Gesellschaft & Politik
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Philipp Löpfe

watson-Autor Philipp Löpfe steht zu seiner Meinung.
Bild: Karl-Heinz hug

An die Gralshüter der politischen Korrektheit: Ihr überlasst den Hasspredigern das Terrain! – Ein offener Brief

Im Zeitalter der Online-Kommentare entsteht im Internet eine «political correctness»-Polizei. Sie ist der beste Nährboden für populistische Hassprediger aller Art.



Sehr geehrte Gralshüter der politischen Korrektheit,

kürzlich habe ich eine Story mit der Überschrift «Wenn es ums Klima geht, sind wir schizophren» geschrieben. Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass wir derzeit zwei Dinge tun, die sich widersprechen. Auf der politischen Ebene werden Massnahmen gegen die Klimaerwärmung mehrheitlich blockiert. Gleichzeitig hat die Wirtschaft das Potenzial der erneuerbaren Energien entdeckt und gibt Gas.

Nicht einmal im Traum hätte ich daran gedacht, Menschen damit zu beleidigen, die tatsächlich an der Krankheit Schizophrenie leiden. Etwas anderes wäre es gewesen, hätte ich «Neger» geschrieben, ein Begriff, bei dem jedes Kind weiss, dass er bewusst rassistisch und beleidigend gemeint ist.

Die User melden sich zu Wort

Die Reaktion erfolgte umgehend. In der Kommentarspalte schickte mir ein Teilnehmer mit dem Pseudonym «geht doch» einen Wikipedia-Link zum Stichwort «Schizophrenie» zu.

«Vor dem inflationären Gebrauch dieses psychiatrischen Begriffs wäre vielleicht mal eine eingehende Befassung mit seiner Bedeutung angebracht.»

User «geht doch»

Und Twitterin @Jasmin_La Pirata liess mich wissen:

An sich wäre der Vorfall eine Bagatelle. Meine Befindlichkeit ist in diesem Zusammenhang irrelevant, und in rund zehn Jahren Online-Journalismus habe ich gelernt, mit Kritik auch der gröberen Art zu leben.

Es geht um mehr, nämlich um die Tatsache, dass in den Online-Kommentaren immer öfters weder Kritik geäussert noch eine andere Meinung vertreten wird.

Im Trend liegen vielmehr wehleidige Klagen mit Appellen an die politische Korrektheit.

Shakespeare wird von der Uni verbannt

Die «political correctness» ist wieder auf dem Vormarsch, vor allem in ihrem Ursprungsland, den Vereinigten Staaten. An Elite-Universitäten weigern sich Jus-Studenten, Vorlesungen über die strafrechtlichen Folgen einer Vergewaltigung zu besuchen, weil sie das emotional nicht verkraften können.

Aus den Literaturvorlesungen werden Werke von Klassikern wie William Shakespeares «Der Kaufmann von Venedig» (wegen Antisemitismus») oder Scott Fitzgeralds «Der Grosse Gatsby» (wegen Frauenhass) verbannt.

Edward Luce, US-Korrespondent der «Financial Times», beschreibt die Lage wie folgt: 

«Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft mir Vorsteher von Fakultäten gestanden haben, dass sie – aus Angst, Anstoss zu erregen – ihre Sprache zensurieren.»

Edward Luce, «Financial Times»

Standardblöcke per E-Mail

Das mögen Auswüchse sein – schliesslich ist Amerika das Land der Extreme – aber auch bei uns werden Aussagen von Politikern und Wirtschaftsvertretern inzwischen solange von Kommunikationsfachleuten durchforstet und durchgeknetet, bis sie todsicher niemanden mehr beleidigen können. Dumm bloss, dass sie dabei auch völlig nichts sagend werden.

Ein aktuelles Beispiel schildert Urs Paul Engeler in der Handelszeitung. Auf eine Anfrage zu seiner beruflichen Tätigkeit antwortet Thomas Aeschi, einer der drei SVP-Bundesratskandidaten:

«Ich habe auf alles schriftliche Standardblöcke vorbereitet, die Sie via E-Mail abrufen können.»

Thomas Aeschi, SVP-Bundesratskandidat

Die Populisten können sich bedanken

Die Angst, etwas Falsches zu sagen, ist nicht nur grotesk, sie zeigt auch kontraproduktive Wirkung. Die Sprache der Elite verkommt zu blutleeren Formeln und lässt ihre Vertreter abgehoben erscheinen. Die Meinungsfreiheit geht vor die Hunde, denn nicht nur die Natur, sondern auch die Politik verträgt kein Vakuum.

Im Sinne von «Als freier Eidgenosse wird man wohl noch sagen dürfen, was wahr ist», stossen dafür Populisten aller Art in die Lücke, welche die politische Korrektheit hinterlässt. Sollten sie auf Widerstand treffen, heulen sie auf und schreien «Zensur!».  

