Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Apple's Stephen Chick displays the CarPlay program at the Worldwide Developers Conference in San Francisco, California in this June 2, 2014 file photo. First there were TVs, then smartphones, but as those two markets mature the world's top screen makers are looking to the auto sector to drive future growth, with car display volumes expected to almost triple by 2018. Manufacturers like South Korea's LG Display Co Ltd and Samsung Display are eager to boost their exposure to the sector, which promises bigger and more stable margins than their mainstay mobile and TV businesses. REUTERS/Robert Galbraith/Files (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY TRANSPORT) Ferrari

Gibt es bald ein Apple-Auto? Bild: ROBERT GALBRAITH/REUTERS

Höhepunkt der Spekulationen

Projekt «Titan»: Apple arbeitet offenbar an einem Elektroauto

Apple entwickelt nach einem Zeitungsbericht ein Auto mit Elektroantrieb. Das gewöhnlich sehr gut informierte «Wall Street Journal» schrieb am späten Freitag, mehrere 100 Beschäftigte arbeiteten daran in einem geheimen Labor in Kalifornien.



Apple-Chef Tim Cook habe das Projekt mit dem Codenamen «Titan» vor knapp einem Jahr gebilligt, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. Es werde von Apple-Veteran Steve Zadesky geleitet, der schon an iPod und iPhone mitgearbeitet habe und einst bei Ford gewesen sei.

Zunächst werde an einem Design gearbeitet, das einem Minivan ähnlich sehe, berichtete das «Wall Street Journal». Es könne sein, dass Apple sich gegen die Fortführung des Projekts entschliesse, hiess es einschränkend.

Team mit bis zu 1000 Leuten

Zudem ist Apple bekannt dafür, viele Prototypen zu testen, die nicht zu Produkten werden. Allerdings schrieb die Zeitung auch, Zadesky dürfe ein Team von bis zu 1000 Leuten aufbauen. Bei dieser Dimension wäre es ein sehr ernsthaftes Projekt.

Stunden zuvor hatte am Freitag die «Financial Times» berichtet, Apple heuere Autoingenieure an und ein geheimes Team aus Dutzenden Mitarbeitern arbeite an «automobilen Produkten». 

Höhepunkt der Spekulationen

Es ist der Höhepunkt mehrtägiger Spekulationen über ein mögliches Apple-Auto. Sie gingen los, als bekannt wurde, dass ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten von Apple geleast wurde. 

Zunächst wurde vermutet, dass Apple Aufnahmen für seinen Kartendienst mache. Doch nach und nach nahmen in den Berichten Hinweise auf ein Autoprojekt zu. Apple-Manager seien nach Österreich geflogen, um sich mit Auftragsfertigern zu treffen, unter anderem mit Magna Steyr, schrieb das «Wall Street Journal». Apple hoffe, das Geschäft mit Elektroautos ähnlich zu prägen wie einst den Smartphone-Markt mit seinem iPhone, wurde eine der Quellen zitiert. 

Die Entwicklung eines Autos dauert mehrere Jahre und verschlingt viel Geld. Aktuell erforsche das Team unter anderem verschiedene Metalle und andere Materialien für die Autoproduktion. Apple kann sich auch teure Experimente leisten: Der Konzern sitzt auf einem Geldberg von 178 Milliarden Dollar und fährt vor allem dank dem Erfolg des iPhone einen Milliardengewinn nach dem anderen ein.

Kein selbstfahrendes Auto

Apple entwickelt die Software CarPlay für eine bessere Integration des iPhones in die Unterhaltungsanlagen von Autos. Nach Darstellung der «Financial Times» wiesen einige Neueinstellungen aber darauf hin, dass die Ambitionen darüber hinaus gehen könnten. Zu den von Apple angeheuerten Mitarbeitern gehörten auch Autodesigner und Spezialisten für Fahrzeugdynamik, hiess es unter Berufung auf informierte Personen.

Bekannt ist, dass der Chef des kalifornischen Entwicklungszentrums von Mercedes, Johann Jungwirth, bereits im vergangenen September zu Apple wechselte. Laut seinem Profil beim Karrierenetzwerk LinkedIn geht es in seinem neuen Job aber um die Entwicklung von Mac-Systemen. 

Der Internetriese Google arbeitet schon lange an der Technologie für selbstfahrende Autos und stellte im vergangenen Jahr ein erstes Fahrzeug aus eigener Entwicklung vor. Es ist ein Zweisitzer mit Elektroantrieb, der komplett vom Computer gesteuert werden und ganz ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll. Google erklärt, man wolle damit den Verkehr in den Städten revolutionieren. Für Apple sei ein selbstfahrendes Auto hingegen aktuell nicht Teil der Pläne, schrieb das «Wall Street Journal». (egg/sda/dpa)

Das sind die ersten Twitter-Reaktionen:

Alles unklar, soweit: «Apple arbeitet vielleicht wirklich sicher an einem Auto.»

Wie wird der iCar funktionieren? «Wenn du dein iPhone mit dem Apple Car synchronisierst, wird Siri automatisch zur nervigen Mitfahrerin.»

Vom Ur-Mac bis zum iMac

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kommentar

Wer glaubt, SwissCovid sei eine Spionage-App, hat diese Tweets noch nicht gesehen

Seit Donnerstag steht die Corona-Warn-App SwissCovid offiziell zum Download bereit. Anders gesagt: Nun sind WhatsApp-Gruppen-Benachrichtigungen nicht mehr die schlimmsten Notifications...

Die Schweizer Corona-Warn-App SwissCovid ist endlich am Start. Sie soll mithelfen, eine potenzielle zweite Corona-Welle möglichst flach zu halten. Mit der vom Bund lancierten App sollen Covid-19-Infektionen rasch erkannt und Ansteckungsketten nachverfolgt werden können.

Die Nutzung der Corona-Warn-App geschieht anonym und sie greift zu keinem Zeitpunkt auf den Standort zu. Da alle sensitiven Informationen stets auf dem eigenen Smartphone bleiben, sprich nicht auf einem fremden Server zentral …

Artikel lesen
Link zum Artikel