Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The Ocean Cleanup präsentiert sein Säuberungs-System 001/B, das im Great Pacific Garbage Patch Abfälle sammelt. (zVg)

Müll automatisiert aus dem Pazifik fischen? Kennen viele. Aber was ist mit dem Protein, das aus Luft und erneuerbaren Energien hergestellt wird? Bild: EPA

Das sind die 10 spannendsten Tech-Ideen im Kampf gegen die Klimakrise

Die Zeit im Kampf gegen die Klimakrise drängt: Die Menschheit muss handeln, soll der Planet auch in Zukunft bewohnbar bleiben. Dabei helfen können Erfindergeist und Ingenieurskunst. Ein Überblick über die zehn spannendsten Ideen.



Ein Artikel von

T-Online

Die Klimakrise ist weder Mythos noch Verschwörungstheorie – sie ist Fakt. Und wird vom Menschen beeinflusst. Darin sind sich Wissenschaftler weltweit einig. Erderwärmung, Umweltzerstörungen und der steigende Meeresspiegel bedrohen schon heute Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.

Findet die Staatengemeinschaft nicht schnell Antworten auf diese Probleme, sind die Folgen für den Planeten und die menschliche Zivilisation nur schwer abzuschätzen. Weltweit tüfteln Forscher und Unternehmer deshalb an technischen Lösungen, um die grösste Krise unserer Zeit zu bewältigen.

Die Zeit im Kampf gegen die Klimakrise drängt: Die Menschheit muss handeln, soll der Planet auch in Zukunft bewohnbar bleiben. Dabei helfen können Erfindergeist und Ingenieurskunst. Ein Überblick über die zehn spannendsten Ideen, die die Erde retten sollen.

Die wichtigsten Fakten zur Klimakrise

Der CO2-Filter

Das Schweizer Unternehmen Climeworks hat es geschafft, mit einer technologischen Neuentwicklung das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus der Luft zu filtern. Das Unternehmen betreibt bereits 14 aktive Anlagen.

Das gefilterte und konzentrierte CO2 wird weiterverkauft:

ZUR INBETRIEBNAHME DER CO2-FILTERANLAGE DER FIRMA CLIMEWORKS SENDEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 31. MAI 2017, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- CO2 capture plant of the company Climeworks at the waste incineration plant KEZO Kehrichtverwertung Zuercher Oberland in Hinwil, Canton of Zurich, Switzerland, on May 5, 2017. Climeworks sells and transports the CO2 to the neighbouring company Gebrueder Meier Primanatura AG, which uses it for their greenhouses. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Climeworks-Anlage bei der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland in Hinwil. archivBild: KEYSTONE

Climeworks hat ein Pilotprojekt in Island gestartet, bei dem das Treibhausgas unterirdisch als Mineral eingespeichert wird. Dazu bietet das Unternehmen auch der Bevölkerung die Möglichkeit, ihren CO2-Fussabdruck – beispielsweise entstanden durch das Reisen – zu reduzieren.

Mit einer monatlichen Zahlung können Verbraucher das Projekt unterstützen, indem jährlich ein gewisser Teil des in Island erzeugten Kohlenstoffdioxids im Boden eingespeichert wird. Für sieben Euro im Monat lagert die Anlage jährlich 85 Kilogramm des Gases ein.

Für die kommenden Monate plant das Unternehmen mit Hilfe von Investoren, die kommerzielle Nutzung der CO2-Speicherung voranzutreiben. Weitere Firmen, die an einer ähnlichen Technologie arbeiten, sind Carbon Engineering mit einer Pilotanlage in Kanada und das US-amerikanische Unternehmen Global Thermostat.

Kraftstoff aus CO2 und Öko-Strom

In Deutschland tüfteln Ingenieure an Alternativen zu herkömmlichen Kraftstoffen. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich aus CO2 und Strom in einem mehrstufigen Elektrolyse-Prozess synthetischer Kraftstoff herstellen lässt. 

Bei dem Verfahren wird aus der Luft Kohlenstoffdioxid herausgefiltert und anschliessend mit Hilfe elektrischer Energie in synthetisches Öl umgewandelt. Das Endprodukt soll dann als Treibstoff für Flugzeuge oder Kraftfahrzeuge genutzt werden können.

Bild

Die Power-to-Liquid-Anlage vom Karlsruher Institut für Technik: Wenn alles nach Plan läuft, rechnen die Forscher damit, schon in ein paar Jahren grosse Mengen Treibstoff aus CO2 herstellen zu können. bild: Patrick Langer / KIT

Die sogenannte «Power-to-Liquid-Anlage» wurde für den dezentralen Einsatz konzipiert. So soll sich die Anlage überall dort aufstellen lassen, wo Solar-, Wind- oder Wasserenergie vorhanden ist. Der umweltbelastende Transport von erneuerbaren Energien zu einer zentralen Stelle kann damit vermieden werden. Wird dann bei der Herstellung Ökostrom aus Solar- oder Windenergie genutzt, ist die Bilanz des CO2-Ausstosses gleich null.

Bis das Verfahren allerdings im grossen Stil angewendet werden kann, wird es noch dauern. In der derzeitigen Versuchsanlage ist die Produktionsmenge auf lediglich zehn Liter beschränkt. In der zweiten Generation, so versprechen die Forscher, sind schon bis zu 200 Liter am Tag möglich. In der dritten Generation soll die Anlage dann eine Tagesproduktion von bis zu 2'000 Litern schaffen. 

Luftblasen für saubere Meere

Täglich landen 1140 LKW-Ladungen Müll in den Weltmeeren – dagegen will «The Great Bubble Barrier» etwas tun: Das niederländische Start-up im Norden von Amsterdam hat sich zum Ziel gesetzt, Flüsse mit einem Luftblasensystem von Plastikmüll zu befreien und so zu verhindern, dass dieser weiter in die Meere strömt.

Wie funktioniert das Luftblasensystem? Eine Röhre mit nebeneinander liegenden Löchern wird auf dem Grund des Flusses befestigt. Die durch die Röhre strömende Luft lässt Bläschen aus den Löchern in Form einer Blasenwand aufsteigen. Dadurch wird Kunststoff unter der Wasseroberfläche nach oben transportiert. Die diagonal zum Fluss angebrachte Barriere führt dazu, dass der Fluss den nun an der Oberfläche treibenden Müll an den Rand trägt. Dort kann er eingesammelt werden.

Bild

Der Müll wird über ein diagonal angebrachtes Luftblasensystem in eine Sammelstelle umgelenkt. Fische und Schiffe können ungehindert passieren. grafik: The Great Bubble Barrier

Basierend auf den Ergebnissen des Pilotprojekts am Deltares-Forschungsinstitut wurde berechnet, dass die «Great Bubble»-Barriere ungefähr 70-80 Prozent des schwimmenden Kunststoffs auf der Oberseite und 50 Prozent des Kunststoffs unter Wasser erfasst. Es werden Kunststoffe wie Granulat und Styropor ab einer Grösse von einem Millimeter abgefangen.

In einem weiteren Pilotprojekt in Wervershoof untersucht das Start-up nun, ob und wie auch Mikroplastik mit einer Grösse von 0.02 bis 0.5 Millimetern aufgehalten werden kann.

Müllsammelstelle im Ozean

Der Müll in den Ozeanen zirkuliert zum grossen Teil in fünf Meeresströmungen. Mit der Zeit zersetzt er sich dort in Mikroplastik und kann so noch leichter von Meeresbewohnern aufgenommen werden – und letztlich auch wieder auf unseren Tellern landen.

Mit diesem Wissen hat The Ocean Cleanup, ein niederländisches Non-Profit-Unternehmen mit Hauptsitz in Rotterdam, ein System entwickelt, das den Müll zusammentreibt. Die Technologie wurde zum ersten Mal 2018 und 2019 am «Great Pacific Garbage Patch» eingesetzt. Das grösste Müllfeld der Ozeane befindet sich im Pazifik und ist laut einer Studie dreimal so gross wie Frankreich.

Wie funktioniert das System? Da eine aktive Reinigung für die Grösse der Gewässer fast unmöglich, zu kostspielig und aufwändig wäre, wird ein passives Sammelsystem eingesetzt: Es besteht aus einem langen Schwimmer für den Auftrieb und einer darunter hängenden Schürze, die verhindert, dass der Müll unten durch schwimmt. Das Reinigungssystem hat die Form eines Fallschirms und schwimmt so mit der Strömung, um den Müll darin zu sammeln. Ist der Müll zusammengetrieben, kann er abtransportiert werden.

Für das 2013 gegründete Unternehmen arbeiten 80 Ingenieure, Wissenschaftler und Computerspezialisten. Für 2020 ist ein optimiertes Sammelsystem geplant – so soll etwa die Langlebigkeit des Systems verbessert werden. Aus dem in diesem Jahr eingesammelten Plastik sollen nun Produkte hergestellt werden, deren Erlöse in die Weiterentwicklung des Unternehmens fliessen.

Ein neues System, genannt «Interceptor», soll Plastikmüll in den Flüssen reduzieren. Zwei Pilotprojekte laufen aktuell in Klang River in Selangor, Malysia und im Cengkareng Drain in Jakarta, Indonesien. Zukünftig sollen die 1'000 grössten Flüsse weltweit von dieser neuen Müllsammelanlage profitieren.

«The Ocean Cleanup» setzt sich ausserdem zum Ziel, bis 2040 bis zu 90 Prozent des an der Oberfläche treibenden Plastikmülls aus den Ozeanen zu entfernen.

Dieses Wasserrad frisst Müll and twittert darüber

abspielen

Video: watson

Plastikflaschen für den ÖV

Ein Einwegpfand für Plastikflaschen gibt es bisher nur in Deutschland und in Skandinavien. Einige Städte in anderen Regionen ahmen das Prinzip nun nach – und investieren gleichzeitig in den Nahverkehr.

Wer in Istanbul, Rom, Surabaya, Peking oder einigen Orten in Australien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will, kann PET-Flaschen gegen ein Ticket, einen Geldbetrag oder sogar Hundefutter eintauschen.

Der schwimmende Bauernhof

Der Meeresspiegel steigt, die Weltbevölkerung wächst und die Städte werden immer voller. Schon in 2050, so schätzt die Uno, werden fast 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Fruchtbares Ackerland wird immer weniger und ist schon jetzt ein kostbares Gut. Angesichts dessen braucht es Lösungen, um auch zukünftig die Weltbevölkerung ernähren zu können. Im Hafen vom Rotterdam schwimmt seit diesem Jahr eine mögliche Alternative. Richtig, schwimmt – und zwar ein autark agierender Bauernhof, inklusive 40 Kühe.

Mit ihrem Pilotprojekt «Floating Farm» hat das niederländische Ehepaar Minke und Peter van Weingerden einen Weg gefunden, sonst landwirtschaftlich unbrauchbare Wasserflächen nutzbar zu machen. Damit könne man, so hoffen die Initiatoren, die Produktionskette für Nahrungsmittel weniger anfällig für klimatische Veränderungen machen. Ebenso werden dadurch Lebensmittel nachhaltig und nah am Konsumenten produziert – ohne lange Transportwege und mit so wenig Abfällen wie möglich.

In this photo taken Monday, June 24, 2019, one of the inhabitants of a futuristic three-storey floating dairy farm moored in Rotterdam harbour, Netherlands.  The floating farm has one robot that milks the cows, another that automatically scoops up the manure, and a roof designed to collect rain water, making it a sustainable inner-city producer of dairy foods aimed at feeding the increasing populations within world cities according to the small holding farmer Peter van Wingerden.(AP Photo/Mike Corder)

Milch vom Schiff: Eine dreistöckige Floating Farm im Hafen von Rotterdam. Bild: AP

Die schwimmende Molkerei arbeitet überall da, wo es möglich ist, nach einem zirkulären und nachhaltigen Prinzip. Das soll Ressourcen schonen. So liefern schwimmende Solarpanel den Strom und aufgefangenes und aufbereitetes Regenwasser tränkt die Tiere. Das Futter für die Rinder kommt direkt aus der Umgebung: Kartoffelschalen aus der Pommesproduktion, Körnerreste aus Windmühlen, Produktionsabfälle aus der örtlichen Brauerei  oder gemähtes Gras vom Fussball- oder Golfclub. Der Mist der Kühe wird automatisch abgepumpt und als Dünger an Abnehmer aus der Region weitergegeben. 

Das Tierwohl ist den Erfindern ebenfalls wichtig: Die Kühe können sich frei bewegen und hinlegen, selbst eine automatische Massagebürste steht den Kühen bereit. Sie können sogar entscheiden, wann sie von einem vollautomatisierten Melkroboter gemolken werden. Knapp 800 Liter Milch werden so am Tag produziert, die noch auf der Farm weiterverarbeitet werden. Neben der Milch soll die Farm auch Bildung produzieren: Schulklassen können in Führungen auf der Farm mehr über Landwirtschaft und Nachhaltigkeit lernen.

Insekten als Tierfutter

In Teilen Asiens oder Afrikas gehören sie schon längst zum Speiseplan: Insekten. Sie sind der perfekte Eiweisslieferant und belasten die Umwelt viel weniger als die Produktion von Fleisch oder der Anbau von Soja. Experten attestieren Insekten das Potential, die schnell wachsende Menschheit zukünftig ernähren zu können. Doch bis sich der westliche Gaumen an die Krabbeltiere gewöhnt hat, wird es wohl noch dauern.

Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, Insekten in der Nahrungsmittelproduktion einzusetzen – und zwar als Tierfutter. Insekten brauchen wenig Platz und Futter, wachsen schneller und sind proteinreich – ihr durchschnittlicher Proteinanteil bezogen auf ihre Trockenmasse liegt bei 35 bis 61 Prozent. Zum Vergleich: Das meist in der Tierzucht verwendete Sojaschrot hat einen Proteingehalt von knapp 45 Prozent. Als alternative Futterquelle können Insekten einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Produktion von Fisch, Fleisch und Eiern leisten und perspektivisch sogar Soja als Futtermittel ersetzen. 

mehlwürmer insekten essen food fernost asien wäh

Frititierte Insekten – in Asien beliebt. Bild: shutterstock

Zwar sind Insekten wie Mehlwürmer in Europa noch nicht als Futtermittel – etwa für die Schweine- und Hühnerzucht – zugelassen. Es wird jedoch erwartet, dass die EU dieses Verbot in Kürze aufhebt. An Fische und Haustiere dürfen Insekten bereits verfüttert werden. Grund genug, um schon jetzt in die Zukunft zu investieren. Eine Reihe von Unternehmen hat dieses Potential frühzeitig erkannt. So hat die niederländische Firma Protix dieses Jahr nach eigenen Angaben eine der grössten Insektenfarmen Europas eröffnet.

