International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07605239 German Social Democratic Party (SPD) chairwoman and faction chair in the German parliament Bundestag Andrea Nahles arrives for the board meeting of the Social Democratic Party (SPD) in Berlin, Germany, 27 May 2019. According to a projection based on exit polls, German party SPD will win just 15.8 percent in the European Union parliament elections and lose Bremen for first time since the second world war.  EPA/HAYOUNG JEON

Bild: EPA/EPA

Analyse

Die SPD wird noch bereuen, dass sie Nahles aus dem Amt trieb

Joseph Hausner / watson.de



Die Worte, die Andrea Nahles an diesem Sonntag als Pressemitteilung verschickt, lösen ein wahres SPD-Beben aus. «Die Diskussion in der Fraktion und die vielen Rückmeldungen aus der Partei haben mir gezeigt, dass der zur Ausübung meiner Ämter notwendige Rückhalt nicht mehr da ist», schreibt Nahles, die ihren Rücktritt sowohl als Partei-, wie auch als Fraktionsvorsitzende erklärt.

Eigentlich war der grosse Showdown für Dienstag geplant. Nahles wollte sich als Fraktionschefin vorzeitig zur Wahl stellen. Das hätte durchaus einen positiven Ausgang für sie haben können. Wäre sie im Amt bestätigt geworden, wäre sie gestärkt aus dem Hickhack der vergangenen Wochen hervorgegangen und hätte vermutlich erst einmal Ruhe gehabt.

Doch jetzt wirft Nahles vorzeitig hin und lässt es gar nicht erst zu diesem Vertrauenstest kommen. Es waren jedoch nicht nur die fatalen Ergebnisse bei der Europawahl, bei der die SPD hart abgestraft wurde und weit hinter den Grünen auf Platz 3 landete, die Nahles das Amt kosteten.

Ihre SPD-Kollegen brachen Nahles das Genick

Es waren vor allem ihre Genossen und deren Verhalten, die Nahles das Genick brachen. «Ob ich die nötige Unterstützung habe, wurde in den letzten Wochen wiederholt öffentlich in Zweifel gezogen. Deshalb wollte ich Klarheit. Diese Klarheit habe ich in dieser Woche bekommen», schreibt Nahles in ihrem Statement. Das sind heftige Sätze. Nahles sagt damit nicht weniger, als dass ihr ihre Parteikollegen klar zu verstehen gegeben haben, dass sie nicht mehr die Unterstützung für die beiden Spitzenämter habe.

Kein Wunder, dass Nahles nach den Ereignissen in den vergangenen sieben Tagen zu diesem Schluss kommt. Zu heftig wurde seit der Europawahl öffentlich über andere Kandidaten an der Fraktionsspitze debattiert, vor allem über Martin Schulz und auch über Achim Post.

Und zu viele Akteure sind Nahles seitdem öffentlich in den Rücken gefallen. Nur 3 von vielen Beispielen:

Die SPD dürfte noch bereuen, dass Nahles weg ist

Doch die Genossen dürften noch bereuen, dass sie eine Vorsitzende wie Nahles aus dem Amt trieben. Dass Nahles politisch und vor allem auch gegenüber dem Koalitionspartner Union viel erreicht (hat), das zweifelt niemand ernsthaft an. Nahles gilt als fachkompetent, fleissig, verhandlungsstark.

Bei wichtigen Fragen half Nahles, Kompromisse im Sinne der SPD durchzusetzen. Ob beim Asylstreit, beim Mindestlohn, bei der Grundrente, bei der »Ehe für Alle". Nahles kann Dinge durchsetzen.

Parteichef-Wechsel haben der SPD zuletzt nie gut getan

Jetzt stellt sich nur die Frage, was mit einer neuer Spitze an Partei und Fraktion besser werden soll. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Der SPD hat es nie gut getan, wenn sie ihren Vorsitzenden in einer scheinbar schlechten Lage der Partei wechselte. Denn nach dem Wechsel an der Parteispitze wurde die Lage der SPD immer nur noch schlechter, die Umfragewerte nur noch geringer.

Die Wähler wählen nicht einfach wieder SPD, nur weil die Partei in fast schon erschreckender Regelmässigkeit ihre Vorsitzenden austauscht. Das anzunehmen, wäre ein Trugschluss.

