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Ein Leben lang wurde Molly Galbraith nach ihrem Äusseren beurteilt.<br data-editable="remove">
Ein Leben lang wurde Molly Galbraith nach ihrem Äusseren beurteilt.
Bild: facebook/molly galbraith

Diese Ex-Bodybuilderin postet ein Foto auf Facebook – und macht damit Tausenden von Frauen Mut

13.01.2016, 14:4214.01.2016, 09:16

Das Thema Wohlfühlen im eigenen Körper ist etwas, das so gut wie jede Frau in irgendeiner Weise betrifft. Die einen machen sich darüber vielleicht nicht allzu viele Gedanken, den anderen schwirrt das Thema dafür umso häufiger durch den Kopf.

Für Molly Galbraith ist der eigene Körper immer ganz besonders wichtig gewesen, denn als ehemalige Bodybuilderin verdiente sie lange Zeit ihr Geld damit. Entsprechend wurde sie praktisch ausschliesslich über ihr Äusseres definiert, kein Jahreswechsel verging ohne einen neuen guten Vorsatz und ein konkretes Ziel, was als nächstes mit ihrem Körper passieren sollte.

Doch damit ist jetzt Schluss. Um das Jahr 2016 einzuläuten, hat Galbraith ein Foto von sich auf ihrem Facebook-Profil gepostet – zusammen mit einer wichtigen Botschaft:

Das Bild:

Die Botschaft:

«Das ist mein Körper.
Das ist kein ‹Vorher›-Bild.
Das ist kein ‹Nachher›-Bild.​
Das ist einfach mein Körper, wie er an einem x-beliebigen Dienstag im Dezember 2015 aussieht – es ist ein Bild aus meinem Leben.

Das ist ein Körper, der Protein liebt und Gemüse und Käse und Eiscreme.
Das ist ein Körper, der Bankdrücken, Klimmzüge, Kreuzheben und Schlaf liebt.
​Das ist ein Körper, der mit Fast Food, durchgefeierten Nächten und Stress missbraucht wurde.
​Das ist ein Körper, der an den Rande der Magerkeit für Figur-Wettbewerbe und zu maximaler Stärke für Gewichtheben-Contests gepusht wurde.
Das ist ein Körper, der um Gnade bettelte, als er die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis und POCS erhielt.

Das ist ein Körper, der ​
- zu fett
- zu dünn
- zu maskulin
- zu stark
- zu schwach
- zu gross
- zu schlank
genannt wurde.​ Und das alles in derselben Woche.

​Dieser Körper wurde öffentlich evaluiert, bewertet und kritisiert. Dieses Urteil wurde gefällt, um meine Fähigkeiten als Coach und Trainerin, und den Wert meiner Person festzulegen, sowohl positiv, als auch negativ.

Manche Leute sagen, sie würden töten, um diesen Körper zu haben. Andere sagen, sie würden sich selbst töten, wenn sie diesen Körper hätten.​ (Ja, das sind Dinge, die Menschen einander sagen.)

Das ist ein Körper, für den ich zu viel Zeit, Energie und mentale Kraft aufgebracht habe, mit dem Wunsch, dass er anders aussehen würde.

Und heute?​ Heute ist es ein Körper, der geliebt, bewundert und geschätzt wird von der einzigen Person, dessen Meinung zählt – nämlich von MIR.
Das ist das erste Jahr, seit ich mich erinnern kann, in dem ich ​keinen Vorsatz habe, das Aussehen meines Körpers zu verändern.
Das ist eine Form von Freiheit, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal erleben würde und es fühlt sich richtig richtig gut an.»

In den knapp 10'000 Kommentaren bedanken sich unzählige Frauen für die wichtige Botschaft, mehr als 120'000 Personen haben den Beitrag geliket, 80'000 haben ihn geteilt.

(viw)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerWeise
13.01.2016 16:03registriert Februar 2014
Wow die Erste Welt hat echt Probleme
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Saul_Goodman
14.01.2016 00:44registriert Dezember 2015
warum sucht man sich dann einen dermassen hohlen und oberflächlichen sport aus?wieso sucht man sich ausgerechnet den einzigen sport(den ich kenne)der als Primärziel die Formung des Körpers nach einem Schönheitsideal hat, wenn einen dieses bewertet werden des körpers so stört. ich meine, kein Wunder wird dann ihr körper kritisiert.an wettkampfen schaut man ja nur die muskeln und das fett an und nicht wieviel gewicht sie heben können oder wie schnell sie sind.genauso wie ein fussballer für die schlechte verteidigung kritisiert wird und ein skifahrer dafür dass er die kurve falsch angefahren ist.
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StealthPanda
13.01.2016 18:57registriert September 2015
Echt...sind wir soweit gekommen dass uns jemand Fremdes sagen muss dass wir auch so einfach schön sind? Ist es nicht ein bisschen Ironisch dass eine Frau die ja angeblich keine Bewertung mehr will, ein Foto von sich Hochlädt und dann einen Ellen Langen text dazu schreibt das ihr Meinungen egal sind und damits Dramatisch wird noch ein bisschen Augen Bisi Geschwafel dazu? Und muss es dann auch wirklich noch sein das sowas noch in die Zeitung gebracht wird? Girls...sorry but...Get a Life.
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Tschüss, Sommergrippe! Mit diesen Tipps beugst du vor
Im Sommer kann ein grippaler Infekt, im Volksmund Erkältung, fast schwerer zu ertragen sein als im Winter. Schüttelfrost und heisser Tee bei 30 Grad – wäh! Umso besser ist's zu wissen, wie man eine Sommergrippe vermeidet, denn während der warmen Jahreszeit steckt man sich anders an als in der kalten.

Vergangenes Wochenende bin ich total flachgelegen. Husten, Schnupfen, Halsweh, Kopfweh. Das ganze Programm. Und das bei über 30 Grad. Eine typische Sommergrippe. Also eine Erkältung. Diese ist, der irreführenden Bezeichnung zum Trotz, nicht an die kalte Jahreszeit gebunden. Erkältungsviren gibt es auch im Sommer. Dann handelt es sich aber meist um andere Erreger als im Winter, auch wenn die Symptome mehr oder weniger gleich sind.

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