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epa07844389 Federal co-chairman of the Alternative for Germany (AfD) right-wing populist party Alexander Gauland attends the traditional summer interview of the television show 'Report from Berlin' of the of German station ARD, in Berlin, Germany, 15 September 2019.  EPA/HAYOUNG JEON

Alexander Gauland während des ARD-Sommerinterviews. Bild: EPA

Eklat im ARD-Sommerinterview: AfD-Chef Gauland verweigert Zuschauerfragen



Eigentlich sollen die Zuschauer im Anschluss des ARD-Sommerinterviews die Möglichkeit bekommen, den jeweiligen Spitzenpolitikern Fragen zu stellen. Eigentlich.

Als am Sonntag aber der Fraktionschef der AfD im Bundestag, Alexander Gauland, zu Gast war, war dies nicht der Fall. Denn im Anschluss an das Sommerinterview mit dem AfD-Politiker fiel das Online-Format «Frag selbst» aus, wie das ARD-Hauptstadtstudio mitteilte.

Gauland sagt Frageformat mit Zuschauern ab

Der Grund: Alexander Gauland hatte die Teilnahme an der obligatorischen Zuschauerfragerunde «Frag selbst» im Anschluss des Interviews abgelehnt. Ohne Begründung – bisher – teilte das ARD-Hauptstadtstudio mit. Die AfD habe angeboten, einen anderen Politiker für «Frag selbst» zu suchen. Das allerdings lehnt das ARD-Hauptstadtstudio «aus Gründen der Gleichbehandlung» ab, da alle bisherigen Sommerinterviewgäste (Christian Lindner, Annalena Baerbock, Markus Söder, Manuela Schwesig, Dietmar Bartsch und Annegret Kramp-Karrenbauer) sich den Fragen der Zuschauer gestellt haben.

«Wir bedauern Alexander Gaulands Absage, zumal schon von viele Userinnen und User interessante Fragen als E-Mail oder Video geschickt haben und bitten alle Interessierten, auf die Einsendung weiterer Fragen zu verzichten.»

ARD

Während des Sommerinterviews, dass die ARD am Sonntag um 18.30 Uhr ausstrahlte, wollte die Moderatorin Tina Hassel nun wissen, warum er sich nicht den Fragen der Zuschauer stellen wollte.

Und die Antwort lässt tief blicken. Gauland begründet seine Absage damit, dass er im Vorfeld gerne gewusst hätte, welche Fragen man ihm denn genau stellen würde.

«Ich wollte gerne wissen, was es für Fragen sind. Die wurden von ihnen beziehungsweise ihren Mitarbeitern nicht vorher gesagt. Und dann muss ich das nicht mitmachen.»

Alexander Gauland, AfD-Chef ard

Eine bemerkenswerte Antwort. Denn: Dass Journalisten die Fragen Politikern im Vorfeld nicht mitteilen, ist eigentlich selbstverständlich. Offenbar nicht für den AfD-Politiker.

Die ARD-Journalistin Tina Hassel weist Gauland dann auch darauf hin, dass keiner der anderen Sommerinterview-Teilnehmer die Fragen der Zuschauer vorher bekommen habe. Es sei also auch eine Frage der Gleichbehandlung.

epa07844527 German journalist Tina Hassel (L) and Federal co-chairman of the Alternative for Germany (AfD) right-wing populist party Alexander Gauland (R) shake hands during the traditional summer interview of the television show 'Report from Berlin' of the of German station ARD, in Berlin, Germany, 15 September 2019.  EPA/HAYOUNG JEON

ARD-Moderatorin Tina Hassel begrüsst Alexander Gauland zum Gespräch. Bild: EPA

Gauland sieht das offenbar anders. Seine Antwort formuliert er als Frage: «Warum muss ich sozusagen in ein schwarzes Loch gucken?» – «Sie müssen gar nichts», antwortete die Moderatorin am Ende der Sendung knapp und bedankt sich bei Gauland für sein Kommen.

Kritik an Ausstrahlung des Sommerinterviews

In sozialen Netzwerken erntet nicht nur Gauland Kritik für seine Absage, sondern auch die ARD für ihr Vorgehen. Twitter-User fordern, dass die ARD das Sommerinterview mit Gauland absagen solle, wenn dieser sich nicht im Anschluss den Fragen der Zuschauer stellen wolle.