Droht jetzt das GroKo-Aus?

Stattdessen droht die SPD nun ganz Deutschland ins Polit-Chaos zu stürzen. Denn mit dem Nahles-Aus könnte das Aus der grossen Koalition näher rücken. Eine SPD-Abgeordnete sagte jüngst, sie befürchte, dass die SPD ohne Nahles «ohne jede Strategie aus der grossen Koalition rausgeht».

Dass die SPD bei Neuwahlen als Profiteur vom Platz gehen würde, glaubt angesichts der derzeitigen Umfragewerte von teils nur noch zwölf Prozent wohl selbst kein Genosse.

Ihr Statement beendet Nahles übrigens mit einem fast schon lakonisch anmutenden Satz: «Meinen Nachfolgerinnen oder Nachfolgern wünsche ich viel Glück und Erfolg.» Dem kann man sich nur anschliessen. Viel Glück – das braucht der oder die nächste SPD-Vorsitzende tatsächlich.

26 Küsse, die nichts gebracht haben – die EU steckt in der Krise

SPD-Schulz sorgt für Eklat

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Wo die Müllers, Meiers und Kellers wohnen – die grosse Nachnamen-Übersicht der Schweiz

Link zum Artikel

Ich öffne für euch die Büchse der Pandora aka meine Inbox, Teil III

Link zum Artikel

Die 5 wichtigsten Aussagen von Lucien Favres Zwischenbilanz beim BVB

Link zum Artikel

Die SBB-App bietet neu einen «Dark Mode», aber nur fürs iPhone

Link zum Artikel

Wieso zahlte der Secret Service 254'000 Dollar an Trumps Golfclubs?

Link zum Artikel

«Wann kommt das zweite Kind?» – wie eine Bewerbung an der Uni Basel aus dem Ruder lief

Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Wo die Müllers, Meiers und Kellers wohnen – die grosse Nachnamen-Übersicht der Schweiz

19
Link zum Artikel

Ich öffne für euch die Büchse der Pandora aka meine Inbox, Teil III

178
Link zum Artikel

Die 5 wichtigsten Aussagen von Lucien Favres Zwischenbilanz beim BVB

0
Link zum Artikel

Die SBB-App bietet neu einen «Dark Mode», aber nur fürs iPhone

47
Link zum Artikel

Wieso zahlte der Secret Service 254'000 Dollar an Trumps Golfclubs?

50
Link zum Artikel

«Wann kommt das zweite Kind?» – wie eine Bewerbung an der Uni Basel aus dem Ruder lief

179
Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

58
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

30
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

105
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

46
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

159
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

7
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Wo die Müllers, Meiers und Kellers wohnen – die grosse Nachnamen-Übersicht der Schweiz

19
Link zum Artikel

Ich öffne für euch die Büchse der Pandora aka meine Inbox, Teil III

178
Link zum Artikel

Die 5 wichtigsten Aussagen von Lucien Favres Zwischenbilanz beim BVB

0
Link zum Artikel

Die SBB-App bietet neu einen «Dark Mode», aber nur fürs iPhone

47
Link zum Artikel

Wieso zahlte der Secret Service 254'000 Dollar an Trumps Golfclubs?

50
Link zum Artikel

«Wann kommt das zweite Kind?» – wie eine Bewerbung an der Uni Basel aus dem Ruder lief

179
Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

58
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

30
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

105
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

46
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

159
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

7
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

48
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • In vino veritas 03.06.2019 06:13
    Highlight Highlight Die SPD hätte zwingend in die Opposition gehen müssen. Heute trägt sie ein Programm mit, welches ihre Werte (=Wähler) verrät. Klar, in einer Koalition müssen Kompromisse gemacht werden, aber nicht überall zu jedem Preis. Selbst die die falsche Schlange von der FDP hatte mehr Rückgrat als die gesamte SPD.
  • Beasty 03.06.2019 00:54
    Highlight Highlight Könnt ihr aufhören mit fetten Sätzen in Absätzen? Das wirkt billig. Danke.
  • Posersalami 02.06.2019 18:35
    Highlight Highlight Auch wenn die irgendwo einen vernünftigen Nachfolger finden könnten, wird der sich kaum auf den Schleudersitz setzen.

