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«Wir haben keine neuen Fälle – das Coronavirus wurde durch unsere Gebete besiegt»

Seit dem 29. April ist Tanzanias einziges Coronavirus-Testlabor geschlossen, die oberste Virologin des Landes entlassen und den Menschen wird abgeraten ins Spital zu gehen. Derweil häufen sich Bilder von Toten, die mitten auf der Strasse liegen.

Kevin Capellini / ch media



FILE - In this Nov. 5, 2015, file photo, Tanzania's President John Magufuli holds up a ceremonial spear and shield to signify the beginning of his presidency, shortly after swearing an oath during his inauguration ceremony at Uhuru Stadium in Dar es Salaam, Tanzania. As of late May 2020, the country

Der Präsident von Tanzania: John Magufuli der regierenden Chama Cha Mapinduzi (CCM) Partei. Bild: AP

Während die Coronavirus-Infektionen in Europa langsam zurück gehen, steigen sie in Afrika unaufhörlich an. Waren es am 17. Mai noch 72'000 Infektionen auf dem ganzen Kontinent, sind es am 27. Mai bereits 125'000 Fälle. Und jeden Morgen um 8 Uhr kommen auf der Zähl-Liste des Senders «Africa News» wieder ein paar tausend Infektionen dazu.

Nur ein einziges Land schert dabei aus: das ostafrikanische Tanzania. Dort ist seit dem 29. April 2020 die gleiche Zahl vermerkt – 509 Coronavirus-Infektionen im ganzen Land.

Für den Präsidenten, John Magufuli, ein Grund am kommenden Wochenende auf die Strassen zu gehen und zu feiern. «Geht auf die Strassen, macht Lärm und dankt Gott dafür, dass er unsere Gebete gehört und das Coronavirus besiegt hat», forderte er seine Bürger auf.

Denn die Spitäler seien leer und seit Wochen sei niemand mehr erkrankt oder verstorben. Die wenigen Corona-Beschränkungen könnten also aufgehoben werden, die Menschen sollten sich wieder treffen und wer sich krank fühle, solle deswegen nicht mehr extra ins Spital gehen, lauten die Anweisungen der Regierung. Die ganze Sache hat jedoch einen Haken.

Es gibt nicht etwa keine neuen Zahlen, weil sich niemand mehr ansteckt, sondern weil einfach nicht mehr getestet wird. Am 29. April wurde das nationale Labor, das als einziges Corona-Tests auswerten konnte, geschlossen, die Leiterin entlassen und der stellvertretende Gesundheitsminister musste zurück treten.

Seit dann wurde kein einziger Test mehr durchgeführt und die Infektionszahlen wurden nicht mehr aktualisiert. Und vor dem 29. April stiegen die bestätigten Corona-Fälle um bis zu 60 Prozent – pro Tag. Während die Regierung die Coronakrise verharmlost und Aktivisten, die den Kurs des Präsidenten kritisieren, verhaften lässt, steigt die Unsicherheit in der Bevölkerung zunehmend.

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Immer mehr tauchen Videos von Beerdigungen auf, die heimlich in der Nacht durchgeführt werden müssen. bild: Lokale Quelle/Video-Screenshot

Einerseits, weil die Regierung das Coronavirus von Anfang an heruntergespielt und verharmlost hatte. Von einem Lockdown oder Kontaktbeschränkungen war im Land nie die Rede. Auch Geschäfte, Restaurants und Kirchen waren während der ganzen Zeit geöffnet. Dies, während die Nachbarländer Tanzanias nacheinander den Notstand verhängten und rasch starke Massnahmen im Kampf gegen das Virus ergriffen.

Regierung streitet trotz internationaler Kritik alle Vorwürfe ab

Andererseits, weil in Tanzania immer mehr Bilder auftauchen von Menschen, die tot in den Strassen von Dar es Salaam liegen oder Videos kursieren, die heimliche Beerdigungen zeigen, die auf Anordnung der Regierung in der Nacht durchgeführt werden müssen. Menschen teilen diese Bilder online und senden sie an ausländische Medien-Organisationen, um auf die sich verschlimmernde Problematik im eigenen Land aufmerksam zu machen.