Produziert wird nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. So gibt das Unternehmen an, pflanzliche Nahrungsmittelreste als Futter für die Insekten zu verwenden, die dann wiederum als Tierfutter verwendet werden. Jetzt geht es für das Unternehmen darum, Erfahrungen in der Insektenzucht im industriellen Massstab zu sammeln – etwa ob Krankheiten auftreten oder der Einsatz von Medikamenten notwendig wird. 

Wir haben die «Insect Balls» gekostet, damit du nicht musst

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

So landet CO2 auf dem Teller

Ein altes Sprichwort besagt, es sei unmöglich, allein von Luft und Liebe zu leben. Das finnische Start-up Solar Foods behauptet nun, zumindest den ersten Teil des Sprichworts widerlegen zu können. Die Firma hat ein Verfahren entwickelt, mit dem tatsächlich aus Luft – genauer gesagt aus dem in der Luft enthaltenen CO2 – Nahrungsmittel hergestellt werden können. Was nach Science-Fiction klingt, wird, so behaupten die Entwickler, schon bald millionenfach auf unseren Tellern landen.

Solein heisst das von den finnischen Wissenschaftlern entwickelte Proteinpulver, das aus Luft und erneuerbarem Strom hergestellt wird. Den Prozess beschreiben die Erfinder folgendermassen: Aus Luft wird CO2 gewonnen, das mit Wasserstoff-oxidierenden Bakterien, Stickstoff, Mineralien und Wasser in Verbindung gebracht wird. Das Wasser wird dann mit Hilfe von Solarstrom aufgespalten. Der daraus entstehende Wasserstoff dient als Futter für die Bakterien. Durch natürliche Fermentation entsteht als Resultat das Proteinpulver. Diesen Prozess vergleicht Solar Foods mit der Produktion von Hefe- oder Milchsäurebakterien.

Bild

Läuft alles nach Plan, wollen die Entwickler ihr Produkt Ende 2021 auf den Markt bringen. Ein Jahr später wollen sie bis zu 2 Milliarden Mahlzeiten mit ihrem Proteinpulver herstellen. bild: SolarFoods

Das Pulver ähnelt in Geschmack und Aussehen Weizenmehl – wie dieses soll es sich auch verarbeiten lassen. Das CO2-Mehl besteht zu über 50 Prozent aus Eiweiss, bis zu 25 Prozent aus Kohlenhydraten und zu fünf bis zehn Prozent aus Fett. Durch den neutralen Geschmack und dem gleichzeitig hohen Nährwertgehalt verspricht sich Solar Foods, ihre Erfindung in einer Vielzahl von Lebensmitteln einsetzen zu können.

Ob Solar Foods mit dem Proteinpulver aus CO2 wirklich das globale Ernährungsproblem lösen kann, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Für die Herstellung werden keine Ackerflächen benötigt. Zudem werden im Vergleich zur industriellen Soja- oder Fleischherstellung viel weniger Ressourcen verbraucht. Das Unternehmen plant, sein Produkt 2021 auf den Markt bringen zu können. Bis dahin soll das Pulver als neuartiges Lebensmittel in der EU und weltweit genehmigt werden. Läuft alles nach Plan, will das Unternehmen bereits in zwei Jahren über 50 Millionen Mahlzeiten mit Solein produzieren.  

Erstes E-Passagierflugzeug

Am 10. Dezember 2019 – 116 Jahre nach dem ersten Flug einer Motorenmaschine der Gebrüder Wright – wurde die nächste Ära der Fluggeschichte eingeläutet.

Das erste nur mit Batterien betriebene Passagierflugzeug der Seeluftfahrtgesellschaft Harbour Air absolvierte erfolgreich seinen Jungfernflug: Sieben Minuten flog das nachgerüstete Wasserflugzeug über den Fraser River südlich der kanadischen Stadt Vancouver. Der Sechssitzer hat einen von einer australischen Firma entwickelten, voll elektrischen Motor mit über 750 PS.

epa08063318 A handout photo made available by Harbour Air Group shows the first flight of World's First Commercial Electric Airplane in Vancouver, Canada, 10 December 2019 (issued 11 December 2019). The e-plane is a 62-year-old, six-passenger DHC-2 de Havilland Beaver seaplane retrofitted with a 750hp electric magni500 propulsion system and was piloted by Greg McDougall, founder and chief executive of Harbour Air.  EPA/Harbour Air Group HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Vielbeachteter Elektro-Wasserstart in Vancouver, Kanada, im vergangenen Dezember. Bild: EPA

Bis der Motor in der Masse eingesetzt werden kann, fehlen noch weitere Tests und letztlich die Genehmigung. Harbour Air hat es sich jedoch zum Ziel gesetzt, die erste ausschliesslich elektrisch angetriebene Flugzeugflotte der Welt zu betreiben.

Aufforstung mit Hilfe von Drohnen

Jedes Jahr werden mehr Bäume gerodet, oder fallen Waldbränden und anderen Naturkatastrophen zum Opfer, als neue nachwachsen können. Seit 2001 hat die Erde 361 Megahektar Waldfläche verloren – das ist in etwa die zehnfache Fläche Deutschlands. Dabei können gerade Wälder, die natürlicherweise CO2 binden, ein Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise sein. Eine Studie der ETH Zürich kam zu dem Ergebnis, dass gut zwei Drittel der vom Menschen verursachten Emissionen durch intensive Aufforstung aufgefangen werden könnten. 

Dafür müssten allerdings 1.2 Billionen neue Bäume gepflanzt werden. Und das auf einer Fläche, die in etwa der USA und China zusammengenommen entspricht. Mit herkömmlichen Methoden ein kaum zu schaffendes Unterfangen. Eine Reihe von Start-ups arbeitet deswegen an technischen Lösungen, mit denen sie die Aufforstung beschleunigen wollen.

So plant das britische Unternehmen Dendra Systems mit Hilfe von Drohnen, 100'000 Bäume am Tag zu pflanzen. Die Aufforstung funktioniert so: Eine erste Drohne scannt das Gebiet, auf dem später die Bäume wachsen sollen. Dabei sammelt sie Daten – etwa zur Beschaffenheit des Bodens und der Vegetation – und erstellt ein 3D-Abbild des Gebiets. Ein Algorithmus berechnet dann Flugroute und Bepflanzungsplan, die als Blaupause für andere Drohnen dienen. Ausgerüstet mit Baumsamen, die in biologisch abbaubaren Kapseln verpackt sind, überfliegen diese dann im Schwarm das Gebiet und schiessen die Samen im Tiefflug genau dort in den Boden, wo neue Bäume wachsen sollen.