    Ich tippe darauf, dass die wie die Zürcher SVP irgendwo einen jungen finden, der sich verheizen lässt.
  • Rolf Mueller 02.06.2019 17:57
    Highlight Highlight Wie sagte doch Frau Nahles mal "Ätschi Bätschi"
  • Freilos 02.06.2019 16:31
    Highlight Highlight Bringt Deutschland bei Neuwahlen überhaupt noch eine Regierung zusammen? Stand heute benötigt es eine Koalition aus 3 Parteien, was schon fast unmöglich wird.
    • Leon1 02.06.2019 17:29
      Highlight Highlight Funktioniert in der Schweiz seit 1929 wunderbar. Seit 1943 sogar mit vier, zwischenzeitlich gar fünf Parteien.

      Alles eine Frage des Willens und der Kompromissbereitschaft
    • Freilos 02.06.2019 17:50
      Highlight Highlight Das Politische System funktioniert in der Schweiz anders als in Deutschland. Wir brauchen keine 50% Mehrheit in der Regierung, bei uns kann jeder mitmachen der gewählt ist.
    • Leon1 02.06.2019 18:14
      Highlight Highlight Natürlich braucht auch bei uns die Regierung die Mehrheit im Parlament. Der Unterschied ist, dass wir über diese 50% freiwillig (weit) hinausgehen.

      Ausser bei Parteiausschlüssen ist auch noch nie jemand aus einer kleineren Partei ausgeschlossen worden.

      Unsere Politik hat ihre Eigenheiten. Komplett neu erfunden haben wir die parlamentarische Demokratie aber nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 02.06.2019 15:40
    Highlight Highlight Der Fehler der spd war, als man erneut als Juniorpartner in die Regierung ging, dies obwohl man dafür gerade abgestrafft wurde. Man hätte zwingend in die Opposition gehen sollen und damit sofortige Neuwahlen auslösen.
    Hoffe die gibt es jetzt mit einem Erdrutschsieg für die Grünen.
  • nach gang 02.06.2019 14:44
    Highlight Highlight Das mit der Spitzenpolitik ist so eine Sache. Anstatt Sachthemen zu lösen findet andauernd das Hickhack um die Spitze statt.
    Mehr Basisdemokratie und Konsenspolitik wäre der Sache förderlicher.
    Frau Nahles hat recht die Chaosbühne zu verlassen. So jung wie sie ist, kann sie anderswo noch eine große Karriere machen.
  • Füdlifingerfritz 02.06.2019 14:28
    Highlight Highlight Olli Welke hat es mit dem Begriff "Suizidaldemokraten" durchaus auf den Punkt gebracht, wie ich finde.
  • Neruda 02.06.2019 14:02
    Highlight Highlight Was hat den Frau Nahles bitteschön gegenüber dem Koalitionspartner Union erreicht? Dass Internetfilter trotz anderslautender Vereinbarung im Koalitionsvertrag dank der CDU durchkammen?
  • Dong 02.06.2019 14:01
    Highlight Highlight Nee, sorry: Niemand wird Nahles je vermissen.
    Weder sympathisch noch glaubwürdig noch charismatisch noch irgendwas! Sie hätte die Konsequenzen aus all den Debakeln ja längst auch selbst ziehen müssen.
  • dmark 02.06.2019 13:33
    Highlight Highlight Nun, solange die SPD jetzt nicht wieder Martin Schulz als Vorsitzenden hoch kommen lässt...
    Man sollte sich jemand aus der Basis holen, um die SPD zurück zu ihren Wurzeln, eben als "Arbeiterpartei" zu bringen.
    Scholz wäre u.U. auch geeignet und ist auch recht beliebt.
    • Trump's verschwiegener Sohn 02.06.2019 14:19
      Highlight Highlight Bei Martin Schulz sollte man sich fragen, warum der überhaupt noch in der Partei herumgeistert. Solche Leute wie er sollten sich ganz zurückziehen. Der hat seine Quittung sehr deutlich bekommen.
    • FrancoL 02.06.2019 14:35
      Highlight Highlight Ist auch so ziemlich der Einzige der in Frage kommt.
  • saukaibli 02.06.2019 13:20
    Highlight Highlight Somit ist die Zerstörung der SPD, die mit Gerhardt Schröder begonnen hat, wohl abgeschlossen. Wenn man die eigenen Wähler so krass hintergeht und sich danach nur noch mit den Konservativen ins Bett legt, hat man auch nichts anderes verdient. Die heutige SPD hat für mich keine Daseinsberechtigung mehr.
    • Neruda 02.06.2019 13:59
      Highlight Highlight Wie eine Partei, die von sich selber behauptet links zu sein, während dem letzten Bundestag, trotz der SPD/Grüne/Linke-Mehrheit, lieber mit den Konservativen in eine GroKo geht, das verstehe ich einfach nicht. Und das lässt wohl ebenfalls die meisten Wähler erahnen, dass diese Partei gar nicht an einer linken Politik interessiert ist und dementsprechend überflüssig ist.
    • walsi 02.06.2019 16:29
      Highlight Highlight @Neruda: Die SPD kann nicht mit den Linken regieren. Die Wähler, welche eine linke Politik wollen, und somit eine Mehrheit der SPD Wähler, würde erkennen, dass sie mit den Linken besser bedient sind und in Zukunft diese wählen.
  • DerTaran 02.06.2019 13:09
    Highlight Highlight Das Problem mit Nahles und all ihren Vorgängern, war nie, dass sie Schlecht waren, sondern dass sie die SPD nur verwaltet haben.

