigenen Firma mangelhaft, also nicht beim Zulieferer, da Samsung viel selbst herstellt. Ich finde die Berichterstattung sehr einseitig und polarisierend, zumal der Eindruck entsteht, Apple wäre das einzige schwarze Schaf. Rechtfertigt der kleinere Gewinn der anderen Unternehmen schlechtere Arbeitsbedingungen bei den Zulieferen eher als der grosse Gewinn von Apple? Ich finde nicht. Ich finde nicht alles gut, was Apple macht, doch macht Apple mehr als andere, könnte sicher aber auch mehr tun.
  • Nyi Phy 01.02.2015 10:29
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach habt ihr euch in der Liste zu sehr von unserer verwöhnten Schweiz irritieren lassen. Was will ein Foxxconn Angestellter mit einem Fitnesscenter oder Spotify Account wenn er oder sie 12h am Tag arbeiten muss? Es müssten zuallererst die Grundbedürfnisse gedeckt werden: anständiges Arbeitsklima, angemessene Tagesarbeitszeit und angemessener Lohn.

    Ich bezweifle jedoch, dass sich etwas ändern wird. Seit wie vielen Jahren beuten wir in aller Welt Kleiderhersteller aus? Hat sich signifikant etwas geändert?

    Praktisch leben wir noch immer als Kolonialmächte.
  • Sir Corvenius 01.02.2015 10:22
    Highlight Highlight Warum müsst ihr immer Apple kritisieren? Es gibt viele andere Firmen die weit aus schlimmer sind.
    • who cares? 01.02.2015 10:36
      Highlight Highlight Das rechtfertigt natürlich das Unrecht von Apple.
    • one0one 01.02.2015 11:11
      Highlight Highlight und deshalb darf Apple auch schlecht sein und es ist in Ordnung? Man soll sich nicht mit den Schlechten vergleichen sonder sich stets mit den Besten messen!
  • Der Tom 01.02.2015 10:09
    Highlight Highlight Apple unternimmt relativ viel gegen die schlechten Bedingungen. Klar könnte es mehr sein aber anstatt kritisieren sollte man Apple besser dafü loben. Das würde die anderen Hersteller zun handeln zwingen. So können sie sich hinter Apple verstecken.
    • Oli Wietlisbach 01.02.2015 10:22
      Highlight Highlight Hierzu passend: "Undercover-Reporter deckt die «gebrochenen Versprechen» von Apple auf" http://www.watson.ch/!438640918
    • Der Tom 01.02.2015 11:40
      Highlight Highlight Ja Oli Apple muss noch mehr tun! Aber man darf ihre Anstrengungen nicht ignorieren. Apple hat kaum genügend Einfluss bei Foxcon. Die sind sehr starkt von Foxcon abhängig. Apple engagiert sich dafür auch stark im Bereich erneuerbare Energie. Anerkennung der Anstrengungen bringt meiner Meinung nach mehr. Das steigert den Marketingnutzen von fairness und wirkt sich auf alle Hersteller aus. Motzt man nur rum verstecken sich die anderen nur und hoffen zu profitieren.
    • Oli Wietlisbach 01.02.2015 12:30
      Highlight Highlight Ich denke, es ist die Aufgabe der Medien auf Missstände aufmerksam zu machen. Und nicht Apple-PR zu verbreiten. Die jährlichen Alles-ist-prima-Berichte von Apple kennen wir bestens.

      Man schätzt übrigens, dass mindestens 40 Prozent der Aufträge bei Foxconn von Apple kommen. Andere Firmen haben Aufträge im tiefen einstelligen Prozentbereich, ihr Einfluss ist entsprechend viel kleiner. Apples Einfluss wäre gross. Sie wollen bloss nicht. Ein Beispiel: Da die Löhne in China steigen, planen Apple und andere in noch günstigeren Ländern zu produzieren. Wirtschaftlich effizient, aber auch "richtig"?
  • Liv_i_am 01.02.2015 09:57
    Highlight Highlight Mit den verbleibenden Milliarden könnte Apple auch mal etwas für den Kunden tun, z.B. die bekannten Schwachstellen beheben, sodass das Gerät nicht genau nach Ablauf der Garantie kaputt geht.
    • Matthias Studer 01.02.2015 13:43
      Highlight Highlight Apple hat Interesse daran, alle zwei Jahre neue Geräte zu verkaufen. Sie leben bekanntlich davon.
  • Fabian Schmid (3) 01.02.2015 09:22
    Highlight Highlight Gute Gedanken. Das sollte eigentlich für alle Wirtschaftszweige gelten. Ein 20 Jahre Plan, dass alle Firmen, die in der Schweiz Produkte verkaufen, Schweizer Arbeitsrecht und relative Löhne auch an den Produktionsorten und Ressourceabbaustellen gewährleisten. Ist sicher noch eine Utopie, aber in einer direkten Demokratie im Prinzip nicht unmöglich.

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