Bis die neu gepflanzten Wälder ihr volles CO2-Speicherpotential ausschöpfen können, wird einige Zeit vergehen. Die Forscher der ETH Zürich schätzen, dass es theoretisch zwischen 50 und 100 Jahre dauere, bis die aufgeforsteten Wälder ihre volle Wirkung entfalten und bis zu 200 Milliarden Tonnen CO2 aufnehmen können. Als Allheilmittel im Kampf gegen die Klimakrise ist Aufforstung deshalb nicht zu verstehen. Dennoch kann sie, zusammen mit anderen technologischen Lösungen, schon heute ein wichtiges Puzzleteil im Kampf gegen die Klimakrise sein.

Quellen

(loe/blu/t-online.de)

Faktencheck: Die 9 beliebtesten Aussagen der Klimaskeptiker

Samuel Weber spendet Pflanzen

Play Icon

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Für Weihnachten: So begegnest du den «Fakten» deines Onkels, dem Klimawandel-Skeptiker

Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

286
Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

212
Link zum Artikel

Für Weihnachten: So begegnest du den «Fakten» deines Onkels, dem Klimawandel-Skeptiker

480
Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

14
Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

222
Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

53
Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

175
Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

23
Link zum Artikel

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

286
Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

212
Link zum Artikel

Für Weihnachten: So begegnest du den «Fakten» deines Onkels, dem Klimawandel-Skeptiker

480
Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

14
Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

222
Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

53
Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

175
Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

23
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

170
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
170Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SUV-Fahrer 10.01.2020 11:39
    Highlight Highlight Thermische Solarkraftwerke in Wüsten und oder Berglandschaften mit Power-to-X Technologie sind das einzige, was uns wirklich helfen wird. Politik müsste mit den Ländern Deals eingehen, denn die arme Bevölkerung vor Ort könnte auch von dieser Technolohie profitieren. Das wäre nicht nur Umweltschutz sondern gleichzeitig Entwicklungshilfe. Herr Jordan: machen Sie endlich die von uns geklauten Miliarden locker und investieren Sie in diese Techniken!!
  • Antinatalist 10.01.2020 06:52
    Highlight Highlight ETH-Privatdozent Christoph Küffer hat's beim Tagi kurz gesagt: "Viele hoffen, dass wissenschaftlicher Fortschritt allein die Probleme wegzaubern wird. Doch das wird kaum möglich sein, schon gar nicht für die Milliarden Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die auch von den Versprechen der Konsumgesellschaft träumen. Technologische Innovationen und Digitalisierung werden Lösungen bringen, aber wir brauchen insbesondere auch soziale Innovationen*, also neue Formen des Zusammenlebens und des Wirtschaftens. Kurz: Wir brauchen Visionen für eine nachhaltige Gesellschaft."

    *Antinatalismus
    • DemonCore 10.01.2020 08:54
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass der ETH-Professor Antinatalismus gemeint hat.
    • Antinatalist 10.01.2020 23:06
      Highlight Highlight Er hat nicht erwähnt, was er gemeint hat. Er scheint da auf der Suche zu sein. Da kann man ihm ja Antinatalismus durchaus mal vorschlagen. Weil: einfach, effizient, nachhaltig.
  • Denverclan 09.01.2020 15:39
    Highlight Highlight Vielleicht erledigt die Natur unser Problem eines Tages mit links. Schliesslich haben wir kein Recht auf gleichbleibendes Klima...hatten wir noch nie, egal in welchen Abständen, es gab immer Veränderungen. Und ja, wir leben auf einem Feuerball und sind 100% der Natur ausgeliefert. Ok, wir könnten auch unser Atombombenarsenal zünden, dann ginge es schneller. Übrigens ist auch die Natur nicht perfekt, sie bringt es doch tatsächlich fertig, einen Trump zu zeugen. Oder tat sie dies zum Selbstschutz? Ich denke, wir zappeln hilflos am Faden. Was wir auch tun, wir tun nicht alle dasselbe. Naturgesetz
  • Turicum04 09.01.2020 11:18
    Highlight Highlight Es gibt nur EIN Mittel zur Bekämpfung des CO2 Ausstosses: Erdöl sofort verbieten! Kein Benzin, kein Heizöl mehr! Autos und Flieger bleiben stehen. Schlote versiegen! Pelzmantel anziehen, Bikes hervor nehmen.
    • dmark 09.01.2020 13:05
      Highlight Highlight Atem einstellen hast du vergessen...
    • Halb Wissen 09.01.2020 18:11
      Highlight Highlight Pelzmantel anziehen?
    • mystiker 09.01.2020 18:51
      Highlight Highlight und was ist mit der umweltverschmutzung des servers, der It-Infrastruktur?

      Nur weil der Computer kein Auspuff hat, heisst das noch lange nicht dass er sauber ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnurrli 09.01.2020 11:08
    Highlight Highlight Nr. 11: Speicherung von erneuerbarer Energie mittels Schwerkraft: Betonblöcke am Seil per Kran hochziehen und dann bei Bedarf wieder herunterlassen, um Strom zu erzeugen. Daran arbeitet gerade ein Tessiner Startup, siehe https://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/tessiner-startup-energy-vault_revolutionaere-methode-zur-speicherung-erneuerbarer-energie/45396114
    • phiwi80 09.01.2020 21:37
      Highlight Highlight Es geht hier darum Energie zu speichern.
  • SUV-Fahrer 09.01.2020 10:10
    Highlight Highlight Guter Artikel, Watson! Genau solche Dinge müssen vorangetrieben werden. Das dämliche Bashing von SUV's oder Fliegerei gibt nur böses Blut und nützt unterm Strich überhaupt nichts! Bringt mehr von den Technologien. Es ist erschreckend wie wenig die Bevölkerung und vorallem auch die Politiker über den Stand der Technik wissen.

    http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=2ahUKEwiM0KCGlfbmAhUTIMUKHdjCA6YQFjAFegQICxAC&url=http%3A%2F%2Fwww.sccer-hae.ch%2Fresources%2FWP_P2X%2FKober-et-al_2019_Weissbuch-P2X.pdf&usg=AOvVaw2G5WGv9cHFS4BXM6-GQhVf
    • Binnennomade 09.01.2020 11:20
      Highlight Highlight Mit den 85 Kilo CO2, die du für 7 Dollar pro Monat jährlich kompensieren kannst, kommst du mit deinem SUV nicht gerade weit..
  • rburri38 09.01.2020 09:49
    Highlight Highlight Schade eigentlich geht das Öl nicht früher mal prognostiziert bald aus. Dann würde die ganze Welt so abartig viel Geld in neue Technologien investieren, dass wir das Ziel locker erreichen würden.
  • Bufzgi 09.01.2020 09:29
    Highlight Highlight Top Artikel, danke!
  • Noblesse 09.01.2020 09:21
    Highlight Highlight Verstehe nicht, weshalb das Aufforstungsprogramm nicht weltweit und strukturierter daherkommt? Oder auch einfach mal das Formulieren der "WElTWEITEN GEZIELTEN AUFFORSTUNG" als eindeutiges "STRATEGISCHES ZIEL!".Am Geld kann es wohl nicht fehlen. Wir haben einfach auch massive Politikdefizite. Grosse Länder wie Russland, USA usw werden von Autokraten oder Idioten ( Australien)geführt, die den Klimawandel negieren. Bei uns werden die Grünen ausgesperrt. Die müssten wie in Österreich sofort staatstragend eingebunden werden. Das ist einfach auch stümperhaft!!
    • Antinatalist 11.01.2020 04:50
      Highlight Highlight Putin negiert den Klimawandel ja nicht.

