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Ukrainian President Petro Poroshenko gestures as he attends debate between two candidates in the weekend presidential run-off at the Olympic stadium in Kiev, Ukraine, Friday, April 19, 2019. A comedian leading Ukraine’s presidential race and the incumbent faced off in a debate at the nation’s largest sports arena Friday, fiercely trading accusations two days before the runoff. (Mikhail Palinchak, Ukrainian Presidential Press Service via AP)

Präsident Petro Poroshenko heizt der Menge im Stadion ein. Bild: AP/Presidential Press Service

Olympiastadion von Kiew bebt wegen hitziger Präsidentschaftsdebatte



Vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine haben sich die beiden Kandidaten eine hitzige Debatte vor Tausenden Menschen im Olympiastadion in Kiew geliefert.

Amtsinhaber Petro Poroschenko und der Komiker Wolodymyr Selenskyj gaben sich auf der Bühne in der Arena mit 70'000 Plätzen am Freitagabend zwar zunächst die Hände. Sie gingen aber prompt zu scharfen Angriffen aufeinander über.

«Es war ein Fehler»

Selenskyj sagte zum Auftakt, dass er selbst vor fünf Jahren Poroschenko als Hoffnungsträger gewählt habe. «Es war ein Fehler», sagte der Favorit vor der Abstimmung an diesem Sonntag (21. April). Die Ukraine sei heute das ärmste Land - unter «dem reichsten Präsidenten». Poroschenko, der selbstsicher und mit einem Lächeln auftrat, wies Vorwürfe der Korruption zurück.

Der Amtsinhaber warnte vor der Gefahr, dass Russland mit seinem Präsidenten Wladimir Putin die Kontrolle über die Ukraine erlangen könne. «Wir stehen heute vor äusseren Herausforderungen, die vom Präsidenten Mut, Kraft, internationale Erfahrung erfordern», sagte er.

Poroschenko bezeichnete seinen Herausforderer als unfähig, den russischen Aggressor zu besiegen. Während Poroschenko nur Ukrainisch sprach, wechselte Selenskyj zeitweise ins Russische.

Der 41-jährige Selenskyj betonte, dass er sich im Gegensatz zu Poroschenko noch nie mit Putin getroffen habe. Er warf dem Staatschef vor, den Krieg im Osten der Ukraine - anders als vor fünf Jahren versprochen - nicht beendet zu haben. «Ich bin nicht ihr Opponent, ich bin ihr Urteil», sagte Selenskyj.

Er wolle nur eine Amtszeit regieren und dafür sorgen, dass die korrupte Machtelite verschwinde. Mehrere Fernsehsender übertrugen die Debatte - auch in Russland. (sda/dpa)

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