Eine überdrehte politische Korrektheit wird so zum besten Nährboden für wirklich gefährliche Politiker. Sie erscheinen in diesem Umfeld «authentisch», wie etwa Donald Trump, der kein Fettnäpfchen auslässt und gerade deswegen nach wie vor in den Meinungsumfragen der republikanischen Präsidentschaftskandidaten oben aus schwingt. Das sollte uns zu denken geben.

Hochachtungsvoll,

Philipp Löpfe

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    Alle Leser-Kommentare
  • pachnota 03.12.2015 23:37
    Highlight Highlight Die PC ist ein Produkt linker Volkspädagogen. Sie wurde geschaffen um Leute mit anderer Meinung zu diskreditiern. Wir können nicht denjenigen, die sich nicht an die PC halten nun die Schuld in die Schuhe schieben. Es braucht Mut, die unangenhemen Wahrheiten auszusprechen.
    • Anam.Cara 04.12.2015 07:40
      Highlight Highlight Einverstanden.
      Aber es ist trotzdem der Ton, der die Musik macht.
      Und die Sicht auf die Wahrheit hat oft verschiedene Blickwinkel.

    • Louie König 04.12.2015 08:05
      Highlight Highlight Ich glaube ja eher, dass PC insgeheim ein Produkt rechter Volksverhetzer ist, dass geschaffen wurde, damit die Rechten rumheulen können, dass sie nicht mehr Ihre schönen Wörter, wie "Neger" und "Reisfresser" und was weiss ich, benutzen können und sowieso darf man ja nichts mehr sagen, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt.
      Ja es braucht unglaublich viel Mut. Ähä. Moll. Sicher.

      Ich frage mich ja, ob Rechte einfach nicht in der Lage sind Ihre Standpunkte klar darzulegen, ohne jemanden frontal anzugreifen.
    • Louie König 04.12.2015 14:10
      Highlight Highlight @NickR: "Mit den eigenen Waffen schlagen." Eventuell schon gehört davon? Den Linken wird ja andauernd vorgeworfen, sie seien Gutmenschen und zu lasch und bla bla bla. Also dann gehe ich halt in den Angriff über. Widersprüchlich? Naja, so funktioniert die Welt heute anscheinend. Aber ich schiesse nicht auf ganze Völkergruppen, nur weil es nicht das eigene Volk ist.
      Ja, ich verallgemeinere und das ist nicht in Ordnung. Aber bei notorischen Rassisten ist mir das ziemlich egal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolfsblut_2 03.12.2015 23:23
    Highlight Highlight Ä huerä verdammt guete Biitrag.
  • Toerpe Zwerg 03.12.2015 22:56
    Highlight Highlight Maessi @ Loepfe.
  • geht doch 03.12.2015 20:36
    Highlight Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe
    Einen offenen Brief an beflissene Kommentarschreiber hätte ich nicht erwartet - danke dafür!
    Als jemand, der Schizophrenie in seinem nächsten Umfeld kennt, stolpert man halt manchmal über die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs - und zwar nicht wegen der Befürchtung, irgendjemand könnte beleidigt sein, sondern weil sich "schizophren" nicht auf das Synonym "widersprüchlich" eindampfen lässt.
    Das hat m.E. mit P.C. nichts zu tun - möglicherweise kam aber der "Appell" zur Sensibilisierung in der knappen Formulierung etwas überheblich daher.
    Beste Grüsse
  • fuegy 03.12.2015 19:28
    Highlight Highlight @Adip Es war nicht meine Absicht, respektlos zu sein. Falls ich Sie beleidigt haben sollte, möchte ich mich entschuldigen.
    Es bringt mir nichts, neger zu sagen! Mir geht es darum, dass es in der Schweiz Menschen gibt, welche neger sagen, ohne rassistische oder beleidugende Absicht. All diese Menschen Rassisten zu nennen finde ich einfach zu verallgemeinert.
    • AdiB 03.12.2015 22:53
      Highlight Highlight schon ok, bin nicht nachtragend. menschen die nicht wissen das sie damit jemanden beleidigen, haben eine wichtige lücke in der geschichte der menscheit.
    • DerTaran 06.06.2017 10:35
      Highlight Highlight Gerade bei älteren Menschen trifft man das aber noch häufig an. Ich bin auch mit Negerküssen und Mohrenköpfen aufgewachsen. Ich benutze die Wörter nicht mehr, kann mich aber nicht erinnern, Neger früher je diffamierend eingesetzt zu haben (im Gegensatz zu Nigger, das ich nie benutzt habe).
      Es gibt auch viel PC die erklärungsbedürftig ist, weil zum Teil der Kontext fehlt. Wenn ein Kind seinem Helden Winnetou oder Jim Knopf nacheifert und sich das Gesicht schminkt, dann emfinde ich das nicht als rassistisch (aber es ist nicht an mir das zu entscheiden).
  • karl_e 03.12.2015 18:05
    Highlight Highlight @Mind7..., adib: einem Schwarzen gegenüber wird auch ein harter Rassist das UnWort kaum verwenden, normale Menschen noch weniger. Genau so wenig wie Tschingg oder Jugo oder Schwab im Gespräch mit Angehörigen der betr Nationen. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass P.C. oft ein anderes Wort für Orwellschen Newspeak ist, so wie beispielsweise niemand mehr von Kriegs-, sondern nur noch von Verteidigungsministerium spricht. "Schwarzer" heisst im übrigen genau dasselbe wie das bewusste Unwort, das ich mich nicht zu schreiben getraue.
  • guby 03.12.2015 14:46
    Highlight Highlight Super Artikel, entspricht zu 100% meiner Meinung! Nur konnte ich es nie so hübsch formulieren.
  • Kookaburra 03.12.2015 13:58
    Highlight Highlight Ich (von der Aluhutfraktion) habe die Botschaft verstanden und begrüsse sie: Jedem "Tüpflischisser" muss sofort ein Gralshut an den Kopf geworfen werden.