    All die oben genannten Vorzüge nützen nichts, wenn sie nicht zu besseren Wahlergebnissen führen.

    Man muss jemanden finden, der die Partei nicht administriert, sonder vorran bringt. Mit AKK hat die CDU selber eine Nahles in die Führungsposition gehoben, eine seltene Gelegenheit sich zu profilieren.

    Neuwahlen (mit Ausgang Grün Schwarz) und danach Oposition wäre gut für die SPD.
    • MAOAM 02.06.2019 13:30
      Highlight Highlight Da müssten sie Grünen aber wollen und ob Schwarz Grün, oder Grün Schwarz alleine reicht..? Die Grünen mit zusätzlich der FDP dürfte sich als sehr unwahrscheinlich herausstellen. Evtl. sind aber genau die schwarzen Bremsklötzen Teil des Problems...
    • nach gang 02.06.2019 15:13
      Highlight Highlight Die SPD kann man als progressive Kraft getrost abhaken.
      Wenn sie verschwindet wird sie niemand vermissen.
      Play Icon

  • Lumpirr01 02.06.2019 12:56
    Highlight Highlight Hoffentlich gibt es bald in Deutschland und auch im übrigen Europa bald eine grundsätzliche Änderung im politischen Geschehen. Weg von den parteiinternen Streitereien, Sesselklebereien, parteiexternen Austeilungen und ewigen Allianzsuchereien zu einer Politik, die den Wählern auch tatsächlich etwas bringen............
    • FrancoL 02.06.2019 13:16
      Highlight Highlight Also möchtest Du eine Diktatur, wenn Du schreibst weg von der Allianzsucherei? Denkst Du das die Wähler homogener sind als die Parteien?
      Nein mein Lieber, genau diese Allianzsucherei ist das richtige Verhalten, nur mit Kompromissen lassen sich Mehrheiten bilden, alles andere ist Diktatur, die wenn sie auch nur 4 Jahre lang herrscht, dann von der nächsten Regierung wieder umgedreht zu wird.
    • Trump's verschwiegener Sohn 02.06.2019 14:29
      Highlight Highlight Wozu braucht es überhaupt Parteien? Ein Politiker kann uns ja auch so seine Einstellung mitteilen. Bernie Sanders und viele andere sind auch unabhängig.
      Die meisten Parteien haben doch eher etwas von einer Sekte als von sonst etwas.
      Sollte man sich nicht langsam mit der Frage mal ernsthaft auseinandersetzen?
    • Oberon 02.06.2019 14:53
      Highlight Highlight Ich glaube das ist halt der krux an der ganzen Geschichte. Erstmal sollte man sehe das eine Partei alleine nicht mehr in Deutschland regieren kann. Nun werden Kompromisse geschlossen die nie den optimalen Weg widerspiegeln können.
      Zusätzlich ist die Politik immer noch sehr träge und scheut sich unpopuläre Entscheidungen auf den blick der Wählerstimmen zu machen.