All dies wird von der Regierung abgestritten. Pressesprecher Hassan Abbas erklärt gegenüber der Presseagentur AP, dass man gerade mal 11 Patienten habe behandeln müssen im Spital von Dar es Salaam. Man sei weder mit der Situation überfordert gewesen, noch habe es überhaupt viele Ansteckungen gegeben.

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Wer auf Twitter mit #Tanzania und #Coronavirus sucht, findet Dutzende von Bildern und Videos, die Leichen zeigen, welche mitten auf den Strassen herumliegen. bild: Lokale Quelle/Video-Screenshot

Doch nicht alle sehen die Situation so gelassen wie die Regierung Tanzanias. Bereits vor zwei Wochen veröffentlichte das US-Aussenministerium eine mehr als besorgniserregend-formulierte Gesundheitswarnung für Tanzania heraus. Und vor wenigen Tagen begann nun auch das britische Hochkommissariat in Dar es Salaam damit, seine Staatsbürger aus Sicherheitsgründen zurück in die Heimat zu evakuieren. Dies mit der Begründung, dass der Staat die Kontrolle über die Coronavirus-Lage im eigenen Land verliere.

Medien wird ein Maulkorb verpasst

Mit ähnlicher Besorgnis reagieren auch Tanzanias Nachbarländer. Nachdem der kenianische Zoll an seiner Grenze an einem einzigen Tag 50 Lastwagenfahrer aus Tanzania positiv auf das Coronavirus getestet hatte, wurden die Grenzen zwischen den beiden Ländern geschlossen.

Man fordere das Land dringlichst dazu auf, Informationen und Daten zum Coronavirus offen und transparent zu teilen, sagt John Nkengasong, Leiter der afrikanischen Seuchenschutzbehörde ACDC (Africa Centers for Disease Control and Prevention). «Tanzania ist keine Insel, die vom Coronavirus verschont bleibt», warnte er. Man habe bis jetzt keinerlei Informationen zur Situation in Tanzania erhalten und hoffe auf Kooperation und die baldige Wiederaufnahme von Coronavirus-Tests im staatlichen Labor von Dar es Salaam.

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Mit mehr als 56 Millionen Einwohnern ist Tanzania an der Ostküste Afrikas ein relativ dicht besiedeltes Land, mit Dar es Salaam als grösster Stadt und Dodoma im Landesinneren als Hauptstadt. Während der letzten Jahre verzeichnete das Land einen grossen wirtschaftlichen Aufschwung mit durchschnittlich 6 bis 7 Prozent Wachstum pro Jahr. Das Land kämpft jedoch weiterhin mit grossen sozialen Problemen: So leben rund 27 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Auch HIV (4.7 Prozent der Bevölkerung) und Teenagerschwangerschaften (27 Prozent aller Mädchen werden Mutter noch vor Erreichen des 18. Altersjahrs) sind grosse Probleme im Land. bild: ch media

Mit grosser Besorgnis auf die aktuelle Situation reagieren auch internationale Organisationen wie etwa Amnesty International, welche davon ausgeht, dass die Regierung Tanzanias bewusst die Wahrheit verschweige oder Fakten falsch darstellen würde. Auch müsse man davon ausgehen, dass sich «Menschen im Land nicht zur aktuellen Krise äussern können oder dürfen», wie der Menschenrechts-Aktivist Roland Ebole gegenüber der Zeitung «The Times of Israel» sagt.

Die gleiche Einschätzung teilen auch mehrere in Tanzania ansässige Zeitungen, die – nach eigenen Aussagen – an der freien Berichterstattung über das Coronavirus von der Regierung gehindert werden. Drei von ihnen wurden mittlerweile vom Staat verklagt, weil sie «irreführend und aufwiegelnd» über das Coronavirus berichten würden. Ein Medium, dass den Aussagen des Präsidenten widersprechen würde, dass das Coronavirus im Land kein Problem sei, müsse damit rechnen, dass ihm die Lizenz entzogen werde.

