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Letzten Oktober war Tim Cook in China auf PR-Tour. Da hatte er seinen Bonus bereits im Trockenen ...
Letzten Oktober war Tim Cook in China auf PR-Tour. Da hatte er seinen Bonus bereits im Trockenen ...
Bild: AP/Xinhua

Darum hat der Apple-Chef letztes Jahr massiv mehr kassiert

09.01.2019, 06:4009.01.2019, 07:16

Apple-Konzernchef Tim Cook hat im vergangenen Geschäftsjahr gut ein Fünftel mehr Gehalt bezogen. Der Top-Manager bekam 15.7 Millionen Dollar und strich damit 22 Prozent mehr Geld ein als im Vorjahr, wie Apple am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Damit steigerte er seine Einnahmen das zweite Jahr in Folge. Grund war vor allem ein zwölf Millionen Dollar schwerer Bonus, der mit dem Erreichen bestimmter Finanzziele verknüpft war.

Dazu sollte man wissen, dass Apples Geschäftsjahr 2018 am 29. September 2018 endete, mit Rekordzahlen. Den Jahresumsatz konnte das Unternehmen um 16 Prozent auf 266 Milliarden Dollar steigern, begleitet von einem Gewinnwachstum von 23 Prozent auf stolze 60 Milliarden Dollar, wie die NZZ schrieb.

«Produkt-Pipeline» noch nie besser, verspricht Cook

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres, den Monaten Oktober, November und Dezember 2018, lief es dem iPhone-Hersteller weniger gut als prognostiziert. Apple hat Anfang Januar die Aktionäre mit einer seltenen Senkung der Umsatzprognose nervös gemacht.

Insbesondere die Sorge vor schwächeren iPhone-Verkäufen in China, die auch mit dem Handelsstreit zwischen den beiden weltweit grössten Volkswirtschaften zu tun haben könnten, brachten Apple an der Börse zeitweise stark unter Druck.

In einem am Dienstag ausgestrahlten Interview des US-Finanzsenders CNBC bemühte sich Cook nun, grössere Bedenken zu zerstreuen. Die Märkte reagierten kurzfristig «recht emotional», antwortete er auf eine Frage nach den jüngsten Kursverlusten der Aktie. Apples «langfristige Gesundheit» und die «Produkt-Pipeline» seien jedoch nie besser gewesen, so Cook. Auch hinsichtlich der Gespräche zwischen den USA und China im Handelsstreit sei er «sehr optimistisch».

Am Dienstag kündigten die Konkurrenten Samsung und LG Electronics noch massivere Gewinnrückgänge an.

Der 58-jährige Apple-Chef, der sich als erster CEO eines grosses US-Unternehmens als Homosexueller geoutet hatte, will grosse Teile seines privaten Vermögens für wohltätige Zwecke spenden, wie er schon früher ankündigte.

(dsc/sda/dpa)

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