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Promis und Politiker klatschen während einer Spendengala ohne Maske beim ORF.
Promis und Politiker klatschen während einer Spendengala ohne Maske beim ORF.screenshot: orf

Ganz Österreich sitzt im Lockdown – nur die Politiker machen Party im ORF

27.11.2021, 11:2127.11.2021, 11:32

Eigentlich wäre die «Licht-ins-Dunkel»-Gala eine ehrenwerte Sache. Dort werden Spenden gesammelt für Sozial- und Behindertenprojekte in ganz Österreich. Doch dieses Jahr hat Veranstaltung, welche im ORF ausgestrahlt wurde, für viel Ärger gesorgt.

Seit einer Woche gilt in Österreich ein 20-tägiger Lockdown, da sich die Lage in den Spitälern wegen Corona dramatisch zugespitzt hatte. Restaurantbesuche und Feiern sind aktuell untersagt.

Deswegen war der Ärger gross, als bei der «Licht-ins-Dunkel»-Gala die wichtigsten Regierungsmitglieder ohne Maske beim Feiern zu sehen waren. Gut aufgelegt klatschten Kanzler Alexander Schallenberg, Vizekanzler Werner Kogler und Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu den Klängen von «Life is Life».

Ausgerechnet jene Personen, die zuletzt «die Zügel straffer anziehen» wollten. Gemeinsam mit Promis schunkelten sie vor laufender Kamera zu Opus, Andrea Berg und DJ Ötzi.

ORF-Generadirektor Alexander Wrabetz meinte vor der Sendung: «Ich glaube, man wird rasch sehen, hier wird nicht gefeiert, sondern für einen guten Zweck gesammelt. Es findet eine Show statt, aber nicht für die Leute, die da sind, sondern für das Publikum, das eben in grösserer Zahl zu Hause sitzt und von Andrea Berg bis Opus etwas Schönes erlebt.»

Nicht alle teilten offenbar die Meinung von Wrabetz. Der Ärger in den Sozialen Medien war nach der Gala gross. Dieser rührte auch daher, weil im Netz Fotos kursierten, auf denen sich die Gäste um die Sektbar drängten.

Das ORF dementierte jedoch, dass es eine Aftershowparty gegeben hat. Die Promis und Politiker seien verabschiedet worden, was 35 Minuten gedauert habe. «Dabei wurden offenbar von einzelnen Mitwirkenden Erinnerungsfotos gemacht, die aus dem Kontext gerissen den falschen Eindruck einer Partysituation erwecken können. Nach der Verabschiedung verliessen in weiterer Folge auch die an der Produktion beteiligten Mitarbeiter den Produktionsort.»

Zu Reden gab auch eine Szene mit Arbeitsminister Martin Kocher. Im Fernsehen war zu sehen, wie er mit seinem Handy Bundesministerin Karoline Edtstadler von hinten filmte. Auf Twitter sagte er später, er habe «ein Video vom Show-Act» gemacht.

Ganz alle dürften Kocher die Erklärung nicht abgekauft haben und sich bei folgendem Vokabular bedient haben:

(cma)

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Video: watson/Emily Engkent
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