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epa05175244 Zimbabwean President Robert Mugabe (C) with his wife Grace (2-L) and children Bona (2-R) and Chatunga (R) cut a piece of cake during his birthday event at state house in Harare, Zimbabwe, 22 February 2016. Mugabe, who has been ruling the country since 1987, turned 92 on 21 February 2016. Major birthday celebrations at costs of 800,000 US dollars are set for 27 February in Masvingo, a province that has been ravaged by a severe drought.  EPA/AARON UFUMELI

Mit Frau und den beiden Kindern feiert der Diktator seinen 92. Geburtstag.
Bild: AARON UFUMELI/EPA/KEYSTONE

Riesenparty trotz riesiger Hungerskrise: Simbabwes Diktator Mugabe feiert Geburtstag



Ungeachtet einer schweren Hungerkrise in Simbabwe hat Präsident Robert Mugabe seinen 92. Geburtstag mit einer luxuriösen Massenparty gefeiert. Sechs Tage nach seinem Wiegenfest (21. Februar) lud Mugabe 50'000 Gäste in die historische Ruinenstadt Great Zimbabwe.

Nach Angaben staatlicher Medien kostete die Feier umgerechnet 765'000 Franken. Auf dem Gelände des nationalen Denkmals wurden für das Festmahl 60 Tiere geschlachtet, wie Pupurai Togarepi, der Organisator der Feier, sagte.

Vergangenes Jahr hatte Mugabe in einem Luxushotel nahe der Viktoriafälle gefeiert. Auf der Speisekarte stand damals unter anderem Elefantenfleisch.

Politische Beobachter kritisierten die üppigen Feierlichkeiten angesichts der dramatisch schlechten Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit. Derzeit sind zudem rund drei Millionen Simbabwer nach Angaben der Regierung wegen einer anhaltenden Dürre von Hunger bedroht. Mugabe hatte Anfang Februar um internationale Unterstützung von 1.4 Milliarden Euro gebeten.

Women gather grain spilled by cargo trucks from Zambia along a highway in Magunje, Zimbabwe, February 20, 2016. Earlier this month Zimbabwean President Robert Mugabe declared a state of disaster in most rural parts of the country severely hit by a drought. REUTERS/Philimon Bulawayo      TPX IMAGES OF THE DAY

Grosse Hungersnot: Kinder lesen Weizenkörner auf, die ein Lastwagen in Simbabwe verloren hat.
Bild: PHILIMON BULAWAYO/REUTERS

«Ich sehe keine Begründung dafür, dass Mugabe diese Feier durchzieht, während die Wirtschaft auf der Intensivstation liegt, Millionen Menschen hungern und rund 80 Prozent der Bevölkerung arbeitslos sind», sagte der Analyst Nyamutatanga Makombe.

Kritik kam auch aus der Bevölkerung. «Ich bin arbeitslos und habe selten ein anständiges Mahl», klagte ein ehemaliger Lehrer, Tawanda Hanga, in Harare. «Das sind Dinge, auf die sich Mugabe konzentrieren sollte.» (sda/dpa)

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