Die ARD teilt gegenüber watson mit:

«Zu einer Absage des Sommerinterviews sehen wir keine Veranlassung. Wenn sich Herr Gauland nicht den Fragen der User stellen will, ist das für ihn ein Nachteil, nicht für die anderen bereits interviewten Parteivorsitzenden. Entsprechend wird dies ja auch im Netz diskutiert.»

Zuschauerfragen während der Sendung

Zuvor hatte die Moderatorin Tina Hassel einfach während des Interviews die von einigen Zuschauern eingesandten Fragen verlesen. Darunter die nach einer erneuten Kandidatur Gaulands für den Parteivorsitz. Er habe bei der vorangegangenen Wahl die Erfahrung gemacht, dass man manchmal kandidieren müsse, «wenn es schwierig wird», antwortete dieser. Auf eine weitere Zuschauerfrage, welches Alter das richtige für einen Ausstieg aus der Politik sei, antwortete der 78-Jährige: «Das kommt ganz auf die individuelle Leistungsfähigkeit an.»

epa07844528 Federal co-chairman of the Alternative for Germany (AfD) right-wing populist party Alexander Gauland (L) leaves the traditional summer interview of the television show 'Report from Berlin' of the of German station ARD, in Berlin, Germany, 15 September 2019.  EPA/HAYOUNG JEON

Bild: EPA

Brisant wurde es auch bei einer Frage nach Gaulands Verhältnis zum brandenburgischen AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz. Diesem wurden Verbindungen zu diversen rechtsextremen Gruppierungen in der Vergangenheit nachgewiesen. Gauland verteidigte den Brandenburger Kalbitz. Der sei ein «bürgerlicher Mensch», er könne «nichts Rechtsextremes in ihm finden», sagte der AfD-Bundesvorsitzende. «Er macht das gut.»

Gauland beschwerte sich in dem Interview auch über Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der der AfD einen bürgerlichen Charakter abgesprochen hatte. Der Bundespräsident hätte eine Rede halten können, wo er diese Themen anspricht, in diesem Zusammenhang aber nicht die AfD erwähnen dürfen, sagte der AfD-Vorsitzende. Letzendlich versuche Steinmeier, die AfD «aus dem politischen Diskurs auszugrenzen». Das sei aber allenfalls Sache des Bundesverfassungsgerichts.

(ts/hau/bal)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum 16.09.2019 09:59
    Highlight Highlight Im Rumopfern sind Rechtspopulisten wie Gauland ganz gross. Genauso im Dämonisieren von Menschen, die ihnen nicht passen.

