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epa04463643 Egyptian mourners attend the funeral for one of the soldiers killed in a suicide attack 24 October 2014 in Sinai, Egypt, 25 October 2014. Following a suicide attack and clashes with militants in Sinai 24 October in which 30 members of the Egyptian Military were killed, a State of emergency has been declared in parts of Sinai, a curfew declared starting 0300 25 October, communications cut in northern Sinai and three days of mourning for those who died announced, as the Egyptian army continues its attempts to secure Sinai which has been the site of a number of attacks upon security services over the last year.  EPA/EADWAN ABOU MAGD EGYPT OUT

Bild: EPA/AL-MASRY AL-YOUM

Ägypten

Nach blutigen Anschlägen: Ausnahmezustand auf dem Sinai



Nach dem blutigsten Anschlag auf Sicherheitskräfte seit mehr als einem Jahr plant Ägypten «radikale» Schritte an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen. Das kündigte Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei einer Fernsehansprache am Samstag an, nannte jedoch keine Details.

Zuvor hatte der Staatschef über einen Teil der nördlichen Sinai-Halbinsel für drei Monate den Ausnahmezustand verhängt. Der Grenzübergang Rafah zu Gaza wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Al-Sisi habe die Massnahmen nach einem Treffen mit dem Nationalen Verteidigungsrat ergriffen, berichteten die staatlichen Medien in der Nacht zum Samstag. Dazu gehört auch eine dreimonatige Ausgangssperre im Nordsinai von 17.00 bis 7.00 Uhr.

Bei der Explosion einer Autobombe an einem Kontrollpunkt im Nordsinai wurden am Freitag 28 Soldaten getötet und 30 verletzt. Es war der verheerendste Anschlag auf Sicherheitskräfte seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013. 

Family members of security forces killed in Sinai on Friday react as they wait for the bodies of their relatives at Almaza military airbase in Cairo October 25, 2014. Two attacks in Egypt's Sinai Peninsula killed 33 security personnel on Friday, security sources said, in some of the worst anti-state violence since Islamist President Mohamed Mursi was overthrown last year.     REUTERS/Al Youm Al Saabi Newspaper (EGYPT - Tags: CIVIL UNREST MILITARY) NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN EGYPT EGYPT OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN EGYPT

Trauernde Familienmitglieder der getöteten Sicherheitskräfte auf der Halbinsel Sinai. Bild: AL YOUM AL SAABI/REUTERS

Die Verantwortung dafür übernahm zunächst niemand. Stunden später kamen laut ägyptischen Medienberichten drei Sicherheitsleute ums Leben, als Extremisten an einem anderen Kontrollpunkt das Feuer eröffneten.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Anschlag am Samstag. Abbas richtete dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi und den Familien der getöteten Soldaten sein Beileid aus, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan.

Unterstützung aus dem Ausland vermutet

Al-Sisi kündigte an, dass die Sicherheitsmassnahmen im Grenzgebiet «bald» ergriffen würden, um den Terrorismus zu bekämpfen. Zugleich betonte er, ohne Namen zu nennen, dass es von ausländischer Seite Unterstützung für den Anschlag gegeben habe. 

In den vergangenen Monaten – auch während des Gazakriegs – hat die ägyptische Armee Dutzende Schmugglertunnel zerstört, die von ägyptischem Territorium in den Gazastreifen hineinreichten. Die in Gaza herrschende radikal-islamische Hamas ist mit der inzwischen verbotenen ägyptischen Muslimbruderschaft verbunden. Der Übergang in Rafah ist der einzige Weg aus Gaza, der nicht von Israel kontrolliert wird.

Das ägyptische Militär geht seit Jahren immer wieder auf dem Sinai gegen islamistische Milizen und Schmugglerbanden vor, die sich nach den arabischen Aufständen und dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak 2011 dort breitgemacht haben. Attacken auf die Sicherheitskräfte gibt es regelmässig. Zu mehreren Angriffen hat sich die islamistische Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis bekannt. (egg/sda/dpa/reu)

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