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Die Swiss führt ihre Flüge von und nach Südafrika weiter durch.
Die Swiss führt ihre Flüge von und nach Südafrika weiter durch.Bild: KEYSTONE

Bund erlässt «Einreiseverbote» – Swiss fliegt aber weiter

27.11.2021, 08:13

Die neue Coronavirusvariante B.1.1.529 gibt laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) Anlass zur Sorge. Sie weise mehr Mutationen auf, als der Wissenschaft von anderen besorgniserregenden Coronavirus-Varianten bekannt seien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese neue Variante als besorgniserregend eingestuft. Es bestehe die Möglichkeit, dass die bisherigen Impfstoffe weniger wirksam seien, hiess es.

Wegen der neuen Variante hat das BAG reagiert. «Sämtliche Flüge aus Botsuana, Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika sind für unbestimmte Zeit verboten», schreibt das BAG am Freitagnachmittag.

Allerdings ist das Verbot nicht sehr strikt. Seitens des BAG heisst es weiter: «Für Schweizerinnen und Schweizer sowie Personen mit einem Aufenthaltstitel der Schweiz sowie Liechtenstein, die sich derzeit in diesen Ländern befinden, gilt für die Heimreise auf privater Basis eine Ausnahmeregelung.»

Die Reisenden müssten, auch wenn sie geimpft seien, sowohl beim Boarding als auch bei der Einreise einen negativen Covid-Test vorlegen und sich zehn Tage in Quarantäne begeben, schreibt das BAG. Dasselbe gelte für Reisende aus Hongkong, Israel und Belgien, wo die neue Variante ebenfalls schon festgestellt wurde. Man behalte sich vor, die Quarantänepflicht auf weitere Länder auszudehnen, wo die Variante festgestellt werde.

Eine Hotelquarantäne für die Reisenden aus den betroffenen Ländern kennt die Schweiz indes nach wie vor nicht. Das BAG schreibt lediglich: «Der Transport vom Flughafen nach Hause soll nicht durch den öffentlichen Verkehr erfolgen.»

Swiss findet Flugverbote «nicht ideal»

Am Freitagabend reagierte die Swiss auf die neuen Regeln. Man werde den Entscheid der Bundesbehörden umsetzen und nur noch Fluggäste mit Schweizer und Liechtensteiner Staatsbürgerschaft oder entsprechender Schweizer oder Liechtensteiner Aufenthaltsbewilligung transportieren, heisst es in einer Medienmitteilung.

Weiter schreibt die Fluglinie: «Swiss weist jedoch darauf hin, dass aufgrund von Erfahrungen der vergangenen Monate Flugverbote nicht ideal sind, um die Ausbreitung einer neu entdeckten Virusvariante zu unterbinden.» Reisen von und nach Südafrika seien über andere Drehkreuze weiterhin möglich, so die Swiss weiter.

Die Flüge von und nach Südafrika gehen in den kommenden Tagen weiter. Noch am Freitagabend hob eine Maschine um 22:40 Uhr nach Johannesburg ab. Die täglichen Flüge von und nach Johannesburg würden «wie geplant durchgeführt», schreibt die Swiss. (cma)

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Video: watson/Emily Engkent
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