    Sich den Zuschauerfragen zu verweigern, ist in meinen Augen Feigheit vor dem Volk. Grosse Klappe, nichts dahinter: AfD.
  • rodolofo 16.09.2019 09:07
    Highlight Highlight So viel zur sonst immer behaupteten Begeisterung der AfD für die Schweizerische "Direkte Demokratie":
    Allzu direkt soll's dann doch nicht sein, was?
    Viel lieber lässt sich Gauland -wie Blocher in seinem Blocher-TV- von einem unterwürfig von ihm begeisterten Partei-Kollegen vorfabrizierte Kuschel-Fragen stellen, die er dann -ebenso vorbereitet- erhaben und süffisant beantworten kann, begleitet von einer Raum greifenden Gestik, als Volkstribun des Volkes, das WIEDER NICHT reden darf und WIEDER NICHT reden soll.
    Eigentlich peinlich, lächerlich und nicht wert, beachtet und kommentiert zu werden...
  • Ticasuk 16.09.2019 09:04
    Highlight Highlight Feigling.
  • Saerd neute 16.09.2019 08:34
    Highlight Highlight Ein Stück weit verstehe ich Gauland. Da das politische Klima in Deutschland zurzeit vergiftet ist und jeder rechts der Mitte Politisierende als Rassist und Nazi bezeichnet wird( was eine totale verharmlosung der Nazionalsozialisten ist) kann Gauland nicht damit rechnen keine verleumderische und beleidigende Fragen zu bekommen.
    Ich glaube das würde ich mir auch nicht antun.
    • Satan Claws 16.09.2019 13:49
      Highlight Highlight Gauland und die AfD sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.
    • Magnum 16.09.2019 14:45
      Highlight Highlight Diese Vergiftung des politischen Klimas hat die AfD massgeblich vorangetrieben, indem sie in sattsam bekannter NSDAP-Terminologie von "Altparteien" und "Systempresse" spricht und die Bundesrepublik allen ernstes als die neue DDR mit Merkel als weiblichem Honecker hinstellt.
      Wenn sich ebendiese AfD dann über ein vergiftetes politisches Klima beschwert, dann ist das für mich einfach nur peinliches Rumopfern - aber genau das ist die Kernkompetenz dieser Undemokraten.
    • Saerd neute 16.09.2019 19:20
      Highlight Highlight Du ja auch :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • pascalsee 16.09.2019 06:08
    Highlight Highlight der richtige Eklat war das ein ZDF reporter in einem Interview höcke mehrmals mit hitler verglichen hat. Nach etwa 20 min hat höcke zurecht das Interview abgebrochen!
    • freakykratos 16.09.2019 06:31
      Highlight Highlight Falsch, das Interview wurde von Höckes Assistent bereits nach 10 Minuten abgebrochen. Er begründete dies damit, dass Höcke durch die Fragen "stark emotionalisiert" wurde.
      Der Hitlervergleich haben die AfD Politiker gemacht als das ZDF sie fragte ob bestimmte Aussagen von Höcke oder Hitler stammten. Alle diese Äusserungen stammten aus Höckes Buch.
    • de_spy 16.09.2019 09:30
      Highlight Highlight Verdrehte hier nicht die Wahrheit, pascalsee. Bei dem Höcke Interview ging es um die Sprache, die Höcke verwendet, und deren offensichtliche Anlehnung an NS Duktus. Weil er die Fragen nicht schon genau kannte und seine Antworten nicht vorab zurechtlegen konnte, brach er das Interview ab. Und am Ende droht er dem Journalisten noch mit Konsequenzen, falls er mal eine interessante politische Person werden sollte. Das ist schlicht krank und widerlich und zeigt, was für eine Gesinnung vorliegt. Orban, Erdogan oder Kim lassen grüssen.
    • Swen Goldpreis 17.09.2019 21:21
      Highlight Highlight Vergleichen darf man alles. Ich kann auch dich mit einer Kirchblüte oder dem Auspuff eines SUV vergleichen. Vermutlich - ohne dich jetzt näher zu kennen - gehe ich davon aus, dass bei diesem Vergleich die Unterschiede überwiegen. Bei der Sprache von Höcke und Hitler scheinen hingegen die Ähnlichkeiten so sehr zu überwiegen, dass nicht einmal seine Parteikollegen den Unterschied erkennen.

      Merkesatz: Vergleichen ist immer ok. Gleichsetzen kann problematisch sein.
  • Jo Blocher 16.09.2019 05:35
    Highlight Highlight Wer keine Antworten hat, kann keine Fragen beantworten.
  • Nume no eis, bitteee! 16.09.2019 04:38
    Highlight Highlight Und man spricht (leider) mal wieder nur von der AfD; Ziel erreicht! Denn im eigenen und nahestehenden Wählersumpf kommt dies bestimmt gut an, i.S.v. „Recht hat er. Sind ja eh alles von der Lügenpresse tendenziöse Zuschauerfragen.“ Und wir alle machen auch fleissig mit bei der Empörung, welche wie gesagt, nur wieder die entschlossenen Rechten bestätigt und ein paar Leute zusätzlich auf diese Seite lockt. Ich weiss ja auch nicht, was besser wäre aber irgendwie werden die einfach immer stärker und das stört gewaltig.
  • FITO 16.09.2019 03:40
    Highlight Highlight Hat ja System bei den Hetzern wie heute bei Bernd Höcke, der das Interview wiederholen wollte weil er im Nachhinein merkte was für einen Bullshit er rausgelassen hatte.

    Oder Aeschi vorgestern der meinte er müsse konkreten Fragen ausweichen und sie nicht beantworten um dann seine Wahlwerbung zu platzieren.
    Dies sind doch alles die gleichen Feiglinge. http://www.zdf.de/nachrichten/heute/zdf-interview-mit-bjoern-hoecke-100.html
    Benutzer Bild
    • Markus K 16.09.2019 04:55
      Highlight Highlight Ich lach mich schief! Sogar Bernd's Krawatte driftet immer wieder nach ganz rechts. ;-D
  • Satan Claws 16.09.2019 01:41
    Highlight Highlight Rechte Populisten sagen doch sinngemäss: "Diskutiert mit uns oder habt ihr angst, dass wir recht(s) haben?" Das hier ist Gaulands Antwort auf diese Forderung.
  • Lowend 16.09.2019 01:28
    Highlight Highlight Nicht nur der Fraktionschef Gauland hat Probleme mit kritischen Fragen. Auch der Aufpeitscher vom Dienst, Björn Höcke zeigt sich im ZDF bei «Berlin direkt» sehr dünnhäutig. Auf Fragen zu seinem Vokabular bricht er ab und am Ende droht er sogar dem Reporter mit Konsequenzen für seine Karriere.

