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Afghanistan

US-Militärs fordern Stopp des Truppenabzuges aus Afghanistan

Ungarische Soldaten treten ihren Dienst in Afghanistan an (18.05.2016).
Ungarische Soldaten treten ihren Dienst in Afghanistan an (18.05.2016).
Bild: EPA/MTI

US-Militärs fordern Stopp des Truppenabzuges aus Afghanistan

04.06.2016, 09:0004.06.2016, 09:30

Hochrangige ehemalige US-Kommandanten und US-Botschafter in Afghanistan hat sich gegen einen weiteren Truppenabzug aus dem Land ausgesprochen. Sie baten Präsident Barack Obama in einem offenen Brief, die Zahl der Soldaten in Afghanistan bei etwa 10'000 einzufrieren.

Auch die Mittel für Entwicklungshilfe und diplomatische Anstrengungen sollten beibehalten werden. Das Schreiben wurde in der Nacht zum Samstag veröffentlicht. Darin heisst es, ein solches Vorgehen würde es Obamas Nachfolger erlauben, die Situation selbst einzuschätzen.

Die Terrororganisation Al-Kaida, ihre Alliierten sowie die Terrormiliz Islamischer Staat seien weiterhin aktiv in Afghanistan, heisst es in dem Brief weiter. Afghanistan bleibe deshalb ein wichtiger Ort für die Bekämpfung globaler Extremistenbewegungen.

Sollte sich ein Machtvakuum auftun, könnte sich der Einfluss der Extremisten ausweiten. Falls Afghanistan in das Chaos der 90er Jahre zurückfiele, würden Millionen Menschen ins Ausland fliehen. Die Herausforderungen in Europa würden dramatisch zunehmen.

Unter den Absendern sind die Generäle und ehemaligen Kommandanten der 2014 beendeten NATO-Kampfmission John Campbell, Stanley McChrystal und David Petraeus sowie die Diplomaten Ryan Crocker, Zalmay Khalilzad und Ronald Neumann. (sda/dpa)

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