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«Sexuelle Zurschaustellung»

Femen-Aktivistin für «Mord» an Wachs-Putin verurteilt



An activist from the Femen feminist group hits a wax statue representing Russian President Vladimir Putin (C), next to a wax statue representing Spain's King Juan Carlos on June 5, 2014 at the Grevin museum in Paris, during an action to denounce Putin's regime.  AFP PHOTO /ERIC FEFERBERG

«Diktator Putin» rief sie, und rammte ihm einen Holzstock in die Brust. Bild: AFP

Weil sie in einem Museum in Paris eine Wachsfigur von Russlands Staatschef Wladimir Putin symbolisch erstochen hat, ist eine Femen-Aktivistin zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Hälfte der Summe ist für die Reparatur der Putin-Statue in dem Wachsfigurenmuseum vorgesehen.

Ein Gericht in Paris sprach die aus der Ukraine stammende Iana Jdanova am Mittwoch der «sexuellen Zurschaustellung» schuldig und verdonnerte die 26-Jährige zur Zahlung von rund 6000 Euro. Jdanova hatte Anfang Juni in dem Museum ihren Oberkörper entblösst, auf dem in Rot «Kill Putin» geschrieben stand.

The wax statue representing Russian President Valadimir Putin whose head was damaged by an activist of the Femen feminist group lies on the floor next to wax statues of Spain's King Juan Carlos (L) US President Barack Obama (2ndL), French President Francois Hollande (C), German Cancellor Angela Merkel (2ndR) and Morocco's King Mohamed VI (R) at the Grevin museum in Paris on June 5, 2014. AFP PHOTO /ERIC FEFERBERG

Der getötete Putin vor anderen Wachs-Staatschefs. Bild: AFP

Dann schnappte sie sich Putins Wachsfigur, rammte ihm mehrmals einen Holzstock in die Brust und rief dabei «Diktator Putin». Den «getöteten» Putin warf sie anderen ringsum stehenden Staats- und Regierungschefs aus Wachs, darunter die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, vor die Füsse. Die 26-jährige Aktivistin stammt aus der Ostukraine und lebt seit zwei Jahren als politischer Flüchtling in Frankreich.

Es ist das erste Mal, dass eine Femen-Aktion in Frankreich mit einer Verurteilung endet. Jdanova bezeichnete das Urteil als «einen Witz» und kündigte gemeinsam mit ihrer Anwältin an, Berufung einzulegen. Notfalls will sie bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. (sda/afp)

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