International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nigerias Armee gelingt Schlag gegen Terrormiliz Boko Haram



FILE- In this file photo taken Friday, May 29, 2015, Nigerian President elect, Muhammadu Buhari, arrives for his Inauguration at the eagle square in Abuja, Nigeria. The Boko Haram extremist group has finally been crushed — driven from its last forest enclave with fighters on the run and no place to hide, Nigeria's president declared Saturday, Dec. 24, 2016. (AP Photo/Sunday Alamba, File)

«Erfreut und sehr stolz auf die mutigen Soldaten der nigerianischen Armee» – Nigerias Präsident Muhammadu Buhari. Bild: Sunday Alamba/AP/KEYSTONE

Nach monatelangen Kämpfen hat die nigerianische Armee nach Regierungsangaben die Islamistengruppe Boko Haram aus dem Sambisa-Wald, einer ihrer letzten Hochburgen, vertrieben. Das sagte Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari am Samstag.

Die Armee habe am Freitag «zerschmettert, was von den Aufständischen von Boko Haram im ‹Camp Null› im Herzen des Sambisa-Waldes übrig gewesen» sei. Er sei «erfreut und sehr stolz auf die mutigen Soldaten der nigerianischen Armee».

Der Sambisa-Wald liegt im nördlichen Bundesstaat Borno und ist rund 1300 Quadratkilometer gross. Boko-Haram-Kämpfer zogen sich hierhin nach Gefechten mit der Armee zurück.

Sambisa-Wald im Osten Nigerias

Buhari sagte weiter, der Generalstabschef der Armee habe ihm mitgeteilt, «dass die Terroristen auf der Flucht sind, keinen Ort mehr haben, wo sie hin können». Er habe die Soldaten angewiesen, die Islamisten zu verfolgen und sie der Justiz zu übergeben. Zum Verbleib des Boko-Haram-Anführers Abubakar Shekau machte Buhari keine Angaben.

Am Mittwoch hatte die nigerianische Armee im Sambisa-Wald 1880 Zivilisten aus der Hand der Boko-Haram-Kämpfer befreit. Im Wochenverlauf nahm sie mehr als 500 Islamisten gefangen.

Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Gruppe verübt unter anderem Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. Seit 2009 wurden in dem Konflikt mehr als 20'000 Menschen getötet. 2,6 Millionen Menschen ergriffen angesichts der Gewalt die Flucht.

Boko Haram – Nigerias Terror in Fakten

Menschenrechtsgruppen zufolge verschleppte Boko Haram zudem tausende Frauen und Mädchen. 2014 weiteten die Boko-Haram-Kämpfer ihre Angriffe auf die Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad aus. Deren Regierungen schlossen sich daraufhin dem Kampf gegen Boko Haram an. Im März 2015 leistete Boko Haram der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») den Treueschwur. (wst/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

US-Militär wirft Russland Entsendung von Kampfjets nach Libyen vor

Das Afrika-Kommando des US-Militärs (Africom) wirft Russland vor, Kampfjets nach Libyen geschickt zu haben, um dort die Truppen des aufständischen Generals Chalifa Haftar gegen die international anerkannte Regierung zu unterstützen. «Zu lange hat Russland das gesamte Ausmass seiner Beteiligung im Libyenkonflikt dementiert», sagte der Kommandant des US-Afrika-Kommandos, Stephen Townsend, am Dienstag. Russland versuche, seinen militärischen Einfluss in Afrika mithilfe staatlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel