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Heiligsprechung im Vatikan

Die Frauen, an denen die heilig gesprochenen Päpste ihre Wunder vollbrachten

Die beiden Päpste Johannes Paul II und Johannes XXIII sind am Sonntag heilig gesprochen worden – wegen Wundern, die sie an drei Frauen vollbrachten. Die Geheilten litten zuvor an schweren Krankheiten.



Die Wunder von Johannes Paul II

epa04182581 Tapestry portraying Pope John Paul II at St. Peter's Basilica during the canonization ceremony for Pope John Paul II and Pope John XXIII led by Pope Francis (not seen) at St. Peter's Square in Vatican City, Vatican, on 27 April 2014.  EPA/ETTORE FERRARI

Ein Heiliger: Johannes Paul II. Bild: EPA

Johannes Paul II hat im Abstand von sechs Jahren gleich zwei Wunder an kranken Frauen vollbracht:

2011: Floribeth Mora Diaz

VATICAN CITY, VATICAN - APRIL 24:  Floribeth Mora Diaz, who believes she received a miracle from Pope John Paul II, attends a press conference at the Vatican Media Center inside the Paul VI Hall on April 24, 2014 in Vatican City, Vatican. Nun Adele Labianca and Floribeth Mora Diaz recount their stories of healing through intercession of popes John Paul ll and Blessed John xxlll ahead of their canonization. (Photo by Franco Origlia/Getty Images)

Sah wie Johannes Paul II ihr von einer Zeitschrift zuwinkte: Floribeth Mora Diaz. Bild: Getty Images Europe

Floribeth Mora Diaz' Leben hing am seidenen Faden. Mit einer gefährlichen Erweiterung der Hirngefässe, gaben die Ärzte in Costa Rica ihr noch einen Monat zum Leben. Am 1. Mai 2011 schaute sich die fünffache Mutter die Seligsprechung von Johannes Paul II im Fernsehen an, als sie seine Stimme im Zimmer hörte: «Steh auf, hab keine Angst.» Der Papst winkte ihr auf dem Cover einer Zeitschrift zu. Von diesem Moment an war die 56-Jährige gesund. Die mexikanischen Ärzte fanden keine Erklärung für die spontane Heilung.

2005: Schwester Marie Simon-Pierre Normand

epa00971692 Photo of Catholic Nun Marie-Simon-Pierre, who gave a press conference in Aix en Provence, France, Friday 30 March 2007. Sister Marie-Simon-Pierre claims to have been cured of Parkinson desease after praying to the late Pope John Paul II, a thing that amounts to a miracle for those who belong to the Catholic Church.  EPA/STR

Litt an unheilbarem Parkinson: Schwester Marie Simon-Pierre. Bild: EPA

Das zweite Wunder, das dem früheren Papst Johannes Paul II zugeschrieben wird, passierte am 3. Juni 2005 an Schwester Marie Simon-Pierre. Die heute 53-jährige Schwester litt – wie Johannes Paul II selber – an der unheilbaren Parkinson-Krankheit. Sie habe sich ihm schon immer sehr nahe gefühlt, erzählt sie heute. Ihre Krankheit hatte sich in dieser Zeit verschlimmert und sie konnte wegen dem Zittern nicht einmal mehr schreiben. In dieser denkwürdigen Nacht, habe sie intensiv für den Papst gebetet, plötzlich konnte sie wieder schreiben und am nächsten Morgen war sie gesund. 

Das Wunder von Johannes XXIII

epa04182580 Tapestry portraying Pope John XXIII at St. Peter's Basilica during the canonization ceremony for Pope John Paul II and Pope John XXIII led by Pope Francis (not seen) at St. Peter's Square in Vatican City, Vatican, on 27 April 2014.  EPA/ETTORE FERRARI

Vollbrachte ein Wunder: Johannes XXIII. Bild: EPA

Vor fast 50 Jahren soll Papst Johannes XXIII einer Schwester das Leben gerettet haben: 

1966: Schwester Caterina Capitani

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Sah den verstorbenen Papst an ihrem Bett: Schwester Caterina Capitani. Bild: Screenshot/TR98

Als Schwester Caterina Capitani 23 Jahre alt war, musste sie sich einen Teil ihres Magens entfernen lassen. Nach der Operation schwebte sie im Marinehospital von Neapel in Lebensgefahr. In ihrer Not habe sie Johannes XXIII angerufen, der damals schon seit drei Jahren verstorben war. Sie fühlte seine Hand in ihrer Magengegend und sah den Papst neben ihrem Bett stehen:  «Schwester Caterina, du hast viel zu mir gebetet, dir geht es gut, du hast nichts mehr», soll er gesagt haben. Nach drei Tagen war Schwester Caterina geheilt. Vor vier Jahren starb sie in Neapel an einer anderen Krankheit. Ihre Mitschwester Adele Labianca bezeugte das unerklärliche Ereignis drei Tage vor der Heiligsprechung.

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