      Politik wird von unten aufgerollt. Aber je bequemer das Volk (die Schweizer sind mit die bequemsten), umso schwächer der Widerstand.

      Bevor du auf die Russen, die Amerikaner, die Australier zeigst, zeige auf deine Mitbürger. Die fahren SUVs, wie kein anderes Volk der Erde. Die fliegen so oft, wie kein anderes Volk der Erde. Und sie zeigen so oft auf andere Völker, wie kein anderes Volk der Erde. Aber rühmen tun sie sich gerne, mit diesem zertifikaterkauften Inland-CO2-Aussstoss. Das Volk ist die Politik, nicht die Politik das Volk. Sein ein Rebell!
  • Hardy18 09.01.2020 09:20
    Highlight Highlight Zu Nr 1, was passiert, wenn der "Speicherplatz" plötzlich kaputt geht? Dann wird in einem kurzen Zeitraum soviel freigesetzt wie in den vergangenen Jahrzehnten... ich halte das Speichern (ausser natürlich z.B. Bäume) für keine gute Idee.
    Bekomme ich dann auch mein Geld wieder wenn mein CO2 verloren geht?Woran erkenne ich das es meins ist?

    Zu Nr 5, für den Anfang sicherlich eine gute Idee. Aber nachdem die Plastikflaschen aus der Umwelt verschwunden sind müssen neue her um günstig ein Ticket zu gekommen.Also werden die Kunden animiert, Plastik zu kaufen damit ihr Ticket günstig bleibt.
    🙄Mega
    • who cares? 09.01.2020 09:47
      Highlight Highlight Also kaufst du Pfandflaschen nur damit du nachher das Pfand zurück bekommst?
    • Binnennomade 09.01.2020 11:29
      Highlight Highlight Der Kohlenstoff wird als Mineral gespeichert und wird sich nicht einfach so in gasförmiges CO2 zurückverwandeln. Beim zweiten Punkt bin ich einverstanden, da wird wohl ein Fehlanreiz gesetzt.
    • Clank 09.01.2020 12:31
      Highlight Highlight Wenn Bäume brennen passiert ja genau dasselbe?
      Die besten CO2 Speicher sind und bleiben die Erdgase und Erdöle unter der Erde. Die sinnvollste CO2 Speicherung ist, dass man einfach unsere fossilen Treibstoffe unter der Erde lässt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • uhl 09.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Eine Folge des Klimawandels ist auch das Insektensterben. Und dann soll die Bevölkerung sich davon ernähren oder die Insekten als Tierfutter herhalten? Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass damit keine Probleme gelöst, sondern nur verlagert werden.
    • Hillman 09.01.2020 10:37
      Highlight Highlight Weisst du, wie einfach und mit wenigen Mitteln Insekten gezüchtet werden können? Übrigens ist das Züchten von Insekten auf Engstem Raum sogar tatsächlich "Artgerecht" respektive findet in der Natur genau so statt und ist nicht nur - wie bei der Massen-Säugetierhaltung- eine menschliche Interpretation davon.
  • Sarkasmusdetektor 09.01.2020 08:48
    Highlight Highlight CO2 aus der Luft filtern, in Kraftstoff umwandeln und wieder in die Luft pusten - das wird das Klima bestimmt abkühlen...
    Die Meere säubern ist gut, beeinflusst das Klima aber auch nicht.
    Und Kühe einfach auf dem Meer züchten ist doch auch nicht besser als an Land.
    Wenn das alles wirklich die besten Vorschläge sind, dann sehe ich schwarz.
    • Yunnan 09.01.2020 09:11
      Highlight Highlight Kraftstoff aus der Luft herzustellen, ist CO2-neutral, da ja nur die gleiche Menge freigesetzt wird, die vorher entzogen wurde. Und die Methode von Solar Foods ist wirklich revolutionär - die zur Nahrungsherstellung benötigte Fläche sei so ca. 10'000 mal geringer als bei herkömmlicher Landwirtschaft. Die frei gewordene Fläche kann aufgeforstet werden. Siehe auch diesen Artikel:

      https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jan/08/lab-grown-food-destroy-farming-save-planet
    • eldorak 09.01.2020 09:12
      Highlight Highlight Falsch.
      Die Ozeane sind für einen grossen Teil dafür verantwortlich, dass das Klima an verschiedenen Stellen der Erde eben so ist wie es ist.
      Wenn sich das Ökosystem dort stark ändert, dürfte das genauso einen Einfluss aufs Klima haben.
      CO2 ist nicht das Einzige, womit man das Klima beeinflussen kann.

      Zumal Treibstoff aus der Luft bezogen Klimaneutral ist. Natürlich hilft das was. Es stoppt eine weitere Verpestung und ermöglicht dadurch mehr Zeit. Es kann ja auch nicht immer alles von heute auf morgen geändert werden.
    • Z.enox 09.01.2020 09:25
      Highlight Highlight Machs besser... immer diese nörgler
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blaubar 09.01.2020 08:45
    Highlight Highlight „ Die Klimakrise ist weder Mythos noch Verschwörungstheorie – sie ist Fakt. Und wird vom Menschen beeinflusst. Darin sind sich Wissenschaftler weltweit einig. Erderwärmung, Umweltzerstörungen und der steigende Meeresspiegel bedrohen schon heute Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.“