Alles wegen der Wahlen im Oktober

Um Kritiker, Medien und internationale Organisationen in ihren Vorwürfen zu widerlegen, will nun die Regierung Tanzanias am kommenden Montag alle Schulen und Universitäten im ganzen Land wieder öffnen und die wenigen Massnahmen, die erlassen wurden, alle wieder aufheben.

Während Präsident Magufuli diesen Schritt als göttliches Zeichen einordnet, kritisieren die Oppositionsparteien die Lockerungen scharf und beschuldigen die Regierung, die wahre Corona-Situation im Land zu verheimlichen um sich so bessere Chancen auf einen Wahlsieg für die bevorstehenden Parlamentswahlen im kommenden Oktober zu sichern.

Die Wahlen auf Gemeinde-, Provinz- und Staatsebene finden denn auch trotz Corona sowieso statt. Denn der amtierende Präsident John Magufuli ist bis jetzt der einzige antretende Kandidat mit wirklichen Siegesaussichten – oder, wie es ein tanzanischer Parlamentarier formuliert: «Gegen Magufuli hat sowieso niemand eine Chance. Wir müssten die Wahlen [im Oktober 2020] nicht einmal abhalten und wüssten trotzdem, wer gewonnen hat.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beasty 01.06.2020 17:28
    Highlight Highlight In ganz Afrika leben 1‘216‘000‘000 Menschen. Da ist eine Zuname von 53‘000 in einem Tag nicht sehr viel. Die USA hat das in zwei Tagen. Liebe Watsons, Afrika ist kein Land sondern ein Kontinent. Etwas differenzierter wäre wünschenswert, danke.
    • lilie 01.06.2020 22:29
      Highlight Highlight @Beasty: In Afrika wird bedeutend weniger getestet als auf allen anderen Kontinenten. Auch sonst gibt es einige Gemeinsamkeiten unter den Ländern wie prekäre Verhältnisse ganzer Bevölkerungsschichten und durchwegs nicht belastbare Gesundheitssysteme, dafür um einiges mehr Erfahrung mit Epidemien als etwa Europa. Derzeit ist noch unklar, welchen Einfluss die durchwegs tiefere Lebenserwartung auf die Pandemie hat.

      Es nützt daher nichts, die Zahlen aus Afrika mit denen aus anderen Teilen der Welt zu vergleichen.

  • Rene Goeckel 01.06.2020 11:36
    Highlight Highlight Die übliche Mischung. Wenig Schulen, viele Kirchen.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 31.05.2020 20:41
    Highlight Highlight Und bei uns wird nur gemeckert?!
    Mir tut die Bevölkerung leid, wird sich aber kaum was ändern lassen.
  • kaderschaufel 31.05.2020 17:10
    Highlight Highlight Die Bezeichung Tanzania ist englisch, auf deutsch heisst das Land Tansania.
    • mswisi 01.06.2020 07:18
      Highlight Highlight Leider nicht ganz richtig.
      Tanganjika (auch Tanganyika) hat sich 1964 mit Zanzibar vereinigt, und heisst auf Swahili "Jamhuri ya Muungano wa Tanzania" mit z.
  • fools garden 31.05.2020 11:27
    Highlight Highlight
    Wir haben leider versucht aus Afrika einen industrialisierten Kontinent nach westlichem Muster zu machen, womöglich in einer Geschwindigkeit die selbst uns manchmal zu Hoch ist.
    Die Bevölkerung ist Arm, Ungebildet und wird oft von Scharlatanen regiert.
    Richtig das wir wenigstens versuchen zu Helfen, Wunder können wir keine erwarten.
    • Maracuja 31.05.2020 13:20
      Highlight Highlight @fools garden: Wir haben leider versucht aus Afrika einen industrialisierten Kontinent nach westlichem Muster zu machen

      Hab ich was verpasst? Der Westen hatte doch nie ein Interesse daran, dass Afrika seine Rohstoffe selbst verarbeitet und anschliessend die Fertigprodukte exportiert. Forciert wurden vom Westen Rohstoffausbeutung und Landwirtschaft für den Export. Bitte um konkrete Angaben, in welchem Land* "wir" (der Westen, die Schweiz? Industrien hochgezogen haben.

      * Afrika besteht aus sehr verschiedenen Ländern, welche höchst unterschiedlich industrialisiert sind.
    • fools garden 31.05.2020 14:50
      Highlight Highlight Du hast freilich Recht.
      Es ist uns aber leider nicht immer möglich mit 600 Zeichen uns genau wie gewünsch auszudrücken.
      Mir passiert das jedenfalls hin und wieder, leicht oder komplett falsch verstanden zu Werden.
      Ich bin dann jeweils froh wenn ich Sachlich darauf hingewiesen werde, oft fährt man dir auch schlicht an die Karre.
    • Baba 31.05.2020 18:36
      Highlight Highlight @fooly garden: der grosse Fehler, der "der Westen" macht, ist der, dass man versucht den westlichen Blick Afrika überzustülpen. Das funktioniert nicht, hat nicht funktioniert und wird nicht funktionieren. Die Menschen Afrikas sind nicht einfach "dunkle Europäer", es sind Menschen mit einer reichen Kultur (von der im Kolonialismus des 18.-20. Jahrhunderts viel zerstört wurde), mit eigenen Mentalitäten. Ich erlebe in Kenia immer wieder, dass meine lokalen Freunde und ich uns über völlig unterschiedliche Dinge freuen, ärgern oder wichtig finden. Diese Eigenständigkeit muss bestehen bleiben (1/2)
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  • The Snitcher 31.05.2020 10:55
    Highlight Highlight Leider muss es immer das Volk ausbaden.. wie auch in z.B. Gambia mit HIV AIDS
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  • Donald Trump 31.05.2020 10:18
    Highlight Highlight Same situation here. Kein Virus, keine Rassenunruhen, everything ok. Virus ist weg, America is great again.
  • milone 31.05.2020 09:58
    Highlight Highlight Und sowas in diesem Jahrhundert... und doch glaube ich je länger je mehr, dass die Krise nicht umbedingt „neue“ Probleme schafft sondern einfach bisherige verschlimmert/ deutlicher aufzeigt. Sowas ist echt einfach nur tragisch, die BürgerInnen tun mir Leid... ich kann einfach nur kotzen ab solchen Regierungen. Bin sprachlos.
  • Maracuja 31.05.2020 09:52
    Highlight Highlight Heute kaum mehr vorstellbar, dass der Typ seine 1. Amtszeit so begann: < Zum Beginn der Amtszeit war eine seiner ersten Handlungen, die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag abzusagen, da die Beträge besser zu Bekämpfung der Cholera eingesetzt werden könnten. Steuersünder erhielten eine Woche lang Amnestie im Falle der Selbstanzeige. Für Regierungsvertreter auf Auslandsreisen wurden die Reisekosten in der Ersten Klasse gestrichen> (Wiki)