    "Das können wir gut, das machen wir immer wieder gerne..."
  • Bonifatius 03.12.2015 13:31
    Highlight Highlight @Löpfe: Ich widerspreche der These. In der schweizerischen Politik herrschte seit jeher eine anständige Sprache und der Respekt zueinander (auch zwischen Parteien) war meist grösser als heute, wie auch der Respekt des Volkes z.B. zum Bundesrat grösser war. Ob das gut/schlecht ist sei dahingestellt. Aber wie die P.C. kommt eben auch das politisch unkorrekte Spielen auf den Mann/die Frau aus Amerika. Die "Lücken" werden nun von Populisten gefüllt - weil diese eben dreckig spielen. Nur fragt sich: Muss man ebenfalls in den Schlamm greifen für Stimmenfang? Und wie tief solls sein?
    • poga 03.12.2015 14:17
      Highlight Highlight Nein man kann auch nicht in den Schlamm greifen. Problematisch wird es wohl eher wenn man die vorgebrachten Argumente mit Diffamierung des Gegenübers versucht zu kontern. Und sich dann beschwert dass die Bevölkerung die anderen wählen. Stichwort Authentizität. Ich empfinde das seit einem zwei Jahre als regelrechtes Kräftemessen innerhalb unserer Politik. Diesen Herbst haben die Rechten dieses gewonnen. Versuchen sie mal neutral in den grossen Kanton zu schauen wie stark diese PC da gelebt wird. Und dann schauen Sie wie die Bevölkerung darauf reagiert.
    • DerTaran 06.06.2017 10:39
      Highlight Highlight Witzig, dass Antiamerikanismus benutzt wird um sich über Schlamm zu beschweren.
  • Luca Brasi 03.12.2015 13:17
    Highlight Highlight Ach, das Problem scheint mir eher ein amerikanisches zu sein, da dort schnell verklagt wird und auch die Politiker u.a. wegen dem 2-Parteien-System und den permanenten Kongresswahlen versuchen so aalglatt wie möglich zu sein um von überall Stimmen zu holen. Ich habe schon vor 10 Jahren gelesen, dass dort teils "Hänsel und Gretel" zensiert wird, weil es "zu brutal" sei. Mit twitter und Online-Kommentaren kommt eben Kritik jeglicher Art schneller. Kritik nicht zu eng sehen. Vielleicht hatten der User und die Twitterin gerade selber einen med. Fall im Umfeld oder einfach einen schlechten Tag.
  • AdiB 03.12.2015 13:03
    Highlight Highlight herr löpfe dieser artikel ist kontraproduktiv. den der rechte rand lobt ihn (sehe lob von eher rechts gesinnten in den kommentaren). sie fühlen sich verstanden und bestätigt für ihre hasserfüllten aussagen/kommentare.
    • Hierundjetzt 03.12.2015 13:12
      Highlight Highlight Nö, ich bin Links, wie eine Vielzahl der Forumsteilnehmer. Das ist hier allgemein bekannt. Aber wir habe alle einen Kopf und die denken pragmatisch und haben keinen Bock auf extremistisches Verhalten.
    • poga 03.12.2015 13:23
      Highlight Highlight Und darum darf man das Thema nicht ansprechen? Weil die falschen dabei bestätigt werden könnten?
    • AdiB 03.12.2015 13:37
      Highlight Highlight ich will eigendlich dasselbe aussagen wie D00A schon geschrieben hat...herr löpfe geht den rechten auf den leim. mich würde es nicht verwundern wenn dieser artikel auf pi-news oder sonst so menschenverachteten websiten verlinkt wird.
      ich verstehe was herr löpfe uns eigendlich sagen möchte und bin voll einverstanden damit. nur lesen das die rechtsgesinnten anders. lesen sie nochmal die kommentarspalte und die kommentare der eher rechtsgesinnten hier.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Atteslander 03.12.2015 13:00
    Highlight Highlight "People who get offended should be offended" Linus Torvalds :D
  • Kookaburra 03.12.2015 12:57
    Highlight Highlight Ja also wir Gralshüter mögen es nicht so, wenn man uns politische Korrektheit unterstellt. Da werden von Herrn Löpfe einfach wieder alle Gralshüter in einen Topf geworfen und viele "Allgemeinplätze" aufgemacht.