    Volksnah geht wirklich anders! Hass predigen und politische Parallelwelten für aufgehetzte Menschen errichten ist eben keine Politik, sondern der Anfang von Faschismus; In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern!

    https://www.zdf.de/nachrichten/heute/zdf-interview-mit-bjoern-hoecke-100.html
  • Phillsen 15.09.2019 23:47
    Highlight Highlight Einerseits sind die AFDler tatsächlich grösstenteils Pfosten.
    Aber andererseits, den Fragen vom graugreisen ARD-Publikum würd ich mich live auch nicht stellen. Da kommt für ihn ja eh nur so dämlicher Quark wie “Kennen Sie Paragraph 1 des Grundgesetzes?” Oder sowas wie “Wie wollen sie mit den Flüchtlingen umgehen?” Oder noch schlimmer, es ist ein Unterstützer der irgendwelche statements in Frageform raushaut.
    Die Fragen sind entweder dumm, rethorische Fallen oder nicht in einem Interview beantwortbar. Wozu also mitmachen? Weil die Amis es vorleben?
    • Die_andere_Perspektive 16.09.2019 06:34
      Highlight Highlight Ich schau gern gewisse Sendungen des ARD... Und ich bin mitte 30...
    • regen 16.09.2019 07:22
      Highlight Highlight welche fragen würden sie denn stellen? ich freue mich auf ihre rückmeldung.
    • Phillsen 16.09.2019 08:01
      Highlight Highlight @Perspektive
      Schonmal ne Frage eingesendet?

      @regen
      Gar keine. Das ist der Job der Journalisten. Politik ist ein Prozess der über Monate und Jahre kritisch begleitet werden muss. Und die Fragen die dazu jeden Tag und immer wieder gestellt werden müssen sind dem durchschnittlichen Fernsehzuschauer zu trivial.
      Was? Warum? Bis wann?
      Und wenn die Antworten heute von denen Gestern abweichen gehts von vorne los.
      Politiker verantwortlich zu machen ist ein Fulltime-Job. Zuschauerfragen sind lediglich Quotenwerkzeug...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 15.09.2019 23:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Yamato 15.09.2019 23:18
    Highlight Highlight Ein Grund mehr für die Deutschen Semsrott/Sonneborn und damit DIE Partei, als einzig inhaltliche Partei Deutschlands zu wählen.
  • Scrat 15.09.2019 23:01
    Highlight Highlight Naja, dass ein seniles AFD-Aushängeschild nicht in der Lage ist, sich spontanen Wähler-Fragen zu stellen, sollte nun wirklich niemanden überraschen. Dass aber ein senil-pubertäres Gedankengut ausreicht, um in der Politik erfolgreich zu sein, sollte bei jedem Einzelnen wahrlich Anlass zur Sorge auslösen.
  • Blaubar 15.09.2019 22:56
    Highlight Highlight Come on. Er hat einfach einen Termin abgelehnt, weil er keine Lust darauf hatte. Was ist daran so unglaublich ungewöhnlich??
    • Sauäschnörrli 15.09.2019 23:19
      Highlight Highlight Er hatte also einfach keine Lust. Okey, darf er. Wieso führt er dann aber einen anderen Grund an? Denkt er also es ist in Ordnung seine Wähler zu belügen?
    • Blaubar 16.09.2019 00:27
      Highlight Highlight Man kann aus jeder Ameise einen Elefanten machen... bzw. eine Schlagzeile. Gähn (bin übrigens kein AFD-Fan). Mich nervt einfach, wie viele grosse Medien eine Art „öffentliche Meinung“ betonieren. Sehr langweilig, wirklich.
    • Markus K 16.09.2019 06:02
      Highlight Highlight @Käpt'n Blaubär: Um aus Ameisen einen Elefanten zu machen braucht es extrem fundiertes Fachwissen. Viel einfacher funktioniert das mit Fliegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 15.09.2019 22:41
    Highlight Highlight Wieso ist die AfD da überhaupt mit Gauland angetreten? Zuerst ignorieren die Medien die AfD professionell bzw. lassen sich von denen bei jeder Gelegenheit dissen, oder laden einen Guido Reil ein, den selbst ein 12-jähriger argumentativ auseinander nehmen könnte.

