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Dreitägige Waffenruhe in Afghanistan hat begonnen

Dreitägige Waffenruhe in Afghanistan hat begonnen

13.05.2021, 09:5113.05.2021, 09:51
epa09195866 An Afghan security official stands guard as people celebrate the Eid al-Fitr, which marks the end of Ramadan, in Jalalabad, Afghanistan, 13 May 2021. The Taliban on 10 May, announced a thr ...
Ein afghanischer Soldat in Jalalabad.Bild: keystone

In Afghanistan hat in der Nacht zu Donnerstag eine dreitägige Waffenruhe begonnen. Während der Eid-Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan sollen die Waffen schweigen. Bis zum Vormittag (Ortszeit) gab es keine Berichte über Gefechte oder Sicherheitszwischenfälle.

Ein lokaler Behördenvertreter aus dem zuletzt schwer umkämpften Helmand im Süden des Landes sagte, es habe in der Provinz keine Vorfälle gegeben. Allerdings hätten in den vergangenen Wochen viele Menschen aus ihren Dörfern und Städten in die Provinzhauptstadt Laschkargah fliehen müssen und Familienmitglieder seien getötet oder verwundet worden, so dass in Helmand keine Feierstimmung herrsche.

Ein Provinzrat aus dem nördlichen Kundus sagte, es habe bis kurz vor Mitternacht noch sporadische Kämpfe in der Provinz gegeben. Seither sei es ruhig. Menschen seien am Morgen auf die Strassen geströmt, um Eid und den Waffenstillstand zu feiern.

Behördenvertretern aus der Provinz Gasni, in der zuletzt auch in vielen Bezirken Gefechte ausgetragen wurden, sagten, auch dort sei es seit Mitternacht ruhig. Die Menschen würden Eid feiern, sich aber eine dauerhafte Waffenruhe wünschen.

Die militant-islamistischen Taliban hatten die Feuerpause Ende vergangener Woche angekündigt. Als Reaktion auf die Erklärung der Islamisten hatte der afghanische Präsident Aschraf Ghani die Sicherheitskräfte angewiesen, die Waffenruhe zu achten.

Zuletzt gab es in Afghanistan schwere Gefechte. Mit Beginn des offiziellen Abzugs der US- und Nato-Truppen am 1. Mai haben die Taliban Offensiven in mehreren Provinzen gestartet. Die Sicherheitskräfte versuchten, diese Angriffe abzuwehren, was teils auch gelang. Allerdings fielen zwei Bezirke an die Islamisten. Beide Seiten erklärten, dem Gegner in den jüngsten Kämpfen schwere Verluste zugefügt zu haben. (sda/dpa)

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