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Uganda: 81-jähriger Präsident zum siebten Mal wiedergewählt

Uganda: 81-jähriger Präsident zum siebten Mal wiedergewählt

17.01.2026, 15:5417.01.2026, 15:54
President of Uganda Yoweri Kaguta Museveni pictured , Friday 25 April 2025, in Kampala, Uganda. Belgian minister Prevot is on a diplomatic mission to East and Central Africa from 25 to 29 April to con ...
Yoweri Museveni ist 81 und seit 40 Jahren Präsident von Uganda. (Archivbild, April 2025)Bild: www.imago-images.de

In Uganda hat der Amtsinhaber Yoweri Museveni nach Angaben der staatlichen Wahlkommission die Präsidentenwahl mit grosser Mehrheit gewonnen. Demnach erhielt der 81 Jahre alte Staatschef 71 Prozent der Stimmen, teilte die Kommission mit. Museveni wird damit eine siebte fünfjährige Amtszeit antreten. Sein schärfster Rivale, der ehemalige Musiker Bobi Wine, folgte mit 24 Prozent der Stimmen.

Wine erhob Vorwürfe der Wahlmanipulation. «Die Ergebnisse sind gefälscht und spiegeln in keiner Weise wider, was in den Wahllokalen passiert ist», sagte Wine, der mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi heisst, in einer Videobotschaft auf X.

Kurz zuvor hatte der 44-Jährige bekanntgegeben, er sei am Freitagabend einem Entführungsversuch durch staatliche Sicherheitskräfte entkommen und halte sich nun in einem Versteck auf. Wine ist besonders bei jungen Wählern beliebt, die die Mehrheit der registrierten Wähler stellen.

Internetblockade und Repressionen

Im Wahlkampf hatten Kritiker auf Repressionen gegen Oppositionskandidaten und ihre Anhänger hingewiesen. In dem ostafrikanischen Land mit rund 50 Millionen Einwohnern ist seit Dienstagabend das Internet gesperrt und der Zugang zu sozialen Medien blockiert. Zudem verbietet die Regierung Journalisten, über etwaige Proteste und Unruhen zu berichten. Das UN-Menschenrechtskommissariat äusserte Besorgnis über «unzulässigen Einschränkungen» der Opposition durch staatliche Sicherheitskräfte.

Für Deutschland ist Uganda vor allem ein wichtiger Partner in der Entwicklungszusammenarbeit, mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Landwirtschaft. Die Bundesrepublik importiert Kaffee, Tee und Fisch aus Uganda, während das ostafrikanische Land Maschinen und chemische Erzeugnisse aus Deutschland importiert. (sda/dpa)

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