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Zwei Frauen nach Hai-Angriffen in Ägypten getötet

03.07.2022, 21:02
Ein Makohai attackierte eine österreichische Touristin in Hurghada.
Ein Makohai attackierte eine österreichische Touristin in Hurghada.Bild: keystone

Unweit des ägyptischen Badeorts Hurghada sind eine Österreicherin und eine Rumänin bei Hai-Angriffen ums Leben gekommen. Ein Hai habe sich der 68 Jahre alten Österreicherin beim Schwimmen genähert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus medizinischen Kreisen in Hurghada. Die Frau habe einen Schock erlitten und sei im Krankenhaus gestorben. Die russische Agentur Ria Novosti berichtete, die 68-Jährige habe bei dem Angriff einen Arm und ein Bein verloren.

Die zweite Frau starb offenbar nach einem Angriff desselben Hais. Das teilte das ägyptische Umweltministerium in Kairo am Sonntag mit. Umweltministerin Jasmin Fuad drücke den Familien der beiden Opfer ihr Beileid aus. Nach Angaben des rumänischen Aussenministeriums handelt es sich um eine Rumänin, die in Hurghada Urlaub machte. Der Strand wurde vorerst geschlossen.

Das österreichische Aussenministerium in Wien bestätigte den Tod einer Österreicherin. Medizinischen Kreisen zufolge war sie mit einem Ägypter verheiratet und lebte in Hurghada am Roten Meer. Touristen verfolgten die tragischen Szenen vom Strand und von einem Steg aus. Ein Video zeigt, wie die Frau in rot gefärbtem Wasser versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Unterdessen versuchen Männer vom Steg aus, sie mit einem Seil aus dem Wasser zu ziehen.

Der Vorfall ereignete sich in einer Bucht südlich von Hurghada. Der Strand wurde für drei Tage geschlossen. Die Kammer für Tauch- und Wassersport (CDWS) informierte ihre Mitglieder nach dem Zwischenfall über die Sichtung eines Makohais in der Gegend. Wassersport wie Tauchen, Schnorcheln, Kite- und Windsurfen seien während dieser Zeit in dem Gebiet nicht gestattet, hiess es.

Makohaie können ein Tempo von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Ausgewachsen können sie über 4 Meter lang und über 500 Kilogramm schwer werden. Im Roten Meer leben auch Hammerhaie, Weissspitzen-Hochseehaie, Seidenhaie und weitere Arten.

Das Rote Meer ist unter anderem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Vereinzelt kam es aber auch hier zu tödlichen Attacken. 2018 starb ein Tourist aus Tschechien nach einem Hai-Angriff, 2015 kamen so auch ein Deutscher und 2010 eine deutsche Rentnerin ums Leben. Möglicherweise werden die Tiere durch Abfälle angelockt oder durch – eigentlich verbotenes – Futter und Köder von Ausflugsbooten.

Für Tauch-Anbieter, die auch Tauchgänge zu Haien anbieten, sind die Raubfische eine wichtige Einnahmequelle. Laut Mahmud al-Hanafi, Professor für Meeresbiologie an der Suezkanal-Universität, kann ein Hai mit einer Lebensdauer von 20 Jahren einen wirtschaftlichen Wert von bis zu vier Millionen Dollar (3,8 Mio Euro) erreichen. Haie zu füttern oder mit rohem Fleisch zu ködern, ist verboten. (sda/dpa)

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Unheimliche Bilder aus den Tiefen der Ozeane

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Hai schnappt sich Kamera – und liefert faszinierende Aufnahmen

Video: watson

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Herren
03.07.2022 15:48registriert März 2016
Ich bin gegen solche Artikel. Wie viele Menschen starben letzte Woche an Malaria nach Mückenstichen? Weshalb gibt es hierzu keine Artikel? Weshalb muss man die Mär des gefährlichen Hais immer wieder erzählen? Haie sind äußerst wichtig für die Meere. Sie müssen geschützt werden, nicht verteufelt. Haie gab es bereits auf der Erde bevor es Bäume gab. Bitte etwas mehr Respekt vor diesen wunderbaren Tiere und weniger Sensationsjournalismus. Danke.
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Burrito of Happiness
03.07.2022 15:13registriert Mai 2020
Jährlich werden ca. 100 Millionen Haie durch den Menschen getötet.
-einfach als Fakt am Rande
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mMn
03.07.2022 15:27registriert September 2020
Der Grund warum Haie so nahe an die Küste kommen, dass sie Badende bedrohen, ist die Überfischung der Meere. Wenn die nicht mehr genug Nahrung in ihrer normalen Umgebung finden suchen sie eben wo anders.
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