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Japans Autobranche sagt bis 2050 «Sayonara» zum Benzin-Motor



epa04702602 Toyota Motor Corp. compact three-wheeled electric vehicle 'i-Road' are parked at a pick-up station in Yurakucho, central Tokyo, Japan, 13 April 2015. From 10 April, Toyota Motor Corp. and Park24 Co., Ltd. started a car sharing service trial in central Tokyo by providing the 'i-Road', the giant automaker’s three-wheeled electric vehicle. By using the 'Times Car Plus' service, members can use the vehicles at any time during the trial period ending in September 2015. Usage cost is 412 yen (about 3 euros) for 15 minutes.  EPA/FRANCK ROBICHON

«i-Road»-Modell des japanischen Autobauers Toyota an einer «Tankstelle» in Tokio. Bild: EPA/EPA

Während sich Europas Autobauer mit den Nachwirkungen des Dieselskandals herumschlagen, wagen Japans Automanufakturen den Ausblick in die Zukunft. Wie Spiegel Online berichtet, einigten sich die grössten Autohersteller des Landes – darunter die sogenannten «Big Three» Toyota, Nissan und Honda – darauf, bis 2050 keine reinen PKW-Verbrennungsmotoren mehr herzustellen. Stattdessen sollen nur noch Batterie-, Wasserstoff- oder Hybridantriebe produziert werden.

Es ist das erste Mal, dass sich die Autobranche einer grossen Industrienation kollektiv und verbindlich auf einen Ausstiegstermin einigt, wie Spiegel Online schreibt. Die Ankündigung ist laut Beobachtern Teil der Strategie der japanischen Autoindustrie, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Hersteller dürften dabei auch den Nachbar China im Blick haben, dessen Autoproduzenten seit längerer Zeit verstärkt auf Elektromotoren setzen – mit Erfolg. Ganz verzichten müssen die Hersteller in Japan aber nicht auf den Verbrennungsmotor: Hybridmodelle, die Benzin-und Elektromotoren kombinieren, sollen auch nach 2050 erlaubt sein.

In der EU gibt es noch keinen gemeinsamen Fahrplan zum Ausstieg aus dem Benzinzeitalter, wohl aber einzelne Initiativen. Der schwedische Autobauer Volvo, der in chinesischen Händen ist, hat bekanntgegeben, ab kommendem Jahr nur noch Elektro-, oder Hybridautos zu produzieren. In zahlreichen Städten in Europa wurde zudem ein Verbot für Diesel-Fahrzeuge erlassen, nachdem das Ausmass des Diesel-Skandals ruchbar wurde.

Die britische Regierung hatte schon 2017 überraschend angekündigt, bis 2040 keine Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen, ähnliche Verlautbarungen ertönten letztes Jahr auch aus dem Elysée-Palast in Paris.

Dass solche Ankündigungen mit Vorsicht zu geniessen sind, zeigte sich Anfang Juli, als die Tory-Regierung ihre Pläne konkretisierte und damit harsche Kritik erzeugte: Dies sei keine «Road to Zero», so der Schattentransportminister der Labour-Partei, sondern ein Weg ins Niemandsland.

Weltweit waren 2017 weltweit mehr als drei Millionen Elektro-Autos auf den Strassen unterwegs, 57 Prozent mehr als noch 2016. Mit einem Anteil von 40 Prozent der Elektro-Autos ist China mit Abstand der grösste Markt. (wst)

China ist der Marktführer für Elektroautos

Video: srf/SDA SRF

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