International
Afrika

Burundis Parlament lehnt Einsatz ausländischer Sicherheitskräfte ab

Burundis Parlament lehnt Einsatz ausländischer Sicherheitskräfte ab

21.12.2015, 22:4122.12.2015, 07:08

Nach der Regierung hat auch das Parlament im ostafrikanischen Burundi die angekündigte Entsendung tausender Sicherheitskräfte durch die Afrikanische Union (AU) abgelehnt. In einer Erklärung trugen die Abgeordneten der Regierung am Montag auf, «die Souveränität des Landes nicht zu verpfänden».

Das von der AU geplante Kontingent von zunächst bis zu 5000 Soldaten und Polizisten zur Befriedung des Landes komme einer «Invasionsmacht» gleich.

Die AU hatte die Entsendung am Samstag angekündigt, um der Gewalt in Burundi ein Ende zu setzen. Sie forderte die Zustimmung der Regierung in Bujumbura binnen vier Tagen. Ein Einverständnis erschien allerdings von vornherein wenig wahrscheinlich. Die burundische Regierung wehrt sich beständig gegen Einmischung aus dem Ausland in ihre inneren Angelegenheiten.

Die Ankündigung des burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza, für ein drittes Mandat anzutreten, hatte das ostafrikanische Land im Frühjahr in eine tiefe Krise gestürzt. Dem erbitterten Widerstand der Opposition zum Trotz wurde Nkurunziza im Juli in einer umstrittenen Wahl im Amt bestätigt. In der Krise wurden bereits mehr als 300 Menschen getötet. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Hilfe kommt zu spät»: Sicherheitsexperte über die Folgen des US-Angriffs
Die Chancen auf einen Regimewechsel sieht der Politikwissenschafter nach den US-Luftschlägen am Wochenende bei unter fünf Prozent. Was stattdessen passieren könnte und ob nun auch in Europa die Terrorgefahr steigt, sagt er im Gespräch mit CH Media.
Aktuell machen Bilder von jubelnden Iranerinnen und Iranern in Europa und den USA, aber auch solche aus dem Iran die Runde. Sie reagieren unter anderem auf den Tod des Ajatollahs. Können die Menschen im Iran jetzt aufatmen?
Peter Neumann: Ich glaube, dass sich mit dem Tod von Ajatollah Ali Khamenei die Führung ändert, aber nicht unbedingt das Regime. Von einer Demokratie im Iran sind wir noch sehr weit entfernt.
Zur Story