    Anyway. Ich ess jetzt eine "Mit Schokolade überzogene Schaumzuckerware mit Migrationshintergrund" als Dessert.

    hueheuheuhue
  • TanookiStormtrooper 03.12.2015 12:48
    Highlight Highlight Also an besagtem Artikel gabs ja anderes zu kritisieren als das Wort schizophren, was ich ja auch getan habe. Es gibt einfach Menschen die sich über jeden Bullshit aufregen müssen. Ich esse ja weiterhin meinen Mohrenkopf, weil es mir nie in den Sinn käme einen Menschen mit dunkler Hautfarbe Mohr zu nennen, für mich ist dies seit meiner Kindheit eine Süssspeise und nichts anderes.
    • Louie König 03.12.2015 13:33
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Dass hier aber gewisse finden, ein Wort, wie "Neger", sei doch völlig okay und nicht beleidigend, dann kommt mir die Galle hoch. Oder ein Herr Gasser, der sich durch den Artikel bestätigt fühlt und darin eine Legitimation für seine offene Hetze sieht...
    • Bonifatius 03.12.2015 13:38
      Highlight Highlight @Tanooki: Es geht ja auch darum Sensibilitäten zu schaffen. Statt Mohrenköpfe zu futtern, würdest du dich vielleicht mit der Geschichte auseinandersetzen warum die denn so heissen. Sprache ist Macht - auch unbewusst eingesetzt. Deshalb finde ich das Hintersinnen gewisser Sprachfloskeln durchaus sinnvoll, wenn auch nicht das wichtigste in der Vermeidung von Rassismus/Sexismus etc.
    • TanookiStormtrooper 03.12.2015 15:03
      Highlight Highlight @Bonifatius
      Sprache ist lebendig, auch das Wort "geil" hatte mal eine ganz andere Bedeutung. Ich kenne auch schwarze die den Dingern ohne gross nachzudenken Mohrenkopf sagen. Jeder der mich kennt, weiss das ich seeehr weit davon entfernt bin Rassist zu sein, da müsstest du nur mal ein paar Glatzen fragen, die bekamen in meiner Jugend regelmässig aufs Maul für Worte wie Neger, Sautschingg usw.
      Ich sag ja immer: "Ich bin kein Rassist, ich hasse alle Menschen gleichwertig."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wombat94 03.12.2015 12:30
    Highlight Highlight Ich hatte gestern Abend mit einem Kollegen diese PC diskutiert und da erzählt er mir doch das dass Unwort eines Radio Senders (Radio Top oder DRS) Asylchaos ist. Eigentlich hätte "Flüchtling" mehr Stimme o.ä. wurde aber nicht akzeptiert da es eben nicht PC ist.
  • sheshe 03.12.2015 12:23
    Highlight Highlight Aber wenn ein Herr Barfüsser einmal tacheless redet, wird er zerrupft wie ein Hühnchen. Ich stimme Ihnen vorbehaltslos zu, aber erlauben wir doch den Menschen auch mal wieder das Maul aufzureissen und herumzuplärren, selbst wenn wir nicht mit derer Meinung einhergehen.
  • Amadeus 03.12.2015 12:21
    Highlight Highlight Danke für diesen offenen Brief Herr Löpfe. Ein spannendes Thema: Bis wie weit geht die gebotene Rücksicht mit heiklen Themen und wo beginnt die Beschneidung der eigenen Meinung und des Dialogs durch die übersensiblen Wortpolizisten/innen?

    Generell finde ich, dass "political correctness" vor allem in Amerika ein Problem ist. Bei uns zum Glück noch nicht.

    Dazu zwei Artikel:

    http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/09/the-coddling-of-the-american-mind/399356/

    http://www.theatlantic.com/politics/archive/2015/11/the-new-intolerance-of-student-activism-at-yale/414810/



  • Hierundjetzt 03.12.2015 12:11
    Highlight Highlight Klassenvlowns und Kompaniekälber erhalten Dank Twitter im 2015 ein Sprachrohr. Schön. Einzelmeinungen ohne Relevanz sollte man ohne weitere Begründung stehen lassen.

    Das funktionierte in der Primarschule und auf Twitter.

    Ich möchte mich nicht permanent mit Frau Doof oder Herr Depp auseinandersetzen müssen, nur um ihrer schreiender Einsamkeit begegnen zu können
    • Mafi 03.12.2015 13:07
      Highlight Highlight Ein Problem was ich habe ist, dass die Medien oft einzelne tweets als 'allgemeine Meinungen' darstellen, obwohl sie nur einen kleinen Anteil der Meinungen darstellen. Ein Teil der Bevölkerung benutzt kein Twitter, und hat trotzdem eine Meinung, oder?
  • Lezzelentius 03.12.2015 11:52
    Highlight Highlight Ein Problem kann mitunter sein, dass die Leute schlicht nicht mehr lesen können. Nicht das Lesen per se ist gemeint, sondern das Verstehen. Das Gespür für Rhetorik ist massiv gesunken und so scheinen Leute nicht mehr zu durchschauen, wie was gemeint ist. Was wäre denn diesen Empörten für ein Synonym eingefallen, ohne dabei die Aussage der Schlagzeile zu verfälschen?
  • DerWeise 03.12.2015 11:45
    Highlight Highlight Amen, die PC-Polizei hat es auch geschafft, dass z.B.
    Religionskritiker ( und damit meine ich nicht Pegida ) als Rassisten (Religion eine Rasse?) diffamiert werden und eine differenzierte Diskussion verunmöglicht wird.

    Wer gewinnt?
    Rechte Fundis und Rechts-religiöse Fundis egal welcher Religion.
    • Hierundjetzt 03.12.2015 13:17
      Highlight Highlight Zuagroasta: Ihre Ansicht in Ehren, dann Bitte konsequenterweise nie mehr über die SBB, die Steuern, das Bildungssystem oder die Armee einen Post verfassen.

      Ich weise Sie in Zukunft jedesmal darauf hin, dass Sie keine Ahnung haben und Ihre Meinung nur die Wiedergabe von Vorurteilen sind.

      Keine Ahnung wie Sie abstimmen können. So ohne Ahnung und Erfahrung (Ihr Zitat)
    • Anam.Cara 03.12.2015 14:18
      Highlight Highlight Die amerikanischen Ureinwohner (ich hab den politisch unkorrekten Begriff "Indianer" vermieden ;) hatten ein Sprichwort, das in vielen Versionen überliefert ist: "urteile nie über einen anderen, bevor du eine Meile in seinen Mokassins gegangen bist".

      Meinungsbildung ist schwierig und aufwändig. Sie wird in den Schulen nicht gelehrt.
      Selbst wenn ich gut recherchiere, könnte ich immer noch falsch liegen.
      Ich finde es aus Zeitmangel völlig ok, bei bestimmten Themen eine Meinung von Leuten zu übernehmen, die in meinen Augen zu diesem Thema kompetent und gesamtheitlich informiert sind.
    • DerWeise 03.12.2015 14:21
      Highlight Highlight @Zuagroasta

      Das war jetzt eine ziemlich "Allerweltsaussage" imho.

      Die meisten (intellektuellen) Religionskritiker, die ich meine, haben leider meist mehr Wissen über die Religion als die Fundis selber.
  • Typu 03.12.2015 11:34
    Highlight Highlight Dies sind probleme satter gesellschaften. Wenn die ärgsten probleme überstanden sind (hunger, kälte, schlafplatz) dann beginnt man sich mit immer kleinerem scheiss zu beschäftigen. Dann kommen selbst welche die sich am nicht klinisch verwendeten ausdruck schizophrenie stören. Der herr löpfe hat schon recht in seiner wahrnehmung. Dieses lächerliche pol corr hat ne hochkunjunktur.
  • LaPaillade #BringBackHansi 03.12.2015 11:34
    Highlight Highlight Wohl eines der einzigen Male, bei denen ich mit Philipp Löpfe nicht übereinstimme.
    Natürlich ist der PC-Aufschrei bei deinem letzten Artikel ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, trotzdem finde ich es wichtig, dass wir uns der Macht dieser Worte bewusst sind.
    Ansonsten stimme ich User D00A weiter unten vollkommen zu.
    • Philipp Löpfe 03.12.2015 13:37
      Highlight Highlight «eines der einzigen Male» finde ich eine neckische Formulierung....
    • LaPaillade #BringBackHansi 03.12.2015 14:42
      Highlight Highlight War wohl nicht gerade eine literarische Meisterleistung meinerseits. Was ich damit aussagen will: Ich mag Ihre/deine Artikel und finde mich eigentlich immer, dieses Thema nehmen wir mal aus, auf der gleichen Linie. Ein weiterer Punkt warum ich Watson schätze :)
      Also, weiter so 👍
    • Philipp Löpfe 03.12.2015 15:23
      Highlight Highlight Klar, es hat mich einfach gejuckt. Nichts für ungut.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 03.12.2015 11:25
    Highlight Highlight Das unterschreibe ich Ihnen aber und streiche mir alles noch leuchtend an! Diese Dauerempörten sind wie ein Krebsgeschwür. Um einmal bei den medizinischen Begriffen zu bleiben. Am Schluss werden die Form wichtiger, als die Inhalte. Dann haben die teuren und überbezahlten Kommunikationsberater gewonnen. Diese gehören, wie Anwälte, in die Kategorie massiv überflüssig und überbewertet. Müssen nicht sein, wenn man ehrlich aufeinander zugeht.
    • tsa 03.12.2015 12:47
      Highlight Highlight Wenn Sie sich so darüber aufregen, scheinen Sie mir den "Dauerempörten" gar nicht so unähnlich zu sein. Zudem befremdet mich Ihre Ausdrucksweise. Ihr Ausdruck "Krebsgeschwür" zum Beispiel: Damit implizieren Sie, dass man diese Leute wie ein Geschwür herausschneiden (d. h. vernichten) sollte. Wenn ich das nicht in Ordnung finde, hat das nichts mit Überkorrektheit zu tun, sondern einfach damit, dass ich finde, man sollte auch ein bisschen überlegen, was man da eigentlich schreibt.
    • Mafi 03.12.2015 13:11
      Highlight Highlight Zudem werden Twitter-Empörte überbewertet. Oder Facebook. Ist doch absolut falsch, aus 5 oder 10 Hasskommentaren daraus zu schliessen, dass etwas nicht gut ist. Leider eine 'Krankheit' unser Medien. Bin jedoch absolut mit dir einverstanden. Ich muss immer wieder meinen Bekannten die Augen aufmachen, und sagen, dass sie genauer Lesen sollen, und ihr Hirn aktiver brauchen sollten.
    • Louie König 03.12.2015 13:29
      Highlight Highlight Da ich Ihre Einstellung aus etlichen weiteren Kommentaren langsam kenne, Herr Gasser, kann ich sagen, dass Sie absolut nicht verstanden haben, um was es in diesem Artikel geht. Sie verstehen es so, dass Sie "ja noch sagen dürfen, was Sie denken". Und dazu gehören bei Ihnen Beleidigungen und, relartiv offene, Hetze gegenüber allem Fremden. Und das ist nicht einfach "political Incorrectness".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Louie König 03.12.2015 11:13
    Highlight Highlight Bei gewissen Themen ist Rücksicht sicher gut, aber doch nicht in der Literatur... Die Literatur gibt halt den Geist der Zeit, in der das Werk geschrieben wurde, wieder. Das ist doch logisch, soll ja auch so sein. Wenn ein zeitgenössischer Schriftsteller dasselbe heute schreiben würde, könnte man nochmals darüber reden. Und zur "Political Correctness" möchte ich noch hinzufügen, dass Rassismus damit nichts zu tun hat. Ein Ausdruck, wie "Neger" ist offenkundig rassistisch und keine Lappalie, dasselbe gilt für abwertende Begriffe für Menschen anderer Herkunft, Religion etc. Teil 2/2
  • Louie König 03.12.2015 11:13
    Highlight Highlight Ernsthaft? Jemand hat sich darüber beschwert, dass Sie das Wort Schizophren benutzt haben? Das ist unglaublich. Ich benutze dieses Wort relativ oft, da es zBsp. Amerika treffend beschreibt und auch in anderen Zusammenhänge sehr passend ist. Dass damit nicht die Krankheit und deren sehr facettenreiches Vorkommen gemeint ist, sollte doch klar sein. Und diese übermässige "political correctness" ist echt tragisch. Werke von angesehenen Schriftstellern nicht zu thematisieren, weil es heute politisch nicht mehr korrekt ist, ist doch Stumpfsinn. Teil 1/2
    • AdiB 03.12.2015 12:50
      Highlight Highlight wollte herz drücken habe aus versehen geblitzt. sorry. jetzt habe ich die gute bilanz zerstört...><
    • Louie König 03.12.2015 13:11
      Highlight Highlight @AdiB: No worries ;-) Mir geht es nicht um Herzen und Blitze, sondern darum meine Meinung zu erörtern. Aber danke trotzdem :-)
  • stayhome 03.12.2015 11:06
    Highlight Highlight Es ist halt vielfach einfacher, eine Aussage moralisch zu bewerten anstatt sich sachlich mit einem Thema auseinanderzusetzen und dazu eine entsprechende Meinung zu äussern. Wer moralisch argumentiert, lässt meist keinen Raum für Differenzierungen zu, da es nur schwarz oder weiss gibt. Es lässt sich also durchaus sagen, dass ein zu starkes Beharren auf moralischer bzw. politischer Korrektheit dem Ziel einer sachdienlichen Diskussion zuwiderläuft. In diesem Sinne täte es m.E. gut, vermehrt den Turm der moralischen Überlegenheit zu verlassen und sich dem sachlichen Diskurs zu stellen.
    • Mafi 03.12.2015 13:12
      Highlight Highlight Die SP sollte sich diesen Kommentar zu Herzen nehmen.
    • Louie König 03.12.2015 16:44
      Highlight Highlight @Mafi: Der war gut.... Ich hätte da eine andere Garde im Sinn, die sich, puncto Differenzierung, weiterbilden sollten.
    • Mafi 03.12.2015 17:56
      Highlight Highlight @Mind7eS es ging mir um die Moralische Argumentation. Auch wenn die SP oft inhaltlich interessante Sachen erzählt, fehlen ihnen oft die Argumente, die nicht moralisch hinterlegt sind. Wenigstens kommts so zu mir rüber.
  • tinmar 03.12.2015 11:06
    Highlight Highlight Absolut richtig. Auch bei den aktuellen Ereignissen rund um die Flüchtlings-Tragödie sind alle etablierten dermaßen über-bemüht ja keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen, dass hier nur & ausschließlich wunderbare, hochqualifizierte Menschen zu uns kommen ... ein wunderbares Vakuum für SVP und AFD ... die Menschen, die sich in dieser Schönrederei nicht zu 100% wiederfinden überlässt man einfach mal den dumpfen Nazis.
  • saukaibli 03.12.2015 11:02
    Highlight Highlight Ich stimme dir sowas von zu, diese beknackte politische Korrektheit kastriert unsere Sprache, unseren Humor. In unserem Land gibt es ja nicht mal eine satirische TV-Sendung, die sich traut irgend jemandem an den Karren zu fahren. Auch traut sich niemand den ganzen rechten Hetzern mal auf die Füsse zu treten und in der gleichen Art auf sie zu reagieren, wie diese *darf ich hier nicht schreiben* austeilen. "Es könnte ja sein, dass sich jemand beleidigt fühlt." Na und? Wer sich davon beleidigt fühlt, hat wohl auch einen Grund dazu.
  • Crecas 03.12.2015 11:00
    Highlight Highlight Fast nicht zu glauben, ich bin für einmal gleicher Meinung mit Löpfe... :)
    • dnsd 03.12.2015 11:07
      Highlight Highlight Genau dieser Gedanke ging mir auch durch den Kopf! 😃
    • poga 03.12.2015 12:03
      Highlight Highlight Schliesse mich dem an.
  • kaiser 03.12.2015 10:49
    Highlight Highlight Ich finde das Thema sehr interessant und es geht für mich über die "political correctness" hinaus. Es geht wie genannt um die Angst etwas Falsches zu sagen. Für mich hat es mit Freiheit zu tun. In den Kommentaren bildet sich oft eine Einheitsmeinung heraus. Wenn ich mit der Masse mitgehe werde ich dann entsprechend "gelikt". Ich werde also dafür belohnt keine eigene Meinung zu haben, sondern mit der Masse mitzugehen. Ein Anders-Denkender wird virtuell gesteinigt mit Thumbs-Down oder Blitzchen. Wer lässt sich schon gerne virtuell steinigen? Werden wir alle zu populistischen Zombies?
    • Mafi 03.12.2015 16:53
      Highlight Highlight Lustigereweise bist du mit dieser Meinung unter diesem Artikel im Mainstream. Hallo Zombie.