    Nachtigall ick hör dir trapsen
    • Sauäschnörrli 15.09.2019 23:15
      Highlight Highlight Mal überlegen, wieso laden die wohl einen Gauland (Fraktionsvorsitzender) ein, nachdem schon ein Lindner (Bundesvorsitzender), eine Baerbock (Bundesvorsitzende), ein Söder (Parteivorsitzender), eine Schwesig (damals Bundesvorsitzende), ein Bartsch (Fraktionsvorsitzender) und eine Kramp-Karrenbauer (Bundesvorsitzende) zu besuch waren? Warum nur haben die keinen Hinterbänkler eingeladen? Ich komm‘ echt nicht drauf.🙃
    • P. Silie 16.09.2019 01:01
      Highlight Highlight ..ja, ne, is klar, das mit dem Hinterbänkler.. eigentlich vertraute ich darauf, dass mein Kommentar zwischen den Zeilen verstanden werden würde, das war wohl eine Fehlannahme.
    • Jo Blocher 16.09.2019 05:41
      Highlight Highlight @Silie. Tja, da ist nur warme Luft den Zeilen.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 15.09.2019 22:37
    Highlight Highlight Austeilen bei jeder Gelegenheit, wenn dann aber etwas Einstecken angesagt sein könnte macht man einen Abgang.
    "Tolle" Persönlichkeit, die aber bestens zur AfD passt und klar aufzeigt wieso die AfD KEINE Alternative für Deutschland ist.
    • COLD AS ICE 15.09.2019 23:11
      Highlight Highlight sagt ein linker....haha
    • Cédric Wermutstropfen 16.09.2019 00:44
      Highlight Highlight Du schliesst also von einer Person (die eine völlig legitime Entscheidung getroffen hat) auf eine ganze Partei?
    • P. Silie 16.09.2019 01:07
      Highlight Highlight @ FrancoL: "Austeilen bei jeder Gelegenheit, wenn dann aber etwas Einstecken angesagt sein könnte macht man einen Abgang."

      Sie gingen wohl ebenfalls wie die Fragesteller, sowie Gauland selbst, von einem 'Grill den Gauland'-Event aus :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 15.09.2019 22:27
    Highlight Highlight Offensichtlich hat der Angst von den Fragen der Bevölkerung. Aber immer dreist behaupten, die Interessen des Volkes zu vertreten. Dabei weiss der genau, dass er nur die Interessen einer extremistischen Minderheit vertritt.
    • Asmodeus 16.09.2019 03:04
      Highlight Highlight So sind Faschisten nunmal
  • michmueller 15.09.2019 22:21
    Highlight Highlight Gauland hatte " kä lust" auf Fragen....
  • Gipfeligeist 15.09.2019 22:18
    Highlight Highlight Es würde den Sinn einer Frage etwas verfehlen, wenn die Antworten schon fertig geschrieben wären 🙄
    Ach die AfD, nimmts mit der Logik nicht so genau
  • banda69 15.09.2019 22:17
    Highlight Highlight "Kä Luscht!"

    So sind sie die Rechtspopulisten.
    • Gonzolino_2017 15.09.2019 23:15
      Highlight Highlight Linkspopulisten sind nicht anders ...

      Offensichtlich fehlt dir die Definition Populist!
    • Gipfeligeist 15.09.2019 23:43
      Highlight Highlight @Gonzolino
      Mich würde sehr interessieren, ob Ihnen ein Linkspopulistischer Politiker einfallen würde, welcher ein ähnlich lausiges Verhalten an den Tag legt?
    • banda69 15.09.2019 23:47
      Highlight Highlight @gonzo