    Wenn ich das lese, kommen bei mir, als rational einigermassen geschulten Menschen, so einige Fragezeichen bezüglich Logik auf.
    • Nuscheltier 09.01.2020 10:49
      Highlight Highlight Was entzieht sich denn deiner Logik?
    • äti 09.01.2020 11:07
      Highlight Highlight ... die wären?
    • Bruuslii 09.01.2020 12:17
      Highlight Highlight dann solltest du dich mit logikfachbüchern befassen, wenn es dir da an verständniss mangelt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • longus 09.01.2020 08:44
    Highlight Highlight wow Nahrung aus CO2? Wächst nicht jede Pflanze, also jedes Gemüse und jede Frucht mit CO2?
  • frohwanda 09.01.2020 08:42
    Highlight Highlight Aus CO2 Nahrung herstellen, das machen Pflanzen - angefangen bei der Photosynthese. So Science Fiction ist dieser Prozess nur, wenn man nicht verstanden hat, dass die Biomasse aus „Luft“ entsteht. Das Bahnbrechende ist aber natürlich, dass man das nun Nachahmen kann.
  • Bert der Geologe 09.01.2020 08:33
    Highlight Highlight Es sind derzeit knapp 7.8 Mia Menschen auf dem Planeten, die knapp 40'000 Millionen Tonnen CO2 Pro Jahr in die Atmosphäre befördern. Entweder ändern wir den Ausstoss pro Kopf, oder wir dezimieren drastisch die Anzahl Menschen. Für das Erste fehlt offenbar der globale Wille, das Zweite kriegen wir wohl eher hin. Technische Lösungen sind sicher gut und durchsetzbar, aber letztendlich Pflästerlis.
    • GrumpyDog 09.01.2020 08:57
      Highlight Highlight "...oder wir dezimieren drastisch die Anzahl Menschen." Möchtest du gleich den ersten Schritt machen? Oder soll das in anderen Regionen der Welt stattfinden?
    • Sarkasmusdetektor 09.01.2020 09:13
      Highlight Highlight Das Zweite kriegen wir auch nicht wirklich hin. Recherchier mal, um wieviel die Weltbevölkerung zwischen 1939 und 1945 gesunken ist. Du wirst staunen, sie ist gestiegen.
    • Do not lie to mE 09.01.2020 09:26
      Highlight Highlight Diese Frau äusserte einen Lösungsansatz
      "We need to eat the babies" bei einer Veranstaltung von Alexandria Ocasio-Cortez
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gianini92 09.01.2020 08:23
    Highlight Highlight Einfach damit allen mal bewusst wird wieviel 1.2 Billionen Bäume eigentlich sind:
    Würde man 100‘000 Bäume pro Tag pflanzen, dauert es über 30‘000 Jahre das Ziel zu erreichen. Somit ist das Projekt der sprichwörtliche Tropfen auf dem heissen Stein.
    Um das Ziel in einer halbwegs vernünftigen Zeit zu erreichen, sagen wir mal 20 Jahre, müssten täglich mehr als 160 Millionen Bäume gepflanzt werden...
    • Heinzbond 09.01.2020 09:10
      Highlight Highlight Nun wenn keiner anfängt die Bäume zu Pflanzen werden noch weniger wachsen...
    • maylander 09.01.2020 09:12
      Highlight Highlight Die Bäume können sich wenn die Bedingungen stimmen auch selber vermehren. Es geht dann beim ersten aussähen nur darum eine gesunde Stammpopulation anzupflanzen. Nachher kann und soll die Natur wieder übernehmen.
      Bei günstigen Bedingungen geschieht das Wachstum dann exponentiell. Ein einziger Baum produziert pro Jahr tausende Samen.

      Wenn man die Anzahl zu pflanzenden Bäume durch die Anzahl Menschen reicht es wenn jeder Mensch 100 Bäume pflanzt und denen in den ersten Jahren über die Runden hilft. Viel aber durchaus machbar.

    • Gianini92 09.01.2020 09:40
      Highlight Highlight @mylander Schade das es in der Realität leider nicht so einfach ist. Heute existieren 3 Billionen Bäume, trotz tausender Samen gibt es nächstes Jahr nicht >3 Billiarden davon.
      Ich habe selber schon im Rahmen eins Semesterprojekts ein Projekt in Myanmar durchgeführt zum Thema Aufforstung. In der Realität existieren leider unzählige Hürden. Auch grössere Projekte ua. der UN hatten keinen nennenswerten Erfolg in der Region.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 09.01.2020 08:09
    Highlight Highlight Dem Menschen geht es doch gar nicht um die Umwelt, die Tiere, die Fauna, Flora und Gletscher. Es geht ihm nur um sich, wie immer und überall. Klima schützen? Nö, sich selber schützen will er...egal wie, mit oder ohne Blumen. Übrigens die SUV‘s werden hauptsächlich von Frauen gesteuert, die ihre Kinder, welche ja auch für die Klimakrise (welch ein Wort) verantwortlich gemacht werden, zur und von der Schule weg transportiert. Und zur und von der Hundeschule, und zur und von der Migros usw. Übrigens ist das nur ein Detail am ganzen Wahnsinn in der kleinen Schweiz. Erstellt mal eine Liste. 🤔
    • GrumpyDog 09.01.2020 09:02
      Highlight Highlight Natürlich will der Mensch sich selbst schützen. Umweltdchutz ist schlussendlich der Schutz unserer eigenen Lebensgrundlagen. Den modernen Menschen gibt es seit ca. 200k Jahren. Das ist nichts auf der Skala der Entwicklung des Planeten. Die Flora und Fauna wird sich so oder so erholen. Die Frage ist mehr ob es mit oder ohne die Menschheit stattfinden wird.
    • genauleser 09.01.2020 16:43
      Highlight Highlight Denverclan, du hast die Quellenangabe zu deinen Aussagen zur SUV-Nutzung vergessen.
    • Denverclan 09.01.2020 18:44
      Highlight Highlight @genauleser: Eigene Augen, eigene Erfahrungen...nichts aus dem Internet Übernommenes. Viele eigene Erfahrungen sind wertvoller als vom Sofa aus zu urteilen...:-)))
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaskedGaijin 09.01.2020 08:07
    Highlight Highlight solche technische lösungen bringen uns weiter. nicht "flugscham" und städte, die populistisch den "klimanotstand" ausrufen.
    • Sarkasmusdetektor 09.01.2020 09:13
      Highlight Highlight Denke ich im Prinzip auch. Nur leider beeinflussen die meisten der aufgelisteten Massnahmen das Klima gar nicht.
  • Bosshard Matthias 09.01.2020 07:51
    Highlight Highlight Quelle Wikipedia die zeigt wer die grössten Verursacher sind und das ist definitiv nicht Europa wer Länder bereist braucht eigentlich auch keine Statistik den es ist offensichtlich.
    Benutzer Bild
    • D_M_C 09.01.2020 08:44
      Highlight Highlight Das ist kein Argument, nichts zu tun!
      Jedes Land muss seine Emissionen stark senken.

      PS: es ist relativ logisch, dass Länder mit grösserer Bevölkerungsanzahl für mehr Emissionen verantwortlich sind. Der Austoss pro Kopf sagt hier mehr aus.
    • solomon london 09.01.2020 08:49
      Highlight Highlight Ja und die Hälfte der Sachen die China produziert wird nach Europa und in die USA geliefert. Daher bringt es nichts einfach mit dem Finger nach China zu zeigen.
    • who cares? 09.01.2020 10:09
      Highlight Highlight Diese Zahlen sind gar nicht relevant. Was zählt ist der pro Kopf Ausstoss. Und dann wie bereits erwähnt muss man beachten, dass China viel für Europa produziert. Wir haben unseren CO2 Ausstoss einfach ausgelagert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus07 09.01.2020 07:45
    Highlight Highlight Das grösste Problem wird jedoch in keinem einzigen Satz angegangen. Dass ist das ungebrochene globale Beqvölkerungswschstum! Die UN (Abteilung für Bevölkerungsentwicklung) rechnet bis 2050 eine Weltbevölkerung von 9,6 Milliarden.
    • Gianini92 09.01.2020 08:37
      Highlight Highlight Eigentlich ist dieses Wachstum gerade dabei sich zu brechen. Der Anstieg den wir heute beobachten, ist va. auf die erhöhte Lebenserwartung zurückzuführen.
      Die Alterspyramide entwickelt sich zu einem Rechteck, ohne das die Basis breiter wird. Danach erwartet man eine stabile Entwicklung, was ca. 2050 der Fall sein wird.
    • solomon london 09.01.2020 08:54
      Highlight Highlight Doch das Problem wird angegangen im Moment, indem man in Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum mehr Bildung für Frauen anbietet, Verhütungsmittel einfacher und billiger zugänglich macht und die Kindersterblichkeit senkt. Dies hat in verschiedenen Ländern schon zu einer Abnahme des Bevölkerungswachstums geführt.
    • PC Principal 09.01.2020 08:54
      Highlight Highlight So Schlimm ist das gar nicht, da das Wachstum hauptsächlich in Ländern mit sehr geringem CO2 Ausstoss stattfindet.

      Die Fertilitätsrate ist sehr deutlich gesunken und wird bald Global auf unter 2 Kinder pro Frau sinken. Danach wird die Weltbevölkerung noch einige Jahrzehnte steigen wegen steigender Lebenserwartung und dann sinken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TomTomZH 09.01.2020 07:18
    Highlight Highlight Interessant sind auch Solid-State-Batteries die demnächst in Geräten verbaut werden. Angeblich sollten die im Vergleich zu derzeitigen Lithium-Ionen Batterien mindestens 3x länger halten.
    • rburri38 09.01.2020 09:38
      Highlight Highlight Wie ist es mit dem Gewicht und Materialien? Das sind ja nebst der Kapazität die grössten Probleme von Lithium-Ionen.
  • Casimir R. 09.01.2020 07:13
    Highlight Highlight gute übersicht! der strom für synthetischen kraftstoff könnten solarthermische kraftwerke liefern. nutzen könnte man den kraftstoff dann in linearen freikolbenmotoren. dann ist die co2 freie kette von der sonne auf die strasse oder von der sonne zum flug geschlossen.
  • Track 09.01.2020 07:13
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Schön, dass das ganze Thema auch wissenschaftlich angegangen wird und nicht nur ideologisch (so wie in den Kommentaren).
    Ich vermute aber trotzdem, dass die Überbevölkerung und nicht das CO2 zu unserem grössten Problem werden.
    • Andi Weibel 09.01.2020 11:24
      Highlight Highlight Auch: Die Geburtenrate sinkt weltweit massiv, so dass sich die Weltbevölkerung spätestens um 2100 stabilisieren und danch leicht abnehmen wird.
    • IZO 09.01.2020 22:49
      Highlight Highlight Geht Hand in Hand.
  • WID 09.01.2020 07:09
    Highlight Highlight Nr. 3-5 hat nichts mit Klimaproblem zu tun, trotzdem gute Projekte. Bitte ein wenig mehr Sorgfalt beim Erstellen der Artikel.
    • Heinzbond 09.01.2020 10:52
      Highlight Highlight Nun ich denke wiedergewonnenes Plastik, das wiederverwendet werden könnte ist ebenfalls fürs Klima interessant.
  • Auric 09.01.2020 07:07
    Highlight Highlight Respekt, jetzt ist als Plastikmüll der ins Meer geschwemmt wird auch schon ein Teil der Klimakrise?

    Hat schon mal jemand untersucht in wie weit der extreme CO2 Pegel die mentalen Fähigkeiten beeinflusst?
    • Jol Bear 09.01.2020 08:59
      Highlight Highlight In Wohnungen, Büros, Sitzungszimmern, Schulzimmern, Räumen, wo sich Menschen aufhalten und arbeiten, ist der CO2-Gehalt bei geschlossenen Fenstern sofort meist doppelt bis dreifach so hoch wie in der Luft draussen. Scheint kein wesentliches Problem zu sein.
    • Garp 09.01.2020 10:48
      Highlight Highlight Plastik im Meer kann sehr wohl stark zur Veränderung des Klimas beitragen. Plankton ist der grösste CO2 "Fresser" auf der Welt und unsere Lunge. Wird das Gleichgewicht der Meere durch Plastik gestört, kann das sehr grosse Auswirkungen auf das Klima haben.
  • Nuscheltier 09.01.2020 05:39
    Highlight Highlight Prima Artikel. Zu Punkt zwei, hat nicht die ETH erst gerade etwas ähnliches entwickelt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 09.01.2020 05:13
    Highlight Highlight Für unsere Rechtspopulisten hier, die sich immer benachteiligt fühlen, weist die nachfolgende Liste den CO2-Ausstoss nach Kontinent in Milliarden Tonnen aus. Klimasünder Nr. 1 sind die Europäer. 750 Millionen Menschen machen mehr Klimadreck als mehrere Milliarden Asiaten. Quelle: World in our Data
    Benutzer Bild
    • Antinatalist 09.01.2020 05:48
      Highlight Highlight Ich muss noch anmerken:

      Europa = enthält alle EU- und Nicht-EU-Staaten
      Amerika = enthält Nord- und Südamerika
      Asien = enthält alle asiatischen Staaten inkl. Mittlerer Osten und den Pazifik-Staaten, also auch Australien.
    • [CH-Bürger] 09.01.2020 06:59
      Highlight Highlight @Antinatalist:
      grundsätzlich gehe ich mit Deiner Argumentation einig. Einziger Haken: denkst Du nicht auch, dass der Hauptgrund für die Differenz im pro-Kopf-Ausstoss der unterschiedliche Lebensstandard ist?
      die Asiaten (hauptsächlich Chinesen) sind hier mächtig am aufholen => ich vermute, in 2-3 Jahren wird diese Grafik anders aussehen...
      der pro-Kopf-Ausstoss in China lag 2000 bei 30% desjenigen der Schweiz. Bis 2018 hat er sich in China hingegen verdreifacht, während er in der Schweiz stagnierte:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf
    • Nony 09.01.2020 07:26
      Highlight Highlight Ach die Grafiken
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 09.01.2020 05:04
    Highlight Highlight Um das CO2, das wir seit 1850 zusätzlich in die Atmosphäre bliesen wieder zu entfernen und sicher zu lagern brauchen wir ungefähr soviel Energie wie wir daraus gewannen. Alleine für Rohöl und seine Derivate entspricht das etwa der Leistung von 300 KKW à 1000 MW die 1800 Jahre lang laufen. Einfach für die, die denken das Problem lasse sich husch husch lösen.

    Wald: nette Idee, aber utopisch. Insgesamt bräuchte es um die 4.5 Billionen Bäume auf einer Fläche von 1.8 mrd Hektaren. Wo? Wasser? Und auch nur unter der Annahme, das sonst nichts gerodet wird / verbrennt / verfault.
    • Antinatalist 09.01.2020 05:56
      Highlight Highlight Der Spruch "Vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen." lautet neu "Vor lauter Menschen den Wald nicht mehr sehen."

      Bäume zu pflanzen ist eine Werbeaktion. Ganz abgesehen davon, dass der Mensch damit allfällig noch intakte Ökosysteme gänzlich zerstört. Dasselbe gilt für Geoengineering. Die Umwelt ist inzwischen ein Flickenteppich, wobei die Flicken gar nicht mehr ausreichen, um die Löcher zu stopfen.

      Es gibt nur die sofortige "Nullemission". Das heisst kompletter Wirtschaftsstillstand. Die Alternative... ach, lassen wir's. Wissen ja alle, was ich jetzt sagen will.

