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Turkey-backed FSA fighters are heading toward Syrian town of Tal Abyad from Turkish border town of Akcakale, Turkey, Thursday, Oct. 10, 2019. Turkish President Recep Tayyip Erdogan says that there have been 109

Boden-Truppen der mit der Türkei verbündeten Freien Syrischen Armee stürmen das kurdische Gebiet im Norden Syriens. Bild: AP

Analyse

Warum die Türken scheitern werden – in 3 Punkten

Eine Analyse zur türkischen Militäroffensive gegen die Kurden in Syrien.

Thomas Seibert aus Istanbul / ch media



Mehr als 100 Tote und mehr als 60 000 Menschen auf der Flucht: Das ist das traurige Ergebnis zwei Tage nach dem Start der türkischen Offensive im Norden Syriens. Die türkische Regierung betrachtet die Militärintervention «Operation Friedensquelle» als legitimes Mittel, um kurdische Extremisten im Nachbarland zu bekämpfen und die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland zu ermöglichen.

Doch Ankara wird die gewünschten Ziele kaum erreichen. Es gibt drei gewichtige Gründe dafür, wieso die Militäraktion scheitern dürfte:

Unrealistische Ziele

Die Türkei verfolgt mit dem Einsatz völlig unrealistische politische Ziele. Zwar hat die Türkei ein berechtigtes Interesse daran, sich vor der kurdischen Arbeiterpartei PKK und deren syrischen Ableger YPG zu schützen. Beide Gruppierungen erachtet Ankara als Terrororganisationen.

Doch der Einmarsch wird das türkische PKK-Problem nicht lösen. Ohne politische Initiativen zur Lösung der Kurdenfrage wird die Wirkung des Angriffs rasch verpuffen. Westlich vom derzeitigen Einsatzgebiet hält die Türkei seit mehr als drei Jahren syrisches Gebiet besetzt, ohne dass Ankara diese Gegenden bisher dauerhaft befrieden konnte.

Es ist zudem sehr unwahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit mehrere Millionen Syrer aus der Türkei in neue Dörfer in der angestrebten «Sicherheitszone» in Syrien gebracht werden können, wie Ankara das anstrebt. Die meisten Syrer in der Türkei kommen aus anderen Gegenden des Bürgerkriegslandes und werden kaum freiwillig in ein Gebiet ziehen, das ihnen fremd ist. Ohne Frieden in ganz Syrien werden die allermeisten Flüchtlinge auch in Zukunft in der Türkei bleiben wollen.

Die Türken sind alleine

Zweitens hat sich Ankara mit der Militäraktion international isoliert: Amerikanische Politiker beider Parteien arbeiten sogar an Sanktionen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan persönlich. Die türkische Regierung wurde von den überwiegend negativen Reaktionen kalt erwischt. Er habe nicht gewusst, dass die kurdischen Extremisten im Ausland so beliebt seien, sagte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu voller Enttäuschung.

Ankara hat sich mit der Militärintervention international isoliert.

Wegen der Kritik des Westens fehlt auch die Unterstützung, die für die Umsiedlung syrischer Flüchtlinge in die geplante «Sicherheitszone» nötig wäre. Die EU liess die Türkei bereits wissen, dass sie sich nicht an den geschätzten Kosten von 23 Milliarden Euro für das Projekt beteiligen wird.

Die Türkei kann darüber hinaus auch nicht darauf hoffen, von anderen Staaten bei der Befriedung besetzter Gebiete in Syrien unterstützt zu werden. Nicht einmal Russland oder der Iran, mit denen die Türkei in Syrien zusammenarbeitet, haben bisher Unterstützung für den Angriff erkennen lassen.

Insbesondere die Zukunft der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wird darüber entscheiden, ob die türkische Syrien-Mission am Ende international als Erfolg oder Misserfolg gewertet wird. Sollte der IS wegen der türkischen Militäraktion seine Macht wieder ausbauen können und Gefangene aus den Gefängnissen in der Region befreien, wird Ankara international am Pranger stehen.