      Bitte um einen Namen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 15.09.2019 22:04
    Highlight Highlight Hat da jemand Angst vom Volk?
    Am Ende heulen die AfD-Anhänger im Netz dann sowieso was von "Linksversiffter Systempresse" welche natürlich nur die "gemeinen" Fragen rausgepickt hat.
  • Gonzolino_2017 15.09.2019 22:03
    Highlight Highlight Dass es für die Medien jetzt ein gefundenes Fressen ist, liegt in der Natur der Sache und verwundert nicht. Es wird ja vor allem von den Medien im Netzt diskutiert! Die AFD wird es freuen, keiner der Vorangegangenen wird dieselbe Medienpräsenz und damit Werbung erhalten. Schlecht finden dass so oder so nur seine Gegner und damit verliert er keine einzige Stimme ... und damit hat er unter dem Strich nur gewonnen! Wann merkt ihr Medien endlich, dass ignorieren mehr weh tun würde?
    • Phillsen 16.09.2019 16:38
      Highlight Highlight Solange wir nicht wieder bereit sind für seriösen Journalismus mit Geld statt Daten zu bezahlen wird sich daran nichts ändern...
  • Scott 15.09.2019 21:58
    Highlight Highlight Wenn man die Studie der Universität Oxford kennt, kann man Gauland mehr als verstehen: https://www.nzz.ch/international/ard-und-zdf-haben-laut-studie-ein-linkes-publikum-ld.1508430
    • Gipfeligeist 15.09.2019 22:57
      Highlight Highlight @Scott
      Finde ich ein schwaches Argument. Die JuSo wird ja auch von allen Menschen ausserhalb des Linken Randes gebasht, und trotzdem sind sie zum Dialog fähig. Es gibt nunmal unbequeme Fragen, aber die ARD Redaktion sorgt für eine niveauvolle Auswahl.

      Wer in der Bundesregierung sitzt, hat eine Verantwortung und muss zu demokratischer Arbeit fähig sein.
    • Gonzolino_2017 15.09.2019 23:21
      Highlight Highlight @Gipfeligeist: Ja das muss er, aber nicht um jeden Preis! Wenn von Anfang an klar ist, dass es bei den Fragen der „Gegner“ nur ums blossstellen und nicht um Inhalt geht, versteh ich, dass er verzichtet (was übrigens sein gutes Recht ist)! Grösse wäre natürlich gewesen, wenn er sich den Fragen trotzdem gestellt hätte ... Grundsätzlich glaube ich, war es eine taktische Entscheidung - die Medienpräsenz weit über das Interviewdatum hinaus ist damit mehr als gesichert ... die Kommentare hier bestätigen das übrigens!
    • Jo Blocher 16.09.2019 05:57
      Highlight Highlight @Gonzo. Quatsch. Wer sich Fragen stellt, egal von welcher Partei, geht das Risiko ein, blossgestellt zu werden. Nur hat das Blossgestelltwerden nichts mit dem Fragesteller zu tun, sondern mit der Argumentation der Befragten. Hör doch auf, solche Politiker in der Opferrolle zu sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • de_spy 15.09.2019 21:55
    Highlight Highlight So ein Haufen. Ist wahrscheinlich noch immer wegen der geklauten Badehose gekränkt. Oooch...
    • Gipfeligeist 15.09.2019 22:38
      Highlight Highlight Ein Gauland, gesichtet in freier Wildbahn, hier gerade auf der Flucht vor unbequemen Fragen seiner Bürger. Gekränkt? Diese dickhäutige Art lässt jede menschlichkeit kalt. Die Evolution hat wahre Wunder geleistet, solch eine rapide Entwicklung seit '45 ist unvergleichbar.

      ! Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten ;)
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    • LaPalomaOhe 15.09.2019 23:37
      Highlight Highlight Ich geh mal eher davon aus dass er vorgewarnt wurde
  • Pascolo 15.09.2019 21:47
    Highlight Highlight Ist ja kaum anzunehmen das Er sich wegen sich selber schämt! Immer das gleiche , sobald ein rechter nur ein bischen in die Pflicht genommen wird versagt Er komplett!

Was ein Statistik-Professor über lügnerische Zahlen und falsche Ängste zu sagen hat

Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

Herr Krämer, Sie sind Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik und entlarven als solcher gern zwielichtige Datenanalysen. Haben Sie derzeit eine Lieblingsstatistik? Walter Krämer: Ja. Das ist die Tabelle der Fussball-Bundesliga. Ich wohne direkt neben dem BVB-Stadion und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren BVB-Aktionär.

Sie haben die Deutschen mal als «Volk von Innummeraten» (Zahlen-Analphabeten) bezeichnet und ihre bedauerliche Schwäche Goethe, dem dichtenden …

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