      Spass beiseite, ich bin genau deiner Meinung.
  • Soaring 03.12.2015 10:46
    Highlight Highlight Bravo! Darum lese ich watson - weil da nicht nur copy-paste von REUTERS drin steht, sondern intelligente JOURNALISTEN das Resultat ihrer Recherchen & grauen Zellen zur Verfügung stellen.
    Kritisch überprüfen muss es dann immer noch jeder selber.
  • Gottlieb Duttweiler 03.12.2015 10:44
    Highlight Highlight Falsch. Man kann Anstand wahren - und treffend formulieren. Sie implizieren, dass politische Korrektheit inhaltslos sei. Der Umkehrschluss trifft aber so gar nicht zu. Und ja, im Zeitalter der Online-Kommentare, in der hetzende und stumpfe Plattitüden Überhand nehmen, wäre eine sensibilisiertere Ausdrucksweise begrüssenswert. Die kann mitunter eine Anregung für den Geist sein. Seichte Phrasen haben keinen Reiz, ausser dem brechenden.
    • saukaibli 03.12.2015 11:07
      Highlight Highlight Manchmal muss man halt mit den gleichen Waffen zurückschlagen und den Hetzern in einer Sprache antworten, die sie verstehen. Das ist ja das Problem, diese Leute, die ja meistens die Intelligenz nicht gerade mit Löffeln gefressen haben - um es politisch korrekt auszudrücken - werden von intellektuellen Texten, die sie nicht verstehen, abgeschreckt. Für diese Leute sind Intellektuelle fast so gefährlich wie Ausländer, weil sie sie nicht verstehen. Die Linken müssen damit aufhören und anfangen die Sprache der einfachen Leute zu sprechen, dann kommt vielleicht der Erfolg zurück.
    • Madison Pierce 03.12.2015 11:22
      Highlight Highlight Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, geht es Herrn Löpfe nicht um den Anstand, sondern um die Wehleidigkeit von "Berufsopfern". Der Anstand sollte immer gewahrt werden, ich halte nichts von "Gleiches mit Gleichem vergelten".