    Mittlerweile hat es sich herausgestellt, dass es sich um einen religiösen Spinner handelt, der gegen Verhütung ist und bei Corona verantwortungslos agiert.
    • Prometheuspur 31.05.2020 11:20
      Highlight Highlight Konkret ein wahnsinniger Präsi der ohne Rücksicht auf Verluste die Menschen der Corona Pandemie überlässt und opfert, was er mit dem Verkünden einer schwachsinnigen Gottesfügung zu unterstehen rechtfertigt. Der spinnt ja total und könnte somit beinahe sagen:
      "John Magufulis verfügt über das Potential ein Virenmassaker zu verursachen".
    • exeswiss 31.05.2020 23:47
      Highlight Highlight Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut...
  • Robsi60 31.05.2020 09:43
    Highlight Highlight Mann, ich bin so glücklich und dankbar in der Schweiz zu leben. Ein Albtraum für die, die dort leben. Diese armen Menschen. Nur schwer vorstellbar und ich möchte es mir eigentlich auch gar nicht. Bergamo hat mir bei weitem gereicht. Ich hätte genau so gut in Tanzania geboren werden können. Solche Regierungen hat niemand verdient.
    • Kruk 31.05.2020 21:51
      Highlight Highlight "Solche Regierungen hat niemand verdient." ja das stimmt. Trotzdem kam mir ganz unabsichtlich der Gedanke zu den ganzen Verharmlosern, Negierern, Aluhüten und "ist nur eine kleine Grippe" Menschen würde das ganz gut passen.
    • Robsi60 01.06.2020 01:26
      Highlight Highlight Wissen Sie, aus familiären Gründen war ich einmal in jungen Jahren die KZ Gedenkstätte Dachau besuchen. Die Bilder die dort ausgestellt sind brachten mich zur Vorstellung: Der Mensch ist zu allem fähig., absolut allem. Vorstellungen sind bei etwas Mitgefühl leicht und ganz leicht bei solchen Bildern - nur erklären kann ich es mir nicht. Ich bin mitltlerweile viele Jahre älter - und suche immer noch nach Erklärungen. Es mag ja absolut verrückt klingen, aber die einzige Erklärung die ich fand ist, dass das vom Schöpfer oder was auch immer gewollt ist. Rational finde ich keine.
  • benn 31.05.2020 09:33
    Highlight Highlight Wer hätte das gedacht es gibt noch andere idioten wie trump, die ihn an unfähigkeit, lügen und inkompetenz gar übertreffen!
    • blueberry muffin 01.06.2020 00:58
      Highlight Highlight Naja, nur weil Trump ein bisschen zurück gehalten wird. Sonst wäre er gleich. Er wollte auch sofort öffnen. Falsche beschönigte Zahlen ausrufen. Etc.
  • Glenn Quagmire 31.05.2020 09:28
    Highlight Highlight Scheinbar ist also der Weg von Tansania und nicht der schwedische, der Beste.

    Benutzer Bildabspielen
    • poltergeist 31.05.2020 14:36
      Highlight Highlight Um beim Sarkasmus zu bleiben: Natürlich, denn in Schweden wurde nicht so viel gebetet. Aber in Wirklichkeit ist das Virus in Tansania verschwunden weil sie Blut von Albinos getrunken haben.
    • Baba 31.05.2020 18:54
      Highlight Highlight @poltergeist: es ist gut möglich, dass irgend so ein durchgeknallter Witch-Doctor auch noch sowas empfohlen hat. Albinos leben sehr gefährlich in (Ost-)Afrika 🥺
  • Walter Sahli 31.05.2020 09:09
    Highlight Highlight Wer braucht schon Tests, wenn einem die katholische Kirche den lieben Gott gebracht hat?
    • MaskedGaijin 31.05.2020 16:48
      Highlight Highlight Und den Islam. In Tansania sind ca. 40% Christen und ca. 40% sind Muslime.
    • blueberry muffin 01.06.2020 00:59
      Highlight Highlight @ MaskesGaijin sind ja auch die selben Glauben vom selben Ort. Dort ist Jesus einfach nur ein Prophet, so wie Mohamed.
  • A.C 31.05.2020 09:04
    Highlight Highlight Herzerwärmend, wenn man die Resultate von Gottes Hand bewundern darf.



    Wenn etwas so traurig ist, dass man nicht mehr weinen kann...
  • mikel 31.05.2020 08:57
    Highlight Highlight Natürlich will niemand so eine korrupte Diktatur. Aber wer weiss von uns denn schon, was der beste Weg ist? Wer Afrika näher kennt, weiss dass ein Lockdown in solchen Ländern für viele nicht zu überlebenden ist. Die haben keine Sozialsysteme wie bei uns und ganze Familien leben zu einem grossen Teil von der Hand im Maul. Zudem ist die Altersstruktur umgekehrt und die Bevölkerung auch aus anderen Gründen weniger anfällig auf den Virus. Es sind schon verrückte Zeiten!
    • Coffeetime ☕ 31.05.2020 09:17
      Highlight Highlight Lockdown ist zwar nicht überall die Lösung, das stimmt. Aber das Problem negieren ist es auch nicht. Massnahmen wie Hygiene und Abstand sind nun mal sinnvoll. Und wenn ich weiss, ich bin krank, weil getestet, dann halte ich eher meine Distanz ein als wenn ich es nicht weiss.
    • mikel 31.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Da hast du natürlichen recht, coffeetime.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 31.05.2020 09:46
      Highlight Highlight "Wer Afrika näher kennt, weiss dass ein Lockdown in solchen Ländern für viele nicht zu überlebenden ist. Die haben keine Sozialsysteme wie bei uns und ganze Familien leben zu einem grossen Teil von der Hand im Maul." mikel

