International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fast 100 Tote bei Angriff auf ein Dorf in Mali



Bei einem Angriff auf ein Dorf im Zentrum Malis sind nach ersten Erkenntnissen mindestens 95 Menschen getötet worden. Rund 20 Personen galten zunächst noch als vermisst, wie die Regierung des westafrikanischen Staates am Montag mitteilte.

Der Angriff auf den Ort Sangha in der Region Mopti in der Nacht zum Montag sei von «bewaffneten Männern, vermutlich Terroristen» ausgegangen. «Es werden alle Massnahmen getroffen, um die Täter dieses Blutbades festzunehmen und zu bestrafen», hiess es von Regierungsseite. Bei dem Angriff seien auch mehrere Häuser in Brand gesteckt und zahlreiche Tiere getötet worden.

google maps

Tausende Soldaten aus mehreren Ländern sind an der Uno-Friedensmission Minusma in Mali beteiligt, darunter aus Frankreich und Deutschland, wo die Bundeswehr rund 1000 Soldaten zur Truppe beisteuert. Die Soldaten sollen zur Stabilisierung beitragen; ausserdem findet ein EU-Ausbildungseinsatz statt.

«Die Schwelle des Unerträglichen ist erreicht: es ist Zeit für einen landesweiten Aufschrei», erklärte der Chef der Uno-Friedensmission, Mahamat Saleh Annadif. Die Vereinten Nationen verurteilten diesen Akt «unbeschreiblicher Barbarei» aus das Schärfste. Die Minusma unterstütze nun die Sicherheitskräfte in dem betroffenen Gebietk, hiess es.

Im Norden und im Zentrum des Landes sind zahlreiche islamistische Terrorgruppen aktiv. Einige von ihnen haben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen, andere wiederum dem Terrornetzwerk Al-Kaida.

Im Zentrum des Landes gibt es zudem Gewalt wegen ethnischer Spannungen; häufig spielt dabei der Kampf um die seltenen Weidegründe und Acker in der trockenen Sahelzone eine Rolle. Im März waren bei einem Angriff auf ein anderes Dorf im Zentrum des Landes mindestens 130 Menschen getötet worden. (bal/sda/dpa)

Geiselnahme in Luxus-Hotel in Mali

Bevölkerung zweifelt an der Existenz von Ebola

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 10.06.2019 21:41
    Highlight Highlight Der ganze Mist hat angefangen mit dem Fall des lybischen Diktators...gut bewaffnete Söldner mit nomadischer Herkunft wurden arbeitslos. Ausgerüstet mit europäischen Waffen.
    Mali war zuvor äusserst friedlich. Wirklich traurig.
  • bioblatt 10.06.2019 21:34
    Highlight Highlight Das angegriffene Dorf heisst Sobame Da, die Terroristen töteten fast ein Drittel aller Einwohner. Diese lebten davor in einfachen Lehmhütten und betrieben Ackerbau und hielten Vieh.

Interview

«Es ist nicht akzeptabel, wenn sich Staaten weigern, eigene Landsleute zurückzunehmen»

Der Chef des Staatssekretariats für Migration, Mario Gattiker, will im Umgang mit unkooperativen Herkunftsstaaten «alle Optionen prüfen». Und er äussert sich zu seiner Vermittlerrolle bei den Lohnschutz-Gesprächen der Sozialpartner.

Das SEM schliesst aufgrund der tiefen Asylgesuchszahlen temporär zwei Unterkünfte. Die Massnahme angeordnet hat Ihre Chefin Karin Keller-Sutter. Täuscht der Eindruck, oder steht das SEM seit Keller-Sutters Amtsantritt unter verstärktem Druck?Mario Gattiker: Die Zusammenarbeit mit Frau Keller-Sutter ist sehr gut. Sie bringt eine grosse Erfahrung in der Asylpolitik mit. Die Bundesrätin hat auf die aktuelle Lage reagiert. Es ist absolut verantwortbar, Kapazitäten zu reduzieren. Mit dieser …

Artikel lesen
Link zum Artikel