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Rivalisierende Terrormiliz meldet Tod von Boko-Haram-Anführer



FILE -This May 12, 2014, file photo taken from video by Nigeria's Boko Haram terrorist network, shows their leader Abubakar Shekau speaking to the camera. Islamic State militants have accepted a pledge of allegiance by the Nigerian-grown Boko Haram extremist group, a spokesman for the Islamic State movement said Thursday, March 12, 2015. On Saturday, Shekau posted an audio recording online that pledged allegiance to IS. On Thursday, the Islamic State group's media arm Al-Furqan, in an audio recording by spokesman Abu Mohammed al-Adnani, said that Boko Haram's pledge of allegiance has been accepted, claiming the caliphate has now expanded to West Africa. (AP Photo/File)

Abubakar Shekau. Bild: AP/Militant Video

Zwei Wochen nach Berichten über den Tod des Anführers der Islamistengruppe Boko Haram hat eine rivalisierende Miliz die Meldungen bestätigt. Abubakar Shekau habe sich bei Kämpfen im Sambisa-Wald im Bundesstaat Borno in die Luft gesprengt, teilte die Dschihadistengruppe Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) am Sonntag in einer Audiobotschaft mit.

Iswap-Kämpfer hätten Shekau in dessen Haus angegriffen. Der Boko-Haram-Anführer sei geflüchtet und habe sich fünf Tage lang mit seinen Getreuen im Wald versteckt. Als ihn die Iswap-Kämpfer schliesslich aufgespürt hätten, habe sich Shekau in die Luft gesprengt.

Die Audioaufnahme der Iswap-Miliz, auf der mutmasslich die Stimme ihres Anführers Abu Musab Al-Barnawi zu hören ist, lag den Nachrichtenagenturen AFP und Reuters vor. Shekau war in der Vergangenheit schon mehrfach für tot erklärt worden. Die jüngsten Meldungen wurden von Boko Haram bislang nicht kommentiert. Die nigerianische Armee erklärte, sie prüfe die Angaben.

Shekau hatte die Führung der Extremistengruppe übernommen, nachdem Boko-Haram-Gründer Mohammed Yusuf 2009 vom Militär getötet worden war. Iswap, der westafrikanische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), hatte sich 2016 von der Gruppe Boko Haram abgespalten, die bereits seit 2009 gewaltsam für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias kämpft.

Durch die Angriffe der Milizen und ihre Kämpfe mit der Armee wurden in den vergangenen Jahren mehr als 40'000 Menschen getötet, zwei Millionen weitere ergriffen die Flucht. (sda/afp/reu)

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Boko Haram – Nigerias Terror in Fakten

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Flüchtlingsfrauen auf italienischem Strich ausgebeutet

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