Innenpolitische Probleme bleiben

Und schliesslich wird Erdogans Regierung ihre innenpolitischen Probleme mit Hilfe des Syrien-Feldzugs nicht lösen können. Manche Beobachter erwarten, dass sich der Präsident mit einem relativ kurzen Einmarsch zufrieden geben wird, um sich vor den Wählern als erfolgreicher Feldherr präsentieren und danach vorgezogene Neuwahlen ausrufen zu können.

Die meisten Türken nehmen die Intervention allerdings nur als notwendiges Übel hin, von Kriegsbegeisterung ist nichts zu spüren. Wichtiger für die meisten Wähler ist die schlechte Lage der Wirtschaft – und da hilft der Krieg nicht, im Gegenteil: Die türkische Lira verliert wegen der US-Sanktionsdrohungen an Wert. Zudem hat Erdogan hohe Erwartungen an eine baldige Rückführung von Millionen Flüchtlingen geweckt, die er kaum erfüllen kann. Die Syrien-Intervention könnte sich für den Präsidenten als Bumerang erweisen. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jean-Pierre Molliet 11.10.2019 10:02
    Highlight Highlight Schickt doch noch mehr Waffen in die Türkei und auch zu den Saudis, nur mit einem richtig geilen Waffeneinsatz ist der Frieden erreichbar...und das BSP in der Schweiz steigt!
  • Wasmanvonhieraussehenkann 11.10.2019 09:27
    Highlight Highlight „Operation Friedensquelle“ !?
    Mir kommt die Galle hoch.
  • blueberry muffin 11.10.2019 08:56
    Highlight Highlight Erdogan nennt gerne alle Kurden Terroristen während er selbst mit dem IS liebäugelt und deren Terroristen schützt.

    Die Kurden bluteten für uns im Kampf gegen den IS und Erdogan nennt selbst die Terroristen? Vielleicht müssen wir
  • vamosT 11.10.2019 07:54
    Highlight Highlight Die Türkei will ganz einfach sein Land vergrössern. Das mit der "Sicherheitszone für Flüchtlinge" ist reine Propaganda. Dass sich der Artikel Zur Hälfte damit befasst, zeugt von extrmer Naivität. Die Sicherheitszone wirds nie geben, das weiss die Türkei auch, ist ihr aber auch egal. Hauptsache mehr Land, das ist alles.
    • Hierundjetzt 11.10.2019 10:07
      Highlight Highlight Nicht mal das ist korrekt.

      Weder hat die Türkei das Geld dazu, noch das Material noch die Militärische Kraft für einen längerdauernden Krieg.

      Sie haben nicht mal eine Militärischer Industrieller Komplex der dies aufbauen könnte.

      Alles nur reiner Bluff. Wie so vieles was von da unten kommt.

      Ich liege falsch? Ja warum führt dann die Türkei seit 30 Jahren "Krieg" gegen die Kurden? Richtig: Weil Sie sogar dazu zu schwach sind.
    • nine 11.10.2019 10:30
      Highlight Highlight Gilt es noch zu erwähnen, dass die Region reich an Öl ist. Da hat der Autor nicht gerade weitsinnig getextet..
    • Hierundjetzt 11.10.2019 10:57
      Highlight Highlight nine: netter Internet-hoax. Ab 2020 wird Syrien Erdöl-IMPORTEUR.

      Sogar Deutschland (!) fördert mehr Erdöl als Syrien....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 11.10.2019 07:49
    Highlight Highlight Es ist in der Tat zweifelhaft, ob die Türkei das durchziehen kann und will. Momentan läuft es wohl darauf hinaus, die YPG zu einem Deal mit Assad zu drängen, so könnte Russland für sichere Grenzen sorgen:
    - Trump kann die "Boys" zurückholen
    - Die Türkei kann die PKK kontrollieren
    - Russland gewinnt Einfluss in der Region, vor allem auf die Türkei
    Für Erdogan trotzdem eine bittere Pille, nichts gewonnen und viel Porzellan zerbrochen, für die Kurden in Syrien ist nicht unbedingt alles verloren, aber momentan haben sie nicht die beste Verhandlungsposition.
  • Der Rückbauer 11.10.2019 07:31
    Highlight Highlight Wie ich lese, haben sich die USA, also der Paranoiker im Weissen Haus, als Vermittler angeboten. Der Verräter als Vermittler? Der ist schon hochgradig verrückt!
  • nine 11.10.2019 07:29
    Highlight Highlight Berechtigtes Interessen sich uu schützen? Watson wtf? Royava ist wohl das einzige demokratische Gebiet, dass es zurecht zu schützen gibt. Erdowahn versucht hier einmal mehr, Kurd*innen auszulöschen. Völerrechtswidrig und die Welt schaut einmal mehr nur zu. Genau so wie die YPG Ankara als Terroristen anschaut, schaue auch ich Ankara an.
    • LouisvanGaal 11.10.2019 11:26
      Highlight Highlight Ich denke, der Autor wollte damit ausdrücken, dass es aus Sicht der Türkei ein "logisches" Argument dafür gibt. Wenn dem aber nicht so wäre, fände ich die Wertung auch bedenklich.
  • Posersalami 11.10.2019 07:10
    Highlight Highlight „ Insbesondere die Zukunft der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wird darüber entscheiden, ob die türkische Syrien-Mission am Ende international als Erfolg oder Misserfolg gewertet wird.“

    Unfug

    Ein illegaler Angriffskrieg kann, darf und wird nie als Erfolg gewertet werden. Zumindest nicht unter geistig gesunden Menschen.
    • rodolofo 11.10.2019 09:23
      Highlight Highlight Aber wer hat die Millionen von Flüchtlingen aus Syrien "produziert"?
      Niemand Anderes, als das Assad-Régime mit seinem brutalen Vernichtungskrieg gegen den muslimischen Teil der Bevölkerung, bei dem die brutale Putin-Diktatur Russlands tatkräftig und ebenso skrupellos und menschenverachtend mitgeholfen hat!
      Und jetzt hat Erdogan (der pseudo-raffinierte Basarhändler) ein Riesen-Problem im Land, das er entweder nach Europa, oder in den Nordosten Syriens weiter schieben will.
      Niemand will diese Flüchtlinge.
      Russland schon gar nicht.
      Und die Flüchtlinge wollen auch nicht nach Sibirien...
    • Posersalami 11.10.2019 12:10
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn..

      mit dir zu diskutieren bringt ja nix. Hör doch einfach mal damit auf, deinen Unsinn unter meine Posts zu schreiben!
    • opwulf 11.10.2019 12:14
      Highlight Highlight Rodolofo: Assads Regime hat keinen Vernichtungskrieg gegen den muslimischen Teil der Bevölkerung geführt! Assad gehört selber zu einer muslim. Minderheit. Syrien war eines der letzten Länder im Nahen Osten mit säkularem Touch. Wo es interreligiöse Hochzeiten gab & der Grossteil der Bevölkerung, eine relativ gute Bildung & gute Sozialstruktur hatten. Was mich stört ist wie das Narrative zum Syrienkrieg erzählt & einfach so geglaubt wird, egal ob es Sinn macht oder nicht. Assads Regime sind Autokraten welche zivile & religiöse Aufstände brutal niederschlugen & dann kam der Krieg & viele Mercs!
  • swisskiss 11.10.2019 06:09
    Highlight Highlight Mag der Erfolg der Türkei auch bescheiden bleiben, in erster Linie wird dadurch politisch der Westen entlarvt. Die Europäer zeigen sich empört, verzichten aber auf irgendwelche Sanktionen. Die USA meiden jede Konfrontation und belassen es bei nutzlosen Drohungen. Russland, China und der Iran schauen interessiert zu und konstatieren, dass Trump wie schon bei den Tankerangriffen, dem Drohnenabschuss und dem Angriff auf die saudische Oelanlage, keine Reaktion zeigt. Israel sollte sich Gedanken machen, ob man sich in einer Krise, auf die Schutzmacht USA verlassen kann.
    • Auric 11.10.2019 09:24
      Highlight Highlight Israel putzt militärisch jeden da unten weg, und wenn es ein Land gibt das die Atombombe auch einsetzen wird, dann ist es Israel.
    • swisskiss 11.10.2019 11:22
      Highlight Highlight Auric: Ohne die USA, wäre die ach so hochgelobte israelische Armee in 2 Kriegen, schon in kürzester Zeit ohne Munition dagestanden. Ohne die USA mit ihrer Satelliten- und Luftaufklärung, hätte Israel nicht die Sinaihalbinsel erobert. Soviel zum Thema
  • malu 64 11.10.2019 03:22
    Highlight Highlight Diese sogenannten kurdischen Extremisten sind nichts anderes als eine Volksgruppe, welche endlich friedlich ihre Kultur und Sprache leben möchte. Permanent werden sie durch Medien und Regierungen schlecht gemacht. Die Türkei sind die Verbrecher. Wie die Nazis versuchen sie eine Volksgruppe auszulöschen. Ähnlich wie Israel gegen die Palästinenser. Früher gab es nur einen Hitler, heute gibt es mehrere.
    • Saraina 11.10.2019 09:27
      Highlight Highlight Die Kurden bestehen aus verschiedenen Volksgruppen mit durchaus unterschiedlichen Kulturen und auch Sprachen. Es wäre sehr naiv anzunehmen, dass unter ihnen nicht grössere Differenzen ausbrechen würden, wenn sie eine Nation bilden könnten. Wie werden Jesiden, die nur untereinander heiraten dürfen und auch zum Ehrenmord greifen um dieses Gesetz zu schützen, mit der marxistischen YPG konsolidiert? Werden die Clanherren im Irak ihre Macht freiwillig abgeben? Man sollte das Problem nicht in Schwarz und Weiss vereinfachen.
    • malu 64 11.10.2019 15:44
      Highlight Highlight Es ist nicht an uns über vielleicht und was wenn zu philosophieren.
      Ein ganzes Volk wird praktisch unter Vormundschaft gestellt und nun bekämpft. Wir haben niemandem vorzuschreiben wie er leben soll. Zuerst brauchen sie erst mal Sicherheit, vorher wird niemand die Waffen weglegen.
  • Pana 11.10.2019 02:13
    Highlight Highlight "Mehr als 100 Tote"

    Nicht weitergelesen. Fu@k this $hit!
  • Al_1 11.10.2019 01:32
    Highlight Highlight Weder die Kritik des Westens bzw der EU noch die womöglichen US Sanktionen werden in diesem Konflikt ausschlaggebend sein. Niemand der Genannten erwies sich als umsichtiger und verlässlichen Partner. Dies hat uns bereits die militärische Intervention im Irak aufgezeigt, deren hinterlassenes Machtvakuum überhaupt erst zur Gründung des IS führte. m.E. hängt das Gelingen dieser Offensive mehrheitlich von Russland (vlt noch des Irans) ab. Gelingt es ihnen Assad zu überzeugen, dem SDF regionale Autonomie zuzugestehen od intervenieren sie sogar direkt als Schutzmacht ist dies der Anfang vom Ende
  • imposselbee 11.10.2019 00:52
    Highlight Highlight Der Poker mit den Flüchtlingen gegenüber der EU könnte sehr wohl aufgehen, wenn die 23 Milliarden einfach mal von der EZB gedruckt werden, dann wird die türkische Wirtschaft brummen wie wild. Zudem wird es zu einem Showdown mit Trump kommen, falls dieser den ‚Türkendeal‘ für seine politischen Ziele (als ‚Friedensstifter‘) ausnutzen wird. Ist der Schaden einmal angebracht, lebt es sich ganz unbedacht. Ich gebe Erdogan die grösseren politischen Überlebenschancen als Trump, zumal Erdogan keinen Termindruck hat.
  • AdvocatusDiaboli 11.10.2019 00:49
    Highlight Highlight "Ohne Frieden in ganz Syrien werden die allermeisten Flüchtlinge auch in Zukunft in der Türkei bleiben wollen."

    Ich glaube Erdogan wird den Flüchtlingen wohl kaum fragen was sie machen wollen.
    • Saraina 11.10.2019 09:29
      Highlight Highlight Allerdings. Es wurden ja bisher schon Tausende „freiwillig“ in eine Kriegszone ohne jede Infrastruktur repatriiert. Unter genügend Druck unterschreibt jeder eine Einverständniserklärung.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 11.10.2019 00:42
    Highlight Highlight Ich frage mich wie lange dauert es bis die Türken mit den Kurden hier nicht mehr zu recht kommen, wie es damals während des Bosnien oder Kosovokrieg war , mit den Serben. Jahre lang Nachbarn dann von heute auf morgen kein Wort mehr redeten.
    • LouisvanGaal 11.10.2019 18:34
      Highlight Highlight Die Serben sind im Kosovokrieg nicht mehr zurechtgekommen, weil die USA Belgrad bombardierten.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 11.10.2019 00:26
    Highlight Highlight Hoffentlich schliesst sich die EU (und die Schweiz) den Sanktionen gegen die Türkei an.

    Es ist einfach eine Schande, wie mit den syrischen Kurden umgegangen wird.
    • 3-blettligs-chleeblatt 11.10.2019 07:39
      Highlight Highlight Ey aber Olma-etc... Was denkst Du, wen die Sanktionen am härtesten treffen würden? Denn Vollidioten namens Erdogan? Oder die einfachen Bürger, die irgendwie versuchen sich und ihre Familien durchs Leben zu bringen inkl. Kurden, die in der Türkei leben? Seit den letzten Jahren im Polit-Puff ist das Leben in der Türkei schon so dermassen teuer geworden (ich spreche von einfachen Lebensmitteln), dass es für viele nicht mehr tragbar ist und ein echter Überlebenskampf.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 11.10.2019 09:14
      Highlight Highlight @3-blettligs-chleeblatt

      Dann sollen die einfachen Bürger eine Regierung wählen, die keine Angriffskriege führt 🤷‍♂️
    • Safado 11.10.2019 09:15
      Highlight Highlight @3-blättrigs.. aber nur so gibt es intern Druck gegen diesen Wahnsinn. Oder was wäre ihre Option?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sergio Colleoni 11.10.2019 00:20
    Highlight Highlight Etwas Gutes bleibt: der EU Beitritt der Türkei findet nicht statt. Aber diese kleine Freude wird überschattet mit dem Elend das über die Einwohner der überfallenen Region gebracht wird.
    • opwulf 11.10.2019 12:42
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass die Mehrheit in der Türkei für einen EU Beitritt wäre. Speziel nicht da viele die so einen Beitritt in der Vergangenheit befürworteten, resigniert bemerken mussten dass sie von der Mehrheit eigentlich gar nie in der EU gewollt wurden. Der EU Beitritt war in etwa wie die Möhrenpeitsche vor dem Pferdegespann. Anyway dies entschuldigt rein gar nichts was momentan den syrischen Kurden wiederfährt! Ich bin normalerweise nicht für Sanktionen, aber hier sollte man zusammenstehen! EU + CH sind relativ wichtige Märkte für die TR für import wie auch export!
  • Adumdum 11.10.2019 00:12
    Highlight Highlight Scheitern oder nicht - es wird weiter unendlich viel Leid erzeugt 😐
    • Safado 11.10.2019 09:17
      Highlight Highlight Operation:
      "Friedensquelle"
      😥
  • The_real_Zippy 11.10.2019 00:11
    Highlight Highlight https://edition.cnn.com/middleeast/live-news/syria-turkey-military-offensive-dle-intl/index.html



    ... And it is clear, they're going to be bloody...
  • swisskiss 11.10.2019 00:04
    Highlight Highlight Der bewaffnete Arm der PKK ist nicht die YPG, sondern die HPG, die in der Türkei, Irak und Iran aktiv sind.

    YPG ist der bewaffnete Arm der kurdisch- syrischen Partei der Demokratischen Union.

  • wasps 10.10.2019 23:49
    Highlight Highlight Und wieder sterben Menschen, weil ein Sadist sein Ego befriedigen muss.
  • Randy Orton 10.10.2019 23:47
    Highlight Highlight „ Zwar hat die Türkei ein berechtigtes Interesse daran, sich vor der kurdischen Arbeiterpartei PKK und deren syrischen Ableger YPG zu schützen.“ - ist das euer Ernst?
    • Hochen 11.10.2019 00:06
      Highlight Highlight Hab ich mir auch gedacht!
    • a-n-n-a 11.10.2019 00:33
      Highlight Highlight Genau mein Gedanke: "berechtigtes.. whaat?!?"

      Entweder schlecht informiert oder einfach schlufig geschrieben.
    • Posersalami 11.10.2019 07:11
      Highlight Highlight Das habe ich mich auch gefragt. Was ist eigentlich mit den Rechten der Kurden, sich vor der Türkei zu schützen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 10.10.2019 23:17
    Highlight Highlight "Nicht einmal Russland oder der Iran, mit denen die Türkei in Syrien zusammenarbeitet, haben bisher Unterstützung für den Angriff erkennen lassen."
    Steht die Türkei nicht auf der Seite der islamistischen Rebellen im Kampt gegen Assad welcher wiederum mit Russland und dem Iran verbündet ist?
    Schwierig in der ganzen Sache noch den Überblick zu behalten.
  • TobaFett 10.10.2019 23:14
    Highlight Highlight Und weswegen genau muss sich die Türkei von der YPG schützen? Haben die jemals einen Anschlag oder Ähnliches in der Türkei gemacht? Nicht das ich wüsste. Lasse mich gerne eines besseren belehren.
    Der Angriff dient doch nur dazu, den Kurden im eigenen Land zu zeigen, was ihnen droht, wenn sie auf ihre Autonomie pochen wollen.
    Und schliesse mich pun an das "die Türken" ist alles andere als gut gewählt und wirft alle aus diesem Land in denselben Topf wie Erdogan und co...
    • Sergio Colleoni 11.10.2019 00:22
      Highlight Highlight Umvolkung plant der Erdogan. Kurden weg, Araber rein.
    • Chrigu BE 11.10.2019 05:43
      Highlight Highlight Erdogan ist gewählter Volksvertreter - ich denke, das Wort passt gut in diesem Zusammenhang.
      Gerade bei Watson, meine ich, müssen wir keine Sorgen haben, dass der Redakteur so verallgemeinernd denkt oder fühlt, wie es tönen mag.
      Es ist sicher auch eine Frage der Sympathie des Einzelnen und des Empfindens, ob der Bericht empfundene "Opfer" oder "Täter" beschreibt - killt mich nicht für die Begriffe.
      Bei Berichten über z.B. "die Deutschen" habe ich zumindest noch keinen solchen Einwand wahrgenommen...
    • Saraina 11.10.2019 09:23
      Highlight Highlight Die YPG ist ein Ableger der PKK und hat deren Kämpfern immer Unterstützung und Rückzug gesichert. Abgesehen davon gibt es mittlerweile eine grosse, rechtsnationale Schicht, die die syrischen Flüchtlinge loswerden will, was ja Europäer nicht erstaunen dürfte... Tatsächlich ist Erdogan und seine Partei keineswegs der grösste Fremdenfeind, noch nicht mal ein besonders grosser. Da gibt es ganz andere Parteien und Gruppierungen, die mit Flüchtlingen und Kurden bedeutend kürzeren Prozess machen würden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • philosophund 10.10.2019 23:02
    Highlight Highlight Das medial gut orchestrierte Kriegstreiben feuert nur einige eingefressene AKP-Wähler an.. die restliche Bevölkerung hält nichts vom Einmarsch.
    • satyros 12.10.2019 10:04
      Highlight Highlight Das glaube ich allerdings nicht. Es ist ihm z.B. gelungen, die Opposition zu spalten. Während die kurdisch dominierte HDP den Angriff verurteilt (und ihre Politiker deshalb als als Verräter inhaftiert werden), unterstützt die kemalistische CHP den Krieg.
  • Kubod 10.10.2019 22:59
    Highlight Highlight Er habe nicht gewusst, dass die kurdischen Extremisten im Ausland so beliebt seien, sagte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu
    So ist das, wenn eine Blase platzt.
    War es nicht er, der meinte, den IS müsse man als Gruppe von Jugendlichen sehen, die sich austoben? So oder ähnlich.
    Es zeigt gut, wie tief im stinkenden Morast des fundamental mohameddanischen Denken diese AKP steckt und sich innerhalb der Gruppe immer wieder in diesem Denken selbstbestätigt.
    Wir Zeit, dass diese Verbrecherbande in die Realität katapultiert wird.
    Ein Militärschlag der NATO. So wie damals gegen Saddam. Das wär angemessen
    • Saraina 11.10.2019 09:31
      Highlight Highlight So wie damals gegen Saddam? Auch illegal und auf Lügen beruhend? Das hat ja damals viel Frieden in die Region gebracht...🙄
  • Naraffer 10.10.2019 22:50
    Highlight Highlight Wie kommt Watson zu der dreisten Behauptung, die Türkei habe ein ‚berechtigtes‘ Interesse sich vor der YPG zu schützen? Fragt doch besser mal warum die YPG überhaupt kämpft!
    • philosophund 11.10.2019 10:39
      Highlight Highlight zB dadurch, dass die YPG / PYD ähnliche Autonomiebestrebungen hat wie die PKK und territoriale Integrität der Länder verletzt?
  • Nino F. 10.10.2019 22:46
    Highlight Highlight Der Angriff des türkischen Militärs und seinen dschihadistischen Verbündeten ist ein Krieg, bei dem allen fortschrittlich denkenden Menschen klar sein sollte, welche Seite sie unterstützen. Rojava ist auch unser Kampf! #RiseUp4Rojava
    Benutzer Bild
  • DemonCore 10.10.2019 22:45
    Highlight Highlight Gute Analyse. Dazu kommt dass die militärischen Erfolge der türkischen Streitkräfte in bisher 8 Jahren Syrienkrieg zahlenmässig gering und qualitativ äusserst bescheiden ausfallen. Bin nicht beeindruckt, anders als von den Kurden, die jetzt um ihr Überleben kämpfen.

    Take away a man's last hope and you have created a very dangerous enemy. Ich denke, das lässt sich ausweiten auf eine lokale Bevölkerung.
    • Faeudi 11.10.2019 12:51
      Highlight Highlight Leider werden die Türken nicht die einzigen sein, die gegen die SDF vorgehen werden. Asad wird folgen, sobald die SDF von der Grenze zurückgedrängt wurde.
      "Asad hat immer klargemacht, dass er ganz Syrien wieder zurückerobern will – egal, um welchen Preis. " (Quelle: nzz.ch)
      Auch die Aussage von Putin lässt da eigentlich keinen anderen Schluss zu:
      „Bis heute gilt das Abkommen zwischen Syrien und der Türkei aus dem Jahr 1998...... das ist eine Grundlage, die sehr viele Fragen hinsichtlich der Gewährleistung der eigenen Sicherheit durch die Türkei an ihren Südgrenzen deckt.“

  • Majoras Maske 10.10.2019 22:39
    Highlight Highlight Bisher ist Erdogan tatsächlich aussenpolitisch auf die Fresse geflogen. Aber das schützt die Kurden nicht und es wird ihre Städte auch nlcht wieder errichten.
  • pun 10.10.2019 22:23
    Highlight Highlight Ich stehe für Rojava ein, dennoch stört mich "die Türken" im Anhang. Die Ziele sind die eines zynischen macht- und prunkbesessenen Nachwuchs-Diktators. Sicher nicht die von Millionen Türken, die auch nur friedlich und in Wohlstand ihr Leben leben wollen.
    • The_real_Zippy 10.10.2019 22:38
      Highlight Highlight Ja aber.. Da fängt es wieder an.. Es ist die Spaltung.
      YPG = PKK = Terror
      Pêşmerge = Ach die sind im Irak

      Ich hoffe innigst dass die Türken scheitern werden, aber leider, werden die Kurden auch diesmal nur als "Bauern" enden.

      “When bad men combine, the good must associate; else they will fall, one by one, an unpitied sacrifice in a contemptible struggle."

      Ich lass das mal so stehen..

      Quelle: Umstritten
    • WeischDoch 10.10.2019 22:45
      Highlight Highlight Nur eine einzige Partei ist gegen den Einsatz...ja es gibt solche die Frieden wollen...sind aber in Knast oder extrem in der Minderheit
    • Decke 10.10.2019 23:08
      Highlight Highlight Habe zwar keine Ahnung. Das Millionen Türken lieber in Frieden und Wohlstand leben wollen glaube ich wohl. Es sind immer einige wenige die solche Entscheidungen treffen, von da her volle Unterstützung deiner Meinung. Traurig das wir dies alles zulassen
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