International
Afrika

Mutmassliche Terroristen stürmen Regierungsgebäude in Somalia

Terroristen stürmen somalisches Regierungsgebäude – mindestens 6 Tote

22.01.2023, 12:0122.01.2023, 12:39

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat ein Selbstmordattentäter am Sonntag ein mit Sprengstoff beladenes Auto in das Tor eines Regierungsgebäudes gerammt. Anschliessend hätten bewaffnete Männer den Sitz der Regionalregierung gestürmt, in der sich unter anderem das Büro des Bürgermeisters von Mogadischu und des Gouverneurs der umliegenden Region Benadir befinde, sagte Polizist Mohamed Dahir der Deutschen Presse-Agentur.

Die mutmasslichen Terroristen hätten um sich geschossen, so Dahir. Es seien mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Sicherheitskräfte, drei Zivilisten und der Selbstmordattentäter.

Somalia President Hassan Sheikh Mohamud leads a demonstration at Banadir stadium, Mogadishu, Thursday Jan. 12, 2023. The government rally encouraged an uprising against the al-Shabab group amid a mont ...
Präsident Hassan Sheikh Mohamud geht gegen die Terrormiliz Al-Shabaab vor.Bild: keystone

Der Bürgermeister sowie zahlreiche weitere Beamte seien von Sicherheitskräften evakuiert worden, sagte Dahir weiter. Die mutmasslichen Terroristen belagerten das Gebäude jedoch weiter.

Der Krisenstaat am Horn von Afrika mit etwa 16 Millionen Einwohnern wird seit Jahren von Terroranschlägen und anderen Gewalttaten erschüttert, insbesondere durch die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab.

Seit mehreren Monaten geht die Regierung mit einer militärischen Offensive gegen Al-Shabaab vor. Die Regierung konnte dabei weite Teile Zentralsomalias zurückerobern. Gleichzeitig intensivieren die Extremisten die Frequenz ihrer Anschläge.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Nach Kritik von Trump sagt Papst Leo: «Welt wird von Handvoll Tyrannen zerstört»
Angesichts von Kriegen und blutigen Konflikten in vielen Teilen der Welt hat Papst Leo XIV. bei einem Besuch in Kamerun zu Versöhnung gemahnt.
In der Stadt Bamenda im Nordwesten des westafrikanischen Landes lobte der Pontifex gemeinsame Friedensbemühungen von Christen und Muslimen. In der dortigen Region tobt seit 2017 ein Konflikt mit Tausenden Toten zwischen Regierung und Separatisten. Hunderttausende wurden vertrieben. Die Religionsgemeinschaften versuchen zu vermitteln.
Zur Story