      Aber die Wehleidigkeit gewisser Personen verhindert leider immer häufiger eine Diskussion über die Sache. Gerade Feminist_*/Innen sind dafür anfällig. Wenn man Diskussionen an Unis in den USA mitverfolgt, könnte man meinen, es gäbe keine Studentin, die nie vergewaltigt worden sei und man bräuchte "trigger warnings" etc. Das verhöhnt doch die wirklichen Opfer.
  • Lowend 03.12.2015 10:41
    Highlight Highlight Herzlichen Dank für diese Worte, Herr Löpfe. Vorgefertigte und dann leicht abgeänderte Textbausteine scheinen das Geheimnis zu sein, warum gewisse Parteien und deren Anhänger quasi eine Einheitsmeinung vertreten. welche dann in Artikeln und Kommentaren tausendfach verstärkt werden, damit man den Eindruck hat, es sei die Mehrheit die so denkt, was aber bloss ein fieser PR-Trick ist. Man müsste es Werbe- und PR-Agenturen so wie so verbieten, für politische Parteien, PolitikerInnen und Organisationen tätig zu sein, wenn dies nicht ganz klar deklariert wird.
    • R&B 03.12.2015 13:04
      Highlight Highlight Finde ich auch.
      Leider werden Online-Leserkommentare von 20 Minuten schon seit Jahren von PR-Agenturen, die für die SVP schreiben, dominiert. Mit Halbwahrheiten und Ablenken auf andere Themen, wird die Gesamtstimmung dieser Online-Kommentare zugunsten der Auftraggeber gekippt. Ich weiss dies aus einer sehr verlässlichen Quelle. Ich habe den Eindruck, dass Watson seit etwa 3 Monaten auch das Ziel dieser Agenturen geworden ist. Es wäre schön, wenn es einen Weg gäbe, diese PR-Agenturen zu entlarven und auf den Plattformen zu sperren. Via IP-Adresse zum Beispiel?
    • Lowend 03.12.2015 13:50
      Highlight Highlight Es wäre auch schön, wenn Sie Watson weiterhelfen könnten, diese Praktiken zu recherchieren, denn die offensichtliche Gleichschaltung der Meinungen sind manchmal fast schon so beängstigend, dass man als normaler Mensch fast das Gefühl hat, dahinter muss eine Form von Konspiration stecken. Zudem soll es ja auch schon richtige Kommentar-Bots geben, welche vollautomatisch zu bestimmten Themen ihre Beiträge verfassen und Twitter wird mit diesem Problem sicher nicht alleine sein.
      http://www.nzz.ch/digital/twitter-bots-1.18361165
    • R&B 03.12.2015 17:49
      Highlight Highlight Ich bin da kein Experte und kann leider nicht weiterhelfen. Ich denke bei Watson ist man hierzu fähig, aber es fehlt die Zeit dazu.
  • MaskedGaijin 03.12.2015 10:40
    Highlight Highlight all diese dauer-empörten sind wirklich mühsam. glauben mit einem hashtag und ein paar zeilen auf twitter oder facebook die welt zu verändern. und die weisheit haben sie natürlich mit dem löffel gefressen. mögen sie an ihren starbucks caramel frappuccinos ersticken...
    • danbla 03.12.2015 12:38
      Highlight Highlight Wie geil. Sry aber musste echt grad laut lachen, von wegen Caramel Frappucinos. Lol so ne plörre.
  • Daniel Caduff 03.12.2015 10:32
    Highlight Highlight Ihr Beispiel mit dem Begriff Schizophrenie sehe ich ebenfalls als Auswuchs, wie auch die Beispiele aus den USA. Anderseits sehe ich es als korrekt und notwendig an, wenn z.B. der "Kristallnacht-Twitterer" (aka Alexander Müller, www.dailytalk.ch) für seine politische Inkorrektheit geradestehen musste. Es ist ein schmaler Grad zwischen freier Meinungsäusserung, Beleidigung, Lüge oder Volksverhetzung. Den Rahmen dafür sollte das Strafrecht vorgeben, nicht persönliche Befindlichkeiten. Appeasment gegenüber den Inkorrekten funktioniert jedoch nicht. Da fühlen sie sich erst recht bestätigt.

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