      Wir in der Schweiz haben ein ähnliches Problem mit dem Reformstau. Dies auch durch die grabenkämpfe in der Regierung und Lobbyisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 02.06.2019 12:41
    Highlight Highlight Die SPD ist historisch schlecht, weil sie sich arrogant von Wählern und Bürgern entfernt hat. Dieser deutsche Kommentar ist ein hübsches Abbild der Eliten-SPD: Wichtig sei was die Chefetage in Berlin denkt. Alles andere habe sich dem Feminat (3 Frauen an der Spitze der SPD: Nahles, Barley und Dreyer) unterzuordnen.

    Müssen? Nein. Abwählen geht auch.

    Lies auch: Die SPD forciert den Feminismus – und politisiert an ihrer Zielgruppe vorbei
    https://www.nzz.ch/international/die-spd-forciert-den-feminismus-und-politisiert-an-ihrer-zielgruppe-vorbei-ld.1460959
  • Füdlifingerfritz 02.06.2019 12:41
    Highlight Highlight Viele haben damals gelacht aber Lindners Worte scheinen sich zu bewahrheiten: "Es ist besser nicht zu regieren als falsch zu regieren."
    Das bekommt die machthungrige SPD nun zu spüren.
  • Triple A 02.06.2019 12:40
    Highlight Highlight Mit fehlt es an Mitgefühl, wenn im Haifischbecken der eine vom anderen gefressen wird.
  • FrancoL 02.06.2019 12:16
    Highlight Highlight Droht jetzt das GroKo AUS. JA wenn der Rücktritt von Nahles einen Sinn haben soll, dann nur mit einem klaren Neuanfang und der geht nur über den Austritt aus der GroKo. Danach wird es in Richtung Schwarz-Grün, hoffentlich ohne Gelb gehen und die SPD kann sich in 4-6 Jahren erholen und ihr Profil wieder auf die Ebene bringen das eine Mitte-Links-Partei braucht.
    • Füdlifingerfritz 02.06.2019 12:46
      Highlight Highlight @Francol
      Nun, wer sich den gesamten Wahlkampf über gegen eine Partei einschiesst und mit dieser dann ein weiteres Mal der lukrativer Ämter wegen ins Bett steigt, hat nichts anderes verdient. Deutschland braucht natürlich weiterhin eine sozialdemokratische Partei aber einfach nur SPD wählen um SPD gewählt zu haben, das kanns ja auch nicht sein. Und einem allfälligen schwarz/grünen Büdnis würde eine Prise (oder mehr) gelb sehr, sehr gut tun. Ist aber eher unrealistisch, da die FDP im Gegensatz zu Grünen und SPD nicht ganz soviel Interesse am Verraten der eigenen Ideale hat.
    • MAOAM 02.06.2019 13:05
      Highlight Highlight Zuerst würde ich gerne noch den Leitungsausweis von Schwarz Rot aus den letzten zwei Groko Perioden sehen. Vielleicht merkt man dann, dass von Schwarz reichlich wenig gekommen, sprich umgesetzt wurde. Man denke an das Automobil Desaster von den zwei CSUlern, oder Internet, oder Stromtrassen oder oder oder. Ich glaube nicht, dass die Grünen aktuell mit dem schwarzen Bremsklötzen eine vernünftige Umweltpolitik geschweige eine vernünftige Wirtschaftspolitik machen können. Wir werden sehen.
    • FrancoL 02.06.2019 15:19
      Highlight Highlight @FFF: Die FDP hat schon immer im Wind gelegen und nicht umsonst liegt sie so tief in der Gunst der Wähler. Die FDP ist keine tragende Partei und nicht einmal eine mittragende Partei in einer Koalition.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 02.06.2019 11:28
    Highlight Highlight Was die SPD auch tut, es ist sowieso falsch...
    Hört doch einfach damit auf, Umfrage-Ergebnissen nachzuhecheln!
    Der Slogan "Langweilig, aber gut!" der Schweizerischen BDP weist den Weg: "Sozialdemokratisch" ist dieser leicht trottelig-tollpatschig herumirrende und herumtorkelnde deutsche Wirtschaftswunder-Tourist, mit Bierbauch, Fotokamera, in kurzer Hose mit Socken in den Sandalen und mit Sonnenhut auf dem roten Kopf, der so viel bodenständige Geselligkeit ausstrahlt, dass wir geradezu zwanghaft linksextrem sein wollen...

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel