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Analyse

Virginia und Co.: Werden die Wähler Trump-müde?

Die Republikaner verlieren in einst tiefroten Bundesstaaten die Regionalwahlen. Trump sagt, ohne ihn wären die Niederlagen noch viel heftiger.

Renzo Ruf aus Washington / ch media



Kurz nach der Wahlniederlage des republikanischen Gouverneurs in Kentucky in der Nacht auf Mittwoch meldete sich Donald Trump zu Wort. Ohne seine Wahlhilfe hätte Matt Bevin die Gouverneurswahl noch viel deutlicher verloren, twitterte Trump.

Wahr an dieser Behauptung ist: Der Republikaner Bevin verlor die Wahl in einem zutiefst republikanischen Bundesstaat, weil er ein schlechter Politiker ist, der als Gouverneur einflussreiche Bevölkerungskreise vor den Kopf gestossen hatte.

Wahr ist aber auch, dass Bevins Niederlage ein Signal an republikanische Amtsinhaber im ganzen Land ist, die in ihren Ämtern bleiben möchten: Es gibt kein Entkommen, Trump wird das Wahljahr 2020 dominieren. Das ist eine gute Nachricht für Politiker in ländlichen Staaten wie Mississippi oder Nebraska, aber eine schlechte für republikanische Amtsinhaber in urbanen Regionen.

President Donald Trump speaks during a campaign rally at the Monroe Civic Center, Wednesday, Nov. 6, 2019, in Monroe, La. (AP Photo/ Evan Vucci)
Donald Trump

Wahlhelfer oder Wählerschreck? Donald Trump polarisiert in den Städten. Bild: AP

Das zeigen die Resultate der Wahlen am Dienstag in Staaten wie Virginia oder Pennsylvania. In Virginia, noch vor einer Generation unter Kontrolle der Republikaner, gewannen die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Staatsparlaments zurück – dank klaren Siegen in den Agglomerationen der Ballungszentren

So verlor der Abgeordnete Tim Hugo im Speckgürtel von Washington sein Rennen gegen den demokratischen Herausforderer Dan Helmer, obwohl sich Hugo im Wahlkampf geweigert hatte, über Trump zu sprechen. In Pennsylvania, im Bezirk Bucks County vor den Toren der Stadt Philadelphia, gewannen die Demokraten erstmals seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1865 die Mehrheit in der Lokalregierung.

Trump wird auf die Rückschläge an der Wahlurne wie gewohnt reagieren. Er wird auf die Erfolge seiner Republikaner in tiefroten Staaten verweisen – in Mississippi gewann am Dienstag der republikanische Gouverneurskandidat – und in der Ukraine-Affäre rhetorisch noch einen Zacken zulegen.

Diese Botschaft wird in den Bevölkerungszentren auf taube Ohren stossen. Die Wähler in Amerikas Städten scheinen ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl Trump-müde zu sein. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 07.11.2019 08:16
    Highlight Highlight ICH BIN JEDENFALLS TRUMP-MÜDE!!!
    Bitte Watson, belästigt uns weniger mit "Quatsch mit Trump"!
    Wenn er wieder mal etwas besonders schlimmes verbrochen hat, wie beispielsweise den Verrat an den syrischen Kurden, müsst Ihr natürlich darüber berichten,
    das ist schon klar.
    Die zusätzliche Funktion von Netflix zum Überspringen von Trump-Szenen weist uns den Weg:
    Wenn Trump schon so gut ist im Kreieren einer fantasierten Realität mit "Alternativen Fakten", dann können wir ja wenigstens so tun, als ob es diesen "Grössten Hochstapler aller Zeiten" gar nicht gäbe:
    "Donald Trump, wer soll das sein?"

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