      Da hat dein Unterbewusstsein wohl eine Botschaft über dich an die Menschheit geschickt. Beim Menschen heisst es Mund, bei Tieren Maul. Echt peinlich, auch der Rest deines Kommentars. Zwischen 1960 bis heute hab es einen immensen Fortschritt in vielen afrikanischen Staaten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bibilieli 31.05.2020 08:54
    Highlight Highlight Das erklärt auch die frühere Aussage Magafulis, dass die Test-Kits der WHO mangelhaft und Coronatests angeblich bei einer Papaya, einer Wachtek und einer Ziege positiv gewesen seien.
    • Chääschueche 31.05.2020 09:12
      Highlight Highlight "Angeblich"
    • Donald Trump 31.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Maga-fuli. MAGA. I like the name.
  • lilie 31.05.2020 08:50
    Highlight Highlight Das ist echt tragisch. Das haben die Menschen in Tansania nicht verdient. 😔

    Leider ist zu erwarten, dass auch in andern Ländern Afrikas ähnliche Szenarien auf uns zukommen. Viele haben rasch mit einem Lockdown reagiert und konnten (so scheint es zumindest) damit eine rasche Ausbreiten verhindern.

    Aber der Lockdown ist ja keine Dauerlösung. Das wichtigste wäre Abstand halten und Handhygiene. Beides ist in zu vielen Gegenden Afrikas illusorisch. Der Lockdown verzögert die Katastrophe nur und schadet den Menschen.

    Aber was ist die Lösung? Das wird nicht einfach werden. 😥
    • tinu77 31.05.2020 09:49
      Highlight Highlight Gute Frage. Ein Ansatz wäre sicherlich Aufklärung und en Masse Desinfektionsmittel mittel zu produzieren und an die Bevölkerung zu verteilen, vor allem da wo eben kein fliessend Wasser und/oder Seife vorhanden ist.
    • Maracuja 31.05.2020 10:01
      Highlight Highlight <Das wichtigste wäre Abstand halten und Handhygiene>

      Beides ist an vielen Orten in Afrika gar nicht möglich (2 Meter Abstand funktioniert auch in unserem ÖV und unseren Frischmärkten nicht). Ghana setzt deshalb auf Maskenpflicht. Zuerst hat man Bussen verteilt, aber schnell gemerkt, dass dies nicht funktioniert, jetzt gibt es als Strafe Arbeitseinsatz (z.B. Jäten). Getestet wird nach wie vor den Möglichkeiten entsprechend sehr viel, deshalb meldet Ghana auch viele Fälle. Ghana hat zudem Kredite aufgenommen, um z.B. Menschen in Quarantäne zu unterstützen.
    • lilie 01.06.2020 08:00
      Highlight Highlight @tinu: Das wäre schon mal ein Ansatz. Allerdings ist ja Abstand halten noch wichtiger.

      @Maracuja: Das klingt wirklich sehr vielversprechend! Weisst du, ob die Menschen die Masken selber kaufen müssen oder werden diese verteilt?

      Und über die Testrate in Ghana haben wir uns ja schon ausgetauscht. Hast du herausgefunden, nach welchem Schema getestet wird (welche Kriterien müssen erfüllt sein? müssen die Leute sich selber melden oder gibt es Feldkampagnen? etc.).

      Finde deine Berichte zu Ghana übrigens sehr wertvoll. Die Berichterstattung aus vielen Ländern ist ja leider sehr dünn gesät...
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