      Einsicht, weisser Mensch?
    • DemonCore 09.01.2020 06:51
      Highlight Highlight Nein eben nicht, ausser man will das Problem gar nicht richtig lösen. Die Lösung heisst möglich wenig zu emittieren (CO2 besteuern) und die effizienteste CO2 Entfernungstechnik einzusetzen, bis wir von >400 ppm wieder auf <280 ppm sind. Was auch immer diese CO2 Entfernungstechnik sein wird, sie wird gewaltige Mengen an Energie benötigen.
    • NathanBiel 09.01.2020 07:20
      Highlight Highlight @Antinatalist: Schottland, Irland und Griechenland waren mal fast komplett bewaldet. Was spricht dagegen diese Gebiete wieder aufzuforsten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cotten91 09.01.2020 04:07
    Highlight Highlight Fangt doch mal in Indien damit an zu verhindern, dass Plastik lastwagenweise ins Meer und in die Flüsse gekippt werden. Aber bei uns ist halt ein kleinerer Aufwand Abgaben für dieses und jenes zu fordern als mal gegen die grossen Klimasünder vorzugehen. Und kommt mit nicht schon wieder mit der "Vorreiter-/Vorbildrolle". Was wir hier in der Schweiz machen und versuchen ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Zwingt die Länder wie Indien oder China zu handeln, unterstützt sie mit Know-how oder halt mit Sanktionen. Offenbar brauchen die den Druck!
    • Antinatalist 09.01.2020 04:26
      Highlight Highlight Die 750 Millionen Europäer sind die weitaus schlimmeren Umwelt- und Klimasünder als die 1.4 Milliarden Inder. Und zwar um den Faktor 5.

      Fangsch mal bi dir aa, gäll!?
    • Astrogator 09.01.2020 05:14
      Highlight Highlight Ja genau, sanktioniert andere Länder damit wir nichts machen müssen. Toller Ansatz, so richtig intelligent und durchdacht.
    • Pet R. Pan 09.01.2020 05:58
      Highlight Highlight Das "Fangt doch mal.." irritiert mich.

      Bist du nicht der Meinung, dass alle etwas machen müssen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FaktenCheck - ohne Bla Bla 09.01.2020 04:03
    Highlight Highlight Zu Punkt 2: Da dürfte man durchaus das "sun-to-liquid" Projekt unter Beteiligung der ETH Zürich nennen, welches aus CO2, Wasser und Sonnenlicht Syngas (Vorstufe von Treibstoffen) herstellen kann. In Spanien laufen derzeit Versuche in einer grossen Testanlage. Zudem konnten die ETH Forscher vor ca. einem halben Jahr mit einer kleinen Testanlage auf dem Dach der ETH Zürich pro Tag genug Syngas für 1dl Kerosin herstellen, dabei wurde das CO2 und Wasser mit der Technologie von Climeworks direkt aus der Umgebungsluft gewonnen.
    Play Icon
    • Antinatalist 09.01.2020 06:05
      Highlight Highlight Du schreibst es selbst: "Testanlage".

      Dazu der Experte:
      Es ist sehr riskant, mit solchen Annahmen in den Modellen zu hantieren. Viele dieser Modelle beruhen auf der Annahme, dass negative Emissionstechnologien tatsächlich zum Einsatz kommen würden. «Doch diese Annahme ist unrealistisch.» Denn die Technologien seien noch lange nicht ausgereift, um sie im grossen Massstab einzusetzen, wie ihn die Modelle vorsähen.

      Hier wird u.a. angesprochen, wo die Probleme liegen - Hauptsächlich im Speichern und Energieverbrauch:
      https://www.spektrum.de/news/rettet-uns-das-geoengineering/1549513
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 09.01.2020 07:11
      Highlight Highlight @Antinatalist: Diese Aussagen beziehen sich auf direct air capture und nicht auf das sun to liquid Projekt. Dass es sich bei Ideen (und darum geht es in diesem Artikel) nicht um fertige Lösungen handelt und man sich deshalb nicht auf diese bedenkenlos verlassen sollte, dem widerspricht niemand - auch nicht die Forscher, welche an diesen Projekten arbeiten.
    • Heinzbond 09.01.2020 10:58
      Highlight Highlight Und selbst wenn die Anlage als Fabrikationsmodell nur die Hälfte schafft, wenn ich es richtig verstanden habe Sprit aus Licht und Umgebungsluft, kein weiterer Energie Zusatz... Also aus nix Gold machen... Das sich das Patent noch niemand geschnappt hat und produziert.... Das ist ein selbstläufer...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 09.01.2020 03:58
    Highlight Highlight «Denn es gibt politischen Entscheidungsträgern das Gefühl, dass man es mit technischen Lösungen schaffen könne, die Klimaziele zu erreichen, ohne die Emissionen so drastisch, wie eigentlich nötig, zu senken.», sagt Mark Lawrence, Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

    Sonia Seneviratne, Professorin an der ETH Zürich und Mitautorin des Weltklimarat-Berichts, sagt: «Wir dürfen nicht auf negative Emissionstechnologien setzen, um den CO2-Überschuss zu kompensieren.»

    Nuff said.

    So für die Technologiegläuben, die glauben, der "Fortschritt" könne das Klima retten.
    • CaptainLonestarr 09.01.2020 05:44
      Highlight Highlight Mit Einschränkungen und Verboten kann man die Menschen schon lenken, nur tun sie dies nur ungern. In die Höhlen will niemand zurück. Warum soll es also falsch sein nach technischen Lösungen zu suchen? Lebensstandard halten und das Klima, die Umwelt schützen? Zu wenig radikal? Ist doch Wurst wies gemacht wird, Hauptsache die Natur kann sich erholen.
      Ist d
    • Nuscheltier 09.01.2020 05:46
      Highlight Highlight Nein, aber es kann helfen. Nur Systemwandel zu fordern bewirkt eher das Gegenteil bzw. verhindert, dass die breite Masse auf den Klimaschutzzug aufspringt. Schlussendlich braucht es Technik UND eine Änderung der Denkweise. Ansonsten hättest Du auch kein Gerät mehr um diesen Kommentar zu verfassen.
    • Antinatalist 09.01.2020 06:11
      Highlight Highlight @Captain: Nein, weil in 200 Jahren keine Technologie etwas in Hinsicht auf Klima und Umwelt verbessert hat. Immer wuchtiger kam der Rebound-Effekt, der vermeintlich gewonnene Effizienz wieder eliminiert hat.

      Erwähnte Technologien sind bis dato utopisch, weil sie im industriellen Massstab nicht umsetzbar sind. Das sind Modelle, deren Erfinder sie natürlich als grossartige Lösung anpreisen, aber es geht da eben primär wieder ums Business. Diese Anlagen bewirken eigentlich gar nichts und benötigen enorme Energie. Dazu kann man sich belesen, wenn man denn will. Gibt seriöse Quellen. Spektrum z.B.
    Weitere Antworten anzeigen

Extrem leicht, aber stabil – ETH entwickelt Leichtgold mit 18 Karat

Vor fünf Jahren entwickelten ETH-Forscher das leichteste Gold der Welt, das sogar auf Milchschaum schwamm. Nur anfangen konnte man damit nicht viel. Nun folgt als Weiterentwicklung 18-Karat-Leichtgold, das für Uhren, Schmuck und Elektronik verwendet werden kann.

Grundlage ist eine Matrix aus Plastik, die metallische Legierungselemente ersetzt, wie die Forscher um Leonie van ‘t Hag in der Fachzeitschrift «Advanced Functional Materials» berichten. Proteinfasern und ein Latexpolymer bilden die …

Artikel lesen
Link zum Artikel